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Die Tochter

Roman

Buch (Gebundene Ausgabe)

20,00 € inkl. gesetzl. MwSt.

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Beschreibung

Kim Hye-jin, die neue literarische Entdeckung aus Südkorea, erzählt die Geschichte einer Frau, deren Weltbild angesichts des queeren Lebensentwurfs ihrer Tochter aus den Fugen gerät.

Seit Jahren teilen Mutter und Tochter wenig mehr als ein wortkarges Mittagessen pro Woche. Zwischen ihren Nudelschalen türmt sich ein Berg aus Ungesagtem. Die Mutter, Pflegerin im Seniorenheim, führt ein unauffälliges, bescheidenes Leben. Ihre Tochter Green hat einen anderen Weg gewählt: Sie hat keinen Mann, kaum Einkommen und liebt eine Frau. Als das Paar bei der Mutter einziehen muss, prallen die radikal verschiedenen Lebensentwürfe aufeinander.
Mit großer Sensibilität und sanfter Wucht ergründet Kim Hye-jin die Ängste einer Generation, die sich dem selbstbestimmten Leben ihrer Kinder stur in den Weg stellt. Ein notwendiger Roman über die Enge und Starrheit von Tradition und die Möglichkeit zum Wandel.

Details

Verkaufsrang

21313

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.01.2022

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,5/12,8/2,1 cm

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

21313

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.01.2022

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,5/12,8/2,1 cm

Gewicht

273 g

Auflage

2

Übersetzer

Ki-Hyang Lee

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-27232-3

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Frauensolidarität erleben

Pitty318 aus Lahn-Dill am 05.03.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Geschichte ist die Innenansicht einer südkoreanischen Mutter zu den Ereignissen und Konflikten, die ab dem Einzug ihrer lesbischen Tochter in ihre Wohnung in ihr Leben treten. Sie beginnt damit, dass die Tochter (Green) gemeinsam mit ihrer Lebenspartnerin (Rain) in die Wohnung der Mutter einziehen muss. Dadurch verschärft sich das Problem, das die Mutter mit der sexuellen Orientierung ihrer Tochter hat, sehr arg. Ihre traditionelle Rollenauffassung bietet ihr keinen Spielraum. Im Verlauf des Romans entsteht ein weiterer Konflikt für die Mutter an ihrer Arbeitsstelle im Pflegeheim, der ihre ganze Kraft erfordert und für dessen Lösung sie Unterstützung braucht. Der Roman ist sehr gut lesbar, hat aber durch das Thema eine Schwere und Härte, wodurch das Buch für mich anstrengend zu lesen war und mich sehr bedrückt zurückgelassen hatte. Erst spät erkannte ich, wie das Ende der Geschichte noch interpretiert werden kann und meine Bedrückung löste sich auf. Das Buch Die Tochter hat mich emotional sehr beschäftigt und gleichzeitig angeregt über viele Lebenssituationen nachzudenken. Die Autorin hat einen sehr gut konstruierten Roman geschrieben, der viel Interpretationsmöglichkeiten bietet. Nicht nur die Vergabe der symbolhaften Namen Green und Rain für die jüngeren Frauen, ist sehr gelungen. Green erinnert an Pflanzen und Bäume und mit Rain wird Regen und Wasser assoziiert. Was braucht man mehr im Leben als Nahrung und Wasser? Auch andere Namen wirkten sehr symbolträchtig ausgewählt. Die Akteurinnen sind überwiegend Frauen, so dass man sich in einem Frauenkosmos versetzt fühlt. Es werden weiterhin mehrere für die koreanische Gesellschaft heikle Themen in diesem nur 180-seitigen Roman unverblümt über die Gedanken der Mutter angesprochen. Ich kann das Buch sehr empfehlen für Leser*innen, die sich über das Leben von Frauen in Südkorea und speziell auch die Lebenssituation homosexueller Paare dort informieren wollen. Es ist nicht einfach, die Schwere des Buches auszuhalten, aber die Lösung, die die Mutter am Ende des Buches für „ihren“ Konflikt findet, ist eine universelle Lösung für jede Form von Diskriminierung — nicht nur in Südkorea. … und das ist das Hoffnungsvolle.

