Professor Unrat

oder Das Ende eines Tyrannen

Heinrich Mann

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Beschreibung

Sozialkritische Karikatur des wilhelminischen Lehrers, der einer sogenannten Künstlerin verfällt und aus Rache für den Verlust seines gesellschaftlichen Ansehens ehemalige Mitbürger moralisch demütigt. Der brillante Roman von 1905 wurde unter dem Titel 'Der blaue Engel' mit Marlene Dietrich verfilmt und als Kino-/Fernseh-Klassiker einem breiten Publikum bekannt.

Heinrich Mann (1871-1950), deutscher Schriftsteller

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Altersempfehlung 18 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 04.01.2021
Verlag Epubli
Seitenzahl 148
Maße 0,8/12,5/0,8 cm
Gewicht 183 g
Auflage 1
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7531-4289-0

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4/5

Vom Spießbürger zum Anarchisten

Mandurah aus Wunstorf am 26.01.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Hauptperson des 1904 entstandenen Romans von Heinrich Mann ist Professor Raat, der seit über 25 Jahren am Gymnasium einer deutschen Kleinstadt unterrichtet. Raat nimmt seinen Lehrauftrag sehr ernst, vergisst aber dabei völlig, dass er junge menschliche Wesen mit all ihren Stärken und Schwächen vor sich sitzen hat, die es zu erziehen gilt. Für ihn sind alle Schüler eine potentielle Gefahr. Durch sein schmieriges Äußeres, seine mit Füllworten gespickte Ausdrucksweise mit der er sich anzubiedern versucht, stattdessen aber nur Spott erntet (Spitzname „Unrat“), wird er immer wieder zur Zielscheibe des Spotts von Schülern, Kollegen und Bürgern der Stadt, die zum Teil ebenfalls in seiner Klasse waren. Sobald Professor Raat sich in seiner Autorität bedroht fühlt, rastet er aus, er stellt den Schülern unlösbare Aufgaben, droht ihnen, dass er wie vielen anderen vor ihnen die Zukunft verbauen werde, sperrt sie trotz ihres jugendlichen Alters wie kleine Kinder in die Garderobe und freut sich diebisch, wenn er einen Schüler „fassen“ kann, weil er ihn bei seinem Spitznamen verspottet hat. Daheim wartet statt einer Ehefrau eine herrische Haushälterin und stundenlange Arbeit mit verstaubten Literaturklassikern für die Schule auf ihn. Raat scheint nur seine Arbeit zu kennen. Respekt vor der Obrigkeit und eine strenge Moralvorstellung beherrschen sein Leben bis zu dem Tag, als er in einer Stunde gleich mit dreien seiner Schüler – von Ertzum, Kieselack und Lohmann aneinandergerät. Er findet heraus, dass sich seine Schützlinge abends bei Rosa Fröhlich, einer „Barfußtänzerin“ herumtreiben. Empört macht sich Raat auf die Suche, gerät dabei mit dem wirklichen Leben außerhalb seiner Schule, also seines Machtbereichs aneinander. Es zeigt sich dabei, dass Raat völlig weltfremd ist und dem Leben selbst nicht gewachsen ist, er verhält sich absolut unmöglich und macht sich ständig lächerlich. Will er zunächst verhindern, dass seine Schüler weiterhin bei Rosa verkehren und sie mit Androhung der Polizei der Stadt verweisen, gerät er zunehmend in den Bann des lockeren Lebens. Raat verfällt von einem Extrem ins andere. Es kommt soweit, dass er die nun für ihn zur „Künstlerin“ aufgestiegene Rosa heiratet und mit ihr in der „Villa vor dem Tor“ eine Lasterhöhle entstehen lässt. Waren hier zunächst zur Finanzierung des aufwendigen Lebensstils der Künstlerin zunächst von Griechischstunden die Rede, kommt es bald zu frivolen Spielen und der Veranstaltung von Glücksspielen und Trinkgelagen. Angezogen von der verruchten Atmosphäre, aus Neugier wie es dem stadtbekannten Unikum ergangen ist (Raat verliert sogar seine Stelle als Lehrer wegen seines ungebührlichen Verhaltens), Abenteuerlust und Spielsucht treffen sich alsbald Leute aus den unterschiedlichsten Schichten bei Raat und seiner Frau. Raat lockt mit seinen kostspieligen Veranstaltungen und durch die stets zu einer Affäre bereiten Rosa ein Opfer nach dem anderen ins Verderben, selbst hochangesehene Bürger der Stadt verfallen der Anziehungskraft der „Villa vor dem Tor“ und verlieren bei den Glücksspielen und sonstigen Eskapaden nicht nur viel Geld, sondern auch ihr Gesicht und ihren Einfluß. Schließlich verliert Raat jedoch jegliche Kontrolle und wird wegen einer eigentlichen Lappalie von der Polizei gemeinsam mit Rosa festgenommen und unter dem Gejohle der versammelten Bürger abgeführt.

