Ein neuer Horizont

Maiken Nielsen

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Beschreibung


Korea, 1950: Die junge Zeitungsreporterin Nellie berichtet als einzige Frau vom Krieg zwischen Nord- und Südkorea. Um sie herum sterben Soldaten – aber auch Kollegen. Während sie nicht weiß, ob sie ihren Einsatz als Kriegsreporterin überleben wird, hat sie mit einem persönlichen Trauma zu kämpfen: Sieben Jahre zuvor ist ihre Zwillingsschwester Laura verschwunden, mit der sie auf dem Schiff ihres Vaters aufwuchs. Halt findet sie bei dem Pressefotografen Jake, mit dem sie seit ihrem ersten Aufeinandertreffen eine zarte Liebe verbindet. Doch Jake muss in seine Heimatstadt Berlin zurückkehren, um den Wiederaufbau der Stadt zu dokumentieren. Abgesehen davon gibt es dort jemanden, mit dem er noch eine Rechnung offen hat … Und während die Welt in zwei Hälften zerfällt, kämpft Nellie gleich an mehreren Fronten – nicht zuletzt um ihr Glück.

Maiken Nielsen wurde 1965 in Hamburg geboren. Einen Teil ihrer Kindheit und Jugend verbrachte sie auf Frachtschiffen und wurde dort von ihren Eltern unterrichtet. Sie absolvierte ihr Abitur in Hamburg und reiste danach ein Jahr lang per Anhalter durch Europa. Im Anschluss an diese Reise studierte sie u.a. Linguistik in Aix-en-Provence. Sie liest und spricht sechs Sprachen.Seit 1996 arbeitet Maiken Nielsen als Autorin, Reporterin und Rundfunksprecherin für das NDR Fernsehen. Sie dreht TV-Dokumentationen ("Als die Sturmflut nach Hamburg kam", "Geraubte Leben -Europa im KZ Neuengamme") und schreibt Romane.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 19.10.2021
Verlag ROWOHLT Wunderlich
Seitenzahl 496
Maße (L/B/H) 21,1/13,5/4,5 cm
Gewicht 584 g
Auflage 1. Auflage
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8052-0072-1

