Blacktop Wasteland

Blacktop Wasteland

Kriminalroman

Buch (Gebundene Ausgabe)

22,00 € inkl. gesetzl. MwSt.

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Beschreibung

Beauregard »Bug« Montage ist ein ehrlicher Automechaniker und liebender Familienmensch. Außerdem ist er von North Carolina bis Florida als bester Fluchtwagenfahrer der gesamten Ostküste bekannt. Bug saß aber lange genug im Gefängnis und weiß, dass er als Krimineller keine Zukunft hat. Als jedoch sein behutsam aufgebautes Familien- und Berufsleben aus finanziellen Gründen in Gefahr gerät, findet er sich schnell auf der schiefen Bahn wieder. Bei einem Banküberfall setzt er sich noch einmal hinters Steuer, weil er keine andere Wahl zu haben scheint, doch die Sache geht fürchterlich schief – und bald hat Bug nicht nur die Polizei im Nacken, sondern auch Gegner, die völlig unberechenbar sind ...

Eine erfrischende neue Stimme der Kriminalliteratur.

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S. A. Cosby erfindet den amerikanischen Kriminalroman neu.

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»I loved Blacktop Wasteland.«

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»Blacktop Wasteland ist ein rasantes Meisterstückchen über den Rausch der Geschwindigkeit, über Amerika und daher auch über Rassismus, Gewalt, Drogen und Zerstörung, über White Trash und Afroamerikaner, voller Pathos und Geschwätz und mit den besten Verfolgungsjagden seit langem.«

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»Autor S.A. Cosby schildert die atemberaubend eskalierende Story mit Mut zu knochensplitternder Action, aber auch mit scharfem Blick für Südstaaten-Rassismus und die Gewissensnöte des Helden.«

S. A. Cosby ist Schriftsteller und leidenschaftlicher Schachspieler und lebt im US-Bundesstaat Virginia. 2019 gewann er den Anthony Award für die beste Kurzgeschichte. Blacktop Wasteland ist sein erster Roman in deutscher Übersetzung.

Jürgen Bürger ist literarischer Übersetzer aus dem Englischen und hat u. a. Jerome Charyn, Stephen King, James Lee Burke und Pete Dexter ins Deutsche übertragen.

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.03.2021

Verlag

Ars vivendi

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

21,6/14,7/3,8 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.03.2021

Verlag

Ars vivendi

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

21,6/14,7/3,8 cm

Gewicht

558 g

Auflage

3. Auflage

Übersetzer

Jürgen Bürger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7472-0220-3

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Pedal to the metal

Bewertung aus Vaihingen an der Enz am 07.06.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Man kann man sich noch so sehr bemühen, das Fahrzeug in der Spur zu halten, aber was tun, wenn plötzlich ein unerwartetes Hindernis auftaucht? In einem früheren Leben war Beauregard "Bug" Montage der beste Fluchtwagenfahrer an der Ostküste. Hat die Familientradition fortgeführt. Aber das hat er längst hinter sich gelassen, hat auf Reset gedrückt und lebt nun ein respektables Leben. Seine Familie steht an erster Stelle. Anders als bei seinem Vater, der vor vielen Jahren nach einem missglückten Job spurlos verschwunden ist. Aber Bugs Autowerkstatt läuft in letzter Zeit nicht mehr gut. Die Konkurrenz zieht ihm mit Dumpingpreisen die Kunden ab. Ihm steht das Wasser bis zum Hals. Das Angebot eines alten Kumpels scheint einen Ausweg aus der Misere zu bieten. Dieser plant einen Coup, will einen Juwelier ausheben, der den Safe voller Diamanten hat, aber ihm fehlt noch ein Fahrer. Obwohl Bug zweifelt, Gewissensbisse hat, willigt er ein. Hätte er nicht tun sollen, denn der Job endet in einem Fiasko, bedroht in letzter Konsequenz das, was ihm heilig ist. Seine Familie. Der Roman lässt sich in zwei Bereiche teilen. Anfangs dominieren die Rückblicke in Bugs Vergangenheit, in der er das Verhältnis zu seinem Vater reflektiert, doch dann wird er zu einem astreinen Southern Noir mit Action-Potenzial, in dem der Autor über weite Strecken ein hohes Tempo vorlegt, was insbesondere den wilden Verfolgungsjagden geschuldet ist. Aber er ist auch angereichert mit Themen, die insbesondere in den ländlichen Gegenden jenseits der Metropolen, hier Virginias „Wasteland“, aktuell sind. Südstaaten-Alltag in Armut mit Rassismus, fehlenden Jobs, Perspektivlosigkeit, aber jeder Menge Gewalt, Alkohol und Drogen. Für viele Menschen ein Leben am Abgrund, in dem der amerikanische Traum nur noch ein schönes Märchen ist. Lesen!

