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Kurioses über euch Menschen

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Beschreibung


2054: Die Menschheit hat sich aus dem Internet ausgeschlossen, Elon Musk versehentlich den Mond verbrannt und viele Arbeiten werden von Robotern verrichtet. Vorwiegend die, für die keine Empathie nötig ist – denn Roboter kennen keine Gefühle. Wie Jared. Er sieht aus wie ein Mensch und arbeitet als Zahnarzt. Aber eines Tages beginnt Jared zu fühlen. Sein Arzt schickt ihn zum Selbstversuch ins Kino, wo Jared 27 ml Tränen vergießt und erkennt, dass Gefühle etwas Wunderbares sind! Er beschließt, den Menschen zu zeigen, dass Roboter auch ein Recht darauf haben. Und wie könnte das besser gelingen, als mit einem Film? Also geht Jared nach L. A. und landet als Tellerwäscher in einem Tacoladen. Dort lernt er Kellnerin Amber kennen, und seine Gefühle spielen verrückt. Amber scheint es genauso zu gehen – doch wie soll er ihr erklären, dass er ein Roboter ist? Zu allem Überfluss läuft es mit seinem Film so gar nicht wie geplant … 

Eine witzige und kluge Hommage an das Menschsein und seine Tücken.

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.05.2022

Verlag

Rowohlt Kindler

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

20,6/13,4/4,4 cm

Gewicht

578 g

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.05.2022

Verlag

Rowohlt Kindler

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

20,6/13,4/4,4 cm

Gewicht

578 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Set my Heart to Five

Übersetzer

Elisabeth Mahler

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-463-00019-0

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Ein Bot, der zu fühlen beginnt

Hanna von Buchsichten aus Düsseldorf am 17.05.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wir schreiben das Jahr 2054. Jared arbeitet als Zahnarzt in Ypsilanti, Michigan. Diesen Job hat er erhalten, weil kein Mensch ihn ausüben will. Er hingegen ist ein Bot: Auf den ersten Blick sieht er wie ein Mensch aus, aber er hat keine Gefühle und ist im Labor in kürzester Zeit zum Erwachsenen herangereift. Eines Tages taucht eine Zahl in seiner Zahlencloud auf, die nicht mehr verschwinden will und die Menge der noch zu kontrollierenden Zähne bis zu seinem Ruhestand angibt. Er sucht gleich das Referat für Robotik auf, die ihm jedoch sagen, dass dies keine Funktionsstörung ist, die eine Löschung seiner Festplatte rechtfertigen würde. Dr. Gundenstein, der Arzt, mit dem er sich die Praxisräume teilt, hat einen anderen Ratschlag. Jared soll sich einen der alten Filme ansehen, die sonst nur Nostalgiker schauen. Denn im Gegensatz zu den neuen Filmen, in denen es fast ausnahmslos darum geht, dass Killerbots von mutigen menschlichen Außenseitern gestoppt werden, geht es hier um Gefühle. Es passiert das Unglaubliche: Jared weint! Seine neu entdeckten Gefühle wecken in ihm den Wunsch, einen Film über einen Bot zu schreiben, der ebenfalls Gefühle hat. Dazu macht er sich auf den Weg nach Los Angeles, wo er das harte Filmbusiness kennenlernt und sich verliebt. Jared wendet sich in der Ich-Perspektive direkt an seine Leser:innen, um ihnen seine Geschichte zu erzählen, die zu seiner Zeit als Zahnarzt in Ypsilanti beginnt. Er hat einen nüchternen Erzählstil mit vielen kurzen Sätzen und Ausrufen wie „Ha!“ und „Geht gar nicht!“, die er sich bei den Menschen abgeschaut hat. Die Idee hat mir gefallen, die Umsetzung ist jedoch gewöhnungsbedürftig, auch wenn Jared im Laufe der Zeit noch etwas flüssiger in seinen Berichten wird. Als Außenstehender beobachtet Jared die Menschen mit ihren Verhaltensweisen, ihren Normen und Werten und ihren expliziten und impliziten Regeln ganz genau. Seine Ausführungen sind amüsant und kurzweilig. Eine zentrale Rolle spielen Gefühle, die er nach kurzer Zeit selbst zu spüren beginnt und mithilfe eines Gefühlsrads zuzuordnen versucht. Der Fokus bleibt auf Jareds Erlebnissen. Am Rande erwähnt er zwar beispielsweise, dass der Mond versehentlich verbrannt wurde und es Neuseeland nicht mehr gibt, allzu viel erfuhr ich aber nicht über die Ereignisse der vorherigen Jahre und die Gesellschaftsstruktur. Dr. Gundenstein hat vor seiner Arztkarriere einige Semester Filmwissenschaften studiert und steckt Jared nach kurzer Zeit mit seiner Begeisterung für Filme an, insbesondere solche aus alten Zeiten, in denen keine Killerbots die Menschheit umbringen wollen. Dadurch entsteht Jareds Wunsch, selbst einen Film zu schreiben, durch welchen die Menschen Bots mit anderen Augen sehen sollen. Zwischen den Kapiteln in der Ich-Perspektive gibt es immer wieder Szenen, die als Drehbuch geschrieben sind und die damit ebenfalls auf das Filmthema einzahlen. Die Geschichte führte mich über einen schrägen Roadtrip nach Los Angeles, wo Jared Einblicke in das Filmbusiness erhält und sich in die Kellnerin Amber verliebt. Ich fieberte mit, ob er seinen Traum von einem eigenen Film verwirklichen kann und ob er sich traut, Amber zu gestehen, dass er ein Bot ist. Ein wenig Spannung kommt auf, weil Jared sich stets der Gefahr bewusst ist, dass er vom Referat für Robotik aufgespürt und gelöscht oder gar verbrannt werden könnte. Bis zum Ende hin bleibt es abwechslungsreich und interessant. Lasst euch auf den ungewöhnlichen Schreibstil und den besonderen Protagonisten ein, dann werdet ihr mit einer Story belohnt, die abseits des Mainstreams zu unterhalten weiß!

