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Ich möchte lieber nicht

Eine Rebellion gegen den Terror des Positiven | Eine Befreiung aus dem Zwang zum Glücklichsein und des positiven Denkens

Buch (Taschenbuch)

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Ich möchte lieber nicht

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Beschreibung


Warum positives Denken uns nicht weiterbringt, Schimpfen aber schon

Dieses Buch ist ein Aufruf zum Widerstand gegen die Ideologie unserer Zeit: den Zwang des Glücks.

Ratgeber und Duschbäder fordern uns auf, positiv zu sein. Wir sollen Scheitern als Chance begreifen und ständig unser Selbst entfalten. Doch der Terror des Positiven nervt, belastet jeden von uns und schwächt den Zusammenhalt: Wir betrachten Glück als Prestige und verstehen politische Probleme als persönliches Versagen. Das zeigt nicht nur die psychologische Forschung, sondern auch die Geschichte.

Dagegen hilft nur Rebellion: Schimpfen ist Ausdruck gelebter Freiheit, ohne Schmerz gibt es keine Kunst, und Wut ist der Motor des Fortschritts. Denn die Welt wurde nicht von den Glücklichen verändert, sondern von den Unzufriedenen.

»
Die Wahrheit tut weh, darum wird Schreibers Buch Sie nicht glücklich machen.
Aber es wird Sie zum Denken bringen, und das ist das Einzige, was heute zählt.
«
Slavoj Žižek

»
Beschissen drauf sein endlich wieder salonfähig machen! Das Wort

negativ

endlich wieder positiv besetzen!
«
Shahak Shapira

»Das ist ein Buch nach meinem Herzen! Schnell, frech, wütend!« ("Kölner Stadt-Anzeiger")
»Ein gesellschaftskritisches Buch, das genau ins Auge trifft. Amüsant geschrieben in einer sehr klaren Sprache.« ("Deutschlandfunk „Andruck“")
»Das ist ein sehr gescheites Buch, lebensnah, lebenswichtig, sehr erfrischend im ganzen Glücksquark der Epoche.« ("Die Weltwoche")
»Ein anregendes, flott geschriebenes und emotionales Buch.« ("ORF "Ö1 Kontext"")
»Schreibers Buch ist eine fundierte und unterhaltsam geschriebene Kritik an unserer Selbstoptimierungsgesellschaft, die an einem Punkt ansetzt, der jeden betrifft: am Wunsch nach einem guten Leben.« ("Familienmagazin")
»Ein flotter, frecher, oft witziger (…) Stil.« ("rbb Kultur „Bestseller-Check“")
»Das Buch ›Ich möchte lieber nicht‹ kann man gerne lesen wenn man selber das Gefühl hat, sie setzt mich manchmal auch unter Druck, diese wahnsinnig glückliche Welt.« ("Sat 1 "Frühstücksfernsehen"")
»Ihr Buch ist ein Realitätscheck, der dringend notwendig war und eine erfrischende Abwechslung für alle, die eine Pause davon brauchen, die Dinge ›einfach mal positiv zu sehen‹.« ("emotion online")
»Ein Buch, das klar Stellung bezieht.« ("hr-iNFO Kultur Podcast")
»Eine kluge und unterhaltsame Handreichung, wie man sich dem Glücksrausch und allgemeinen Optimismus entziehen kann.« ("Hannoversche Allgemeine")

Details

Verkaufsrang

7141

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.03.2022

Verlag

Piper

Seitenzahl

208

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

7141

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.03.2022

Verlag

Piper

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,4/13,4/2,1 cm

Gewicht

256 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-06284-8

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Bewertung am 05.07.2022

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Diese Buch ist eine einzige Wohltat. Ich habe selten ein Buch mit so viel Charme und Authentizität gelesen. Schonungslos ehrlich und für mich persönlich eine richtige Befreiung. Habe selten beim Lesen so oft lachen müssen. Sarkasmus erster Güte! Großes Kompliment und Dank an die Autorin für den Mut so ehrlich und nüchtern auch die unperfekten Dinge an- und auszusprechen.

Top !