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8 Bewertungen

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2 Sterne

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5/5

Eine Geschichte so unbeherrscht und mitreissend wie das Leben selbst

Cornelia aus Garbsen am 29.11.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Ein neuer Horizont. Der Romantitel weckt Hoffnung in mir. Hoffnung auf eine neue, friedvolle Zukunft. Eine Zukunft, in der die Protagonistin Nellie nicht zurückgewiesen wird. Eleanor Ericsson muss in ihrem Beruf, der gleichzeitig ihre Berufung zu sein scheint, immer wieder gegen ihre Zurückweisung ankämpfen und sich behaupten. Eine Zurückweisung, die allein darin begründet liegt, dass sie eine Frau ist. Sie ist als Kriegsreporterin an der Front in Korea. Nur wenige ihrer männlichen Kollegen oder der Offiziere akzeptieren Nellie. Nellie muss sich nicht nur gegen die Männerwelt behaupten und zusehen, wo sie beruflich bleibt. Auch privat hat sie ganz schön zu kämpfen. In rückblickenden Erzählungen erfahre ich mehr über ihre Kindheit. Wie unbeschwert sie aufgewachsen ist. Mit ihrer Zwillingsschwester Laura und ihren Eltern, die beide Manam und Takat nennen. Manam und Takat ist seeisch. Laura und Nellie haben nicht nur eine besondere Verbindung zueinander, sondern auch ihre eigene geheime Sprache entwickelt. Diese Unbeschwertheit und Zuneigung steht in krassem Gegensatz zu den Erlebnissen, denen Nellie in Korea ausgeliefert ist. Ein weiterer Erzählstrang führt mich während Nellies Recherche an der Front in Korea zu ihrer Mutter Hanna nach Berlin. Und dort wird herrlich berlinert. Die Lebensfreude, die Direktheit, die ihre Bekannte Lilo dort versprüht, wirkt direkt auf meine Mundwinkel und lässt diese nach oben ziehen. Der Ton ist zwar manches mal ein wenig harsch, die Beweggründe der agierenden Charaktere sind aber immer nachvollziehbar - auch wenn sie nicht immer edel und lobenswert sind. Beim Lesen der Geschichte fühle ich mich stets mitgenommen und mittendrin im Geschehen. Maiken Nielsen hat so spannende und lebensnahe Ereignisse gepaart - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Da gibt es zum Einen die Zwillinge Nellie und Laura, das Leben der Menschen in Ost- und West-Berlin und nicht zuletzt den Krieg zwischen Süd- und Nord-Korea. Die Beziehungen der Menschen zu- und miteinander machen die Geschichte lebendig. Maiken Nielsen hat einen sehr bildhaften Erzählstil und die Emotionen sind für mich beim Lesen spürbar. Ich habe so viele Lieblingsstellen in dem Buch. Die einen bringen mich zum Schmunzeln, die anderen zum Nachdenken, wieder andere stimmen mich traurig und manche wecken mein Kämpferherz. Die schönsten Momente allerdings sind die, in denen ich mit Nellie feiern und jubeln kann. Und das tue ich voller Inbrunst. Gefeiert habe ich auch die Momente, in denen Maiken Nielsen die Literatur- und Filmszene ins Geschehen einbindet. Das macht es für mich als Leser so greifbar und ich fühle mich, als wäre ich in der Zeit um 1950 tatsächlich dabei. Und das, obwohl ich da noch nicht einmal geboren war. Ein neuer Horizont ist zu einem meiner Herzensbücher geworden. Mich wundert es nicht, dass Maiken selbst einen Teil ihrer Kindheit und Jugend auf Frachtschiffen verbracht hat. So eindrücklich, wie sie über die Kindheit von Nellie und Laura schreibt. Fazit Ein neuer Horizont ist für alle, die neben fremden Welten gern lebensnahe Geschichten entdecken. Ein neuer Horizont ist so unbeherrscht und mitreissend wie das Leben selbst. - Oder wie die See, voller Abgründe und Zauber.

