Hotel Weitblick

Hotel Weitblick

Roman

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Beschreibung

Vier Führungskräfte einer Werbeagentur, ein Wochenende in einem abgelegenen Hotel: Wer den Geschäftsführer-Posten bekommen soll, entscheidet der von Selbstzweifeln geplagte Consulter Marius Tankwart. Seine Auswahlseminare sind berühmt, doch der erbitterte Kampf der Manager untereinander macht eine gemeinsame Lösung unmöglich, und als er im Verhalten der Teilnehmer schließlich die Erziehungsmethoden einer Nazi-Pädagogin wiedererkennt, muss er eine Entscheidung treffen, von der sein eigenes Überleben abhängt.

Mit einem Kammerspiel der sogenannten Leistungsträger konzentriert Renate Silberer in ihrem Romandebüt die zwischenmenschlichen Konflikte in einem Punkt. Sie richtet einen entlarvenden Blick auf die erlernten Handlungsweisen unserer Gesellschaft und legt deren zutiefst beunruhigende Ursprünge frei. Renate Silberer, geb. 1975, lebt in Linz. Für Ihre Gedichte und Prosaarbeiten wurde sie mit diversen Stipendien ausgezeichnet, u. a. mit dem Rauriser Förderungspreis 2013. 2017 erschien ihr Erzählband „Das Wetter hat viele Haare“ bei Kremayr und Scheriau. Die Arbeit an ihrem Debüt-Roman „Hotel Weitblick“ wurde mit einem Jubiläumsfondsstipendium der Literar-Mechana und einem Projektsiptendium des Bundeskanzleramtes gefördert.
 

Details

  • Einband

    gebundene Ausgabe

  • Erscheinungsdatum

    08.03.2021

  • Verlag Kremayr & Scheriau
  • Seitenzahl

    240

  • Maße (L/B/H)

    20,5/12,8/2,5 cm

Beschreibung

Details

  • Einband

    gebundene Ausgabe

  • Erscheinungsdatum

    08.03.2021

  • Verlag Kremayr & Scheriau
  • Seitenzahl

    240

  • Maße (L/B/H)

    20,5/12,8/2,5 cm

  • Gewicht

    378 g

  • Auflage

    1

  • Sprache

    Deutsch

  • ISBN

    978-3-218-01272-0

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Nicht ganz das Meine

Gertie G. aus Wien am 21.05.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Die Geschäftsführung einer erfolgreichen Werbeagentur soll nachbesetzt werden. Daher werden drei Männer und eine Frau als mögliche Nachfolger in ein entlegenes Hotel zu einem Assessment eingeladen. Ausgerechnet der von Selbstzweifeln geplagte Dr. Marius Tankwart leitet den Prozess zur Entscheidungsfindung. Zu Beginn scheint alles im Lot, doch nach und nach entgleitet Tankwart das Seminar, denn die Teilnehmenden legen Verhaltensweisen an den Tag, die stark an die Erziehungsmethoden aus dem NS-Regime erinnern. Dazu zitiert die Autorin aus den Lehrbüchern der NS-Pädagogin Johanna Haarer und spielt mit tradierten Rollenbildern. So soll die einzige Frau ein Glas Wasser holen, tut dies, bis sie die Manipulation bemerkt. Doch dann ist es zu spät. "Der Letzte, der nicht den Verstand verloren hat, wird Geschäftsführer: ein bitterböser Roman über das Leistungsdenken und den Glauben an sich selbst." Wäre dieses Buch ein Krimi, so müsste man es in die „Closed Room“-Schublade einordnen. So aber kann es als Kammerspiel bezeichnen: Wenig Personal, ein begrenzter Raum und das schonungslose Aufdecken verborgener Befindlichkeiten. Hier wird das Innerste hervorgekehrt. Wer von uns Lesern jemals an einem Assessment teilgenommen hat, weiß, dass manchmal selbst die beste Vorbereitung nicht zum gewünschten Job führt. In letzter Zeit haben sich vermehrt unterschiedliche Stilmittel eingebürgert, die nicht immer meine ungeteilte Zustimmung erhalten. Hier wird auf die direkte Rede verzichtet, was bei mir den Eindruck erweckt, die Situation „schaumgebremst“ wie durch ein Milchglas zu erleben. Fazit: Ein Roman auf den man sich einlassen muss und von mir 3 Sterne erhält.