Pedal to the metal

Bewertung aus Vaihingen an der Enz am 07.06.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Man kann man sich noch so sehr bemühen, das Fahrzeug in der Spur zu halten, aber was tun, wenn plötzlich ein unerwartetes Hindernis auftaucht? In einem früheren Leben war Beauregard "Bug" Montage der beste Fluchtwagenfahrer an der Ostküste. Hat die Familientradition fortgeführt. Aber das hat er längst hinter sich gelassen, hat auf Reset gedrückt und lebt nun ein respektables Leben. Seine Familie steht an erster Stelle. Anders als bei seinem Vater, der vor vielen Jahren nach einem missglückten Job spurlos verschwunden ist. Aber Bugs Autowerkstatt läuft in letzter Zeit nicht mehr gut. Die Konkurrenz zieht ihm mit Dumpingpreisen die Kunden ab. Ihm steht das Wasser bis zum Hals. Das Angebot eines alten Kumpels scheint einen Ausweg aus der Misere zu bieten. Dieser plant einen Coup, will einen Juwelier ausheben, der den Safe voller Diamanten hat, aber ihm fehlt noch ein Fahrer. Obwohl Bug zweifelt, Gewissensbisse hat, willigt er ein. Hätte er nicht tun sollen, denn der Job endet in einem Fiasko, bedroht in letzter Konsequenz das, was ihm heilig ist. Seine Familie. Der Roman lässt sich in zwei Bereiche teilen. Anfangs dominieren die Rückblicke in Bugs Vergangenheit, in der er das Verhältnis zu seinem Vater reflektiert, doch dann wird er zu einem astreinen Southern Noir mit Action-Potenzial, in dem der Autor über weite Strecken ein hohes Tempo vorlegt, was insbesondere den wilden Verfolgungsjagden geschuldet ist. Aber er ist auch angereichert mit Themen, die insbesondere in den ländlichen Gegenden jenseits der Metropolen, hier Virginias „Wasteland“, aktuell sind. Südstaaten-Alltag in Armut mit Rassismus, fehlenden Jobs, Perspektivlosigkeit, aber jeder Menge Gewalt, Alkohol und Drogen. Für viele Menschen ein Leben am Abgrund, in dem der amerikanische Traum nur noch ein schönes Märchen ist. Lesen!

Grandioser Kriminalroman aus dem Süden der USA

Xirxe aus Hannover am 07.06.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bug ist Automechaniker mit eigener Werkstatt und ein fürsorglicher Familienmensch. Seine kriminelle Vergangenheit hat er hinter sich gelassen, um seinen Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen; doch für sie würde er Alles tun. Als er in eine finanzielle Notlage gerät, sieht er keinen anderen Ausweg, als bei einem Raubüberfall mitzumachen – mit Folgen, die nicht im Geringsten abzusehen waren. Gleich zu Beginn legt die Geschichte ein buchstäblich atemberaubendes Tempo vor, das andere Bücher nicht einmal bis zum Ende hin erreichen. Und man fragt sich, was soll da noch kommen – doch da kommt noch Einiges . Man folgt Bug in seine fast zwangsläufige Rückkehr in die Kriminalität und die daraus entstehende Gewaltspirale; doch egal wie man dazu steht – die Sympathie für den Protagonisten bleibt. Denn praktisch hat er keine Wahl: Wie alle Menschen will er seinen Kindern ein besseres Leben ermöglichen, was leider nur mit Geld geht. Und die Möglichkeiten an Solches heranzukommen, sind für einen vorbestraften Schwarzen im Süden der USA sehr überschaubar. So versucht er, so widersprüchlich es sich anhören mag, seine kriminellen Aktivitäten so aufrichtig wie möglich durchzuziehen; doch sobald es um Lug und Trug geht oder sogar um die Existenz seiner Familie und Freunde, kennt Bug keine Gnade. Obwohl der Autor nicht gerade an Gewalt und Brutalität spart und auch die Beschreibungen vom Rand der Gesellschaft sehr drastisch sind, wirken die Szenen nicht abstoßend oder voyeuristisch, sondern einfach schlüssig. Bug ist, trotz seiner kriminellen Taten, ein vermutlich aufrichtigerer Mensch als viele seiner ach so anständigen MitbürgerInnen. S.A. Cosby, der Autor dieses Buches, hat hier nicht nur einen spannenden Kriminalroman geschrieben, sondern gleichzeitig auch eine überzeugende Darstellung der Gesellschaft im Süden der USA. Und damit auch beschrieben, weshalb es manchen Menschen fast unmöglich gemacht wird, gesetzestreu zu leben, auch wenn sie es aufrichtig versuchen.

