Der Nachtwächter

Der Nachtwächter

Roman

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Beschreibung


Pulitzer Prize for Fiction 2021.

Kann ein Einzelner den Lauf der Geschichte verändern? Kann eine Minderheit etwas gegen einen übermächtigen Gegner, den Staat, ausrichten? »Der Nachtwächter«, der neue Roman der mit dem National Book Award ausgezeichneten Autorin Louise Erdrich, basiert auf dem außergewöhnlichen Leben von Erdrichs Großvater, der den Protest gegen die Enteignung der amerikanischen UreinwohnerInnen vom ländlichen North Dakota bis nach Washington trug. Elegant, humorvoll und emotional mitreißend führt Louise Erdrich vor, warum sie zu den bedeutendsten amerikanischen Autorinnen der Gegenwart gezählt wird - und zeigt, dass wir alle für unsere Überzeugungen kämpfen sollten und dabei manchmal sogar etwas zu verändern vermögen.

»Mir stockte der Atem, als ich begriff, was meinem Großvater von seinem Nachtwächter-Schreibtisch aus gelungen war.« Louise Erdrich

»Ein meisterhaftes Epos. Nach der Lektüre ist man tief bewegt und vermisst diese Figuren, als wären sie echte Menschen.« New York Times Book Review

»Mit diesem Roman ist Louise Erdrich auf der Höhe ihrer genialischen Schaffenskraft angelangt.« Washington Post

Details

  • Verkaufsrang

    34388

  • Einband

    gebundene Ausgabe

  • Erscheinungsdatum

    12.07.2021

  • Verlag Aufbau
  • Seitenzahl

    496

  • Maße (L/B/H)

    21,8/13,3/4,4 cm

Beschreibung

Details

  • Verkaufsrang

    34388

  • Einband

    gebundene Ausgabe

  • Erscheinungsdatum

    12.07.2021

  • Verlag Aufbau
  • Seitenzahl

    496

  • Maße (L/B/H)

    21,8/13,3/4,4 cm

  • Gewicht

    656 g

  • Auflage

    1. Auflage

  • Originaltitel The Night Watchman
  • Übersetzer

    Gesine Schröder

  • Sprache

    Deutsch

  • ISBN

    978-3-351-03857-1

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Eine liebevolle Hommage

Bewertung aus Vaihingen an der Enz am 02.11.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Louise Erdrich, Autorin mit Chippewa-Wurzeln, 2021 mit dem Pulitzer 2021 für diesen Roman ausgezeichnet, zeigt in „Der Nachtwächter“ das dunkle Kapitel der „Termination Bill“ auf, die ihren Anfang zu Beginn der fünfziger Jahre hat. Verträge, die seit langem Bestand haben, werden gebrochen mit dem Ziel, die Stämme zu zerschlagen, die Ureinwohner von ihrem Land zu vertreiben und in Städte umzusiedeln. Schlussendlich Landraub mit legitimen Mitteln. Druck wird im Wesentlichen über die finanzielle Schiene aufgebaut. Den Stämmen wird der autonome Status aberkannt, die Entschädigungszahlungen für die Besiedlung von Stammesland eingestellt. Die Auswirkungen, die dies hat, sind bis heute deutlich zu sehen: Armut, Alkoholismus, Arbeitslosigkeit, fehlende Perspektiven und nicht zuletzt der Identitätsverlust der Vertriebenen. Erdrichs Großvater wurde im Turtle Mountain Reservat in North Dakota geboren, und seine Geschichte ist Inspiration und Grundlage für diesen Roman, in dessen Zentrum Thomas Wazhushk steht. Nachts bewacht er eine Fabrik, in der tagsüber die Frauen des Turtle-Mountain-Clans arbeiten, unter anderem auch seine Nichte Pixie. Thomas ist ein guter, ein mitfühlender Mensch und will die anstehende Vertreibung mit allen Mitteln verhindern, weshalb er einerseits innerhalb des Reservats versucht, zu informieren und einen Marsch nach Washington zu organisieren, andererseits aber auch viele Nächte damit verbringt, lange Briefe an die Verantwortlichen in Washington zu schreiben, um seinen Stamm vor der Auslöschung, aber auch den Erfahrungen zu bewahren, die Pixie machen muss, als sie in Minneapolis nach ihrer Schwester sucht, die das Reservat verlassen hat und spurlos verschwunden ist. Es ist ein buntes Kaleidoskop, zusammengesetzt aus unzähligen Einzelschicksalen, Drama und leisem Humor, übernatürlichen Erscheinungen, Mystik und Spiritualität. Eine liebe- und respektvolle Hommage an die Menschen, die trotz aller Widrigkeiten ihre Würde behalten und mit aller Entschlossenheit für ihre Traditionen und ihre Existenz kämpfen. Lesen!

