Schnee im Mai

Schnee im Mai

Erzählungen

Buch (Gebundene Ausgabe)

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.04.2022

Verlag

Nagel & Kimche

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,9/13,2/2,9 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.04.2022

Verlag

Nagel & Kimche

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,9/13,2/2,9 cm

Gewicht

410 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Hella Reese

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7556-0006-0

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3 Bewertungen

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Die Hoffnung ist in uns

mimitatis_buecherkiste aus Krefeld am 27.06.2022

Bewertungsnummer: 1737231

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es handelt sich hier um ein Buch mit neun Kurzgeschichten, die sich fast alle um die Stadt Magadan drehen, die im äußersten Nordosten Russlands liegt. Die Wege der Menschen in diesen Geschichten kreuzen sich, das aber nicht immer offensichtlich, sodass es mir irgendwann ein großes Anliegen war, herauszufinden, in welcher Verbindung sie zueinander stehen. Es erzählt ein Mann seine Lebensgeschichte und erst später passt ein Ereignis im Leben seiner Tochter dazu. Ein anderes Mal erfahre ich die Geschichte einer Frau, deren Enkelin mich viele Seiten später mit einer eigenen Episode entzückt. Da ein Onkel, da eine Oma, immer wieder ordne ich Personen ihrer Familie zu. Gar nicht so einfach, wenn die tatsächlichen Namen den Kosenamen weichen, nur der Verwandtschaftsgrad genannt wird oder ein russischer Ausdruck. Da kann das angehängte Glossar nur bedingt helfen, wenn ich es auch bei vielen Begriffen sehr hilfreich fand. Dennoch war ich nicht verwirrt, das meiste ergab sich von selbst. Die Stories fand ich dabei sehr interessant, ganz besonders, weil diese in verschiedenen Jahrzehnten spielten. Daraus resultiert, dass ich sehr viel über die jeweiligen Umstände, die zu dieser Zeit in Russland herrschten, erfahren habe. Das war äußerst faszinierend, wenn auch manchmal sehr befremdlich, wenn zum Beispiel die sogenannte Kommunalka erwähnt wurde, bei der es sich um eine Gemeinschaftswohnung handelt, in der jede Familie ein Zimmer bewohnt und sich ansonsten Küche und Bad teilen muss. Feste Koch- und Waschzeiten natürlich inklusive. Eine Wohngemeinschaft, in der jede Person ein Zimmer bewohnt, kann ich mir vorstellen, aber dass ganze Familien so wohnen, ist für mich undenkbar. Viele dieser Stories haben mich sehr berührt. Diese Menschen, die oft ohne viele Privilegien aufgewachsen sind, manche gänzlich ohne, die uns hier gar nicht mehr auffallen; ob warmes Wasser oder eine Toilette, dieser Luxus ist nicht jedem vergönnt, nicht einmal die eigenen vier Wände. Und trotzdem sind manche Träume und Hoffnungen so alltäglich, so schrecklich normal, dass es wehtut und das soll es wohl auch. Eine wunderbare Sammlung von Kurzgeschichten, die mir Lust darauf macht, mehr von dieser Autorin lesen zu wollen. Von mir gibt es vier Sterne und eine Leseempfehlung.
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Die Hoffnung ist in uns

mimitatis_buecherkiste aus Krefeld am 27.06.2022
Bewertungsnummer: 1737231
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es handelt sich hier um ein Buch mit neun Kurzgeschichten, die sich fast alle um die Stadt Magadan drehen, die im äußersten Nordosten Russlands liegt. Die Wege der Menschen in diesen Geschichten kreuzen sich, das aber nicht immer offensichtlich, sodass es mir irgendwann ein großes Anliegen war, herauszufinden, in welcher Verbindung sie zueinander stehen. Es erzählt ein Mann seine Lebensgeschichte und erst später passt ein Ereignis im Leben seiner Tochter dazu. Ein anderes Mal erfahre ich die Geschichte einer Frau, deren Enkelin mich viele Seiten später mit einer eigenen Episode entzückt. Da ein Onkel, da eine Oma, immer wieder ordne ich Personen ihrer Familie zu. Gar nicht so einfach, wenn die tatsächlichen Namen den Kosenamen weichen, nur der Verwandtschaftsgrad genannt wird oder ein russischer Ausdruck. Da kann das angehängte Glossar nur bedingt helfen, wenn ich es auch bei vielen Begriffen sehr hilfreich fand. Dennoch war ich nicht verwirrt, das meiste ergab sich von selbst. Die Stories fand ich dabei sehr interessant, ganz besonders, weil diese in verschiedenen Jahrzehnten spielten. Daraus resultiert, dass ich sehr viel über die jeweiligen Umstände, die zu dieser Zeit in Russland herrschten, erfahren habe. Das war äußerst faszinierend, wenn auch manchmal sehr befremdlich, wenn zum Beispiel die sogenannte Kommunalka erwähnt wurde, bei der es sich um eine Gemeinschaftswohnung handelt, in der jede Familie ein Zimmer bewohnt und sich ansonsten Küche und Bad teilen muss. Feste Koch- und Waschzeiten natürlich inklusive. Eine Wohngemeinschaft, in der jede Person ein Zimmer bewohnt, kann ich mir vorstellen, aber dass ganze Familien so wohnen, ist für mich undenkbar. Viele dieser Stories haben mich sehr berührt. Diese Menschen, die oft ohne viele Privilegien aufgewachsen sind, manche gänzlich ohne, die uns hier gar nicht mehr auffallen; ob warmes Wasser oder eine Toilette, dieser Luxus ist nicht jedem vergönnt, nicht einmal die eigenen vier Wände. Und trotzdem sind manche Träume und Hoffnungen so alltäglich, so schrecklich normal, dass es wehtut und das soll es wohl auch. Eine wunderbare Sammlung von Kurzgeschichten, die mir Lust darauf macht, mehr von dieser Autorin lesen zu wollen. Von mir gibt es vier Sterne und eine Leseempfehlung.