Nicht ganz das Meine

Gertie G. aus Wien am 21.05.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Die Geschäftsführung einer erfolgreichen Werbeagentur soll nachbesetzt werden. Daher werden drei Männer und eine Frau als mögliche Nachfolger in ein entlegenes Hotel zu einem Assessment eingeladen. Ausgerechnet der von Selbstzweifeln geplagte Dr. Marius Tankwart leitet den Prozess zur Entscheidungsfindung. Zu Beginn scheint alles im Lot, doch nach und nach entgleitet Tankwart das Seminar, denn die Teilnehmenden legen Verhaltensweisen an den Tag, die stark an die Erziehungsmethoden aus dem NS-Regime erinnern. Dazu zitiert die Autorin aus den Lehrbüchern der NS-Pädagogin Johanna Haarer und spielt mit tradierten Rollenbildern. So soll die einzige Frau ein Glas Wasser holen, tut dies, bis sie die Manipulation bemerkt. Doch dann ist es zu spät. "Der Letzte, der nicht den Verstand verloren hat, wird Geschäftsführer: ein bitterböser Roman über das Leistungsdenken und den Glauben an sich selbst." Wäre dieses Buch ein Krimi, so müsste man es in die „Closed Room“-Schublade einordnen. So aber kann es als Kammerspiel bezeichnen: Wenig Personal, ein begrenzter Raum und das schonungslose Aufdecken verborgener Befindlichkeiten. Hier wird das Innerste hervorgekehrt. Wer von uns Lesern jemals an einem Assessment teilgenommen hat, weiß, dass manchmal selbst die beste Vorbereitung nicht zum gewünschten Job führt. In letzter Zeit haben sich vermehrt unterschiedliche Stilmittel eingebürgert, die nicht immer meine ungeteilte Zustimmung erhalten. Hier wird auf die direkte Rede verzichtet, was bei mir den Eindruck erweckt, die Situation „schaumgebremst“ wie durch ein Milchglas zu erleben. Fazit: Ein Roman auf den man sich einlassen muss und von mir 3 Sterne erhält.

Gesellschaftskritik als Debüt - außergewöhnlich aber gelungen

katikatharinenhof am 02.04.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Das Auswahlverfahren im Hotel Weitblick soll richtungs- & zukunftsweisend sein, denn im Wochenend-Seminar soll derjenige auserkoren werden, der am besten für den Geschäftsführerposten geeignet ist. Das Auswahlseminar wird von Dr. Tankwart geleitet, der führ seine Effizienz und seine Menschenkenntnis bekannt ist. Doch das Seminar droht ihm zu entgleiten, denn die Teilnehmenden legen plötzlich ein Verhalten an den Tag, das dem Erziehungsmuster einer Nazi-Pädagogin folgt.... Auf "Hotel Weitblick" muss man sich ganz unvoreingenommen einlassen, damit dieser außergewöhnliche Debütroman seine komplette Wirkung entfalten. kann. Zwar habe ich ein wenig Probleme, mich mit der Wahl des stilistischen Mittels anzufreunden, denn die Autorin verzichtet komplett auf wörtliche Rede und setzt auch schon mal hinter nicht zu Ende gesprochenen Sätzen einen Punkt, aber erstmal im Lesefluss, kann man sich den Ereignissen in der Abgeschiedenheit nur schwer entziehen. Es ist fast wie bei einem Unfall, bei dem man weiß, dass man nicht gaffen soll, aber man tut es unweigerlich trotzdem und genau das passiert hier auch - die Figuren halten noch am ersten Tag ihre sorgsam gehütete Maskerade aufrecht, aber so nach und nach bröckelt die Mauer und das wahre Ich kommt zum Vorschein. Die ihnen gestellten Aufgaben verwirren zunehmend die Teilnehmer und sind nicht unbedingt das, was sie in einem Assessmentcenter erwartet haben. Und doch habe alle Aufgaben nur ein Ziel - nämlich aufzuzeigen, dass alle Bewerber auf den Posten einem ganz bestimmten, von klein auf eingeimpften Muster folgen und so sich quasi dem Gehorsam unterwerfen. Hier werden die Finger in die Wunden gelegt, nachgebohrt und das Innerste nach außen gekehrt, Wünsche und Sehnsüchte, aber auch Versagensängste und Leistungsdruck suchen sich einen Weg an die Oberfläche und hinterlassen eine Schneise der Verwirrung und der seelischen Narben, die unbewusst wieder aufbrechen. Kein leicht zu lesendes Buch und dabei doch sehr ehrlich - es regt zum Nachdenken an, zeigt sich provokativ und streitsüchtig und hält dem Leser den gesellschaftskritischen Spiegel vor. Auf jeden Fall ein gelungenes Debüt, das neugierig auf nachfolgende Bücher macht.

Gesellschaftskritik als Debüt - außergewöhnlich aber gelungen

katikatharinenhof am 02.04.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

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