Bewertung am 05.07.2022
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Diese Buch ist eine einzige Wohltat. Ich habe selten ein Buch mit so viel Charme und Authentizität gelesen. Schonungslos ehrlich und für mich persönlich eine richtige Befreiung. Habe selten beim Lesen so oft lachen müssen. Sarkasmus erster Güte! Großes Kompliment und Dank an die Autorin für den Mut so ehrlich und nüchtern auch die unperfekten Dinge an- und auszusprechen.

Gute Ansätze, teilweise nur etwas einseitig

Fernwehwelten am 21.06.2022

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

4 Sterne | Pluspunkte: Interessante Ansätze, flüssiger Stil | Minuspunkte: Etwas einseitig Positives Denken. Die Aufforderung dazu ist überall. Aus etwas, das eigentlich nur eine Facette des Lebens darstellt, wurde eine unrealistische Grundvoraussetzung stilisiert, die uns von Plakaten, Shampooflaschen und Teeverpackungenen als Allheilmittel entgegen geschrien wird. Und Juliane Marie Schreiber hat keine Lust mehr. „Ich möchte lieber nicht“ bringt eine andere Sicht auf die Dinge mit. Eine Abwechslung von den all den Ratgebern, die uns erklären, wie wir glücklicher werden und unser Leben optimieren können, weil wir mit positivem Denken alles schaffen können. „Ich möchte lieber nicht“ hebt die Notwendigkeit des negativen Denkens hervor, erklärt, warum es wichtig ist, auch die weniger guten Gefühle zuzulassen. Und dass eben nicht alles in unserer Hand liegt – egal, wie positiv wir denken. Weil es widrige Umstände gibt, weil nicht jede*r dieselben Chancen hat und vor allem: Weil positives Denken auch nicht immer das Gelbe vom Ei ist. Mit einem Großteil ihrer Worte hat die Autorin bei mir etwas zum Klingen gebracht, mich nickend zustimmen lassen. Dieses allgegenwärtige Thema gepaart mit dem flüssigen, teilweise sarkastischen Schreibstil hat „Ich möchte lieber nicht“ für mich zu einem Buch gemacht, das zum Nachdenken anregt und unterhält. Allerdings hat es mich etwas gestört, dass eine recht einseitige Sicht auf die Dinge vorgenommen wurde. Denn auch negatives Denken allein ist nicht die richtige Wahl – in meinen Augen macht es die Mischung. Die Empfindung von Glück, welche so viel intensiver ist, wenn man auch die negativen Stimmungen auslebt. Das Wissen, dass man sicherlich nicht alles selbst vorantreiben und beeinflussen kann – aber dass dabei, selbst wenn, auch das negative Denken helfen kann.

Gute Ansätze, teilweise nur etwas einseitig

Fernwehwelten am 21.06.2022
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

4 Sterne | Pluspunkte: Interessante Ansätze, flüssiger Stil | Minuspunkte: Etwas einseitig Positives Denken. Die Aufforderung dazu ist überall. Aus etwas, das eigentlich nur eine Facette des Lebens darstellt, wurde eine unrealistische Grundvoraussetzung stilisiert, die uns von Plakaten, Shampooflaschen und Teeverpackungenen als Allheilmittel entgegen geschrien wird. Und Juliane Marie Schreiber hat keine Lust mehr. „Ich möchte lieber nicht“ bringt eine andere Sicht auf die Dinge mit. Eine Abwechslung von den all den Ratgebern, die uns erklären, wie wir glücklicher werden und unser Leben optimieren können, weil wir mit positivem Denken alles schaffen können. „Ich möchte lieber nicht“ hebt die Notwendigkeit des negativen Denkens hervor, erklärt, warum es wichtig ist, auch die weniger guten Gefühle zuzulassen. Und dass eben nicht alles in unserer Hand liegt – egal, wie positiv wir denken. Weil es widrige Umstände gibt, weil nicht jede*r dieselben Chancen hat und vor allem: Weil positives Denken auch nicht immer das Gelbe vom Ei ist. Mit einem Großteil ihrer Worte hat die Autorin bei mir etwas zum Klingen gebracht, mich nickend zustimmen lassen. Dieses allgegenwärtige Thema gepaart mit dem flüssigen, teilweise sarkastischen Schreibstil hat „Ich möchte lieber nicht“ für mich zu einem Buch gemacht, das zum Nachdenken anregt und unterhält. Allerdings hat es mich etwas gestört, dass eine recht einseitige Sicht auf die Dinge vorgenommen wurde. Denn auch negatives Denken allein ist nicht die richtige Wahl – in meinen Augen macht es die Mischung. Die Empfindung von Glück, welche so viel intensiver ist, wenn man auch die negativen Stimmungen auslebt. Das Wissen, dass man sicherlich nicht alles selbst vorantreiben und beeinflussen kann – aber dass dabei, selbst wenn, auch das negative Denken helfen kann.

