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Spitzweg

Roman | Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2022

Buch (Gebundene Ausgabe)

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Spitzweg

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Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.04.2022

Verlag

Piper

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,7/13,3/3,7 cm

Beschreibung

Rezension

»Nickels Roman ist ein Flirt mit dem Biedermeier: So kostbare Konjunktive, so verschachtelte Satzkonstruktionen und längst außer Gebrauch geratenes Vokabular, kurz, so viel gespreizter Finger war selten in der deutschen Gegenwartsliteratur.« ("Die Zeit")
»›Spitzweg‹ sichert Eckhart Nickels herausgehobenen Platz in der Gemäldegalerie unserer Gegenwartsliteratur.« ("Deutschlandfunk „Büchermarkt“")
»'Spitzweg' wirkt wie eine Versuchsanordnung, in der HB-Bleistifte von Faber-Castell, Kunsttheorie und liebevolle Bildungsbürgersatire eine magisch-realistische Mischung eingehen.(...) Nickel ist einer der größten Stilisten seiner Generation.« ("Welt am Sonntag")
»Ist das ein Roman oder Kunstgeschichte auf Drogen? Eckhart Nickel nimmt die Welt auseinander und setzt sie neu zusammen…ein Suchbild von größtem Raffinement“. ("Neue Zürcher Zeitung")
»›Spitzweg‹ von Eckhart Nickel schafft also den Rundumschlag: es ist eine temporeiche Komödie, eine tiefe Auseinandersetzung mit der Frage, welche Rolle Kunst in unserem Leben spielen sollte, eine liebevolle Satire aufs Bildungsbürgertum und vor allem ein verdammt guter, unterhaltsamer Roman.« ("Podcast MDR Kultur "Unter Büchern"")
»Eine Frankfurter Coming-of-Age-Geschichte – mit viel Witz und philosophischem Tiefgang erzählt.« ("hr2 Kultur „Spätlese“")
»Nickel ist wirklich ein fantastischer Erzähler. Das Künstliche der Atmosphäre, des Settings ist von Beginn an spürbar.« ("rbb Kultur")
»Das Wort Kunst-Krimi bekommt bei Eckhart Nickel eine neue Bedeutung und das neue Genre mit ›Spitzweg‹ auch gleich ein Hauptwerk.« ("Ö1 „Morgenjournal“")
»Eckhart Nickels ›Spitzweg‹ ist ein riesengroßer Spaß, der zeigt, wie Kulturdebatten sein sollten; intelligent aber auch voller Esprit.« ("SR 2 „Literatur im Gespräch“")
»›Spitzweg‹ ist eine herrlich überdrehte Feier des Eigensinnigen, der fantastischen Schönheit in einer bei allem Globalübel gar nicht so hässlichen Welt.« ("SWR 2 „Lesenswert“")

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.04.2022

Verlag

Piper

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,7/13,3/3,7 cm

Gewicht

450 g

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-07143-7

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Kunstvoll aus der Zeit gefallen

Aischa aus Kissing am 12.12.2022

Bewertungsnummer: 1842176

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nur extrem selten breche ich die Lektüre eines Buches ab; selbst wenn es mir gar nicht liegt, pflege ich beim Lesen eine Art Grundoptimismus: Ich gehe immer davon aus, dass es noch besser werden kann, ja eigentlich besser werden muss, ich mag schlichtweg nicht glauben, dass sich jemand die Mühe gemacht hat, etwas wirklich Schlechtes zwischen zwei Buchdeckel zu pressen. Leider wurde ich schon ab und an eines Besseren belehrt ... Im Fall von "Spitzweg" jedoch hat sich mein Durchhaltevermögen ausbezahlt. Zwar konnte ich das erste Drittel des Romans nicht wirklich genießen, zu sehr nervten mich die extrem überzeichneten Figuren, und auch der Plot nahm mich nicht sonderlich für sich ein. Zu abstrus und surreal schien mir alles. Richtiggehend genervt war ich vom überkandidelten, dandyhaften Gymnasialfreund des jugendlichen Ich-Erzählers, der völlig aus der Zeit gefallen ist. Sowohl im äußerer Erscheinung als auch vom Sprachduktus her passt er eher in die Epoche des von ihm hochverehrten spätromantischen Malers Carl Spitzweg als in die Gegenwart. Doch schließlich befreite ich mich von meinem Realitätsanspruch, und überraschenderweise wurde ich prompt äußerst angenehm, humorvoll und clever unterhalten. Nickels Text strotzt förmlich vor Reminiszenzen, Zitaten und Querverweisen auf Kunst und Literatur, von denen ich mangels Studium der Kunstgeschichte und auch sonstiger humanistischer Bildung sicher etliche übersehen habe. Es bleiben schöne Einsichten darin, was Kunst vermag sowie die Gewissheit, diesen Roman in einiger Zeit mit Genuss erneut lesen zu werden.
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Kunstvoll aus der Zeit gefallen