Eine liebevolle Hommage

Bewertung aus Vaihingen an der Enz am 02.11.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Louise Erdrich, Autorin mit Chippewa-Wurzeln, 2021 mit dem Pulitzer 2021 für diesen Roman ausgezeichnet, zeigt in „Der Nachtwächter“ das dunkle Kapitel der „Termination Bill“ auf, die ihren Anfang zu Beginn der fünfziger Jahre hat. Verträge, die seit langem Bestand haben, werden gebrochen mit dem Ziel, die Stämme zu zerschlagen, die Ureinwohner von ihrem Land zu vertreiben und in Städte umzusiedeln. Schlussendlich Landraub mit legitimen Mitteln. Druck wird im Wesentlichen über die finanzielle Schiene aufgebaut. Den Stämmen wird der autonome Status aberkannt, die Entschädigungszahlungen für die Besiedlung von Stammesland eingestellt. Die Auswirkungen, die dies hat, sind bis heute deutlich zu sehen: Armut, Alkoholismus, Arbeitslosigkeit, fehlende Perspektiven und nicht zuletzt der Identitätsverlust der Vertriebenen. Erdrichs Großvater wurde im Turtle Mountain Reservat in North Dakota geboren, und seine Geschichte ist Inspiration und Grundlage für diesen Roman, in dessen Zentrum Thomas Wazhushk steht. Nachts bewacht er eine Fabrik, in der tagsüber die Frauen des Turtle-Mountain-Clans arbeiten, unter anderem auch seine Nichte Pixie. Thomas ist ein guter, ein mitfühlender Mensch und will die anstehende Vertreibung mit allen Mitteln verhindern, weshalb er einerseits innerhalb des Reservats versucht, zu informieren und einen Marsch nach Washington zu organisieren, andererseits aber auch viele Nächte damit verbringt, lange Briefe an die Verantwortlichen in Washington zu schreiben, um seinen Stamm vor der Auslöschung, aber auch den Erfahrungen zu bewahren, die Pixie machen muss, als sie in Minneapolis nach ihrer Schwester sucht, die das Reservat verlassen hat und spurlos verschwunden ist. Es ist ein buntes Kaleidoskop, zusammengesetzt aus unzähligen Einzelschicksalen, Drama und leisem Humor, übernatürlichen Erscheinungen, Mystik und Spiritualität. Eine liebe- und respektvolle Hommage an die Menschen, die trotz aller Widrigkeiten ihre Würde behalten und mit aller Entschlossenheit für ihre Traditionen und ihre Existenz kämpfen. Lesen!

Tragisches Thema, dennoch fehlender Tiefgang bei den Figuren

G. G. am 27.09.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Ich habe dieses Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen und es war wirklich nicht schlecht geschrieben. Das Thema der Enteignung der Ländereien von Ureinwohner in Amerika im 20. Jahrhundert wurde gut reflektiert und auch die ganze Story schien einen deutlichen roten Faden aufzuweisen. Die Geschichte beginnt mit Thomas, der als Nachtwächter eine Firma bewacht, gefolgt von Patrice, die eine Arbeiterin in dieser Firma ist und vielen weiteren Figuren, die parallel in jeweiligen Kapiteln vorgestellt werden. Ich habe aus diesem Buch einiges über die Terminierung lernen können, habe auch gut verstanden, wie viel Leid es dort nach dem Beschluss gab und wie verzweifelt versucht wurde dagegen anzukämpfen. All dies ist relativ gut gelungen. Aber es gibt auch einige Dinge, die mir nicht gefallen haben. Die Figuren bleiben oberflächlich und haben wenig Tiefgang (zumindest fand ich das so). ACHTUNG SPOILER! -> Aber am durchgeknalltesten fand ich den Wasserbüffel im Aquarium, den Patrice für einige Abende verkörpern sollte. Es wirkte absurd, befremdlich und nicht passend. Zwischendurch war das Buch auch anstrengend und die Story zog sich hin. Klar, man hat etwas über die Reservate und die Enteignung gelernt, das Leid der Indianer und vor allem dem Alkoholmissbrauch, aber ich hätte mir mehr Tiefgang gewünscht. An sich ist das Buch zu empfehlen, aber ich würde es kein zweites Mal lesen.

