Birobidschan

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

39510

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.02.2023

Verlag

Verlag Voland & Quist

Seitenzahl

320

Beschreibung

Rezension

»Absurd, märchenhaft und radikal.«

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»Ein Spiel mit der Zeit, mit Lust, Gewalt und Grenzen, dessen größtes Opfer am Ende der Autor selbst wird. Fesselnd, überraschend und sprachlich herausragend.«

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»Birobidschan ist (Tomer Dotan-Dreyfus) Debütroman. Und was für einer! Der in Haifa geborene Israeli bringt einen Ton in die deutsche Literatur zurück, deren Übersetzungen jiddischer Klassiker wie Scholem Alejchem oder Jizchok Leib Perez erinnern. Spielerisch überschreitet der Autor die Grenzen herkömmlicher Logik und scheut sich nicht mit seiner Stetl-Geschichte aus dem 21. Jahrhundert einen unterhaltsamen, teils märchenhaften, teils mystery-mässigen Genre-Mix herzustellen. Tomer Dotan-Dreyfus ist ein mit vielen Wassern der Literatur gewaschener Autor: anspruchsvoll, witzig und experimentierfreudig.«

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»Dort [Birobidschan] verschmelzen Gestern und Heute, treten illustre Figuren auf, ereignen sich skurrile Begebenheiten. Zwei Leichen und die mysteriöse Jagd auf einen Bären wirbeln die friedliche Gemeinschaft durcheinander, wobei der Erzähler den Bewohnern keine Zumutung erspart. Poesie in schönster Form.«

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»Es mischen sich Witz und Tragik. Ein herrlicher, kluger Spaß, der verzaubert. Schön, dass es dieses ungewöhnliche Buch auf die Liste der Nominierten für den Deutschen Buchpreis geschafft hat.«

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»Eine wunderbare Geschichte – poetisch, eigenwillig und mit jüdischem Witz, mit Nachdruck empfohlen für Liebhaber und Liebhaberinnen außergewöhnlicher Romane.«

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»Der Autor Tomer Dotan-Dreyfus hat unter anderem Philosophie studiert und lässt seine Gedanken spielerisch in die Handlung einfließen. Damit folgt er der jiddischen Erzähltradition, tiefgründig, humorvoll, aber auch tragisch.«

Details

Verkaufsrang

39510

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.02.2023

Verlag

Verlag Voland & Quist

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,4/14,2/2,8 cm

Gewicht

504 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86391-347-2

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ziemlich verwirrend

Anita aus Bonn am 05.11.2023

Bewertungsnummer: 2061892

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Worum geht es? In Birobidschan, einer Kleinstadt in Russland, leben jüdische Familien, recht abgeschottet vom Rest der Welt. Jugendliche finden die erste Liebe, Menschen werden tot aufgefunden und Familiengeheimnisse gelüftet. Worum geht es wirklich? Dorfleben, Weltgeschehen und menschliche Probleme. Lesenswert? Es geht. Generell ist das Buch ganz anders als ich erwartet habe. Das düstere triste Cover lässt eher an Fabrik und Innenansichten von wenigen Menschen denken. Dabei stehen das Leben und die Personen hier im Mittelpunkt. Die erwähnte Stadt existiert wirklich, war auch als Lebensraum für jüdische Menschen gedacht. So kam es allerdings nie und in diesem Buch wird quasi die Utopie der geplanten Gemeinschaft weiter gesponnen. Für mich war es interessant von einer nicht-christlichen Gemeinschaft als Norm zu lesen, weil man das doch nicht so oft tut. Des Weiteren hat mich positiv überrascht, dass das Buch nicht die Traurigkeit vom Cover widerspiegelt, sondern recht bunt und auch teilweise mit jugendlichen Protagonist*innen gefüllt ist. Auch die Sprache war durchweg angenehm lesbar und nicht unangenehm experimentell. Trotzdem habe ich mich wirklich schwer getan, der Handlung (teilweise sehr kurze Kapitel) zu folgen und könnte auch gar nicht den kompletten Plot wiedergeben. Die Menge an Personen hat mir das verfolgen der Erzählung schwer gemacht und auch der ständige Wechsel wer im Mittelpunkt steht und in welcher Zeit. Insgesamt hat mich das Buch also an einigen Stellen überrascht, an anderen aber leider nicht begeistern können. Lesen wollte ich es wegen der Longlist DBP 2023. Leider hat das Buch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen können.
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ziemlich verwirrend