5/5

Eine Geschichte so unbeherrscht und mitreissend wie das Leben selbst

Cornelia aus Garbsen am 29.11.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Ein neuer Horizont. Der Romantitel weckt Hoffnung in mir. Hoffnung auf eine neue, friedvolle Zukunft. Eine Zukunft, in der die Protagonistin Nellie nicht zurückgewiesen wird. Eleanor Ericsson muss in ihrem Beruf, der gleichzeitig ihre Berufung zu sein scheint, immer wieder gegen ihre Zurückweisung ankämpfen und sich behaupten. Eine Zurückweisung, die allein darin begründet liegt, dass sie eine Frau ist. Sie ist als Kriegsreporterin an der Front in Korea. Nur wenige ihrer männlichen Kollegen oder der Offiziere akzeptieren Nellie. Nellie muss sich nicht nur gegen die Männerwelt behaupten und zusehen, wo sie beruflich bleibt. Auch privat hat sie ganz schön zu kämpfen. In rückblickenden Erzählungen erfahre ich mehr über ihre Kindheit. Wie unbeschwert sie aufgewachsen ist. Mit ihrer Zwillingsschwester Laura und ihren Eltern, die beide Manam und Takat nennen. Manam und Takat ist seeisch. Laura und Nellie haben nicht nur eine besondere Verbindung zueinander, sondern auch ihre eigene geheime Sprache entwickelt. Diese Unbeschwertheit und Zuneigung steht in krassem Gegensatz zu den Erlebnissen, denen Nellie in Korea ausgeliefert ist. Ein weiterer Erzählstrang führt mich während Nellies Recherche an der Front in Korea zu ihrer Mutter Hanna nach Berlin. Und dort wird herrlich berlinert. Die Lebensfreude, die Direktheit, die ihre Bekannte Lilo dort versprüht, wirkt direkt auf meine Mundwinkel und lässt diese nach oben ziehen. Der Ton ist zwar manches mal ein wenig harsch, die Beweggründe der agierenden Charaktere sind aber immer nachvollziehbar - auch wenn sie nicht immer edel und lobenswert sind. Beim Lesen der Geschichte fühle ich mich stets mitgenommen und mittendrin im Geschehen. Maiken Nielsen hat so spannende und lebensnahe Ereignisse gepaart - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Da gibt es zum Einen die Zwillinge Nellie und Laura, das Leben der Menschen in Ost- und West-Berlin und nicht zuletzt den Krieg zwischen Süd- und Nord-Korea. Die Beziehungen der Menschen zu- und miteinander machen die Geschichte lebendig. Maiken Nielsen hat einen sehr bildhaften Erzählstil und die Emotionen sind für mich beim Lesen spürbar. Ich habe so viele Lieblingsstellen in dem Buch. Die einen bringen mich zum Schmunzeln, die anderen zum Nachdenken, wieder andere stimmen mich traurig und manche wecken mein Kämpferherz. Die schönsten Momente allerdings sind die, in denen ich mit Nellie feiern und jubeln kann. Und das tue ich voller Inbrunst. Gefeiert habe ich auch die Momente, in denen Maiken Nielsen die Literatur- und Filmszene ins Geschehen einbindet. Das macht es für mich als Leser so greifbar und ich fühle mich, als wäre ich in der Zeit um 1950 tatsächlich dabei. Und das, obwohl ich da noch nicht einmal geboren war. Ein neuer Horizont ist zu einem meiner Herzensbücher geworden. Mich wundert es nicht, dass Maiken selbst einen Teil ihrer Kindheit und Jugend auf Frachtschiffen verbracht hat. So eindrücklich, wie sie über die Kindheit von Nellie und Laura schreibt. Fazit Ein neuer Horizont ist für alle, die neben fremden Welten gern lebensnahe Geschichten entdecken. Ein neuer Horizont ist so unbeherrscht und mitreissend wie das Leben selbst. - Oder wie die See, voller Abgründe und Zauber.

5/5

Die Geschichte erzählt die Trennung zwischen Nord und Süd, Ost und West. Dramatisch und emotional!

Eine Kundin/ein Kunde aus Bargteheide am 28.11.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Der neue Roman „Ein neuer Horizont“ der Autorin Maiken Nielsen führt in das Jahr 1950 zum Schauplatz des Koreakrieges und zugleich zur Trennung von Ost- und Westberlin. Nellie ist eine der ersten Kriegsreporterinnen der Geschichte und sie kämpft um ihren Einsatz in Korea in einer männlich geprägten Pressewelt. Als ob die Lebensgefahr durch das Kriegsgeschehen nicht schon groß genug wäre, muss sie sich auch noch gegen den Hass und den Verleumdungen anderer Reporter erwehren. Zur Hilfe kommt ihr Jake, ein Pressefotograf, den Nellie bereits vor einigen Jahren kennen und lieben gelernt hat. Doch ihre Wege trennten sich aufgrund der unterschiedlichen Einsatzgebiete. Und auch jetzt folgt die Trennung nach kürzester Zeit, denn Jake soll Nachkriegsfotos des zerbombten Berlins machen und auch den Neuanfang dokumentieren. Die Stadt, in der Nellies Mutter lebt und arbeitet. Auch Jake kennt hier noch jemanden, der seine Familie zur Nazizeit verraten hat und bisher straflos davongekommen ist. Kann es ein Wiedersehen zwischen Nellie und Jake geben, hat ihre Liebe eine Zukunft oder wird der Krieg und die Politik sie für immer trennen? Dieser neue Roman von Maiken Nielsen ist unglaublich vielschichtig, dramatisch, emotional, actionreich. Die Autorin hat es in einer großartigen Weise geschafft, die Historie des Koreakrieges und der Parallelen zur Trennung Berlins aufzuzeigen und ins Bewusstsein zu rufen. Vieles sollte einfach nicht vergessen werden und die Erinnerung ist wichtig für eine lebenswerte Zukunft. Maiken Nielsen schreibt in einem guten, fesselnden Stil und auch die verschiedenen Rückblicke in das Leben von Nellie und Jake unterbrechen den Lesefluss nicht. Der Spannungsbogen der Erzählung ist von Beginn an hoch und lässt bis zum Ende nicht nach. Die Charaktere der Protagonisten sind realitätsnah aufgebaut und auch die Settings der Geschichte zeigen eine gute historische Recherche. Ich persönlich hätte mir noch mehr historische Fakten zur damaligen Politik gewünscht, aber das hätte den Umfang des Romans vermutlich gesprengt. Schon so gibt viele Fakten, bei denen es sich lohnt, tiefer in die Geschichte einzutauchen. Mich hat die Vielschichtigkeit dieses Romans absolut begeistert und zutiefst beeindruckt. Wenn man bedenkt, wie sehr der Vietnamkrieg den Koreakrieg verdrängt hat und das, obwohl noch heute die Folgen dieses Krieges aktuell sind. Wirklich, ein lesenswerter Roman, den ich sehr gerne weiterempfehle.

