Die Wütenden und die Schuldigen

Roman

John Düffel

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Beschreibung

März 2020: Ein protestantischer Pfarrer in der Uckermark, der dem Tod ins Auge blickt. Eine Anästhesistin der Charité, die mit einem Rabbi zusammen in Quarantäne gerät. Ein Kunststudent, der heillos in seine Professorin verliebt ist und in eine Welt der Betäubung abdriftet. Und Selma, die Enkelin, Tochter und Schwester der Genannten, die diese Familie irgendwie zusammenhalten soll – keine leichte Aufgabe in Zeiten von Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln, in denen Distanz zur Tugend wird und Nähe zum Problem.
Die vier auseinandergerissenen Familien-mitglieder sind weniger durch Ähnlichkeit miteinander verbunden als durch eine gemeinsame Leerstelle: Holger, Pfarrerssohn, Ex-Mann und Vater der Protagonisten befindet sich nach einem Suizidversuch in einer Klinik und ist nunmehr so gut wie unerreichbar. Für jede der Figuren bedeutet er eine Lücke, einen Phantomschmerz der anderen Art. Doch Holger ist nicht der einzige Ab-wesende, der im Leben der Familienmitglieder viel präsenter ist, als sie es wahrhaben wollen. Die Verschwundenen – Lebende wie Tote – und die Wut- und Schuldgeschichten, die zu ihnen führen, kommen immer mehr zum Vorschein in dieser extremen, brennglasartigen Zeit.

John von Düffel wurde 1966 in Göttingen geboren, er arbeitet als Dramaturg am Deutschen Theater Berlin und ist Professor für Szenisches Schreiben an der Berliner Universität der Künste. Seit 1998 veröffentlicht er Romane und Erzählungsbände bei DuMont, u. a. ›Vom Wasser‹ (1998), ›Houwelandt‹ (2004), ›Wassererzählungen‹ (2014), ›Klassenbuch‹ (2017), ›Der brennende See‹ (2020) und zuletzt ›Wasser und andere Welten‹ (Neuausgabe 2021). Seine Werke wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 16.07.2021
Verlag DUMONT Buchverlag
Seitenzahl 320
Maße (L/B/H) 21,2/14,4/3,2 cm
Gewicht 473 g
Auflage 1. Auflage
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-8163-5

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Zu viele Themen zu oberflächlich angeschnitten

Moni aus Fulda am 09.11.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Ein Roman am Puls der Zeit. Was beschäftigt aktuell die ganze Welt gleichermaßen? Covid-19. Dieser Roman beleuchtet eine Familie und die Auswirkungen der Corona-Pandemie, sowie des Lockdowns 2021 auf die einzelnen Mitglieder. Jeder hat andere Herausforderungen zu meistern, jeder geht anders damit um. Bei dieser Familie liegt so einiges im Argen. Auch ohne die Pandemie hätte es hier genug Themen für einen Roman gegeben. Da ist der Umgang mit der Pandemie eher ein Sidefact. Wer also damit rechnet, hier einen zeitgenössischen Roman mit dem Hauptthema Corona vor sich zu haben, der wird eventuell enttäuscht. Die Geschichte hätte auch ohne die Pandemie funktioniert. Mir persönlich waren die einzelnen Charaktere ein wenig zu abgefahren. Für mich ging es eventuell ein wenig an der Realität vorbei. Es ist definitiv kein Wohlfühlbuch, sondern eher ein kritischer Versuch, Mängel in der Gesellschaft und im Miteinander aufzuzeigen. Kapitelweise begleitet man hier andere Personen der Familie, die Geschichte trifft sich im Laufe des Buches jedoch nach und nach. Mir war die Handlung einfach ein wenig zu konstruiert und aufgesetzt, ich musste mich teilweise ein wenig durch die Seiten kämpfen. Eventuell war mir auch einfach ein bisschen zu viel los, zu viele Themen wurden in die Seiten gepackt, sodass für die Einzelnen zu wenig Erzählzeit blieb.

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Moni aus Fulda am 09.11.2021
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Ein Roman am Puls der Zeit. Was beschäftigt aktuell die ganze Welt gleichermaßen? Covid-19. Dieser Roman beleuchtet eine Familie und die Auswirkungen der Corona-Pandemie, sowie des Lockdowns 2021 auf die einzelnen Mitglieder. Jeder hat andere Herausforderungen zu meistern, jeder geht anders damit um. Bei dieser Familie liegt so einiges im Argen. Auch ohne die Pandemie hätte es hier genug Themen für einen Roman gegeben. Da ist der Umgang mit der Pandemie eher ein Sidefact. Wer also damit rechnet, hier einen zeitgenössischen Roman mit dem Hauptthema Corona vor sich zu haben, der wird eventuell enttäuscht. Die Geschichte hätte auch ohne die Pandemie funktioniert. Mir persönlich waren die einzelnen Charaktere ein wenig zu abgefahren. Für mich ging es eventuell ein wenig an der Realität vorbei. Es ist definitiv kein Wohlfühlbuch, sondern eher ein kritischer Versuch, Mängel in der Gesellschaft und im Miteinander aufzuzeigen. Kapitelweise begleitet man hier andere Personen der Familie, die Geschichte trifft sich im Laufe des Buches jedoch nach und nach. Mir war die Handlung einfach ein wenig zu konstruiert und aufgesetzt, ich musste mich teilweise ein wenig durch die Seiten kämpfen. Eventuell war mir auch einfach ein bisschen zu viel los, zu viele Themen wurden in die Seiten gepackt, sodass für die Einzelnen zu wenig Erzählzeit blieb.

