An ihren Taten sollt ihr sie erkennen

An ihren Taten sollt ihr sie erkennen

Ein Insider entlarvt die neue Geld- und Politikkaste

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Regierungen und Reiche profitieren von der Corona-Krise. Sie haben mehr Macht und Geld, predigen Moral, aber sie lösen die Krise nicht. Im Gegenteil: Corona stellt den sozialen Sprengsatz scharf, der die Spaltung der Gesellschaft durch Verschuldung, Ausgrenzung und Verteilungskonflikte um Impfstoff weiter vorantreibt. Hans-Chrisian Lange, Ex-Kanzleramtsberater und BMW-Manager, der 2016 mit SOCIAL PEACE die erste Band- und Leiharbeitergewerkschaft gründete, sagt den Macht- und Geldeliten in seinem Neuen Buch den Kampf an. Er fordert ein "Bündnis der Betrogenen", eine Bewegung von unten, die mit neuen Werten, neuen öko-sozialen Zielen und einem neuen Gemeinsinn Demokratie, sozialen Frieden und Ökologie für eine nachhaltige Zukunft stärken.

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5 Sterne

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3 Sterne

2 Sterne

1 Sterne

5/5

Das Ende ist nah – aber für wen? (Michael Mann, amerik. Regisseur)

Eine Kundin/ein Kunde am 17.08.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Autor zieht gleich zu Beginn Parallelen zwischen den 1920er- und den 2020er-Jahren. Dabei stellt er gleich einmal die alles entscheidende Frage: Haben wir aus der Vergangenheit gelernt? Eine interessante Tatsache, stellt hier die Rolle der NSDAP dar. Die Hitler-Partei erreichte 1928 gerade einmal 2,6 Prozent der Stimmen. Nach der Wirtschaftskrise 1932 waren es 18 Prozent. Hitler dachte an Selbstmord. Erst 1932, durch geschicktes Taktieren, Intrigen und Erpressung durch die damaligen Finanz-Eliten, gelang Hitlers Aufstieg zum Reichskanzler. Und damit sind wir beim Thema des Buches: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“ Es handelt sich hierbei um eine Antwort des Gottessohnes Jesus von Nazareth, die dieser seinen Jüngern gab, als sie ihm die Frage stellten, woran man denn eigentlich falsche Propheten und Scharlatane erkennen könne. Jedoch handelt es sich um kein religiöses Buch. Der Verfasser Hans-Christian Lange hat eine lange Karriere in deutschen Großkonzernen hinter sich als Top-Manager; selbst berühmt-berüchtigte CEO-Größen wie Tönnies und Piech sind gehören zum Klientel, in dessen Dunstkreis er während sich seiner aktiven Jahre als Manager bewegte. Er versuchte bereits damals eine Gewerkschaft für deutsche Band- und Leiharbeiter zu gründen, da er sich für deren Rechte einsetzte. Aufgrund der Widerstände und Intrigen blieb ihm am Ende nur der Weg, die Welt der Großkonzerne hinter sich zu lassen, um seinen Plan in die Tat umzusetzen. Heute zählt er zum Kreis der Linken rund um Sarah Wagenknecht. Genug von diesem darwin´schen Spiel des „Survivals of the weakest“, liegen ihm die Arbeiter am Herzen, die in den letzten Jahrzehnten immer weniger Interessensvertretung der großen politischen Parteien erfahren. Er nimmt Bezug auf die Gelbwesten-Aufstände in Frankreich, die von einem neo-liberalen Regime eines Macrons innerhalb kurzer Zeit diffamiert und im Keim erstickt wurde. Auch die Heuchelei der vermeintlichen „moralischen Eliten“ bleibt nicht unerwähnt, jene Heuchelei, die durchaus als Auslöser betrachtet werden darf, warum