Anmaßung

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Wie Deutschland sein Ansehen bei den Russen verspielt

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Beschreibung

Alexander Rahr untersucht in sieben symptomatischen Beispielen, was in den Menschen, was in der Politik und Wirtschaft, was bei Verantwortlichen und einfachen Leuten in Russland vorgeht: Was und wie denken sie über Deutschland und die Deutschen? Woher rührt die wachsende Entfremdung? Von wem geht diese Entfremdung aus, wo führt sie hin? Der Autor scheut nicht Emotionen und deutliche Worte, er sondiert mit Sorge und Trauer ein zutiefst gestörtes Verhältnis, das derzeit wenig Aussicht auf Besserung hat. Er selbst ist auf beiden Seiten involviert. Als Berater der Bundesregierung hat er Analysen und Konzepte verfasst, als Russe hat er für Maßnahmen der russischen Politik Verständnis gezeigt. Ihm ist am vertrauensvollen Miteinander der beiden Länder gelegen, und er hält es für möglich.

Alexander Rahr, 1959 in Taipeh geboren, ist Osteuropa-Historiker, Politologe, Publizist und einer der führenden deutschen Russlandexperten. Neben dem Geschichtsstudium in München arbeitete er von 1977 bis 1985 für das Forschungsprojekt "Sowjetelite" am Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien. Ab 1982 war er zunächst für Radio Liberty als Analytiker tätig, später 18 Jahre lang für die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik. 2004 bis 2015 saß er im Lenkungsausschuss des Petersburger Dialogs, seit 2012 ist er Projektleiter des Deutsch-Russischen Forums und parallel dazu als Unternehmensberater in der Privatwirtschaft tätig. Er ist Autor mehrerer Sachbücher, u.a. "Putin nach Putin" (2009) und "Der kalte Freund. Warum wir Russland brauchen" (2011) sowie Herausgeber des Erinnerungsbuches "Der 8. Mai. Geschichte eines Tages" (2020). Rahr ist Träger des Bundesverdienstkreuzes.

Details

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

22.03.2021

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ePUB

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Erscheinungsdatum

22.03.2021

Verlag

Das Neue Berlin

Seitenzahl

192 (Printausgabe)

Dateigröße

1830 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783360501813

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ANMAßUNG - WIE DEUTSCHLAND SEIN ANSEHEN BEI DEN RUSSEN VERSPIELT - Aktuell und lesenswert!

j.h. aus Berlin am 05.04.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Das vorliegende Buch ist ein Schrei des Verzweifelten: rettet die deutsch-russischen Beziehungen! Gerade darum ist es wichtig, den russischen Blick auf Deutschland ernsthaft zu prüfen." (S. 18) Soweit ist es gekommen. Der auf den ersten Blick sehr dramatisch wirkende Einführungs-Schlusssatz von Alexander Rahr (*1959) spiegelt leider durchaus die Realität wider, in der fanatische Transatlantiker wie die zwei unterlegenen Bewerber um den CDU-Vorsitz mehr und mehr das Ruder zu übernehmen scheinen und der schon vor Amtsübernahme hierzulande medial gefeierte neue amerikanische Präsident (Sprach er nicht mal von Versöhnung?) in einem ersten TV-Interview im März schon kriegerische Worte Richtung Moskau sendete. In den 1990-er Jahren feierte man das Ende des Kalten Krieges und entwarf harmonische Bilder weltweiter friedlicher Zusammenarbeit. Diese Visionen scheinen so manchem nicht gefallen zu haben - und die Sprache des Kalten Krieges, in einer Bedrohung Rest-Europas durch Moskau gipfelnd, sind in zahlreichen Medien eindrucksvoll schnell reaktivierbar. Man wird an das bereits 1961 verfasste Gedicht "Meinst du, die Russen wollen Krieg" von Jewgeni Jewtuschenko erinnert, das der Oktoberklub in den 1980-er Jahren aus aktuellem Anlass erneut zu Gehör brachte. "Die angesichts des derzeitigen politischen Personals ohnehin kleine Chance, aus der verfahrenen Situation möglichst bald wieder herauszufinden, wird vollends zunichte, wenn russische Narrative hierzulande von vornherein als unberechtigt, infame Propaganda oder Lügengebäude betrachtet werden. … Es fällt auf, dass in unserem Land in der Regel nur zwei Kategorien russischer Gesprächs- oder Interviewpartner zu Wort kommen: offizielle Regierungsvertreter und ausgewiesene Kremlkritiker. 'Neutrale' Experten muss man mit der Lupe suchen, und Straßenumfragen vermitteln stets ein Bild, als gäbe es entweder blinde Regierungsunterstützer oder sich ereifernde Putin-Kritiker." (S. 8) Mit dieser anschaulichen Beschreibung bringt die frühere ARD-Korrespondentin Gabriele Krone-Schmalz die derzeitige Situation treffend auf den Punkt. In den sieben Kapiteln des Buches unternimmt Alexander Rahr den Versuch, ganz unterschiedliche Russen ihre persönlichen Ansichten zum deutsch-russischen Verhältnis und entsprechende Erwartungen darzulegen. Dabei beinhaltet das 1. Kapitel (Anna, die Coachin) gleich sehr vielfältige Anschauungen, da diese sowohl in Russland als auch von in Berlin lebenden Russen die Gedanken zu Papier bringen ließ. Die folgenden Kapitel widmen sich dann jeweils genau der titelgebenden Person: - Alevtina, die Konfliktforscherin - Volodja, der wehrhafte Diplomat - Jewgenija, die Meinungsforscherin - Mischa, der standhafte Patriot - Alexei, der Deutschlandversteher - Peter, der interkulturelle Kämpfer Durch diese Auswahl entsteht ein ebenso vielschichtiges wie aufschlussreiches Spektrum von Meinungen, das auch als Zeitbild ein interessantes Dokument darstellt. Besonders lesenswert sind die Einblicke des Diplomaten in die Hinterstübchen der Berliner Politik und die des Deutschlandverstehers in den wirtschaftlichen Bereich. Das hinsichtlich seines Anliegens sehr aktuelle Buch aus dem Verlag DAS NEUE BERLIN ist politisch interessierten Lesern ebenso zu empfehlen wie im außenpolitischen Bereich Verantwortung tragenden Politikern!