Ein Bot, der zu fühlen beginnt

Hanna von Buchsichten aus Düsseldorf am 17.05.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wir schreiben das Jahr 2054. Jared arbeitet als Zahnarzt in Ypsilanti, Michigan. Diesen Job hat er erhalten, weil kein Mensch ihn ausüben will. Er hingegen ist ein Bot: Auf den ersten Blick sieht er wie ein Mensch aus, aber er hat keine Gefühle und ist im Labor in kürzester Zeit zum Erwachsenen herangereift. Eines Tages taucht eine Zahl in seiner Zahlencloud auf, die nicht mehr verschwinden will und die Menge der noch zu kontrollierenden Zähne bis zu seinem Ruhestand angibt. Er sucht gleich das Referat für Robotik auf, die ihm jedoch sagen, dass dies keine Funktionsstörung ist, die eine Löschung seiner Festplatte rechtfertigen würde. Dr. Gundenstein, der Arzt, mit dem er sich die Praxisräume teilt, hat einen anderen Ratschlag. Jared soll sich einen der alten Filme ansehen, die sonst nur Nostalgiker schauen. Denn im Gegensatz zu den neuen Filmen, in denen es fast ausnahmslos darum geht, dass Killerbots von mutigen menschlichen Außenseitern gestoppt werden, geht es hier um Gefühle. Es passiert das Unglaubliche: Jared weint! Seine neu entdeckten Gefühle wecken in ihm den Wunsch, einen Film über einen Bot zu schreiben, der ebenfalls Gefühle hat. Dazu macht er sich auf den Weg nach Los Angeles, wo er das harte Filmbusiness kennenlernt und sich verliebt. Jared wendet sich in der Ich-Perspektive direkt an seine Leser:innen, um ihnen seine Geschichte zu erzählen, die zu seiner Zeit als Zahnarzt in Ypsilanti beginnt. Er hat einen nüchternen Erzählstil mit vielen kurzen Sätzen und Ausrufen wie „Ha!“ und „Geht gar nicht!“, die er sich bei den Menschen abgeschaut hat. Die Idee hat mir gefallen, die Umsetzung ist jedoch gewöhnungsbedürftig, auch wenn Jared im Laufe der Zeit noch etwas flüssiger in seinen Berichten wird. Als Außenstehender beobachtet Jared die Menschen mit ihren Verhaltensweisen, ihren Normen und Werten und ihren expliziten und impliziten Regeln ganz genau. Seine Ausführungen sind amüsant und kurzweilig. Eine zentrale Rolle spielen Gefühle, die er nach kurzer Zeit selbst zu spüren beginnt und mithilfe eines Gefühlsrads zuzuordnen versucht. Der Fokus bleibt auf Jareds Erlebnissen. Am Rande erwähnt er zwar beispielsweise, dass der Mond versehentlich verbrannt wurde und es Neuseeland nicht mehr gibt, allzu viel erfuhr ich aber nicht über die Ereignisse der vorherigen Jahre und die Gesellschaftsstruktur. Dr. Gundenstein hat vor seiner Arztkarriere einige Semester Filmwissenschaften studiert und steckt Jared nach kurzer Zeit mit seiner Begeisterung für Filme an, insbesondere solche aus alten Zeiten, in denen keine Killerbots die Menschheit umbringen wollen. Dadurch entsteht Jareds Wunsch, selbst einen Film zu schreiben, durch welchen die Menschen Bots mit anderen Augen sehen sollen. Zwischen den Kapiteln in der Ich-Perspektive gibt es immer wieder Szenen, die als Drehbuch geschrieben sind und die damit ebenfalls auf das Filmthema einzahlen. Die Geschichte führte mich über einen schrägen Roadtrip nach Los Angeles, wo Jared Einblicke in das Filmbusiness erhält und sich in die Kellnerin Amber verliebt. Ich fieberte mit, ob er seinen Traum von einem eigenen Film verwirklichen kann und ob er sich traut, Amber zu gestehen, dass er ein Bot ist. Ein wenig Spannung kommt auf, weil Jared sich stets der Gefahr bewusst ist, dass er vom Referat für Robotik aufgespürt und gelöscht oder gar verbrannt werden könnte. Bis zum Ende hin bleibt es abwechslungsreich und interessant. Lasst euch auf den ungewöhnlichen Schreibstil und den besonderen Protagonisten ein, dann werdet ihr mit einer Story belohnt, die abseits des Mainstreams zu unterhalten weiß!