immer mehr frustrierte Menschen ihr Vertrauen den Protestparteien aussprechen. Die Frage ist nur: Wem nützt diese Entwicklung? Wem nützt der Vertrauensverlust in die Demokratie? – Und wie konnte es dazu kommen, dass eine Seuche wie Covid diese Entwicklung noch beschleunigte. Schließlich konnte die Seuche sich auf den menschengemachten Wegen der ökonomischen Globalisierung ausbreiten. So wie auch Lohndumping und Ausbeutung von Arbeitern und natürlichen Ressourcen durch die Globalisierung in einer Monstergeschwindigkeit von allen Seiten auf uns hereinbrechen. Die Globalisierung erweist sich für den Neo-Liberalismus als das größte Geschenk aller Zeiten. Aber hätte die soziale Marktwirtschaft nicht die Pflicht, Globalisierung und Fusion von Staaten dazu zu nutzen, die sozialen Ungerechtigkeiten weltweit auszugleichen? Damit ließen sich Phänomene wie Armut, Fluchtursachen und Umweltkatastrophen langfristig vermindern. Statt dessen hat der Monsterkapitalismus die Globalisierung für sich genutzt, um die sozialen Unterschiede größer zu machen. Es profitieren ein paar wenige Oligarchen, aber der Rest der Menschheit versinkt in Armut und Kriegen. Davon hört man in der öffentlichen Debatte leider wenig – diese dreht sich in erster Linie um alte, weiße Männer, LGBTI, Straßenumbenennungen, gendergerechte Sprache. Bei jeder Fernsehsendung wird darauf geachtet, dass sie ja nicht zu männlich besetzt ist. Jedoch fragt niemand nach der sozialen Repräsentanz. Wie wäre es, Menschen einzuladen, die am Fließband arbeiten, oder bei LIDL, bei Amazon? Und wer oder was ist heute noch Mittelstand? Oder alleinerziehende Frauen? Die Politikverdrossenheit darf wohl als ein gemachtes Problem bezeichnet werden, da die eigentlichen Vertreter des Volkes sowohl pseudo-linke, neoliberale als auch rechte Eliten repräsentieren. Corona hat dieses Phänomen noch verstärkt und uns gezeigt, wie viel Gewalt in der Gesellschaft sich bereits angestaut hat. Ein trauriges Symptom dieses Phänomens sind die Frauenmorde, die zwar Betroffenheit bei uns allen auslösen, aber die sozialen Ursachen bleiben unerwähnt, nämlich, dass sowohl Bildung, Armut als auch psychische Krankheiten vererbt werden. Die Antwort der Politik auf Covid war das sogenannte 2. Infektionsschutzgesetz; Christian Lindner FDP bezeichnete dieses zurecht als „im Grunde ist es ein Blankocheck“ für die Regierenden. Kanzlerin Merkel setzt das Gesetz um, und umgeht dabei sogar die Zustimmung durch den Bundesrat. Auf diese Weise wird das Prinzip des Föderalismus ausgehebelt, jenem Gesetz, das 1949 installiert wurde, um zentrale Herrschaftsfantasien für die Zukunft der Deutschen für alle Zeit im Keim zu ersticken. Jeder, der dies kritisiert, wird in AfD-Nähe gerückt. Will man auf die Eingangsfrage zurückgehen: „Haben die Deutschen aus der Vergangenheit gelernt?“, dann lautet die Antwort: „Nein.“ Denn mit jedem neuen Gesetz, das in die Grundrechte der Bevölkerung eingreift, ebnet man in Wahrheit den Extremen den Weg an die Macht. Der „homo neolibealismus“ und die „Gorillas an der Wallstreet“ werden beizeiten ihren Beitrag leisten. Die Reiter biblischen Apokalypse heißen: Pest, Hunger, Krieg und Tod. – Deswegen: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“

5/5

Das Ende ist nah – aber für wen? (Michael Mann, amerik. Regisseur)