Aischa aus Kissing am 12.12.2022
Bewertungsnummer: 1842176
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nur extrem selten breche ich die Lektüre eines Buches ab; selbst wenn es mir gar nicht liegt, pflege ich beim Lesen eine Art Grundoptimismus: Ich gehe immer davon aus, dass es noch besser werden kann, ja eigentlich besser werden muss, ich mag schlichtweg nicht glauben, dass sich jemand die Mühe gemacht hat, etwas wirklich Schlechtes zwischen zwei Buchdeckel zu pressen. Leider wurde ich schon ab und an eines Besseren belehrt ... Im Fall von "Spitzweg" jedoch hat sich mein Durchhaltevermögen ausbezahlt. Zwar konnte ich das erste Drittel des Romans nicht wirklich genießen, zu sehr nervten mich die extrem überzeichneten Figuren, und auch der Plot nahm mich nicht sonderlich für sich ein. Zu abstrus und surreal schien mir alles. Richtiggehend genervt war ich vom überkandidelten, dandyhaften Gymnasialfreund des jugendlichen Ich-Erzählers, der völlig aus der Zeit gefallen ist. Sowohl im äußerer Erscheinung als auch vom Sprachduktus her passt er eher in die Epoche des von ihm hochverehrten spätromantischen Malers Carl Spitzweg als in die Gegenwart. Doch schließlich befreite ich mich von meinem Realitätsanspruch, und überraschenderweise wurde ich prompt äußerst angenehm, humorvoll und clever unterhalten. Nickels Text strotzt förmlich vor Reminiszenzen, Zitaten und Querverweisen auf Kunst und Literatur, von denen ich mangels Studium der Kunstgeschichte und auch sonstiger humanistischer Bildung sicher etliche übersehen habe. Es bleiben schöne Einsichten darin, was Kunst vermag sowie die Gewissheit, diesen Roman in einiger Zeit mit Genuss erneut lesen zu werden.