Bots sind auch nur Menschen

hasirasi2 aus Dresden am 17.05.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Lassen Sie sich bitte nicht von meinem menschenähnlichen Äußeren täuschen. Ich bin nur ein Bot! Ich habe keine Gefühle oder sonst irgendetwas, das als <<Seele>> missverstanden werden könnte. Stattdessen wurde ich zu einem höchst leistungsfähigen Zahnarzt programmiert!“ (S. 6) So stellt sich Jared seinen Patienten in Ypsilanti / Michigan vor. Wir schreiben das Jahr 2054. Die Menschen kommen nicht mehr ins Internet, Elon Musk hat den Mond verbrannt, es gibt keine Flugzeuge mehr und kaum noch von Menschen gesteuerte Fahrzeuge (die Fehlerquote war einfach zu hoch), und alle potentiell gefährlichen Arbeiten, die keine Empathie benötigen, werden von Bots erledigt. Bots sind keine Roboter, wie wir sie uns wahrscheinlich vorstellen. Sie werden aus DNA und Zellen aufgebaut und bis zum perfekten Alter vorgereift, brauchen Nahrung, Wasser, Sauerstoff – und Bewegung. Nicht mehr. Und doch stimmt seit einiger Zeit etwas nicht mit Jared. Sein Arzt diagnostiziert eine Depression und sagt, er soll sich einen alten Film ansehen. Der Film bringt Jared zum Weinen. „In neunzig Minuten hatte der alte Film alles gesagt, was über ein ganzes Menschenleben gesagt werden kann.“ (S. 55) Ja, er hat Gefühle! Mit jedem weiteren Film überwindet er die Depression und den Zustand der Automatisierung mehr. Und eines morgens ist er dann plötzlich glücklich. Doch es gibt ein Problem. Obwohl die Menschen die Bots geschaffen haben und sie ständig kontrollieren, haben sie Angst vor ihrer eigenen Schöpfung. Als Jared „auffällig“ wird, soll er resettet oder zerstört werden. Ihm bleiben 10 Tage, um zu beweisen, dass er harmlos ist. Er will einen Film schreiben, „… der die Einstellung der Menschen zu Bots mit Gefühlen ändert!“ (S. 98) Und wo könnte man das besser machen als in LA? Er flüchtet aus seinem Leben und Ypsilanti, besorgt sich eine neue Identität, jobbt neben dem Schreiben in einem Tacoladen und verliebt sich in die Kellnerin Amber. Und damit fangen die Probleme dann erst richtig an … Als ich den Klappentext des Buches gelesen habe, hatte ich kurz Bedenken, dass es in Richtung Dystopie gehen könnte. Doch Simon Stephenson ist es gelungen, eine zukünftige Welt zu erschaffen, die bei allen Endzeit-Ängsten auch Hoffnung weckt. Ja, es hat DEN großen Knall gegeben und viele Menschen wurden getötet. Viele Orte sind von der Landkarte verschwunden oder brennen seit 30 Jahren. Die Welt ist durch die Bots hochtechnisiert, aber diese sehen so menschlich aus, dass man sie nur selten erkennt. Denn alles ist darauf ausgerichtet, es den verbliebenen Menschen so angenehm wie möglich zu machen und Gefahren von ihnen fernzuhalten. Aber da der Mensch ein Feindbild braucht und sich nicht mehr gegenseitig abschlachten soll, werden die Bots als Gegner initiiert. In allen aktuellen Filmen und Nachrichten sind immer die Bots die Bösen, die die Menschen ausrotten und die Weltherrschaft an sich reißen wollen. Und dann kommt da ein mittelalter Zahnarzt-Bot aus einer Kleinstadt und will ihnen klarmachen, dass ihre Sicht der Dinge falsch ist?! Geht gar nicht! „Kurioses über euch Menschen“ hat mich an Sophies Welt erinnert. Was ist real und was nicht? Was passiert in Wirklichkeit und was nur in den Köpfen der Bots oder Menschen? Ich finde das Buch sehr philosophisch. Durch Jared wird uns ein Spiegel vorgehalten, wird uns gezeigt, wie wir Menschen uns untereinander und gegenüber Fremden verhalten, zeigt unsere Fehler und Macken, unseren Neid und Missgunst, unseren Egoismus. Wie wir immer wieder versuchen, andere zu übervorteilen und zu betrügen. Doch das Schlimmste ist unser Selbstbetrug. Hauptsache wir fühlen uns gut und im Recht. Jared wurde neben seinen medizinischen Kenntnissen auch mit Wissen über die Gefühle und Entwicklung von Menschen programmiert. Doch als er die alten Filme sieht und aus seinem Alltag ausbricht, ändert sich seine Sicht auf diese Dinge. Er lebt plötzlich sehr intensiv, macht fast jeden Tag eine neue Erfahrung oder Entdeckung und einen extrem schnellen Prozeß der Selbstfindung durch. Und dann muss er sich der Frage stellen, ob er weiter intensiv und nur noch kurz, oder lange und stumpf „leben“ will … Ein toll geschriebenes, sehr berührendes Gedankenexperiment!