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Willkommen in Magadan, dem "Tor zur Hölle"

Bewertung aus Baden-Württemberg am 20.06.2022

Bewertungsnummer: 1733106

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kseniya Melnik ist in Magadan geboren und immigrierte im Alter von 15 Jahren nach Alaska. Ihre Heimatstadt liegt im äußersten Nordosten Russlands, war bis 1991 militärisches Sperrgebiet und gelangte ab 1930 zu zweifelhafter Berühmtheit, weil dort das Verwaltungszentrum des Gulag-Lagerkomplexes angesiedelt war. Dadurch wurde Magadan als Tor zu den grausamsten stalinistischen Arbeits- und Straflagern bekannt. „Ungeachtet der abgeschiedenen Lage unserer Heimatstadt jagte die Erwähnung ihres Namens jedem Russen in einem gewissen Alter einen Schauer über den Rücken“ (S. 38). Die kleine Stadt liegt in unwirtlichem Gebiet, die Lebensbedingungen sind extrem bescheiden, der Traum von einem besseren Leben ist insbesondere unter den Frauen omnipräsent. Neun Erzählungen hat Kseniya Melnik in diesem Buch versammelt, die im Zeitraum von 1975 bis 2012 angesiedelt sind. Meist stehen weibliche Figuren im Zentrum, deren Schicksale im Spannungsfeld zwischen Wünschen/Sehnsüchten/Träumen und gesellschaftlicher Realität stehen. Die Erwartungshaltungen an das eigene persönliche Glück sind ebenso klein wie die Möglichkeiten, vor Ort ein selbstbestimmtes, unbeschwertes Leben zu führen. Die Männer haben zumeist das Sagen, man ist schon zufrieden, wenn der Gatte nicht säuft, spielt oder schlägt. Junge Frauen wechseln oft aus der Dominanz der Herkunftsfamilie in die des Ehemannes. Amerika scheint ein verbreiteter Sehnsuchtsort zu sein: Die Frauen suchen sich dort eine Ehe, die Männer einen Arbeitsplatz. Doch die Verheißung übertrifft meist die Umsetzung. Bis zum Erlangen der ersehnten Papiere muss die Familie in der Heimat verharren. Konflikte sind vorprogrammiert. Wer zudem den Schritt in die Fremde wagt, vermisst seine Wurzeln, fühlt sich fremd und leidet an Heimweh – da empfinden die russischen Migranten nicht anders als die türkischen oder syrischen hierzulande. „Bei dir ist es anders, Katja. Du lebst in zwei Welten. Als würdest du mit jedem Fuß auf einem Wasserball stehen, solchen mit einer Weltkugel drauf“, sagt die Mutter zur Tochter beim Besuch in Amerika. Leichter gesagt als getan, und abrutschen kann man auch. Kseniya Melnik gelingt es auf beeindruckende Weise, ganze Schicksale auf relativ wenigen Seiten authentisch und lebensnah zu beschreiben. Schnell hat man ein Bild dieser ländlich-kalten Einöde, von den existenziellen Nöten der Menschen, zu deren Alltag eine unzuverlässige Versorgungslage, Korruption und mangelnde Infrastruktur gehören. Die Lebensbedingungen sind uns vollkommen fremd, ein Glossar erklärt deshalb