Eine Kundin/ein Kunde am 17.08.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Autor zieht gleich zu Beginn Parallelen zwischen den 1920er- und den 2020er-Jahren. Dabei stellt er gleich einmal die alles entscheidende Frage: Haben wir aus der Vergangenheit gelernt? Eine interessante Tatsache, stellt hier die Rolle der NSDAP dar. Die Hitler-Partei erreichte 1928 gerade einmal 2,6 Prozent der Stimmen. Nach der Wirtschaftskrise 1932 waren es 18 Prozent. Hitler dachte an Selbstmord. Erst 1932, durch geschicktes Taktieren, Intrigen und Erpressung durch die damaligen Finanz-Eliten, gelang Hitlers Aufstieg zum Reichskanzler. Und damit sind wir beim Thema des Buches: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“ Es handelt sich hierbei um eine Antwort des Gottessohnes Jesus von Nazareth, die dieser seinen Jüngern gab, als sie ihm die Frage stellten, woran man denn eigentlich falsche Propheten und Scharlatane erkennen könne. Jedoch handelt es sich um kein religiöses Buch. Der Verfasser Hans-Christian Lange hat eine lange Karriere in deutschen Großkonzernen hinter sich als Top-Manager; selbst berühmt-berüchtigte CEO-Größen wie Tönnies und Piech sind gehören zum Klientel, in dessen Dunstkreis er während sich seiner aktiven Jahre als Manager bewegte. Er versuchte bereits damals eine Gewerkschaft für deutsche Band- und Leiharbeiter zu gründen, da er sich für deren Rechte einsetzte. Aufgrund der Widerstände und Intrigen blieb ihm am Ende nur der Weg, die Welt der Großkonzerne hinter sich zu lassen, um seinen Plan in die Tat umzusetzen. Heute zählt er zum Kreis der Linken rund um Sarah Wagenknecht. Genug von diesem darwin´schen Spiel des „Survivals of the weakest“, liegen ihm die Arbeiter am Herzen, die in den letzten Jahrzehnten immer weniger Interessensvertretung der großen politischen Parteien erfahren. Er nimmt Bezug auf die Gelbwesten-Aufstände in Frankreich, die von einem neo-liberalen Regime eines Macrons innerhalb kurzer Zeit diffamiert und im Keim erstickt wurde. Auch die Heuchelei der vermeintlichen „moralischen Eliten“ bleibt nicht unerwähnt, jene Heuchelei, die durchaus als Auslöser betrachtet werden darf, warum immer mehr frustrierte Menschen ihr Vertrauen den Protestparteien aussprechen. Die Frage ist nur: Wem nützt diese Entwicklung? Wem nützt der Vertrauensverlust in die Demokratie? – Und wie konnte es dazu kommen, dass eine Seuche wie Covid diese Entwicklung noch beschleunigte. Schließlich konnte die Seuche sich auf den menschengemachten Wegen der ökonomischen Globalisierung ausbreiten. So wie auch Lohndumping und Ausbeutung von Arbeitern und natürlichen Ressourcen durch die Globalisierung in einer Monstergeschwindigkeit von allen Seiten auf uns hereinbrechen. Die Globalisierung erweist sich für den Neo-Liberalismus als das größte Geschenk aller Zeiten. Aber hätte die soziale Marktwirtschaft nicht die Pflicht, Globalisierung und Fusion von Staaten dazu zu nutzen, die sozialen Ungerechtigkeiten weltweit auszugleichen? Damit ließen sich Phänomene wie Armut, Fluchtursachen und Umweltkatastrophen langfristig vermindern. Statt dessen hat der Monsterkapitalismus die Globalisierung für sich genutzt, um die sozialen Unterschiede größer zu machen. Es profitieren ein paar wenige Oligarchen, aber der Rest der Menschheit versinkt in Armut und Kriegen. Davon hört man in der öffentlichen Debatte leider wenig – diese dreht sich in erster Linie um alte, weiße Männer, LGBTI, Straßenumbenennungen, gendergerechte Sprache. Bei jeder Fernsehsendung wird darauf geachtet, dass sie ja nicht zu männlich besetzt ist. Jedoch fragt niemand nach der sozialen Repräsentanz. Wie wäre es, Menschen einzuladen, die am Fließband arbeiten, oder bei LIDL, bei Amazon? Und wer oder was ist heute noch Mittelstand? Oder alleinerziehende Frauen? Die Politikverdrossenheit darf wohl als ein gemachtes Problem bezeichnet werden, da die eigentlichen Vertreter des Volkes sowohl pseudo-linke, neoliberale als auch rechte Eliten repräsentieren. Corona hat dieses Phänomen noch verstärkt und uns gezeigt, wie viel Gewalt in der Gesellschaft sich bereits angestaut hat. Ein trauriges Symptom dieses Phänomens sind die Frauenmorde, die zwar Betroffenheit bei uns allen auslösen, aber die sozialen Ursachen bleiben unerwähnt, nämlich, dass sowohl Bildung, Armut als auch psychische Krankheiten vererbt werden. Die Antwort der Politik auf Covid war das sogenannte 2. Infektionsschutzgesetz; Christian Lindner FDP bezeichnete dieses zurecht als „im Grunde ist es ein Blankocheck“ für die Regierenden. Kanzlerin Merkel setzt das Gesetz um, und umgeht dabei sogar die Zustimmung durch den Bundesrat. Auf diese Weise wird das Prinzip des Föderalismus ausgehebelt, jenem Gesetz, das 1949 installiert wurde, um zentrale Herrschaftsfantasien für die Zukunft der Deutschen für alle Zeit im Keim zu ersticken. Jeder, der dies kritisiert, wird in AfD-Nähe gerückt. Will man auf die Eingangsfrage zurückgehen: „Haben die Deutschen aus der Vergangenheit gelernt?“, dann lautet die Antwort: „Nein.“ Denn mit jedem neuen Gesetz, das in die Grundrechte der Bevölkerung eingreift, ebnet man in Wahrheit den Extremen den Weg an die Macht. Der „homo neolibealismus“ und die „Gorillas an der Wallstreet“ werden beizeiten ihren Beitrag leisten. Die Reiter biblischen Apokalypse heißen: Pest, Hunger, Krieg und Tod. – Deswegen: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“