Bots sind auch nur Menschen

hasirasi2 aus Dresden am 17.05.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Lassen Sie sich bitte nicht von meinem menschenähnlichen Äußeren täuschen. Ich bin nur ein Bot! Ich habe keine Gefühle oder sonst irgendetwas, das als <<Seele>> missverstanden werden könnte. Stattdessen wurde ich zu einem höchst leistungsfähigen Zahnarzt programmiert!“ (S. 6) So stellt sich Jared seinen Patienten in Ypsilanti / Michigan vor. Wir schreiben das Jahr 2054. Die Menschen kommen nicht mehr ins Internet, Elon Musk hat den Mond verbrannt, es gibt keine Flugzeuge mehr und kaum noch von Menschen gesteuerte Fahrzeuge (die Fehlerquote war einfach zu hoch), und alle potentiell gefährlichen Arbeiten, die keine Empathie benötigen, werden von Bots erledigt. Bots sind keine Roboter, wie wir sie uns wahrscheinlich vorstellen. Sie werden aus DNA und Zellen aufgebaut und bis zum perfekten Alter vorgereift, brauchen Nahrung, Wasser, Sauerstoff – und Bewegung. Nicht mehr. Und doch stimmt seit einiger Zeit etwas nicht mit Jared. Sein Arzt diagnostiziert eine Depression und sagt, er soll sich einen alten Film ansehen. Der Film bringt Jared zum Weinen. „In neunzig Minuten hatte der alte Film alles gesagt, was über ein ganzes Menschenleben gesagt werden kann.“ (S. 55) Ja, er hat Gefühle! Mit jedem weiteren Film überwindet er die Depression und den Zustand der Automatisierung mehr. Und eines morgens ist er dann plötzlich glücklich. Doch es gibt ein Problem. Obwohl die Menschen die Bots geschaffen haben und sie ständig kontrollieren, haben sie Angst vor ihrer eigenen Schöpfung. Als Jared „auffällig“ wird, soll er resettet oder zerstört werden. Ihm bleiben 10 Tage, um zu beweisen, dass er harmlos ist. Er will einen Film schreiben, „… der die Einstellung der Menschen zu Bots mit Gefühlen ändert!“ (S. 98) Und wo könnte man das besser machen als in LA? Er flüchtet aus seinem Leben und Ypsilanti, besorgt sich eine neue Identität, jobbt neben dem Schreiben in einem Tacoladen und verliebt sich in die Kellnerin Amber. Und damit fangen die Probleme dann erst richtig an … Als ich den Klappentext des Buches gelesen habe, hatte ich kurz Bedenken, dass es in Richtung Dystopie gehen könnte. Doch Simon Stephenson ist es gelungen, eine zukünftige Welt zu erschaffen, die bei allen Endzeit-Ängsten auch Hoffnung weckt. Ja, es hat DEN großen Knall gegeben und viele Menschen wurden getötet. Viele Orte sind von der Landkarte verschwunden oder brennen seit 30 Jahren. Die Welt ist durch die Bots hochtechnisiert, aber diese sehen so menschlich aus, dass man sie nur selten erkennt. Denn alles ist darauf ausgerichtet, es den verbliebenen Menschen so angenehm wie möglich zu machen und Gefahren von ihnen fernzuhalten. Aber da der Mensch ein Feindbild braucht und sich nicht mehr gegenseitig abschlachten soll, werden