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Eckhart Nickel - Spitzweg

BücherBummler am 30.10.2022

Bewertungsnummer: 1815854

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Schon länger ist der namenlose Ich-Erzähler heimlich in seine Klassenkameradin Kirsten verliebt. Darum ist er, als diese von der Kunstlehrerin so gekränkt wird, dass sie aus der Klasse rennt, gleich dabei, als der neue charismatische Mitschüler Carl beschließt, dass Kirsten gerächt werden muss. Carls Plan beinhaltet, Kirsten bei sich zu verstecken und den Eindruck zu erwecken, der Kommentar der Lehrerin hätte sie womöglich in den Selbstmord getrieben. Doch dann verschwindet Kirsten aus dem Versteck und aus der gespielten wird eine echte Suche. „Spitzweg“ von Eckhart Nickel hat mich in vielfältiger Hinsicht verwirrt. Da wäre zum einen die Sprache, die aus einem anderen Jahrhundert zu stammen scheint. Rein von ihrem Klang her wäre Carl als erstes in Form eines junger Stutzers aus besserem Hause vor meinem inneren Auge erschienen. Einem intelligenten, aber besserwisserischen jungen Mannes, der durch die Salons des 19. Jahrhunderts schlendert, und seine Zuhörer amüsiert oder entsetzlich nervt. Aber man findet schon bald heraus, dass sich nicht nur Carl, dem man es noch zugetraut hätte, dieses Tonfalls bedient, sondern schlicht jede Figur des Romans über das gleiche Maß an antiquiertem Wortschatz und, zu meinem großen Erstaunen, einem beeindruckenden Grundwissen auf allen Kunstgebieten, zu verfügen scheint. Und sich diesen ununterbrochen bedient. Ein anderes Rätsel ist das permanente Gefühl, sich in einer surrealen Atmosphäre zu bewegen, ohne dass etwas in letzter Konsequenz surreales passieren würde. Sicher liegt es zum einen an der oben schon erwähnten Ausdrucksweise, aber auch an den Situationen und den Verhaltensweisen der Handelnden an sich, die einem nur selten ein Gefühl von Realitätsnähe geben. Und dann wäre da die Handlung, die völlig im stilistischen Enigma versinkt. Man könnte meinen, der Autor hätte vor lauter Auslebung seiner künstlerischen Ader vergessen, was er eigentlich erzählen wollte. Für den Stringenz liebenden Leser, wie ich einer bin, kein leichtes Spiel. In der Konsequenz habe ich das Buch mit gespannter Begeisterung begonnen, um am Ende ernüchtert, irritiert und leicht gelangweilt zurückzubleiben. Wenn dieser Roman ein symbolisches Rätsel war, dann hat es bei mir nicht den Ehrgeiz, es zu lösen, wach kitzeln können. Ich war nicht mal in der Lage, die angekündigte „Kritik an der Bildvergötterung der sozial verwahrlosten Digitalgesellschaft“ zu entdecken. Was ich allerdings entdeckt habe, ist ein Interesse für Spitzwegs Werk. So gesehen war die Zeit, die der Roman und ich zusammen verbracht haben, dann doch keine ganz verlorene Liebesmüh. Nickel hat mir nicht nur die Augen für noch unentdeckte Kunstbereiche geöffnet, er hat auch meinen Respekt als Schriftsteller. Zwar konnte ich mit der Diskrepanz zwischen oder dem Spiel mit Schein und Sein nicht umgehen, aber andere Leser werden gerade das sicher zu schätzen wissen. Eine Nominierung für die Shortlist des Deutschen Literaturpreises kriegt man ja auch nicht grundlos.
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Eckhart Nickel - Spitzweg

BücherBummler am 30.10.2022
Bewertungsnummer: 1815854
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Schon länger ist der namenlose Ich-Erzähler heimlich in seine Klassenkameradin Kirsten verliebt. Darum ist er, als diese von der Kunstlehrerin so gekränkt wird, dass sie aus der Klasse rennt, gleich dabei, als der neue charismatische Mitschüler Carl beschließt, dass Kirsten gerächt werden muss. Carls Plan beinhaltet, Kirsten bei sich zu verstecken und den Eindruck zu erwecken, der Kommentar der Lehrerin hätte sie womöglich in den Selbstmord getrieben. Doch dann verschwindet Kirsten aus dem Versteck und aus der gespielten wird eine echte Suche. „Spitzweg“ von Eckhart Nickel hat mich in vielfältiger Hinsicht verwirrt. Da wäre zum einen die Sprache, die aus einem anderen Jahrhundert zu stammen scheint. Rein von ihrem Klang her wäre Carl als erstes in Form eines junger Stutzers aus besserem Hause vor meinem inneren Auge erschienen. Einem intelligenten, aber besserwisserischen jungen Mannes, der durch die Salons des 19. Jahrhunderts schlendert, und seine Zuhörer amüsiert oder entsetzlich nervt. Aber man findet schon bald heraus, dass sich nicht nur Carl, dem man es noch zugetraut hätte, dieses Tonfalls bedient, sondern schlicht jede Figur des Romans über das gleiche Maß an antiquiertem Wortschatz und, zu meinem großen Erstaunen, einem beeindruckenden Grundwissen auf allen Kunstgebieten, zu verfügen scheint. Und sich diesen ununterbrochen bedient. Ein anderes Rätsel ist das permanente Gefühl, sich in einer surrealen Atmosphäre zu bewegen, ohne dass etwas in letzter Konsequenz surreales passieren würde. Sicher liegt es zum einen an der oben schon erwähnten Ausdrucksweise, aber auch an den Situationen und den Verhaltensweisen der Handelnden an sich, die einem nur selten ein Gefühl von Realitätsnähe geben. Und dann wäre da die Handlung, die völlig im stilistischen Enigma versinkt. Man könnte meinen, der Autor hätte vor lauter Auslebung seiner künstlerischen Ader vergessen, was er eigentlich erzählen wollte. Für den Stringenz liebenden Leser, wie ich einer bin, kein leichtes Spiel. In der Konsequenz habe ich das Buch mit gespannter Begeisterung begonnen, um am Ende ernüchtert, irritiert und leicht gelangweilt zurückzubleiben. Wenn dieser Roman ein symbolisches Rätsel war, dann hat es bei mir nicht den Ehrgeiz, es zu lösen, wach kitzeln können. Ich war nicht mal in der Lage, die angekündigte „Kritik an der Bildvergötterung der sozial verwahrlosten Digitalgesellschaft“ zu entdecken. Was ich allerdings entdeckt habe, ist ein Interesse für Spitzwegs Werk. So gesehen war die Zeit, die der Roman und ich zusammen verbracht haben, dann doch keine ganz verlorene Liebesmüh. Nickel hat mir nicht nur die Augen für noch unentdeckte Kunstbereiche geöffnet, er hat auch meinen Respekt als Schriftsteller. Zwar konnte ich mit der Diskrepanz zwischen oder dem Spiel mit Schein und Sein nicht umgehen, aber andere Leser werden gerade das sicher zu schätzen wissen. Eine Nominierung für die Shortlist des Deutschen Literaturpreises kriegt man ja auch nicht grundlos.