Grandioser Kriminalroman aus dem Süden der USA

Xirxe aus Hannover am 07.06.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bug ist Automechaniker mit eigener Werkstatt und ein fürsorglicher Familienmensch. Seine kriminelle Vergangenheit hat er hinter sich gelassen, um seinen Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen; doch für sie würde er Alles tun. Als er in eine finanzielle Notlage gerät, sieht er keinen anderen Ausweg, als bei einem Raubüberfall mitzumachen – mit Folgen, die nicht im Geringsten abzusehen waren. Gleich zu Beginn legt die Geschichte ein buchstäblich atemberaubendes Tempo vor, das andere Bücher nicht einmal bis zum Ende hin erreichen. Und man fragt sich, was soll da noch kommen – doch da kommt noch Einiges . Man folgt Bug in seine fast zwangsläufige Rückkehr in die Kriminalität und die daraus entstehende Gewaltspirale; doch egal wie man dazu steht – die Sympathie für den Protagonisten bleibt. Denn praktisch hat er keine Wahl: Wie alle Menschen will er seinen Kindern ein besseres Leben ermöglichen, was leider nur mit Geld geht. Und die Möglichkeiten an Solches heranzukommen, sind für einen vorbestraften Schwarzen im Süden der USA sehr überschaubar. So versucht er, so widersprüchlich es sich anhören mag, seine kriminellen Aktivitäten so aufrichtig wie möglich durchzuziehen; doch sobald es um Lug und Trug geht oder sogar um die Existenz seiner Familie und Freunde, kennt Bug keine Gnade. Obwohl der Autor nicht gerade an Gewalt und Brutalität spart und auch die Beschreibungen vom Rand der Gesellschaft sehr drastisch sind, wirken die Szenen nicht abstoßend oder voyeuristisch, sondern einfach schlüssig. Bug ist, trotz seiner kriminellen Taten, ein vermutlich aufrichtigerer Mensch als viele seiner ach so anständigen MitbürgerInnen. S.A. Cosby, der Autor dieses Buches, hat hier nicht nur einen spannenden Kriminalroman geschrieben, sondern gleichzeitig auch eine überzeugende Darstellung der Gesellschaft im Süden der USA. Und damit auch beschrieben, weshalb es manchen Menschen fast unmöglich gemacht wird, gesetzestreu zu leben, auch wenn sie es aufrichtig versuchen.

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Blacktop Wasteland

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Katrin Hulha

Thalia Fulda

Zum Portrait

5/5

Freundschaft, Autos und das ganz große Geld

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bug hat ein Faible für Autos. Tagsüber verbringt er jede Minute in seiner Werkstatt und am Wochenende fährt er mit seinem Duster durch die Gegend, um bei illegalen Rennen ein paar Dollar dazu zu verdienen. Mit seinem früheren Leben als Fluchtwagenfahrer hat er eigentlich abgeschlossen. Als jedoch die Aufträge in der Werkstatt ausbleiben, die Kosten für das Pflegeheim seiner Mutter ins Unermessliche steigen und das Geld für die Ausbildung der Kinder knapp wird, scheint ein letzter Job die Lösung aller Probleme zu sein… Mal wieder eines dieser Bücher, die einem im Gedächtnis bleiben. Cooler, schneller Krimi mit einem gelungenen Showdown, Kopfkino inklusive. Perfekt für Fans von Don Winslow und Co.
5/5

Freundschaft, Autos und das ganz große Geld

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bug hat ein Faible für Autos. Tagsüber verbringt er jede Minute in seiner Werkstatt und am Wochenende fährt er mit seinem Duster durch die Gegend, um bei illegalen Rennen ein paar Dollar dazu zu verdienen. Mit seinem früheren Leben als Fluchtwagenfahrer hat er eigentlich abgeschlossen. Als jedoch die Aufträge in der Werkstatt ausbleiben, die Kosten für das Pflegeheim seiner Mutter ins Unermessliche steigen und das Geld für die Ausbildung der Kinder knapp wird, scheint ein letzter Job die Lösung aller Probleme zu sein… Mal wieder eines dieser Bücher, die einem im Gedächtnis bleiben. Cooler, schneller Krimi mit einem gelungenen Showdown, Kopfkino inklusive. Perfekt für Fans von Don Winslow und Co.