unbekannte Begriffe wie Kommunalka, Kolchose oder Chruschtschowka. Wer zu jung ist, um dieser Welt durch Heirat zu entfliehen und besondere Talente hat, versucht durch sportliche oder künstlerische Höchstleistungen zu glänzen. Förderung ist mit hohem Druck verbunden. So versagt der 9-jährige Dima beim Klaviervorspiel, das für seine musikalische Zukunft so wichtig ist. Die pubertierende, frühreife Asik nimmt ihre Chance als Nachwuchstänzerin nicht ohne Berechnung wahr. Sehr bewegend auch das Schicksal des Star-Komponisten Makin, dessen Geburtstag im Jahr 1997 groß und öffentlichkeitswirksam gefeiert werden soll: Während er Jubilar der Veranstaltung fernbleibt, erfährt der Leser vieles aus seinem wechselhaften Leben, das 1942 eine tragische Wende nahm, als er wegen Homosexualität bei Stalin in Ungnade fiel und nach Magadan geschickt wurde. Ein Schicksal, das nicht nur beispielhaft für zahlreiche Künstler seiner Zeit steht, sondern an dem des Musikers Wadim Aleksejewitsch Kosin (1903-1994) orientiert ist – man bekommt Gänsehaut angesichts dieser Willkür. Die Themen dieses Erzählbandes sind zahlreich und werden komplett überzeugend vorgetragen. Es geht um bessere Lebensperspektiven, Sehnsüchte, Freundschaft, Familie, Partnerschaft, Herkunft, Staatsmacht, gesellschaftlichen/politischen Wandel und vieles mehr. Deutlich wird die immense Bedeutung von Großfamilie und Tradition in der russischen Kultur, die im Zeitablauf Veränderungen unterworfen ist. Aus räumlichen Trennungen entwickeln sich Scheidungen, die Patchwork-Familien nach sich ziehen. Die Alten werden allein in Magadan zurückgelassen, die Bewohnerzahl schrumpft. Immer wieder zeigt die Autorin ihre genaue Beobachtungsgabe. Sie hat einen versierten Blick auf zwischenmenschliche Beziehungen, die sie in komplexen Charakteren und vielseitigen Perspektiven abbildet. Stilsicher geht sie mit Sprachbildern und Metaphern um. Melnik beweist großes Können in diesem ihrem Debüt, das von der Übersetzerin Hella Reese aus dem amerikanischen Englisch übersetzt wurde. Man wird in eine unbekannte Welt geführt. Deutlich werden auch die starken Bande zwischen Russland und der Ukraine. Viele Familien haben ihre Wurzeln in beiden Nationalitäten, sie betrachteten sich bis vor Kurzem als befreundete Bruderstaaten. Wie tragisch ist daher dieser neuerliche Krieg! Es ist selten, dass mich in einem Erzählband fast alle Geschichten restlos überzeugen. Hier ist das jedoch der Fall. Deshalb möchte ich ihn allen Menschen empfehlen, die sich gern kurzweilig und intensiv in andere Lebenswelten versetzen lassen. Die Autorin schreibt gerade an ihrem ersten Roman, ihren Namen sollte man sich unbedingt merken.
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Willkommen in Magadan, dem "Tor zur Hölle"

