Eine alltägliche Verwirrung (Ungekürzt)

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Beschreibung

Eine alltägliche Verwirrung ist eine kurze parabelartige Geschichte von Franz Kafka, die 1917 entstand und die postum veröffentlicht wurde. Es ist eine Darstellung der täglichen Tücken und Irrungen, die in einem Scheitern enden.
Inhalt: Die Geschichte beginnt mit dem programmatischen Satz: "Ein alltäglicher Vorfall: sein Ertragen eine alltägliche Verwirrung." - Dieser Satz entspringt jedoch einem Lesefehler (bzw. Editionsfehler) Max Brods; in der kritischen Ausgabe (und in den Handschriften) steht nicht "Verwirrung", sondern "ein alltäglicher Heroismus". - Person A und Person B aus H wollen in H ein wichtiges Geschäft abschließen. Sie kommen aber nicht zusammen. Die verschiedene Dauer der Weglängen und die mangelnde Vereinbarung des Treffpunktes führen für beide zu einem Verwirrspiel und verhindern das Treffen. - Sie sind sich sogar zwischenzeitlich begegnet, ohne dass sich A dessen bewusst wurde, obwohl er dabei mit B gesprochen hat. Er war aber offenbar darauf fixiert, B nur in H erreichen zu können und konnte ihn an anderer Stelle gar nicht zur Kenntnis nehmen. B wartet bei ihm zu Hause. Als A das erfährt, beeilt er sich in seine Wohnung zu kommen, stürzt aber auf der Treppe. - Am Schluss bleibt A verletzt liegen und B verschwindet wütend. Franz Kafka, geb. am 3.7.1883 als Sohn eines jüdischen Kaufmanns in Prag geboren. Von 1901-06 studierte er zunächst kurze Zeit Germanistik, dann Jura. Nach der Promotion zum Dr. jur. absolvierte er eine einjährige 'Rechtspraxis', trat dann 1907 in die 'Assicurazioni Generali' ein und ging 1908 als Jurist zur 'Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt', wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1922 blieb. Ende 1917 erlitt Franz Kafka einen Blutsturz, es war der Beginn einer Tuberkulose, an der er einige Jahre später, am 3. Juni 1924, starb.§Franz Kafka, der notorisch einsame und unverstandene Einzelgänger, hat wie kein zweiter die deutschsprachige Literatur des 20. Jahrhunderts geprägt. In einzigartiger - kafkaesker - Weise thematisierte er die vielfältigen Ängste des Menschen: mit einer Sprache, die an Klarheit nicht zu übertreffen ist und die stets im unüberwindlichen Gegensatz zur thematischen Undurchschaubarkeit steht.

Details

  • Sprecher Karlheinz Gabor
  • Spieldauer

    268 Sekunden

  • Fassung

    ungekürzt

  • Abo-Fähigkeit

    Ja

  • Medium

    MP3

  • Family Sharing

    Ja

Beschreibung

Details

Family Sharing

Ja

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  • Sprecher Karlheinz Gabor
  • Spieldauer

    268 Sekunden

  • Fassung

    ungekürzt

  • Abo-Fähigkeit

    Ja

  • Medium

    MP3

  • Erscheinungsdatum

    25.09.2020

  • Verlag Bookstream Hörbücher
  • Hörtyp

    Lesung

  • Sprache

    Deutsch

  • EAN

    9783991159612

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3/5

Anschaulich und überraschend

Daniela Ammann aus Wien am 02.06.2021

Bewertet: Schulbuch (Taschenbuch)

Auf der Insel einer Strafkolonie wohnt ein Reisender einer Hinrichtung bei. Der anwesende Offizier erklärt ihm sehr anschaulich die genaue Funktionsweise des Apparates und dessen Entstehung. Der Verurteilte muss dabei daneben stehen, versteht aber nichts. Auch nicht, was auf ihn zukommt oder warum. Der Offizier ist voller Stolz für den makaberen und menschunwürdigen Vorgang einen Menschen hinzurichten. Ebenso hält der Reisende nichts von dem durch grausame Folter bestimmten Verfahren, jedoch versucht der Offizier ihn mit allen Mitteln auf seine Seite zu bekommen. Als alles nichts hilft, unterbricht der Offizier die Hinrichtung und begnadigt den Verurteilten. Er legt sich selbst unter den Apparat, unter dem er stirbt. Der Apparat zerlegt sich danach in seine Einzelteile. Es zeigt welch grausame und unmenschliche Verhältnisse einst (und auch noch teils heute) herrschen. Von Kafka sehr anschaulich beschrieben.

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5/5

Eine Ausgabe, die jeder haben sollte!

Marlene Walder am 02.06.2013

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Erzählung selber, hat mir super gefallen, allerdings nimmt diese nicht das gesamte Buch ein. Zuerst wird das Leben von Franz Kafka chronologisch dargestellt und unter welchen Umständen „In der Strafkolonie“ geschrieben wurde. Danach folgt die eigentliche Erzählung und anschließend werden verschiedene Varianten des Textes, die den Tagebüchern Kafkas entnommen wurden, angeführt. Die Probleme der Publikation und die ersten Reaktionen und Meinungen der Leser werden ebenfalls beschrieben. Ausserdem wurde ermittelt, von welchen Strafkolonien Kafka gehört oder gelesen haben könnte. Ebenfalls enthält diese Ausgabe, Textstellen von Büchern, die Kafka inspirierten oder die er als Vorlage genommen haben könnte. Die verwendeten „Zusatzmaterialien“ tragen zu einem besseren Verständnis dieses Werkes bei. Dieses Buch sollte jeder im Regal haben, der sich für Kafka und den Werdegang dieser Erzählung interessiert!

5/5

Eine Ausgabe, die jeder haben sollte!

Marlene Walder am 02.06.2013
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

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Ein Affe berichtet vor einem Wissenschaftspublikum wie er Mensch wurde um der Gefangenschaft zu entfliehen. Wie man es von Kafka kennt: surreale Gesellschaftskritik gepaart mit einem schmerzhaften Selbstfindungsprozeß - das ist ganz große Literatur für jeder Mann!
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