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5/5

"Es war acht Uhr fünfzehn. Er umklammerte das Lenkrad. "Time to fly", flüsterte er..."

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Beauregard "Bug" Montage hat eine, sagen wir es höflich, bewegte Jugend hinter sich: Als er ein Kind war, verliess sein Vater, ein Autonarr und Krimineller, wie er im Buch steht, die Familie und verschwand. Alles was Bug vom geliebten Daddy blieb, war eine romantisch-verklärte Erinnerung und die Liebe zum schnellen Fahren. Mit noch nicht einmal 20 wird er Vater, die Beziehung mit der Mutter des Mädchens zerbricht nach wenigen Jahren. Es bleibt sein Hang zum schnell verdienten Geld, was leider auf legalem Weg kaum möglich ist, und seine Liebe zum schnellen Fahren. Der Jugendknast ist der Break, den er braucht: Es folgt eine neue Liebe, später zwei Söhne und eine Autowerkstatt, die er zusammen mit seinem Cousin betreibt. Mittlerweile ist er Anfang dreißig, im kleinen Südstaatennest taucht in der Reparaturbranche starke Konkurrenz auf, der private Schuldenberg wächst und wächst, aber da ist ja noch die Liebe zum schnellen Fahren. Und wenn das jemnand beherrscht, dann Beauregard Montage. Als ein Schatten seiner Vergangenheit bei ihm auftaucht, ein Redneck, dumm wie Brot, und mit einem Bruder gesegnet, der tatsächlich noch weniger Birnen im Leuchter hat, und von einem "ganz sicheren Ding" faselt, bei dem ihm nur ein guter Fluchtfahrer, ja eigentlich der Beste seiner Zunft, fehlt, winkt Bug erst ab. Aber beim nächsten Sichten seiner Kontoauszüge, und bei diesem Kribbeln, das sich in ihm auszubreiten beginnt, wenn er an "einen Job" denkt, sagt er zu - zwar wissend, mit wem er sich da einlässt, aber nicht einmal ansatzweise ahnend, wer da gelinkt werden soll - und wird. Bugs nur mühsam übertünchter Hang zu schneller, harter Gewalt wird richtig gut zu tun bekommen... Kolja Mensing (DLF) urteilte über "Blacktop Wasteland": "Ich habe das Buch nicht eigentlich gelesen, sondern eher eingeatmet!" Treffender kann man es kaum beschreiben. Ein Noir-South-Hardboiled-Thriller der Spitzenklasse. S.A. Cosby hat sich mit einem Schlag bzw. Buch ganz nach oben geschrieben. In diesem Genre tummelt sich so mancher Autor, mehr oder weniger gelungen, aber weit oben ist die Luft dann doch dünn, der Platz für echte Kerle, große Gefühle und ja, große Literatur ist knapp! James Lee Burke oder James Ellroy zum Beispiel wären da zu nennen... Bevor ich jetzt hier begeistert weiter schwärme, anstatt Sie das Buch erwerben zu lassen, damit Sie mit der Lektüre umgehend beginnen können (Und glauben Sie mir, es wäre ein Fehler, das nicht zu tun...), erlauben Sie mir noch wenige Worte zum Übersetzer hinzuzufügen: Jürgen Bürger hat in unvergleichlich guter Art und Weise gefühlt jeden schriftstellerischen Triebtäter der USA genial ins Deutsche übertragen, James Lee Burke, James Sallis, Andrew Vachss oder Larry Beinhart seien hier exemplarisch erwähnt. Ich weiß nicht, ob Herr Bürger, wie einst Harry Rowohlt, nur das übersetzt, was ihm auch Freude macht, aber sein Name ist auf jeden Fall ein absolutes Qualitätssiegel für eine ganze Literatur-Gattung! "Beauregard rieb Daumen und Zeigefinger der linken Hand aneinander. "Vier Minuten. Zweihundertvierzig Sekunden. Das gibt uns zwei Minuten Vorsprung vor den Cops, die sich drei Straßen weiter befinden. Einrücken, abrücken, verdrücken!", sagte er. Der Spruch stammte von einem alten irischen Bankräuber, mit dem er einst zusammengearbeitet hatte. Beauregard hatte ihn nie vergessen. Dieser Ire war ein echter Profi gewesen. Diese Jungs spielten nicht in seiner Liga. Sie spielten nicht mal dasselbe Spiel..."
5/5

"Es war acht Uhr fünfzehn. Er umklammerte das Lenkrad. "Time to fly", flüsterte er..."