ANMAßUNG - WIE DEUTSCHLAND SEIN ANSEHEN BEI DEN RUSSEN VERSPIELT - Aktuell und lesenswert!

j.h. aus Berlin am 05.04.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Das vorliegende Buch ist ein Schrei des Verzweifelten: rettet die deutsch-russischen Beziehungen! Gerade darum ist es wichtig, den russischen Blick auf Deutschland ernsthaft zu prüfen." (S. 18) Soweit ist es gekommen. Der auf den ersten Blick sehr dramatisch wirkende Einführungs-Schlusssatz von Alexander Rahr (*1959) spiegelt leider durchaus die Realität wider, in der fanatische Transatlantiker wie die zwei unterlegenen Bewerber um den CDU-Vorsitz mehr und mehr das Ruder zu übernehmen scheinen und der schon vor Amtsübernahme hierzulande medial gefeierte neue amerikanische Präsident (Sprach er nicht mal von Versöhnung?) in einem ersten TV-Interview im März schon kriegerische Worte Richtung Moskau sendete. In den 1990-er Jahren feierte man das Ende des Kalten Krieges und entwarf harmonische Bilder weltweiter friedlicher Zusammenarbeit. Diese Visionen scheinen so manchem nicht gefallen zu haben - und die Sprache des Kalten Krieges, in einer Bedrohung Rest-Europas durch Moskau gipfelnd, sind in zahlreichen Medien eindrucksvoll schnell reaktivierbar. Man wird an das bereits 1961 verfasste Gedicht "Meinst du, die Russen wollen Krieg" von Jewgeni Jewtuschenko erinnert, das der Oktoberklub in den 1980-er Jahren aus aktuellem Anlass erneut zu Gehör brachte. "Die angesichts des derzeitigen politischen Personals ohnehin kleine Chance, aus der verfahrenen Situation möglichst bald wieder herauszufinden, wird vollends zunichte, wenn russische Narrative hierzulande von vornherein als unberechtigt, infame Propaganda oder Lügengebäude betrachtet werden. … Es fällt auf, dass in unserem Land in der Regel nur zwei Kategorien russischer Gesprächs- oder Interviewpartner zu Wort kommen: offizielle Regierungsvertreter und ausgewiesene Kremlkritiker. 'Neutrale' Experten muss man mit der Lupe suchen, und Straßenumfragen vermitteln stets ein Bild, als gäbe es entweder blinde Regierungsunterstützer oder sich ereifernde Putin-Kritiker." (S. 8) Mit dieser anschaulichen Beschreibung bringt die frühere ARD-Korrespondentin Gabriele Krone-Schmalz die derzeitige Situation treffend auf den Punkt. In den sieben Kapiteln des Buches unternimmt Alexander Rahr den Versuch, ganz unterschiedliche Russen ihre persönlichen Ansichten zum deutsch-russischen Verhältnis und entsprechende Erwartungen darzulegen. Dabei beinhaltet das 1. Kapitel (Anna, die Coachin) gleich sehr vielfältige Anschauungen, da diese sowohl in Russland als auch von in Berlin lebenden Russen die Gedanken zu Papier bringen ließ. Die folgenden Kapitel widmen sich dann jeweils genau der titelgebenden Person: - Alevtina, die Konfliktforscherin - Volodja, der wehrhafte Diplomat - Jewgenija, die Meinungsforscherin - Mischa, der standhafte Patriot - Alexei, der Deutschlandversteher - Peter, der interkulturelle Kämpfer Durch diese Auswahl entsteht ein ebenso vielschichtiges wie aufschlussreiches Spektrum von Meinungen, das auch als Zeitbild ein interessantes Dokument darstellt. Besonders lesenswert sind die Einblicke des Diplomaten in die Hinterstübchen der Berliner Politik und die des Deutschlandverstehers in den wirtschaftlichen Bereich. Das hinsichtlich seines Anliegens sehr aktuelle Buch aus dem Verlag DAS NEUE BERLIN ist politisch interessierten Lesern ebenso zu empfehlen wie im außenpolitischen Bereich Verantwortung tragenden Politikern!

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