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Waldinneres

Roman

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Waldinneres

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Beschreibung


Eine Flucht vor den Nazis und ein Geheimnis, das bis in die Gegenwart reicht.

Ein jüdischer Kunstsammler rettet sich mit Fluchthelfern vor den Nazis in die Schweiz, doch seine Spur verliert sich im Dickicht eines Waldes. Zurück bleibt nur sein Gehstock, darin eingerollt ein kleines Gemälde.

Siebzig Jahre später betritt Gottfried Messmer das Foyer einer Bank in Zürich. Im Schließfach seines Vaters findet er einen echten Klimt. Wie kam sein Vater an dieses Bild? Und wo ist sein wahrer Besitzer? Gottfried muss sich einem Familiengeheimnis stellen, das weit in die Geschichte seines Landes zurückreicht.

Mónica Subietas‘ bewegender Roman »Waldinneres« erzählt von Liebe, Freundschaft und Verrat, von finsteren Zeiten und glücklichen Tagen. 

 

Auf mehreren Zeitebenen führt uns Mónica Subietas durch diese Geschichte von Familiengeheimnissen und Raubkunst. Sprachlich und atmosphärisch dicht erzählt [...] ("Westdeutsche Allgemeine Zeitung")
[...] ein spannender Raubkunst-Krimi, der die Schweiz im Zweiten Weltkrieg als Fluchtort zeigt [...] ("Oberösterreichisches Volksblatt")
[...] so spannend, dass man die Lektüre nicht unterbrechen mag. ("MDR")

Details

Verkaufsrang

32826

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.04.2022

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,5/13/2,6 cm

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

32826

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.04.2022

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,5/13/2,6 cm

Gewicht

370 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

El bosque en silencio

Übersetzer

Lisa Grüneisen

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397083-8

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Klimt in Zürich

bookish poetry am 01.06.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Gottfried Messmer betreibt in Zürich das Künstlercafé «Kafi Glück», einen angesagten Treffpunkt für Musiker und Kunstliebhaber, wo es das kälteste Bier in der ganzen Stadt und die coolste Musik gibt. «Gott», wie ihn seine Freunde nennen, ist ein Eigenbrötler, der früh seine Eltern verlor und sein halbes Leben in der Welt herumgereist ist. Nun mit Ende 50 hat er, so scheint es, mit seiner Freundin Julia und dem Café sein Glück gefunden. Bis eines Tages eine grosse Schweizer Bank bei ihm anruft und ihn zu einem vertraulichen Gespräch bittet: Sein Vater habe vor vielen Jahren im Safe der Bank etwas deponiert. Plötzlich sieht Gottfried sich mit einem Erbe konfrontiert, welches sein bisheriges Leben und das Bild, welches er von seinen Eltern hatte, ins Wanken bringt. Im Safe findet sich nämlich ein alter Spazierstock, in dessen Inneren ein verschollen geglaubtes Gemälde von Gustav Klimt versteckt ruht. Im Begleitschreiben bittet Gottfrieds