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Spitzweg

von Eckhart Nickel

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Kerstin Hahne

Thalia Bielefeld

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3/5

besonders oder nur schräg = Absicht...?

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Schüler-Dreiecksgeschichte und ein Gemälderaub in einer Handlung, die nur langsam vom Fleck kam, da sie sich immer wieder in ausführlichsten Kunstbetrachtungen verlor, haben es mir nicht direkt leicht gemacht, diesen Roman zu lesen. Autor Nickels "Flirt mit dem Biedermeier" in allen Ehren, aber sein dandyhafter Quasi-Abiturient Carl mit seinen ausufernden, besserwisserischen Diskursen über Spitzweg+die Kunst im allgemeinen, fand ich relativ nervig und dessem Teenager-Alter nicht angemessen(eben irgendwie aus der Zeit gefallen),sprich : ich musste mich immer wieder erinnern, das Nickels "Schreibe" dies bewirkte - spielen tut die Geschichte ja im 20.Jahrhundert. Trotzdem hat mich seine Erzählung um Kunst, Obsession, erste Verliebheit und Bild-Diebstahl in einigen Szenen gut unterhalten UND mich dazu gebracht, mir die Präraffaeliten sowie Spitzwegs Bilder mal wieder genauer anzuschauen - etwas Gutes hatte das Buch also schon. ;-)
3/5

besonders oder nur schräg = Absicht...?

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Schüler-Dreiecksgeschichte und ein Gemälderaub in einer Handlung, die nur langsam vom Fleck kam, da sie sich immer wieder in ausführlichsten Kunstbetrachtungen verlor, haben es mir nicht direkt leicht gemacht, diesen Roman zu lesen. Autor Nickels "Flirt mit dem Biedermeier" in allen Ehren, aber sein dandyhafter Quasi-Abiturient Carl mit seinen ausufernden, besserwisserischen Diskursen über Spitzweg+die Kunst im allgemeinen, fand ich relativ nervig und dessem Teenager-Alter nicht angemessen(eben irgendwie aus der Zeit gefallen),sprich : ich musste mich immer wieder erinnern, das Nickels "Schreibe" dies bewirkte - spielen tut die Geschichte ja im 20.Jahrhundert. Trotzdem hat mich seine Erzählung um Kunst, Obsession, erste Verliebheit und Bild-Diebstahl in einigen Szenen gut unterhalten UND mich dazu gebracht, mir die Präraffaeliten sowie Spitzwegs Bilder mal wieder genauer anzuschauen - etwas Gutes hatte das Buch also schon. ;-)