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Always Look on the Bright Side of Life

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Genauso wie dieser Song aus dem Monty Python „das Leben des Brian‘‘ alles aber ganz sicher kein happy Song ist, ist „Ich möchte lieber nicht“ auch kein Ratgeber, der dazu verleitet, alles durch die rosarote Brille zu sehen. Juliane Marie Schreiber nimmt die „positiv vibes“ Gefühle aus den aktuellen Ratgebern alla „du bist selbst für dein Glück verantwortlich“ unter die Lupe und kommt klar zu dem Schluss…Ich möchte lieber nicht. Denn vielleicht, aber auch nur vielleicht sind die leicht depressiven und die Menschen, die nicht alles durch die rosarote Brille sehen, diejenigen, die dadurch einen eigenen gesunden Selbstschutz und einen realistischen Blick auf die heutige Welt haben. Macht euch am besten selbst ein Bild von dem Buch. Ich denke, jeder kann einen Teil davon für sich selbst nutzen, aber natürlich auch nur mit gesundem hinterfragen der Lektüre. Viel Spaß beim Lesen und stay positive ;-)
4/5

Always Look on the Bright Side of Life

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Genauso wie dieser Song aus dem Monty Python „das Leben des Brian‘‘ alles aber ganz sicher kein happy Song ist, ist „Ich möchte lieber nicht“ auch kein Ratgeber, der dazu verleitet, alles durch die rosarote Brille zu sehen. Juliane Marie Schreiber nimmt die „positiv vibes“ Gefühle aus den aktuellen Ratgebern alla „du bist selbst für dein Glück verantwortlich“ unter die Lupe und kommt klar zu dem Schluss…Ich möchte lieber nicht. Denn vielleicht, aber auch nur vielleicht sind die leicht depressiven und die Menschen, die nicht alles durch die rosarote Brille sehen, diejenigen, die dadurch einen eigenen gesunden Selbstschutz und einen realistischen Blick auf die heutige Welt haben. Macht euch am besten selbst ein Bild von dem Buch. Ich denke, jeder kann einen Teil davon für sich selbst nutzen, aber natürlich auch nur mit gesundem hinterfragen der Lektüre. Viel Spaß beim Lesen und stay positive ;-)

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Puddinglöffeln für das Seelenheil