Vater ihn, den rechtmässigen Besitzer zu finden und das Bild zurückzugeben. Doch wo soll Gottfried mit der Suche beginnen? In Rückblenden auf die Zeit des Zweiten Weltkriegs und durch die Ereignisse in der Gegenwart erfährt der Leser, dass es sich bei dem wahren Besitzer um einen jüdischen Kunstsammler handelte, welcher vor den Nazis über versteckte Wege in die Schweiz floh und von Gottfrieds Vater dabei unterstützt werden sollte. Durch einen tragischen Unfall wurden die beiden Männer auf der Flucht kurzzeitig getrennt, wobei Gottfrieds Vater den Spazierstock an sich nahm, um im Wald schneller vorankommen und Hilfe holen zu können. Als er zu dem verletzten Juden zurückkehrte, war dieser verschwunden. Oder hat Vater Messmer sich das alles nur ausgedacht, um das wertvolle Gemälde an sich zu nehmen? Ist er am Ende nur einer von vielen Verbrechern, die sich am Leid der Juden bereichert hat? Und schon stecken die Leser mitten in einem Naziraubkunst-Krimi. Meine Meinung: In diesem Roman steht die oftmalige Oberflächlichkeit unserer Zeit zunächst im Kontrast zu der existentiellen inneren und äusseren Not der Menschen während des zweiten Weltkriegs. Dabei hat er das Elend zuallererst der Juden im Blick, aber dann auch dasjenige der Menschen, die sich nicht mitschuldig machen wollten am Unrecht der Nazidiktatur. Dabei wird deutlich, dass es mit der vielbeschworenen Neutralität der Schweiz während dieser Zeit nicht so weit her war. «Das Boot ist voll» als Entschuldigung dafür, keine jüdischen Flüchtlinge aufnehmen zu können, war eine bewusst gemachte Aussage, die den Tod von unzähligen Menschen in Kauf nahm. Gerne hätte ich über dieses wichtige Thema, nachdem es doch den Aufhänger für diesen Roman bildet, noch mehr gelesen. Doch leider konzentriert sich der Roman nach meinem Gefühl dann sehr in der Gegenwart, was die Autorin aber nach eigenen Angaben bewusst so gewollt hat. «Die Ereignisse der Vergangenheit sind lediglich der Motor, der eine gegenwärtige Handlung in Gang setzt.» (Zitat aus einem Interview). Ob gerade dieses sehr komplexe Thema dafür als Aufhänger geeignet ist, kann man in Frage stellen. Bei der Auflösung der Handlungsstränge am Schluss gab es für mich zu viele Zufälle, die dann zum Happy End führten. Die inneren Kämpfe und das Ringen sowohl der Menschen zur damaligen Zeit als auch der Umgang mit Schuld kommt darüber zu kurz. Wir begegnen im Buch vielen sehr interessanten Gestalten, über deren Vergangenheit ich gerne noch mehr gelesen hätte. «Waldinneres» ist auf jeden Fall sehr spannend und sehr flüssig zu lesen. Für jemanden wie mich, die in der Schweiz lebt und auch etliche im Roman vorkommende Orte in Zürich kennt, war die Lektüre natürlich nochmal ein besonderer Genuss. Fazit: Mónica Subietas hat einen spannenden Roman über das Thema «Raubkunst» geschrieben, der sich sehr flüssig liest und zum Nachdenken anregt. Leider bleibt er an vielen Stellen durch die Konzentration auf die Gegenwart für mich zu sehr an der Oberfläche.