Frauensolidarität erleben

Pitty318 aus Lahn-Dill am 05.03.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Geschichte ist die Innenansicht einer südkoreanischen Mutter zu den Ereignissen und Konflikten, die ab dem Einzug ihrer lesbischen Tochter in ihre Wohnung in ihr Leben treten. Sie beginnt damit, dass die Tochter (Green) gemeinsam mit ihrer Lebenspartnerin (Rain) in die Wohnung der Mutter einziehen muss. Dadurch verschärft sich das Problem, das die Mutter mit der sexuellen Orientierung ihrer Tochter hat, sehr arg. Ihre traditionelle Rollenauffassung bietet ihr keinen Spielraum. Im Verlauf des Romans entsteht ein weiterer Konflikt für die Mutter an ihrer Arbeitsstelle im Pflegeheim, der ihre ganze Kraft erfordert und für dessen Lösung sie Unterstützung braucht. Der Roman ist sehr gut lesbar, hat aber durch das Thema eine Schwere und Härte, wodurch das Buch für mich anstrengend zu lesen war und mich sehr bedrückt zurückgelassen hatte. Erst spät erkannte ich, wie das Ende der Geschichte noch interpretiert werden kann und meine Bedrückung löste sich auf. Das Buch Die Tochter hat mich emotional sehr beschäftigt und gleichzeitig angeregt über viele Lebenssituationen nachzudenken. Die Autorin hat einen sehr gut konstruierten Roman geschrieben, der viel Interpretationsmöglichkeiten bietet. Nicht nur die Vergabe der symbolhaften Namen Green und Rain für die jüngeren Frauen, ist sehr gelungen. Green erinnert an Pflanzen und Bäume und mit Rain wird Regen und Wasser assoziiert. Was braucht man mehr im Leben als Nahrung und Wasser? Auch andere Namen wirkten sehr symbolträchtig ausgewählt. Die Akteurinnen sind überwiegend Frauen, so dass man sich in einem Frauenkosmos versetzt fühlt. Es werden weiterhin mehrere für die koreanische Gesellschaft heikle Themen in diesem nur 180-seitigen Roman unverblümt über die Gedanken der Mutter angesprochen. Ich kann das Buch sehr empfehlen für Leser*innen, die sich über das Leben von Frauen in Südkorea und speziell auch die Lebenssituation homosexueller Paare dort informieren wollen. Es ist nicht einfach, die Schwere des Buches auszuhalten, aber die Lösung, die die Mutter am Ende des Buches für „ihren“ Konflikt findet, ist eine universelle Lösung für jede Form von Diskriminierung — nicht nur in Südkorea. … und das ist das Hoffnungsvolle.

Weiter mitlaufen oder ausbrechen?

Leiraya am 04.03.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Obwohl ich einen sehr breit gefächerten Buchgeschmack habe, war dies der erste Roman aus Südkorea, den ich gelesen habe. Überrascht hat mich schon zu Beginn die Sprache des Romans, die trotz Übersetzung, einen ganz anderen Klang hat und auch die Gedanken der Protagonistin in einer für mich neuen Art und Weise präsentierte. Aus der Sicht der Protagonistin, die den Roman über ohne Name bleibt, taucht man in ihre Welt ein, die überwiegend aus ihrem Alltag und ihrer Arbeit in einem Pflegeheim besteht. Wäre da nicht ihre Tochter, so würde die "Mutter", wie ich sie fortan nennen möchte, einem sehr eintönigen Leben nachgehen. Doch das Leben der Tochter, die nur mit ihrem Spitznamen "Green" benannt wird, bringt das traditionelle Weltbild ihrer Mutter sehr ins Wanken, da sie auf Frauen steht; genauer gesagt auf ihre Freundin "Rain". Geldsorgen zwingen die beiden jungen Frauen, bei Greens Mutter einzuziehen, was deren Weltbild noch stärker in Schieflage bringt. Trotzdem die Mutter versucht, sich den beiden Mädchen und ihrem untraditionellen Lebensstil anzunähern, hat sie große Schwierigkeiten damit und leidet sowohl psychisch als auch körperlich sehr stark darunter. Eigentlich wünscht sie sich nämlich nichts anderes als in Konformität mit dem traditionellen Verständnis der südkoreanischen Kultur zu leben. Allerdings hat sie immer wieder Gedanken, die dem widersprechen. Auch wenn es um die Pflege der ihr zugeteilten älteren, dementen Dame Tsen geht. Und so befindet sie sich in einem ständigen inneren Konflikt, ob sie sich gegen das System auflehnen oder ob sie lieber weiter still und brav mitlaufen soll. Ein sehr interessanter Roman, der mich viel ins Nachdenken gebracht hat. Ungewöhnlich zu lesen, wenn man sonst überwiegend "westliche" Bücher liest, aber sehr vielschichtig und interessant. Manche Passagen waren mir ein wenig zu sehr in die Länge gezogen und an der ein oder anderen Stelle fand ich es etwas holprig zu lesen, was sicherlich an der großen Diskrepanz beider Sprachen liegt. Für mich war es jedenfalls eine Lektüre, die mir viele neue Blickwinkel aufgezeigt hat und dafür bin ich dem Buch und der Autorin sehr dankbar. Allerdings blieb es mir zum Teil auch etwas zu sehr an der Oberfläche und mir fehlte an der ein oder anderen Stelle womöglich das Verständnis der koreanischen Kultur.