5/5

Die Geschichte erzählt die Trennung zwischen Nord und Süd, Ost und West. Dramatisch und emotional!

Eine Kundin/ein Kunde aus Bargteheide am 28.11.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Der neue Roman „Ein neuer Horizont“ der Autorin Maiken Nielsen führt in das Jahr 1950 zum Schauplatz des Koreakrieges und zugleich zur Trennung von Ost- und Westberlin. Nellie ist eine der ersten Kriegsreporterinnen der Geschichte und sie kämpft um ihren Einsatz in Korea in einer männlich geprägten Pressewelt. Als ob die Lebensgefahr durch das Kriegsgeschehen nicht schon groß genug wäre, muss sie sich auch noch gegen den Hass und den Verleumdungen anderer Reporter erwehren. Zur Hilfe kommt ihr Jake, ein Pressefotograf, den Nellie bereits vor einigen Jahren kennen und lieben gelernt hat. Doch ihre Wege trennten sich aufgrund der unterschiedlichen Einsatzgebiete. Und auch jetzt folgt die Trennung nach kürzester Zeit, denn Jake soll Nachkriegsfotos des zerbombten Berlins machen und auch den Neuanfang dokumentieren. Die Stadt, in der Nellies Mutter lebt und arbeitet. Auch Jake kennt hier noch jemanden, der seine Familie zur Nazizeit verraten hat und bisher straflos davongekommen ist. Kann es ein Wiedersehen zwischen Nellie und Jake geben, hat ihre Liebe eine Zukunft oder wird der Krieg und die Politik sie für immer trennen? Dieser neue Roman von Maiken Nielsen ist unglaublich vielschichtig, dramatisch, emotional, actionreich. Die Autorin hat es in einer großartigen Weise geschafft, die Historie des Koreakrieges und der Parallelen zur Trennung Berlins aufzuzeigen und ins Bewusstsein zu rufen. Vieles sollte einfach nicht vergessen werden und die Erinnerung ist wichtig für eine lebenswerte Zukunft. Maiken Nielsen schreibt in einem guten, fesselnden Stil und auch die verschiedenen Rückblicke in das Leben von Nellie und Jake unterbrechen den Lesefluss nicht. Der Spannungsbogen der Erzählung ist von Beginn an hoch und lässt bis zum Ende nicht nach. Die Charaktere der Protagonisten sind realitätsnah aufgebaut und auch die Settings der Geschichte zeigen eine gute historische Recherche. Ich persönlich hätte mir noch mehr historische Fakten zur damaligen Politik gewünscht, aber das hätte den Umfang des Romans vermutlich gesprengt. Schon so gibt viele Fakten, bei denen es sich lohnt, tiefer in die Geschichte einzutauchen. Mich hat die Vielschichtigkeit dieses Romans absolut begeistert und zutiefst beeindruckt. Wenn man bedenkt, wie sehr der Vietnamkrieg den Koreakrieg verdrängt hat und das, obwohl noch heute die Folgen dieses Krieges aktuell sind. Wirklich, ein lesenswerter Roman, den ich sehr gerne weiterempfehle.

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