Klimt in Zürich

bookish poetry am 01.06.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Gottfried Messmer betreibt in Zürich das Künstlercafé «Kafi Glück», einen angesagten Treffpunkt für Musiker und Kunstliebhaber, wo es das kälteste Bier in der ganzen Stadt und die coolste Musik gibt. «Gott», wie ihn seine Freunde nennen, ist ein Eigenbrötler, der früh seine Eltern verlor und sein halbes Leben in der Welt herumgereist ist. Nun mit Ende 50 hat er, so scheint es, mit seiner Freundin Julia und dem Café sein Glück gefunden. Bis eines Tages eine grosse Schweizer Bank bei ihm anruft und ihn zu einem vertraulichen Gespräch bittet: Sein Vater habe vor vielen Jahren im Safe der Bank etwas deponiert. Plötzlich sieht Gottfried sich mit einem Erbe konfrontiert, welches sein bisheriges Leben und das Bild, welches er von seinen Eltern hatte, ins Wanken bringt. Im Safe findet sich nämlich ein alter Spazierstock, in dessen Inneren ein verschollen geglaubtes Gemälde von Gustav Klimt versteckt ruht. Im Begleitschreiben bittet Gottfrieds Vater ihn, den rechtmässigen Besitzer zu finden und das Bild zurückzugeben. Doch wo soll Gottfried mit der Suche beginnen? In Rückblenden auf die Zeit des Zweiten Weltkriegs und durch die Ereignisse in der Gegenwart erfährt der Leser, dass es sich bei dem wahren Besitzer um einen jüdischen Kunstsammler handelte, welcher vor den Nazis über versteckte Wege in die Schweiz floh und von Gottfrieds Vater dabei unterstützt werden sollte. Durch einen tragischen Unfall wurden die beiden Männer auf der Flucht kurzzeitig getrennt, wobei Gottfrieds Vater den Spazierstock an sich nahm, um im Wald schneller vorankommen und Hilfe holen zu können. Als er zu dem verletzten Juden zurückkehrte, war dieser verschwunden. Oder hat Vater Messmer sich das alles nur ausgedacht, um das wertvolle Gemälde an sich zu nehmen? Ist er am Ende nur einer von vielen Verbrechern, die sich am Leid der Juden bereichert hat? Und schon stecken die Leser mitten in einem Naziraubkunst-Krimi. Meine Meinung: In diesem Roman steht die oftmalige Oberflächlichkeit unserer Zeit zunächst im Kontrast zu der existentiellen inneren und äusseren Not der Menschen während des zweiten Weltkriegs. Dabei hat er das Elend zuallererst der Juden im Blick, aber dann auch dasjenige der Menschen, die sich nicht mitschuldig machen wollten am Unrecht der Nazidiktatur. Dabei wird deutlich, dass es mit der vielbeschworenen Neutralität der Schweiz während dieser Zeit nicht so weit her war. «Das Boot ist voll» als Entschuldigung dafür, keine jüdischen Flüchtlinge aufnehmen zu können, war eine bewusst gemachte Aussage, die den Tod von unzähligen Menschen in Kauf nahm. Gerne hätte ich über dieses wichtige Thema, nachdem es doch den Aufhänger für diesen Roman bildet, noch mehr gelesen. Doch leider konzentriert sich der Roman nach meinem Gefühl dann sehr in der Gegenwart, was die Autorin aber nach eigenen Angaben bewusst so gewollt hat. «Die Ereignisse der Vergangenheit sind lediglich der Motor, der eine gegenwärtige Handlung in Gang setzt.» (Zitat aus einem Interview). Ob gerade dieses sehr komplexe Thema dafür als Aufhänger geeignet ist, kann man in Frage stellen. Bei der Auflösung der Handlungsstränge am Schluss gab es für mich zu viele Zufälle, die dann zum Happy End führten. Die inneren Kämpfe und das Ringen sowohl der Menschen zur damaligen Zeit als auch der Umgang mit Schuld kommt darüber zu kurz. Wir begegnen im Buch vielen sehr interessanten Gestalten, über deren Vergangenheit ich gerne noch mehr gelesen hätte. «Waldinneres» ist auf jeden Fall sehr spannend und sehr flüssig zu lesen. Für jemanden wie mich, die in der Schweiz lebt und auch etliche im Roman vorkommende Orte in Zürich kennt, war die Lektüre natürlich nochmal ein besonderer Genuss. Fazit: Mónica Subietas hat einen spannenden Roman über das Thema «Raubkunst» geschrieben, der sich sehr flüssig liest und zum Nachdenken anregt. Leider bleibt er an vielen Stellen durch die Konzentration auf die Gegenwart für mich zu sehr an der Oberfläche.

Nicht überzeugend

Forti am 29.05.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Geschichte über Männer, Zufälle und ein kleines Gemälde von Gustav Klimt. Nach einigen Zeitsprüngen konzentriert sich die Geschichte auf die Handlung im 21. Jahrhundert in Zürich. Hier treffen mehrere Männer aufeinander, die eine Verbindung zu dem Gemälde Waldinneres haben. Nach und nach setzt sich das Puzzle rund um das Bild und seine Besitzverhältnisse zusammen. Dabei gibt es für meinen Geschmack etwas zu viele Zufälle, die dafür sorgen, dass schließlich eine nahtlose Geschichte entsteht. Die ausschließlich männlichen Hauptfiguren sind und handeln durchweg unsympathisch. Was das zu bedeuten hat, bleibt der Interpretation der Lesenden überlassen. Das ganze als Darstellung toxischer Männlichkeit zu sehen, wäre aber wohl zu einfach. Die Unterteilung in sehr sehr kurze Kapitel störte meinen Lesefluss vor allem anfangs etwas, da ich mich dadurch immer wieder unterbrochen fühlte.