5/5

Das muss jeder lesen!!!

Eine Kundin/ein Kunde am 01.08.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein so packendes Buch habe ich seit langem nicht mehr gelesen, nein verschlungen! Egal welcher politischen Weltanschauung man anhängt, die Themen rütteln einen auf und machen betroffen, ja manchmal wütend, in jedem Fall nachdenklich. Zudem wurde meine Neugier geweckt, immer wieder selbst im Internet zu recherchieren und Themen noch zu vertiefen. Ich habe erfahren, wie Macht eigentlich verteilt ist, wie hinter den uns durch die Berichterstattung bekannten Kulissen agiert wird, wie Strippen gezogen werden und Einfluss auf so vielfältige Weise genommen wird, die man sich zwar vorstellen kann, aber letztlich kaum für real halten kann. Auf alle Fälle habe ich wieder viel über Machtstrukturen dazugelernt und meine Wachsamkeit ist geschärft. Noch dazu hat Lange alles so packend, authentisch und abwechslungsreich geschrieben, dass ich das Buch immer wieder gerne weitergelesen habe. Absolut empfehlenswert für alle, die sich tiefe Einblicke erwarten. Vielleicht wird Netflix aufmerksam, dann würde ich mir die Serie sofort ansehen!

5/5

Das muss jeder lesen!!!

Eine Kundin/ein Kunde am 01.08.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein so packendes Buch habe ich seit langem nicht mehr gelesen, nein verschlungen! Egal welcher politischen Weltanschauung man anhängt, die Themen rütteln einen auf und machen betroffen, ja manchmal wütend, in jedem Fall nachdenklich. Zudem wurde meine Neugier geweckt, immer wieder selbst im Internet zu recherchieren und Themen noch zu vertiefen. Ich habe erfahren, wie Macht eigentlich verteilt ist, wie hinter den uns durch die Berichterstattung bekannten Kulissen agiert wird, wie Strippen gezogen werden und Einfluss auf so vielfältige Weise genommen wird, die man sich zwar vorstellen kann, aber letztlich kaum für real halten kann. Auf alle Fälle habe ich wieder viel über Machtstrukturen dazugelernt und meine Wachsamkeit ist geschärft. Noch dazu hat Lange alles so packend, authentisch und abwechslungsreich geschrieben, dass ich das Buch immer wieder gerne weitergelesen habe. Absolut empfehlenswert für alle, die sich tiefe Einblicke erwarten. Vielleicht wird Netflix aufmerksam, dann würde ich mir die Serie sofort ansehen!

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von Hans-Christian Lange

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