Bewertung aus Baden-Württemberg am 20.06.2022
Bewertungsnummer: 1733106
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kseniya Melnik ist in Magadan geboren und immigrierte im Alter von 15 Jahren nach Alaska. Ihre Heimatstadt liegt im äußersten Nordosten Russlands, war bis 1991 militärisches Sperrgebiet und gelangte ab 1930 zu zweifelhafter Berühmtheit, weil dort das Verwaltungszentrum des Gulag-Lagerkomplexes angesiedelt war. Dadurch wurde Magadan als Tor zu den grausamsten stalinistischen Arbeits- und Straflagern bekannt. „Ungeachtet der abgeschiedenen Lage unserer Heimatstadt jagte die Erwähnung ihres Namens jedem Russen in einem gewissen Alter einen Schauer über den Rücken“ (S. 38). Die kleine Stadt liegt in unwirtlichem Gebiet, die Lebensbedingungen sind extrem bescheiden, der Traum von einem besseren Leben ist insbesondere unter den Frauen omnipräsent. Neun Erzählungen hat Kseniya Melnik in diesem Buch versammelt, die im Zeitraum von 1975 bis 2012 angesiedelt sind. Meist stehen weibliche Figuren im Zentrum, deren Schicksale im Spannungsfeld zwischen Wünschen/Sehnsüchten/Träumen und gesellschaftlicher Realität stehen. Die Erwartungshaltungen an das eigene persönliche Glück sind ebenso klein wie die Möglichkeiten, vor Ort ein selbstbestimmtes, unbeschwertes Leben zu führen. Die Männer haben zumeist das Sagen, man ist schon zufrieden, wenn der Gatte nicht säuft, spielt oder schlägt. Junge Frauen wechseln oft aus der Dominanz der Herkunftsfamilie in die des Ehemannes. Amerika scheint ein verbreiteter Sehnsuchtsort zu sein: Die Frauen suchen sich dort eine Ehe, die Männer einen Arbeitsplatz. Doch die Verheißung übertrifft meist die Umsetzung. Bis zum Erlangen der ersehnten Papiere muss die Familie in der Heimat verharren. Konflikte sind vorprogrammiert. Wer zudem den Schritt in die Fremde wagt, vermisst seine Wurzeln, fühlt sich fremd und leidet an Heimweh – da empfinden die russischen Migranten nicht anders als die türkischen oder syrischen hierzulande. „Bei dir ist es anders, Katja. Du lebst in zwei Welten. Als würdest du mit jedem Fuß auf einem Wasserball stehen, solchen mit einer Weltkugel drauf“, sagt die Mutter zur Tochter beim Besuch in Amerika. Leichter gesagt als getan, und abrutschen kann man auch. Kseniya Melnik gelingt es auf beeindruckende Weise, ganze Schicksale auf relativ wenigen Seiten authentisch und lebensnah zu beschreiben. Schnell hat man ein Bild dieser ländlich-kalten Einöde, von den existenziellen Nöten der Menschen, zu deren Alltag eine unzuverlässige Versorgungslage, Korruption und mangelnde Infrastruktur gehören. Die Lebensbedingungen sind uns vollkommen fremd, ein Glossar erklärt deshalb unbekannte Begriffe wie Kommunalka, Kolchose oder Chruschtschowka. Wer zu jung ist, um dieser Welt durch Heirat zu entfliehen und besondere Talente hat, versucht durch sportliche oder künstlerische Höchstleistungen zu glänzen. Förderung ist mit hohem Druck verbunden. So versagt der 9-jährige Dima beim Klaviervorspiel, das für seine musikalische Zukunft so wichtig ist. Die pubertierende, frühreife Asik nimmt ihre Chance als Nachwuchstänzerin nicht ohne Berechnung wahr. Sehr bewegend auch das Schicksal des Star-Komponisten Makin, dessen Geburtstag im Jahr 1997 groß und öffentlichkeitswirksam gefeiert werden soll: Während er Jubilar der Veranstaltung fernbleibt, erfährt der Leser vieles aus seinem wechselhaften Leben, das 1942 eine tragische Wende nahm, als er wegen Homosexualität bei Stalin in Ungnade fiel und nach Magadan geschickt wurde. Ein Schicksal, das nicht nur beispielhaft für zahlreiche Künstler seiner Zeit steht, sondern an dem des Musikers Wadim Aleksejewitsch Kosin (1903-1994) orientiert ist – man bekommt Gänsehaut angesichts dieser Willkür. Die Themen dieses Erzählbandes sind zahlreich und werden komplett überzeugend vorgetragen. Es geht um bessere Lebensperspektiven, Sehnsüchte, Freundschaft, Familie, Partnerschaft, Herkunft, Staatsmacht, gesellschaftlichen/politischen Wandel und vieles mehr. Deutlich wird die immense Bedeutung von Großfamilie und Tradition in der russischen Kultur, die im Zeitablauf Veränderungen unterworfen ist. Aus räumlichen Trennungen entwickeln sich Scheidungen, die Patchwork-Familien nach sich ziehen. Die Alten werden allein in Magadan zurückgelassen, die Bewohnerzahl schrumpft. Immer wieder zeigt die Autorin ihre genaue Beobachtungsgabe. Sie hat einen versierten Blick auf zwischenmenschliche Beziehungen, die sie in komplexen Charakteren und vielseitigen Perspektiven abbildet. Stilsicher geht sie mit Sprachbildern und Metaphern um. Melnik beweist großes Können in diesem ihrem Debüt, das von der Übersetzerin Hella Reese aus dem amerikanischen Englisch übersetzt wurde. Man wird in eine unbekannte Welt geführt. Deutlich werden auch die starken Bande zwischen Russland und der Ukraine. Viele Familien haben ihre Wurzeln in beiden Nationalitäten, sie betrachteten sich bis vor Kurzem als befreundete Bruderstaaten. Wie tragisch ist daher dieser neuerliche Krieg! Es ist selten, dass mich in einem Erzählband fast alle Geschichten restlos überzeugen. Hier ist das jedoch der Fall. Deshalb möchte ich ihn allen Menschen empfehlen, die sich gern kurzweilig und intensiv in andere Lebenswelten versetzen lassen. Die Autorin schreibt gerade an ihrem ersten Roman, ihren Namen sollte man sich unbedingt merken.

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Schnee im Mai

von Kseniya Melnik

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