4/5

Vom Spießbürger zum Anarchisten

Mandurah aus Wunstorf am 26.01.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Hauptperson des 1904 entstandenen Romans von Heinrich Mann ist Professor Raat, der seit über 25 Jahren am Gymnasium einer deutschen Kleinstadt unterrichtet. Raat nimmt seinen Lehrauftrag sehr ernst, vergisst aber dabei völlig, dass er junge menschliche Wesen mit all ihren Stärken und Schwächen vor sich sitzen hat, die es zu erziehen gilt. Für ihn sind alle Schüler eine potentielle Gefahr. Durch sein schmieriges Äußeres, seine mit Füllworten gespickte Ausdrucksweise mit der er sich anzubiedern versucht, stattdessen aber nur Spott erntet (Spitzname „Unrat“), wird er immer wieder zur Zielscheibe des Spotts von Schülern, Kollegen und Bürgern der Stadt, die zum Teil ebenfalls in seiner Klasse waren. Sobald Professor Raat sich in seiner Autorität bedroht fühlt, rastet er aus, er stellt den Schülern unlösbare Aufgaben, droht ihnen, dass er wie vielen anderen vor ihnen die Zukunft verbauen werde, sperrt sie trotz ihres jugendlichen Alters wie kleine Kinder in die Garderobe und freut sich diebisch, wenn er einen Schüler „fassen“ kann, weil er ihn bei seinem Spitznamen verspottet hat. Daheim wartet statt einer Ehefrau eine herrische Haushälterin und stundenlange Arbeit mit verstaubten Literaturklassikern für die Schule auf ihn. Raat scheint nur seine Arbeit zu kennen. Respekt vor der Obrigkeit und eine strenge Moralvorstellung beherrschen sein Leben bis zu dem Tag, als er in einer Stunde gleich mit dreien seiner Schüler – von Ertzum, Kieselack und Lohmann aneinandergerät. Er findet heraus, dass sich seine Schützlinge abends bei Rosa Fröhlich, einer „Barfußtänzerin“ herumtreiben. Empört macht sich Raat auf die Suche, gerät dabei mit dem wirklichen Leben außerhalb seiner Schule, also seines Machtbereichs aneinander. Es zeigt sich dabei, dass Raat völlig weltfremd ist und dem Leben selbst nicht gewachsen ist, er verhält sich absolut unmöglich und macht sich ständig lächerlich. Will er zunächst verhindern, dass seine Schüler weiterhin bei Rosa verkehren und sie mit Androhung der Polizei der Stadt verweisen, gerät er zunehmend in den Bann des lockeren Lebens. Raat verfällt von einem Extrem ins andere. Es kommt soweit, dass er die nun für ihn zur „Künstlerin“ aufgestiegene Rosa heiratet und mit ihr in der „Villa vor dem Tor“ eine Lasterhöhle entstehen lässt. Waren hier zunächst zur Finanzierung des aufwendigen Lebensstils der Künstlerin zunächst von Griechischstunden die Rede, kommt es bald zu frivolen Spielen und der Veranstaltung von Glücksspielen und Trinkgelagen. Angezogen von der verruchten Atmosphäre, aus Neugier wie es dem stadtbekannten Unikum ergangen ist (Raat verliert sogar seine Stelle als Lehrer wegen seines ungebührlichen Verhaltens), Abenteuerlust und Spielsucht treffen sich alsbald Leute aus den unterschiedlichsten Schichten bei Raat und seiner Frau. Raat lockt mit seinen kostspieligen Veranstaltungen und durch die stets zu einer Affäre bereiten Rosa ein Opfer nach dem anderen ins Verderben, selbst hochangesehene Bürger der Stadt verfallen der Anziehungskraft der „Villa vor dem Tor“ und verlieren bei den Glücksspielen und sonstigen Eskapaden nicht nur viel Geld, sondern auch ihr Gesicht und ihren Einfluß. Schließlich verliert Raat jedoch jegliche Kontrolle und wird wegen einer eigentlichen Lappalie von der Polizei gemeinsam mit Rosa festgenommen und unter dem Gejohle der versammelten Bürger abgeführt.