Nicht überzeugend

Forti am 29.05.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Geschichte über Männer, Zufälle und ein kleines Gemälde von Gustav Klimt. Nach einigen Zeitsprüngen konzentriert sich die Geschichte auf die Handlung im 21. Jahrhundert in Zürich. Hier treffen mehrere Männer aufeinander, die eine Verbindung zu dem Gemälde Waldinneres haben. Nach und nach setzt sich das Puzzle rund um das Bild und seine Besitzverhältnisse zusammen. Dabei gibt es für meinen Geschmack etwas zu viele Zufälle, die dafür sorgen, dass schließlich eine nahtlose Geschichte entsteht. Die ausschließlich männlichen Hauptfiguren sind und handeln durchweg unsympathisch. Was das zu bedeuten hat, bleibt der Interpretation der Lesenden überlassen. Das ganze als Darstellung toxischer Männlichkeit zu sehen, wäre aber wohl zu einfach. Die Unterteilung in sehr sehr kurze Kapitel störte meinen Lesefluss vor allem anfangs etwas, da ich mich dadurch immer wieder unterbrochen fühlte.

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Franziska Gensler

Thalia Fulda

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Der Kreis schließt sich

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das "Kafi Glück" in Zürich ist Dreh- und Angelpunkt um das Geheimnis des kleinen Gemäldes "Waldinneres". Zumindest kommt hier ein Großteil der Personen zusammen, die mit dem Gemälde in Verbindung stehen. Ebenso deren Geschichten, die äußerst vielschichtig sind. Auch wird sich hier der Kreis schließen, der 1938 mit der Flucht des Juden Jakob Sandler begann und nicht allen bringt das Bild von Gustav Klimt Glück. Man darf nicht den Fehler machen, zu erwarten, viel über Raubkunst zu erfahren. Vielmehr machen die vielen kleinen Geschichten über und um die verschiedenen Protagonisten das Buch lebendig. Spannend und berührend zugleich!
5/5

Der Kreis schließt sich

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das "Kafi Glück" in Zürich ist Dreh- und Angelpunkt um das Geheimnis des kleinen Gemäldes "Waldinneres". Zumindest kommt hier ein Großteil der Personen zusammen, die mit dem Gemälde in Verbindung stehen. Ebenso deren Geschichten, die äußerst vielschichtig sind. Auch wird sich hier der Kreis schließen, der 1938 mit der Flucht des Juden Jakob Sandler begann und nicht allen bringt das Bild von Gustav Klimt Glück. Man darf nicht den Fehler machen, zu erwarten, viel über Raubkunst zu erfahren. Vielmehr machen die vielen kleinen Geschichten über und um die verschiedenen Protagonisten das Buch lebendig. Spannend und berührend zugleich!

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Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Gemälde "Waldinneres" von Gustav Klimt leiht diesem besonderen Debut Cover und Titel, sofort weckte das mein Interesse, gespannt begann ich zu lesen. Wir befinden uns in Deutschland und in der Schweiz, zur Zeit des Nationalsozialismus und in der Gegenwart. Fiktion und Geschichte stehen nebeneinander und verschmelzen gelungen. Die Erzählung deckt die Hintergründe um ein Geheimnis auf, das Jahrzehnte im Vorborgenen lag und schicksalhaft auf das Leben verschiedener Menschen wirkte. Klimts Gemälde fungiert dabei auch als roter Faden, der sich durch die Handlung zieht und am Ende alles zusammenfädelt. Thementiefe, interessante Figuren, Gefühl, Spannung und feine Sprache - alles da, was für mich einen lesenswerten Roman ausmacht. Empfehlung, uneingeschränkt!
5/5

Aufarbeitung

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Gemälde "Waldinneres" von Gustav Klimt leiht diesem besonderen Debut Cover und Titel, sofort weckte das mein Interesse, gespannt begann ich zu lesen. Wir befinden uns in Deutschland und in der Schweiz, zur Zeit des Nationalsozialismus und in der Gegenwart. Fiktion und Geschichte stehen nebeneinander und verschmelzen gelungen. Die Erzählung deckt die Hintergründe um ein Geheimnis auf, das Jahrzehnte im Vorborgenen lag und schicksalhaft auf das Leben verschiedener Menschen wirkte. Klimts Gemälde fungiert dabei auch als roter Faden, der sich durch die Handlung zieht und am Ende alles zusammenfädelt. Thementiefe, interessante Figuren, Gefühl, Spannung und feine Sprache - alles da, was für mich einen lesenswerten Roman ausmacht. Empfehlung, uneingeschränkt!

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