die Bots als Gegner initiiert. In allen aktuellen Filmen und Nachrichten sind immer die Bots die Bösen, die die Menschen ausrotten und die Weltherrschaft an sich reißen wollen. Und dann kommt da ein mittelalter Zahnarzt-Bot aus einer Kleinstadt und will ihnen klarmachen, dass ihre Sicht der Dinge falsch ist?! Geht gar nicht! „Kurioses über euch Menschen“ hat mich an Sophies Welt erinnert. Was ist real und was nicht? Was passiert in Wirklichkeit und was nur in den Köpfen der Bots oder Menschen? Ich finde das Buch sehr philosophisch. Durch Jared wird uns ein Spiegel vorgehalten, wird uns gezeigt, wie wir Menschen uns untereinander und gegenüber Fremden verhalten, zeigt unsere Fehler und Macken, unseren Neid und Missgunst, unseren Egoismus. Wie wir immer wieder versuchen, andere zu übervorteilen und zu betrügen. Doch das Schlimmste ist unser Selbstbetrug. Hauptsache wir fühlen uns gut und im Recht. Jared wurde neben seinen medizinischen Kenntnissen auch mit Wissen über die Gefühle und Entwicklung von Menschen programmiert. Doch als er die alten Filme sieht und aus seinem Alltag ausbricht, ändert sich seine Sicht auf diese Dinge. Er lebt plötzlich sehr intensiv, macht fast jeden Tag eine neue Erfahrung oder Entdeckung und einen extrem schnellen Prozeß der Selbstfindung durch. Und dann muss er sich der Frage stellen, ob er weiter intensiv und nur noch kurz, oder lange und stumpf „leben“ will … Ein toll geschriebenes, sehr berührendes Gedankenexperiment!

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Kino für den Kopf

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Simon Stephenson ist Drehbuchautor bei Pixar - und das ist deutlich zu merken. Dieses Buch ist nicht nur in Teilen angelegt wie ein Filmskript, es ist auch Kino für den Kopf. Eine grandios erzählte Hommage an die Menschheit. Manchmal bewegend, häufig wirklich witzig und mit sehr akkuraten Beobachtungen der menschlichen Eigenheiten. Ein Herzensbuch. Für Fans von Matt Haigs "Ich und die Menschen".
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Kino für den Kopf

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Simon Stephenson ist Drehbuchautor bei Pixar - und das ist deutlich zu merken. Dieses Buch ist nicht nur in Teilen angelegt wie ein Filmskript, es ist auch Kino für den Kopf. Eine grandios erzählte Hommage an die Menschheit. Manchmal bewegend, häufig wirklich witzig und mit sehr akkuraten Beobachtungen der menschlichen Eigenheiten. Ein Herzensbuch. Für Fans von Matt Haigs "Ich und die Menschen".

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Was für eine herrliche Geschichte! Sie ist kurzweilig, witzig und nimmt die Menschheit mal so richtig aufs Korn! Denn wir Menschen sind manchmal schon seltsam...besonders aus der Sicht eines Roboters...
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