3/5

Der blaue Engel

J.G. aus Berlin am 26.01.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Professor Raat ist Gymnasiallehrer lebt einzig und allein für seinen Lehrberuf und wird von seinen Schülern Unrat genannt, was er jedoch nie beweisen kann. Allen die ihn so rufen, versucht er das Leben folglich so schwer wie möglich zu machen – zumindest die schulische Laufbahn. Auf drei Schüler hat er es besonders abgesehen: auf den adligen von Ertzum, auf den frechen Kieselack und den klugen Lohmann. Lohmann schreibt in seinem Aufsatzheft von der barfüßigen Künstlerin Fröhlich. Unrat macht diese Künstlerin ausfindig und möchte sie eigentlich dazu bringen die Stadt zu verlassen. Doch dann ändert er seinen Plan: Er weicht nicht mehr von der Seite der Künstlerin, damit sie den Kontakt zu den drei Herren vermeidet. Es kommt soweit, dass die Rosa und Unrat heiraten und er seinen Lehrerberuf aufgeben muss. Somit wird er zum Gespött der Stadt. Doch vor dem Hintergrund des Rotlichtmilieus entwickelt der Tyrann die Idee seine spießigen Mitmenschen aus Rache zum Laster zu bringen. Das Buch ist wirklich sehr gut geschrieben. Aufmerksamkeit sollte man aber schon mitbringen, da der Satzbau eher ungewöhnlich ist. Besonders faszinierend ist die Schilderung der Charaktere von Unrat und Lohmann. Wird am Anfang Unrat als eher lächerlich und verächtlich dargestellt, so bekommt der Leser nach und nach Mitleid mit Unrat… Ein wirklich lesenswerter Klassiker, wenn auch an einigen Stellen etwas langatmig...

3/5

Der blaue Engel

J.G. aus Berlin am 26.01.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Professor Raat ist Gymnasiallehrer lebt einzig und allein für seinen Lehrberuf und wird von seinen Schülern Unrat genannt, was er jedoch nie beweisen kann. Allen die ihn so rufen, versucht er das Leben folglich so schwer wie möglich zu machen – zumindest die schulische Laufbahn. Auf drei Schüler hat er es besonders abgesehen: auf den adligen von Ertzum, auf den frechen Kieselack und den klugen Lohmann. Lohmann schreibt in seinem Aufsatzheft von der barfüßigen Künstlerin Fröhlich. Unrat macht diese Künstlerin ausfindig und möchte sie eigentlich dazu bringen die Stadt zu verlassen. Doch dann ändert er seinen Plan: Er weicht nicht mehr von der Seite der Künstlerin, damit sie den Kontakt zu den drei Herren vermeidet. Es kommt soweit, dass die Rosa und Unrat heiraten und er seinen Lehrerberuf aufgeben muss. Somit wird er zum Gespött der Stadt. Doch vor dem Hintergrund des Rotlichtmilieus entwickelt der Tyrann die Idee seine spießigen Mitmenschen aus Rache zum Laster zu bringen. Das Buch ist wirklich sehr gut geschrieben. Aufmerksamkeit sollte man aber schon mitbringen, da der Satzbau eher ungewöhnlich ist. Besonders faszinierend ist die Schilderung der Charaktere von Unrat und Lohmann. Wird am Anfang Unrat als eher lächerlich und verächtlich dargestellt, so bekommt der Leser nach und nach Mitleid mit Unrat… Ein wirklich lesenswerter Klassiker, wenn auch an einigen Stellen etwas langatmig...

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5/5

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Ein Klassiker zum 150.Geburtstag. Es erzählt den tiefen Fall des dogmatischen Professor Raat. Die tragische Entwicklung vom Spießbürger zum haltlosen Verschwender, welcher seiner Rachsucht zum Opfer fällt.Der Roman führt weiter als die bekannte Verfilmung "Der blaue Engel".
5/5

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Ein Klassiker zum 150.Geburtstag. Es erzählt den tiefen Fall des dogmatischen Professor Raat. Die tragische Entwicklung vom Spießbürger zum haltlosen Verschwender, welcher seiner Rachsucht zum Opfer fällt.Der Roman führt weiter als die bekannte Verfilmung "Der blaue Engel".

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