Kerstin Hahne
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Tobias Groß

Thalia Leipzig

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3/5

Willkommen in einer Kunstwelt

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Fast könnte man beim Lesen dieses Romans denken, dass wir uns nicht im 21. Jahrhundert, sondern in Zeiten der Hochromantik befinden. Der Grund dafür ist jedoch nicht Geschichte, schließlich spielt diese in unseren Tagen. Vielmehr ist es die Sprache, welche Eckhart Nickels »Spitzweg« auszeichnet und auf eine gewisse Art und Weise besonders macht. Allerdings nicht im positiven Sinne. Damit ein Roman gut wird, braucht es vor allem eine Geschichte, denn Sprache allein reicht einfach nicht. Eckhart Nickel erzählt in »Spitzweg« die Story eines aus der Zeit gefallenen Trios, welches in einer grenzwertigen Abneigung des Hier und Jetzt vereint ist und in einer Kunstwelt lebt. Um sich an ihrer Kunstlehrerin (die der Generation der 68er angehört) für eine Ungerechtigkeit zu rächen, täuschen die drei ein Verschwinden vor - das schlussendlich mit Pauken und Trompeten scheitert und in einem “dramatischen” Finale ein Ende findet. Mehr geschieht nicht. »Spitzweg« ist ein Bildungsroman, der eindeutig von seiner schwülstig-romantischen Sprache lebt und dessen (schwache) Handlung einen zwiespältigen Nachgeschmack hinterlässt. Einerseits ragt dieser Roman aufgrund seiner allgemeinen Originalität aus der Masse der zeitgenössischen Literatur heraus, andererseits werden sich viele Leser:innen fragen, in welch geistige Sphären sie bei der Lektüre eingetaucht sind. Eine Erklärung werden wohl die Allerwenigsten finden. »Spitzweg« ist eine auf die Wahrhaftigkeit der Kunst fixierte Abrechnung mit der Moderne, welches sich in vergangene Zeiten zurückwünscht. Die so jedoch nie existiert haben.
3/5

Willkommen in einer Kunstwelt

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Fast könnte man beim Lesen dieses Romans denken, dass wir uns nicht im 21. Jahrhundert, sondern in Zeiten der Hochromantik befinden. Der Grund dafür ist jedoch nicht Geschichte, schließlich spielt diese in unseren Tagen. Vielmehr ist es die Sprache, welche Eckhart Nickels »Spitzweg« auszeichnet und auf eine gewisse Art und Weise besonders macht. Allerdings nicht im positiven Sinne. Damit ein Roman gut wird, braucht es vor allem eine Geschichte, denn Sprache allein reicht einfach nicht. Eckhart Nickel erzählt in »Spitzweg« die Story eines aus der Zeit gefallenen Trios, welches in einer grenzwertigen Abneigung des Hier und Jetzt vereint ist und in einer Kunstwelt lebt. Um sich an ihrer Kunstlehrerin (die der Generation der 68er angehört) für eine Ungerechtigkeit zu rächen, täuschen die drei ein Verschwinden vor - das schlussendlich mit Pauken und Trompeten scheitert und in einem “dramatischen” Finale ein Ende findet. Mehr geschieht nicht. »Spitzweg« ist ein Bildungsroman, der eindeutig von seiner schwülstig-romantischen Sprache lebt und dessen (schwache) Handlung einen zwiespältigen Nachgeschmack hinterlässt. Einerseits ragt dieser Roman aufgrund seiner allgemeinen Originalität aus der Masse der zeitgenössischen Literatur heraus, andererseits werden sich viele Leser:innen fragen, in welch geistige Sphären sie bei der Lektüre eingetaucht sind. Eine Erklärung werden wohl die Allerwenigsten finden. »Spitzweg« ist eine auf die Wahrhaftigkeit der Kunst fixierte Abrechnung mit der Moderne, welches sich in vergangene Zeiten zurückwünscht. Die so jedoch nie existiert haben.

Tobias Groß
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Spitzweg

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