Tragisches Thema, dennoch fehlender Tiefgang bei den Figuren

G. G. am 27.09.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Ich habe dieses Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen und es war wirklich nicht schlecht geschrieben. Das Thema der Enteignung der Ländereien von Ureinwohner in Amerika im 20. Jahrhundert wurde gut reflektiert und auch die ganze Story schien einen deutlichen roten Faden aufzuweisen. Die Geschichte beginnt mit Thomas, der als Nachtwächter eine Firma bewacht, gefolgt von Patrice, die eine Arbeiterin in dieser Firma ist und vielen weiteren Figuren, die parallel in jeweiligen Kapiteln vorgestellt werden. Ich habe aus diesem Buch einiges über die Terminierung lernen können, habe auch gut verstanden, wie viel Leid es dort nach dem Beschluss gab und wie verzweifelt versucht wurde dagegen anzukämpfen. All dies ist relativ gut gelungen. Aber es gibt auch einige Dinge, die mir nicht gefallen haben. Die Figuren bleiben oberflächlich und haben wenig Tiefgang (zumindest fand ich das so). ACHTUNG SPOILER! -> Aber am durchgeknalltesten fand ich den Wasserbüffel im Aquarium, den Patrice für einige Abende verkörpern sollte. Es wirkte absurd, befremdlich und nicht passend. Zwischendurch war das Buch auch anstrengend und die Story zog sich hin. Klar, man hat etwas über die Reservate und die Enteignung gelernt, das Leid der Indianer und vor allem dem Alkoholmissbrauch, aber ich hätte mir mehr Tiefgang gewünscht. An sich ist das Buch zu empfehlen, aber ich würde es kein zweites Mal lesen.

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von Louise Erdrich

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Konstanze Mletzko

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5/5

Was kann ein Mann gegen einen Staat ausrichten?

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Eine ganze Menge - beweist dieser Roman, der auf dem Leben von Erdrichs Großvater beruht. Während er als Nachtwächter arbeitet, kämpft er gegen die Enteignung der amerikanischen Ureinwohner. Doch nicht nur sein Kampf wird thematisiert. Es geht hier um so viel mehr als Politik. Man bekommt nicht nur ein gutes Gefühl für die Kultur der amerikanischen Ureinwohner, sondern lernt gleichzeitig auch unglaublich viel über die Verbindung von Tradition und Moderne. Starke und schillernde Persönlichkeiten kämpfen in einfachsten Verhältnissen für ihr Glück und ihre Kultur.
5/5

Was kann ein Mann gegen einen Staat ausrichten?

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Eine ganze Menge - beweist dieser Roman, der auf dem Leben von Erdrichs Großvater beruht. Während er als Nachtwächter arbeitet, kämpft er gegen die Enteignung der amerikanischen Ureinwohner. Doch nicht nur sein Kampf wird thematisiert. Es geht hier um so viel mehr als Politik. Man bekommt nicht nur ein gutes Gefühl für die Kultur der amerikanischen Ureinwohner, sondern lernt gleichzeitig auch unglaublich viel über die Verbindung von Tradition und Moderne. Starke und schillernde Persönlichkeiten kämpfen in einfachsten Verhältnissen für ihr Glück und ihre Kultur.

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5/5

Indianische Mythen und die Suche nach Freiheit.