Vertrackte Familiengeschichte in pandemischen Zeiten

Bewertung aus Baden-Württemberg am 09.10.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Der Roman ist im Frühjahr 2020 angesiedelt zur Zeit des ersten großen Corona-Lockdowns in Deutschland, als die Angst vor dem Virus noch groß und die Kenntnisse darüber sehr gering waren. Mit einem Schlag änderte sich die Welt, wie wir sie kannten, liebgewonnene Selbstverständlichkeiten wie Besuche und Kontakte gerieten auf den Prüfstand, Planungen durcheinander. Genau so geht es auch der Familie, die im Mittelpunkt dieses Romans steht. Richard ist schwer an Krebs erkrankt, sein Tod ist absehbar. Gemäß Planung will ihn seine (ehemalige) Schwiegertochter Maria mit Enkelin Selma und der befreundeten Sterbebegleiterin Kathi in seinem Heimatdorf in der Uckermark besuchen. Nun ist Maria Anästhesistin an der Berliner Charité und muss sich aufgrund eines dortigen Corona-Falls sofort in häusliche Quarantäne begeben – aus ist es mit ihren Reiseplänen. So fahren Kathi und Selma alleine aufs Land, um Richard beizustehen. Indessen hat Maria einen Wasserschaden in ihrer Wohnung. Sie muss sich zudem um nötigste Einkäufe kümmern und lernt dabei ihren Obermieter kennen, der ihr neue Gedankenräume eröffnet. Marias Sohn Jakob indessen ist bei seiner Freundin rausgeflogen und hat fest mit Mutters leerer Wohnung gerechnet – die ja nun wider Erwarten bewohnt ist. Die Verwicklungen der einzelnen Familienmitglieder nehmen im Verlauf des Romans zu. Jede Figur hat ihr Päckchen zu tragen. Die Handlung pendelt zwischen der Uckermark und Berlin hin und her, verbunden durch einige Telefonate und eine schlechte Internet-Verbindung. Das Geschehen ist niemals langweilig. Jeder hat individuelle Probleme, die sich teils aus der aktuellen Lage ergeben, teils aber auch aus längst vergangenen Verlusten und Verletzungen resultieren. Im Mittelpunkt steht der sterbende Richard, der als protestantischer Pfarrer seit langem mit Gott hadert, und die Sorge um ihn. Doch auch das Schicksal seines Sohnes und Marias Ex-Mannes Holger schwebt über allem. Er befindet sich nämlich nach einem Selbstmordversuch in einer psychiatrischen Anstalt. Nach und nach werden die Verstrickungen deutlich, die eine unbestimmte Schwere vermitteln. Bei der Bewertung dieses Buches bin ich wirklich hin und her gerissen. Ich habe mich ziemlich hindurch gekämpft. Obwohl eigentlich immer etwas passiert, empfinde ich die Handlung teilweise als aufgesetzt, unrealistisch und konstruiert, so dass in meinen Augen die zweifellos vorhandene Tiefe des Geschehens von rasanten Nebenhandlungen überlagert wird. Viele Themen werden angeschnitten: Abschied, Glauben und Tod, Schuld und Vergebung, Angst vor Einsamkeit, moderne Lebensformen, Pubertät und vieles mehr. Mir waren es ein paar zu viele Baustellen. Manches wird eben nur angerissen und nicht auserzählt, so dass es am Ende an der Oberfläche bleibt. Dasselbe gilt für die Figuren. Jakob zum Beispiel ist der Stereotyp des erfolglosen Dauerstudenten, der von einer Misere in die nächste rutscht. Auch die ostdeutsche Jugend wirkt nicht minder unmotiviert und zudem oft alkoholisiert und aggressiv. Der Roman liest sich flüssig, der Stil ist geschmeidig, zeitweise auch unterhaltsam. Die Herausforderungen der verschiedenen Generationen unter der Pandemie werden deutlich. Der Ansatz ist grundsätzlich spannend. Mich konnte die Haupthandlung rund um Richard zwar erreichen, zu vieles passierte aber noch drum herum. Für mich war es der erste Roman dieses Autors. Vielleicht hatte ich zu große Erwartungen. Als reiner Unterhaltungsroman mit Tiefgang und aktuellem Bezug mag es funktionieren, ich hatte mir literarisch einfach mehr erhofft.

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Dirk Lengersdorf

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Richtig guter literarischer Familien- und Gesellschaftsroman, der in Zeiten der Pandemie spielt. Klare Empfehlung für alle, die "Über Menschen" von Juli Zeh gerne gelesen haben.
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Nichts für alle, die eh an der Welt leiden - von Düffel arbeitet hier mit dem großen Besteck: Lebensüberdruss und Todeswunsch, die Menschen eine Krankheit der Erde und jedes Leben ein Vergehen an allen Kreaturen, Generationen in wortlosem Nebeneinander, Kunst und...viel zuviel!
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