Herodot und Thukydides

Herodot und Thukydides

Die Geburt der Geschichte

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Herodot und Thukydides

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Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.12.2020

Verlag

C.H.Beck

Seitenzahl

280

Maße (L/B/H)

22,2/15,2/2,7 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.12.2020

Verlag

C.H.Beck

Seitenzahl

280

Maße (L/B/H)

22,2/15,2/2,7 cm

Gewicht

481 g

Auflage

2. durchgesehene und aktualisierte Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-76818-7

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Nie veraltende Themen

inlibrisfutura.de am 14.03.2021

Bewertungsnummer: 1436904

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Die Überlegenheit der Großmacht bestehe darin, sich nicht an die Regeln halten zu müssen, die sie unter dem Anschein des Rechts und unter allgemeiner Übereinstimmung für andere aufstelle." Das zeigt Herodot unter anderem in seinem Werk, das mit dem einige Jahre später erschienen Werk des Thukydides die Anfänge der Geschichtsschreibung darstellt. "In beiden Historikern verdichtet sich in einem Zeitraum von etwas mehr als einer Generation, von circa 440 bis 400 v.Chr., die Entwicklung von zweieinhalbtausend Jahren abendländischer Geschichtsschreibung." Diese beiden Werke untersucht Wolfgang Will mit seiner Erfahrung als Althistoriker und stellt sie gegenüber. Er betrachtet hierbei zahlreiche Aspekte: von der Methodik über die Sprache, Menschen und Götter bis zur Gesellschaft und dem Frauenbild. Eine beeindruckende Leistung wissenschaftlicher Untersuchungsmethodik in einem schlanken Buch mit vielen aktuellen Bezügen. So bleiben diese antiken Worte noch heute weiterhin aktuell: "'Es sind ja die Menschen gewohnt, was sie begehren, unbedachter Hoffnung anheimzustellen, was sie nicht an heranlassen wollen, aber mit selbstherrlicher Überlegung abzuweisen' (4.108.4)" Die Auseinandersetzung mit den beiden Begründern der Geschichtsschreibung ist daher noch heute von Aktualität und Einblicken in die antike griechische Welt lohnenswert. Ohne die Werke oder die grundlegende Forschung um diese zu kennen ist die Lektüre dieses Werkes allerdings schwierig. Zwar handelt es sich um einen um einen Blick auf die "historiographische Seite", die einen Vergleich erlaubt, aber eben um einen tiefgründigen und hochgradig wissenschaftlichen. Will spricht bereits im Vorwort an, dass sich die neuste Forschung der beiden Historiker von der älteren vorrangig nur darin unterscheidet, dass letztere auf Englisch verfasst ist. Dies von einem Historiker zu lesen kann durchaus bedeuten, dass es der Wahrheit entspricht. Denn zumeist wird Literatur des 19. Fahrhunderts eher als eigenes Forschungsobjekt gesehen, das den Nationalismus hinter den Werken und Autoren beleuchten kann. Obwohl Will zwar die Inhalte der Werke in Kürze wiedergibt, ist eine vorherige Beschäftigung mit den Werken in meinen Augen notwendig, um die angestellten Vergleiche und die Motivation der Autoren nachvollziehen zu können.
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inlibrisfutura.de am 14.03.2021
Bewertungsnummer: 1436904
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"Die Überlegenheit der Großmacht bestehe darin, sich nicht an die Regeln halten zu müssen, die sie unter dem Anschein des Rechts und unter allgemeiner Übereinstimmung für andere aufstelle." Das zeigt Herodot unter anderem in seinem Werk, das mit dem einige Jahre später erschienen Werk des Thukydides die Anfänge der Geschichtsschreibung darstellt. "In beiden Historikern verdichtet sich in einem Zeitraum von etwas mehr als einer Generation, von circa 440 bis 400 v.Chr., die Entwicklung von zweieinhalbtausend Jahren abendländischer Geschichtsschreibung." Diese beiden Werke untersucht Wolfgang Will mit seiner Erfahrung als Althistoriker und stellt sie gegenüber. Er betrachtet hierbei zahlreiche Aspekte: von der Methodik über die Sprache, Menschen und Götter bis zur Gesellschaft und dem Frauenbild. Eine beeindruckende Leistung wissenschaftlicher Untersuchungsmethodik in einem schlanken Buch mit vielen aktuellen Bezügen. So bleiben diese antiken Worte noch heute weiterhin aktuell: "'Es sind ja die Menschen gewohnt, was sie begehren, unbedachter Hoffnung anheimzustellen, was sie nicht an heranlassen wollen, aber mit selbstherrlicher Überlegung abzuweisen' (4.108.4)" Die Auseinandersetzung mit den beiden Begründern der Geschichtsschreibung ist daher noch heute von Aktualität und Einblicken in die antike griechische Welt lohnenswert. Ohne die Werke oder die grundlegende Forschung um diese zu kennen ist die Lektüre dieses Werkes allerdings schwierig. Zwar handelt es sich um einen um einen Blick auf die "historiographische Seite", die einen Vergleich erlaubt, aber eben um einen tiefgründigen und hochgradig wissenschaftlichen. Will spricht bereits im Vorwort an, dass sich die neuste Forschung der beiden Historiker von der älteren vorrangig nur darin unterscheidet, dass letztere auf Englisch verfasst ist. Dies von einem Historiker zu lesen kann durchaus bedeuten, dass es der Wahrheit entspricht. Denn zumeist wird Literatur des 19. Fahrhunderts eher als eigenes Forschungsobjekt gesehen, das den Nationalismus hinter den Werken und Autoren beleuchten kann. Obwohl Will zwar die Inhalte der Werke in Kürze wiedergibt, ist eine vorherige Beschäftigung mit den Werken in meinen Augen notwendig, um die angestellten Vergleiche und die Motivation der Autoren nachvollziehen zu können.

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von Wolfgang Will

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