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Beauregard "Bug" Montage hat eine, sagen wir es höflich, bewegte Jugend hinter sich: Als er ein Kind war, verliess sein Vater, ein Autonarr und Krimineller, wie er im Buch steht, die Familie und verschwand. Alles was Bug vom geliebten Daddy blieb, war eine romantisch-verklärte Erinnerung und die Liebe zum schnellen Fahren. Mit noch nicht einmal 20 wird er Vater, die Beziehung mit der Mutter des Mädchens zerbricht nach wenigen Jahren. Es bleibt sein Hang zum schnell verdienten Geld, was leider auf legalem Weg kaum möglich ist, und seine Liebe zum schnellen Fahren. Der Jugendknast ist der Break, den er braucht: Es folgt eine neue Liebe, später zwei Söhne und eine Autowerkstatt, die er zusammen mit seinem Cousin betreibt. Mittlerweile ist er Anfang dreißig, im kleinen Südstaatennest taucht in der Reparaturbranche starke Konkurrenz auf, der private Schuldenberg wächst und wächst, aber da ist ja noch die Liebe zum schnellen Fahren. Und wenn das jemnand beherrscht, dann Beauregard Montage. Als ein Schatten seiner Vergangenheit bei ihm auftaucht, ein Redneck, dumm wie Brot, und mit einem Bruder gesegnet, der tatsächlich noch weniger Birnen im Leuchter hat, und von einem "ganz sicheren Ding" faselt, bei dem ihm nur ein guter Fluchtfahrer, ja eigentlich der Beste seiner Zunft, fehlt, winkt Bug erst ab. Aber beim nächsten Sichten seiner Kontoauszüge, und bei diesem Kribbeln, das sich in ihm auszubreiten beginnt, wenn er an "einen Job" denkt, sagt er zu - zwar wissend, mit wem er sich da einlässt, aber nicht einmal ansatzweise ahnend, wer da gelinkt werden soll - und wird. Bugs nur mühsam übertünchter Hang zu schneller, harter Gewalt wird richtig gut zu tun bekommen... Kolja Mensing (DLF) urteilte über "Blacktop Wasteland": "Ich habe das Buch nicht eigentlich gelesen, sondern eher eingeatmet!" Treffender kann man es kaum beschreiben. Ein Noir-South-Hardboiled-Thriller der Spitzenklasse. S.A. Cosby hat sich mit einem Schlag bzw. Buch ganz nach oben geschrieben. In diesem Genre tummelt sich so mancher Autor, mehr oder weniger gelungen, aber weit oben ist die Luft dann doch dünn, der Platz für echte Kerle, große Gefühle und ja, große Literatur ist knapp! James Lee Burke oder James Ellroy zum Beispiel wären da zu nennen... Bevor ich jetzt hier begeistert weiter schwärme, anstatt Sie das Buch erwerben zu lassen, damit Sie mit der Lektüre umgehend beginnen können (Und glauben Sie mir, es wäre ein Fehler, das nicht zu tun...), erlauben Sie mir noch wenige Worte zum Übersetzer hinzuzufügen: Jürgen Bürger hat in unvergleichlich guter Art und Weise gefühlt jeden schriftstellerischen Triebtäter der USA genial ins Deutsche übertragen, James Lee Burke, James Sallis, Andrew Vachss oder Larry Beinhart seien hier exemplarisch erwähnt. Ich weiß nicht, ob Herr Bürger, wie einst Harry Rowohlt, nur das übersetzt, was ihm auch Freude macht, aber sein Name ist auf jeden Fall ein absolutes Qualitätssiegel für eine ganze Literatur-Gattung! "Beauregard rieb Daumen und Zeigefinger der linken Hand aneinander. "Vier Minuten. Zweihundertvierzig Sekunden. Das gibt uns zwei Minuten Vorsprung vor den Cops, die sich drei Straßen weiter befinden. Einrücken, abrücken, verdrücken!", sagte er. Der Spruch stammte von einem alten irischen Bankräuber, mit dem er einst zusammengearbeitet hatte. Beauregard hatte ihn nie vergessen. Dieser Ire war ein echter Profi gewesen. Diese Jungs spielten nicht in seiner Liga. Sie spielten nicht mal dasselbe Spiel..."

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