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Leiraya am 04.03.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Obwohl ich einen sehr breit gefächerten Buchgeschmack habe, war dies der erste Roman aus Südkorea, den ich gelesen habe. Überrascht hat mich schon zu Beginn die Sprache des Romans, die trotz Übersetzung, einen ganz anderen Klang hat und auch die Gedanken der Protagonistin in einer für mich neuen Art und Weise präsentierte. Aus der Sicht der Protagonistin, die den Roman über ohne Name bleibt, taucht man in ihre Welt ein, die überwiegend aus ihrem Alltag und ihrer Arbeit in einem Pflegeheim besteht. Wäre da nicht ihre Tochter, so würde die "Mutter", wie ich sie fortan nennen möchte, einem sehr eintönigen Leben nachgehen. Doch das Leben der Tochter, die nur mit ihrem Spitznamen "Green" benannt wird, bringt das traditionelle Weltbild ihrer Mutter sehr ins Wanken, da sie auf Frauen steht; genauer gesagt auf ihre Freundin "Rain". Geldsorgen zwingen die beiden jungen Frauen, bei Greens Mutter einzuziehen, was deren Weltbild noch stärker in Schieflage bringt. Trotzdem die Mutter versucht, sich den beiden Mädchen und ihrem untraditionellen Lebensstil anzunähern, hat sie große Schwierigkeiten damit und leidet sowohl psychisch als auch körperlich sehr stark darunter. Eigentlich wünscht sie sich nämlich nichts anderes als in Konformität mit dem traditionellen Verständnis der südkoreanischen Kultur zu leben. Allerdings hat sie immer wieder Gedanken, die dem widersprechen. Auch wenn es um die Pflege der ihr zugeteilten älteren, dementen Dame Tsen geht. Und so befindet sie sich in einem ständigen inneren Konflikt, ob sie sich gegen das System auflehnen oder ob sie lieber weiter still und brav mitlaufen soll. Ein sehr interessanter Roman, der mich viel ins Nachdenken gebracht hat. Ungewöhnlich zu lesen, wenn man sonst überwiegend "westliche" Bücher liest, aber sehr vielschichtig und interessant. Manche Passagen waren mir ein wenig zu sehr in die Länge gezogen und an der ein oder anderen Stelle fand ich es etwas holprig zu lesen, was sicherlich an der großen Diskrepanz beider Sprachen liegt. Für mich war es jedenfalls eine Lektüre, die mir viele neue Blickwinkel aufgezeigt hat und dafür bin ich dem Buch und der Autorin sehr dankbar. Allerdings blieb es mir zum Teil auch etwas zu sehr an der Oberfläche und mir fehlte an der ein oder anderen Stelle womöglich das Verständnis der koreanischen Kultur.

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Sophie Imig

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Eine komplizierte Mutter-Tochter-Beziehung

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein beeindruckendes Buch aus der Perspektive einer Mutter geschrieben, die in ihrem Beruf als Altenpflegerin unglaublich viel Mitgefühl und Anteilnahme aufbringt, während andere abgestumpft vor sich hin arbeiten. Gleichzeitig begegnet sie ihrer lesbischen Tochter mit Ablehnung und Unverständnis. Das Buch hat keine klar abgetrennten Kapitel, die Erzählung springt und verläuft in Gedankenströmen und bringt so die komplizierten, im Konflikt miteinander stehenden Emotionen der Erzählerin zum Vorschein. Erst ganz allmählich können Mutter und Tochter die Sprachlosigkeit zwischen sich überwinden und sich wieder nähern. Besonders ist mir hängen geblieben , wie stark die Mutter in gesellschaftlichen Konventionen und Erwartungen gefangen ist, obwohl sie in ihrem Inneren teilweise gegenteilig fühlt.
4/5

Eine komplizierte Mutter-Tochter-Beziehung

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein beeindruckendes Buch aus der Perspektive einer Mutter geschrieben, die in ihrem Beruf als Altenpflegerin unglaublich viel Mitgefühl und Anteilnahme aufbringt, während andere abgestumpft vor sich hin arbeiten. Gleichzeitig begegnet sie ihrer lesbischen Tochter mit Ablehnung und Unverständnis. Das Buch hat keine klar abgetrennten Kapitel, die Erzählung springt und verläuft in Gedankenströmen und bringt so die komplizierten, im Konflikt miteinander stehenden Emotionen der Erzählerin zum Vorschein. Erst ganz allmählich können Mutter und Tochter die Sprachlosigkeit zwischen sich überwinden und sich wieder nähern. Besonders ist mir hängen geblieben , wie stark die Mutter in gesellschaftlichen Konventionen und Erwartungen gefangen ist, obwohl sie in ihrem Inneren teilweise gegenteilig fühlt.

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Generationen im Wandel

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Literarisches Kleinod aus Südkorea! Die Erzählerin hadert mit dem Werdegang ihrer lesbischen Tochter und den gesellschaftlichen Konventionen und Tabus gegen die sie ihrer Meinung nach verstößt. Der Erzählton ist emotional ganz zurückgenommen und trifft doch mit voller Wucht. Vor allem beeindruckt welche Entwicklung die Mutter durchmacht.
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Generationen im Wandel

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Literarisches Kleinod aus Südkorea! Die Erzählerin hadert mit dem Werdegang ihrer lesbischen Tochter und den gesellschaftlichen Konventionen und Tabus gegen die sie ihrer Meinung nach verstößt. Der Erzählton ist emotional ganz zurückgenommen und trifft doch mit voller Wucht. Vor allem beeindruckt welche Entwicklung die Mutter durchmacht.

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