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Pixie, bzw. Patrice ( das klingt ernsthafter und autarker), arbeitet zusammen mit vielen Frauen in einer Fabrik für Feinarbeiten an Diamanten und anderen Steinen. Diese Arbeiten setzen präzise Handhabung voraus, somit werden, weniger Männer eingestellt, als Frauen. Es sind die 50er Jahre, es geht um die großen Reservate der letzten Indianer im Norden an den großen Seen, die seitens der amerikanischen Politik zurück gedrängt wurden und dort das magere Land bewirtschaften, welches ihnen zur Verfügung gestellt wurde. Außer Ackerbau ist der Boxkampf ein beliebter Zeitvertreib für die Männer, die damit ihre alten Stärken unter Beweis stellen können. Der zweite Hauptprotagonist dieser Geschichte ist Thomas, er ist Nachtwächter der Fabrik und Stammesoberhaupt der Chipewas. Er setzt sich für eine Verzögerung der neuen Pläne der Regierung ein, die die gänzliche Vertreibung aller Indianer aus ihren Gebieten bedeuten würde, Schöngeredet mit der Option auf Ausgleich von Wohnraum in den Städten, was schlicht ihren Untergang bedeuten würde, weit weg von Land, Tieren und dem was im Grunde ihnen gehörte. Aufrührer ist Senator Watkins, der Mormone ist und die Meinung vertritt, der farbige Mensch wäre minderen Wertes... Patrice derweilen sucht ihre große Schwester, die in Minneapolis verloren ging. Ihr Begleiter kämpft als Boxer nicht nur zum Broterwerb, sondern auch um ihre Achtung! Eng verbunden fühlte ich mich in ihrer Suche nach Gerechtigkeit, Selbständigkeit, Geborgenheit & Liebe, so dass es mir schwer fiel, die Figuren nach Beenden des Buches ziehen zu lassen. Donald Trump hatte übrigens vor, die Terminationspolitik zur Vertreibung der indigenen Bevölkerung wieder aufzunehmen... Ein großes schönes interessantes Buch, welches deutlich macht, wie schwer nach wie vor das Leben der indianischen Bevölkerung ist und Menschen braucht, die sich für ihre Rechte einsetzen! Gute lebhafte Unterhaltung, die Politik ungemein lesbar macht. Louise Erdrich erhielt dafür den Pulitzer Preis.
5/5

Indianische Mythen und die Suche nach Freiheit.

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Pixie, bzw. Patrice ( das klingt ernsthafter und autarker), arbeitet zusammen mit vielen Frauen in einer Fabrik für Feinarbeiten an Diamanten und anderen Steinen. Diese Arbeiten setzen präzise Handhabung voraus, somit werden, weniger Männer eingestellt, als Frauen. Es sind die 50er Jahre, es geht um die großen Reservate der letzten Indianer im Norden an den großen Seen, die seitens der amerikanischen Politik zurück gedrängt wurden und dort das magere Land bewirtschaften, welches ihnen zur Verfügung gestellt wurde. Außer Ackerbau ist der Boxkampf ein beliebter Zeitvertreib für die Männer, die damit ihre alten Stärken unter Beweis stellen können. Der zweite Hauptprotagonist dieser Geschichte ist Thomas, er ist Nachtwächter der Fabrik und Stammesoberhaupt der Chipewas. Er setzt sich für eine Verzögerung der neuen Pläne der Regierung ein, die die gänzliche Vertreibung aller Indianer aus ihren Gebieten bedeuten würde, Schöngeredet mit der Option auf Ausgleich von Wohnraum in den Städten, was schlicht ihren Untergang bedeuten würde, weit weg von Land, Tieren und dem was im Grunde ihnen gehörte. Aufrührer ist Senator Watkins, der Mormone ist und die Meinung vertritt, der farbige Mensch wäre minderen Wertes... Patrice derweilen sucht ihre große Schwester, die in Minneapolis verloren ging. Ihr Begleiter kämpft als Boxer nicht nur zum Broterwerb, sondern auch um ihre Achtung! Eng verbunden fühlte ich mich in ihrer Suche nach Gerechtigkeit, Selbständigkeit, Geborgenheit & Liebe, so dass es mir schwer fiel, die Figuren nach Beenden des Buches ziehen zu lassen. Donald Trump hatte übrigens vor, die Terminationspolitik zur Vertreibung der indigenen Bevölkerung wieder aufzunehmen... Ein großes schönes interessantes Buch, welches deutlich macht, wie schwer nach wie vor das Leben der indianischen Bevölkerung ist und Menschen braucht, die sich für ihre Rechte einsetzen! Gute lebhafte Unterhaltung, die Politik ungemein lesbar macht. Louise Erdrich erhielt dafür den Pulitzer Preis.

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