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Haben Sie auch die Nase voll von diesen Menschen, welche in Achtsamkeit, inhaltslosen Motivationssprüchen und der permanenten Konzentration auf sich selbst das Allheilmittel gegen alles (angeblich) Schlechte sehen? Sind sie auch manchmal antriebslos, traurig oder melancholisch und sehen in diesen Gefühlszuständen nicht gleich eine Depression? Wenn ja, dann ist Juliane Marie Schreibers Buch genau das richtige für sie. »Ich möchte lieber nicht« ist eine polarisierende Streitschrift, welche den Untertitel „Eine Rebellion gegen den Terror des Positiven“ trägt. Überspitzt, jedoch passend. Denn Schreiber schaut kritisch hinter die Fassade der positiven Psychologie, die auf den ersten Blick eine Verbesserung des zwischenmenschlichen Umgangs erreichen möchte, doch genau den gegenteiligen Effekt zur Folge hat. Statt eines Miteinanders, erleben wir einen neuen Rückzug ins Private, eine neue Form des Biedermeiers. Monetär perfekt ausschlachtbar und bestehend aus Mandalas ausmalen, hyggeligem Stricken oder dem Mantra-artigem Einreden, dass man der tollste Mensch auf Erden ist. Denn die positive Psychologie ist die ideale Basis des auf (Selbst-) Optimierung, Ellenbogen und Empathielosigkeit beruhenden Kapitalismus in seiner aktuellen Ausprägung. Wer heute nicht glücklich ist, der ist krank. Und gehört therapiert. Oder noch besser: der hat nicht das richtige Mindset und sollte gecoacht werden, um ein besserer Mensch zu werden. Juliane Marie Schreiber dagegen sieht im Schimpfen oder dem negativen Blick auf die Welt eine Chance. In »Ich möchte lieber nicht« plädiert sie unter Einbeziehung von Philosophie, Soziologie und Literatur für einen melancholisch-depressiven Realismus, der zwar ökonomisch nicht so gut verwertbar ist, jedoch gegen echte Krisen besser hilft, als „seelenwärmender“ Pudding. Zwar ist Schreibers Sachbuch an vielen Stellen arg überspitzt und zieht viele der von ihr angesprochenen Aspekte ins Lächerliche, doch genau dieser Spott ist notwendig, um die Gefährlichkeit der positiven Psychologie aufzuzeigen. »Ich möchte lieber nicht« ist ein sehr lesenswerter Weckruf, der eine Gesellschaft bestehend aus Egoist:innen, Egozentriker:innen und Ichsüchtigen verhindern möchte.
5/5

Puddinglöffeln für das Seelenheil

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Haben Sie auch die Nase voll von diesen Menschen, welche in Achtsamkeit, inhaltslosen Motivationssprüchen und der permanenten Konzentration auf sich selbst das Allheilmittel gegen alles (angeblich) Schlechte sehen? Sind sie auch manchmal antriebslos, traurig oder melancholisch und sehen in diesen Gefühlszuständen nicht gleich eine Depression? Wenn ja, dann ist Juliane Marie Schreibers Buch genau das richtige für sie. »Ich möchte lieber nicht« ist eine polarisierende Streitschrift, welche den Untertitel „Eine Rebellion gegen den Terror des Positiven“ trägt. Überspitzt, jedoch passend. Denn Schreiber schaut kritisch hinter die Fassade der positiven Psychologie, die auf den ersten Blick eine Verbesserung des zwischenmenschlichen Umgangs erreichen möchte, doch genau den gegenteiligen Effekt zur Folge hat. Statt eines Miteinanders, erleben wir einen neuen Rückzug ins Private, eine neue Form des Biedermeiers. Monetär perfekt ausschlachtbar und bestehend aus Mandalas ausmalen, hyggeligem Stricken oder dem Mantra-artigem Einreden, dass man der tollste Mensch auf Erden ist. Denn die positive Psychologie ist die ideale Basis des auf (Selbst-) Optimierung, Ellenbogen und Empathielosigkeit beruhenden Kapitalismus in seiner aktuellen Ausprägung. Wer heute nicht glücklich ist, der ist krank. Und gehört therapiert. Oder noch besser: der hat nicht das richtige Mindset und sollte gecoacht werden, um ein besserer Mensch zu werden. Juliane Marie Schreiber dagegen sieht im Schimpfen oder dem negativen Blick auf die Welt eine Chance. In »Ich möchte lieber nicht« plädiert sie unter Einbeziehung von Philosophie, Soziologie und Literatur für einen melancholisch-depressiven Realismus, der zwar ökonomisch nicht so gut verwertbar ist, jedoch gegen echte Krisen besser hilft, als „seelenwärmender“ Pudding. Zwar ist Schreibers Sachbuch an vielen Stellen arg überspitzt und zieht viele der von ihr angesprochenen Aspekte ins Lächerliche, doch genau dieser Spott ist notwendig, um die Gefährlichkeit der positiven Psychologie aufzuzeigen. »Ich möchte lieber nicht« ist ein sehr lesenswerter Weckruf, der eine Gesellschaft bestehend aus Egoist:innen, Egozentriker:innen und Ichsüchtigen verhindern möchte.

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