Die Nase vorn

Die Nase vorn

Eine Reise in die Welt des Geruchssinns

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Die Nase vorn

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Beschreibung

Details

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

27.10.2021

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

400 (Printausgabe)

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ePUB

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Erscheinungsdatum

27.10.2021

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

400 (Printausgabe)

Dateigröße

1529 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Die Nase vorn. Eine Reise in die Welt des Geruchssinns

Übersetzer

Sebastian Vogel

Sprache

Deutsch

EAN

9783104913476

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Riechkolben und Wirbelnasen...

S.A.W aus Salzburg am 29.10.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wir Menschen achten den Geruchssinn gering, riechen vor allem, was eklig ist, übertönen Körpergerüche mit Parfum. Bei den meisten Tieren ist das ganz anders, sie sind zu enormen Riechleistungen fähig: Vom Hund weiß man das, er riecht tausendmal besser als wir. Seine Nase ist perfekt gebaut, durch die runde Öffnung atmet er ein, durch die Seitenschlitze aus. Dadurch wirbelt er die Geruchsstoffe direkt vor das Nasenloch. Er kann nur mit einem Loch schnuppern und damit richtungsriechen. An seinen Artgenossen interessieren ihn vor allem die Analdrüsen, aus denen liest er alles heraus: Paarungsbereitschaft, Ernährung, Gesundheitszustand, Sympathie. Viel besser noch sind die Nachtfalter: Mit ihren langen Riechkolben orientieren sie sich in der Finsternis, ähnlich den Fledermäusen mit ihrem Ultraschall. Er riecht ein Paarungs-bereites Weibchen viele Kilometer weit und findet es sofort. Hat er es gefunden, strömt er einen Duftstoff aus, der seine Konkurrenten verwirrt. Natürlich riecht er auch die Beute, auf die er spezialisiert ist. Nachtfalter sind die erfolgreichste Schmetterlingsgattung. Auch der Borkenkäfer ist nicht schlecht. Sein Geruchssinn befähigt ihn zu gezielten Massenangriffen auf kranke Bäume. Er riecht Bäume, denen es schlecht geht, Männchen machen dort eine Probebohrung, denn da laufen sie nicht Gefahr, vom Harz der Bäume überzogen und nach Jahrmillionen im Bernstein wiederentdeckt zu werden. War das Bohren erfolgreich, lockt er ein Weibchen an. Wenn sich die zwei gefunden haben, strömen sie einen gemeinsamen Geruch aus, der alle anderen Borkenkäfer anlockt. Ist der ganze Baum besetzt, strömen sie ein Stop-Signal aus, um weitere Konkurrenz abzuwehren. Die Weibchen legen unterhalb der Rinde ihre Eier, die Larven bilden dann die Quergänge, die dem Käfer den Namen „Buchdrucker“ gaben. Auch wir Menschen sind mehr geruchsgesteuert als wir glauben, vor allem in der Sexualität. Die Pheromone sind den Hormonen ähnlich und steuern diese, wenn wir Sex haben wollen. Seit 4 Mrd. Jahren ist der biochemische Sinn der Kern der biologischen Kommunikation und reguliert fast alles im Körper und zwischen ihnen. Nur Vögel und Affen haben auf die Optik umgeschaltet, da sie sich im dreidimensionalen Raum bewegen. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Die grüne Vision. Leben im Jahr 2100“

Riechkolben und Wirbelnasen...

S.A.W aus Salzburg am 29.10.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wir Menschen achten den Geruchssinn gering, riechen vor allem, was eklig ist, übertönen Körpergerüche mit Parfum. Bei den meisten Tieren ist das ganz anders, sie sind zu enormen Riechleistungen fähig: Vom Hund weiß man das, er riecht tausendmal besser als wir. Seine Nase ist perfekt gebaut, durch die runde Öffnung atmet er ein, durch die Seitenschlitze aus. Dadurch wirbelt er die Geruchsstoffe direkt vor das Nasenloch. Er kann nur mit einem Loch schnuppern und damit richtungsriechen. An seinen Artgenossen interessieren ihn vor allem die Analdrüsen, aus denen liest er alles heraus: Paarungsbereitschaft, Ernährung, Gesundheitszustand, Sympathie. Viel besser noch sind die Nachtfalter: Mit ihren langen Riechkolben orientieren sie sich in der Finsternis, ähnlich den Fledermäusen mit ihrem Ultraschall. Er riecht ein Paarungs-bereites Weibchen viele Kilometer weit und findet es sofort. Hat er es gefunden, strömt er einen Duftstoff aus, der seine Konkurrenten verwirrt. Natürlich riecht er auch die Beute, auf die er spezialisiert ist. Nachtfalter sind die erfolgreichste Schmetterlingsgattung. Auch der Borkenkäfer ist nicht schlecht. Sein Geruchssinn befähigt ihn zu gezielten Massenangriffen auf kranke Bäume. Er riecht Bäume, denen es schlecht geht, Männchen machen dort eine Probebohrung, denn da laufen sie nicht Gefahr, vom Harz der Bäume überzogen und nach Jahrmillionen im Bernstein wiederentdeckt zu werden. War das Bohren erfolgreich, lockt er ein Weibchen an. Wenn sich die zwei gefunden haben, strömen sie einen gemeinsamen Geruch aus, der alle anderen Borkenkäfer anlockt. Ist der ganze Baum besetzt, strömen sie ein Stop-Signal aus, um weitere Konkurrenz abzuwehren. Die Weibchen legen unterhalb der Rinde ihre Eier, die Larven bilden dann die Quergänge, die dem Käfer den Namen „Buchdrucker“ gaben. Auch wir Menschen sind mehr geruchsgesteuert als wir glauben, vor allem in der Sexualität. Die Pheromone sind den Hormonen ähnlich und steuern diese, wenn wir Sex haben wollen. Seit 4 Mrd. Jahren ist der biochemische Sinn der Kern der biologischen Kommunikation und reguliert fast alles im Körper und zwischen ihnen. Nur Vögel und Affen haben auf die Optik umgeschaltet, da sie sich im dreidimensionalen Raum bewegen. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Die grüne Vision. Leben im Jahr 2100“

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Die Nase vorn

von Bill Hansson

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