Anita aus Bonn am 05.11.2023
Bewertungsnummer: 2061892
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Worum geht es? In Birobidschan, einer Kleinstadt in Russland, leben jüdische Familien, recht abgeschottet vom Rest der Welt. Jugendliche finden die erste Liebe, Menschen werden tot aufgefunden und Familiengeheimnisse gelüftet. Worum geht es wirklich? Dorfleben, Weltgeschehen und menschliche Probleme. Lesenswert? Es geht. Generell ist das Buch ganz anders als ich erwartet habe. Das düstere triste Cover lässt eher an Fabrik und Innenansichten von wenigen Menschen denken. Dabei stehen das Leben und die Personen hier im Mittelpunkt. Die erwähnte Stadt existiert wirklich, war auch als Lebensraum für jüdische Menschen gedacht. So kam es allerdings nie und in diesem Buch wird quasi die Utopie der geplanten Gemeinschaft weiter gesponnen. Für mich war es interessant von einer nicht-christlichen Gemeinschaft als Norm zu lesen, weil man das doch nicht so oft tut. Des Weiteren hat mich positiv überrascht, dass das Buch nicht die Traurigkeit vom Cover widerspiegelt, sondern recht bunt und auch teilweise mit jugendlichen Protagonist*innen gefüllt ist. Auch die Sprache war durchweg angenehm lesbar und nicht unangenehm experimentell. Trotzdem habe ich mich wirklich schwer getan, der Handlung (teilweise sehr kurze Kapitel) zu folgen und könnte auch gar nicht den kompletten Plot wiedergeben. Die Menge an Personen hat mir das verfolgen der Erzählung schwer gemacht und auch der ständige Wechsel wer im Mittelpunkt steht und in welcher Zeit. Insgesamt hat mich das Buch also an einigen Stellen überrascht, an anderen aber leider nicht begeistern können. Lesen wollte ich es wegen der Longlist DBP 2023. Leider hat das Buch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen können.

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Eine eigene Welt, fern ab, und dennoch nah. Erzähl- und Fabulierkunst vom Feinsten!

MarcoL aus Füssen am 08.10.2023

Bewertungsnummer: 2039227

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Birobidschan, ein jüdisch-sozialistisches Schtetl in Sibirien an der Grenze zu China. Die Stadt in der Jüdisch Autonomen Oblast wurde vor ca. 100 Jahren gegründet, von Stalin zu Stadt erhoben, ein Versuch, wie es damals hieß. Scheinbar von der Zeit vergessen birgt sie einen ganz eigenen Kosmos aus ersten Einwohnern, Zugezogenen oder Vertriebenen. Die geschichtlichen Hintergründe und historischen Begebenheit lässt der Autor gekonnt außen vor. Es dreht sich vielmehr um die kleine Welt, um ein paar Menschen, die dieses kleine Universum auf ihre eigene Art und Weise mit Leben füllen. Und so setzt der Autor gekonnt das Experiment in seiner Art fort, gestaltet aus der Vergangenheit die Zukunft (die Realität war alles andere als schön, wer Interesse hat, das Netz bietet genug Infos hierfür). Es fühlt sich an, als wäre die Stadt (heute ca. 75000 Einwohner) aus der Zeit gefallen, und befindet sich in einer märchenhaften Blase. Aber die Geister ruhen nicht, treiben um, zeigen sich in zwei realen, mit Geheimnissen umgebenden Männern, die plötzlich erscheinen. Sie geben nur an, sich für Kragenbären zu interessieren, welche es wohl nur in China gibt. Oder ein kleines Mädchen, stumm, welches auftaucht wie ein Geist, und Menschen Dinge tun lässt, aus Verantwortung geboren, entgegen jeder Räson. Rachel und Alex kennen sich seit Kindheitstagen. Sind zusammen, irgendwie, doch die Blick über den Tellerrand gibt es noch, wenn Rachel mit Joel, Alex' Bruder, … Was bedeuted Liebe? Was bedeuted Zeit? Wenn doch eh alles vergänglich ist. Wölfe tauchen auf an Dmitrijs Horizont, weshalb er auch ein Gewehr besitzt, obwohl es weit und breit keine Wölfe gibt. Aber sie heulen. Metapherreich. Der liebenswerte Boris, ein Urgestein in der Stadt, wird tot aufgefunden. Von Bären zerfetzt oder durch einen Schuss getötet? Erinnerung fliegen durch die Zeit der Erzählung, mal im hier, mal im damals. Die Sehnsucht nach Flucht, vor der Stadt, vor sich selbst. Vor den eigenen Depressionen wie sie Greogory hat, und sich mit Sascha auf einen Road-Trip begibt. Die Ereignisse verschwimmen rund um die Protagonist:Innen, aber ihre Leben und Handlungen bleiben etwas Greifbares in dieser sibirischen Oblast, man möchte noch mehr von ihnen erfahren, Teil ihrer Welt werden, in welcher sich Realität und Mystik die Hand geben. Es mag alles ein wenig verwirrend klingen, aber die große erzählerische Leistung des Autors besteht darin, stets den Überblick zu haben und seine Leser:Innen gekonnt an der Hand durch den Roman zu führen. Er erzählt uns von einer anderen, unbekannten Welt, welche voll ist mit Menschlichkeit in all ihren Facetten. Die historischen Hintergründe benötigt es dazu nicht. Esprit und eine Portion Humor runden diesen herrlichen Roman ab, meines Erachtens völlig zurecht auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2023. Ganz große Leseempfehlung für diesen wahren literarischen Genuss.
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Eine eigene Welt, fern ab, und dennoch nah. Erzähl- und Fabulierkunst vom Feinsten!

MarcoL aus Füssen am 08.10.2023
Bewertungsnummer: 2039227
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Birobidschan, ein jüdisch-sozialistisches Schtetl in Sibirien an der Grenze zu China. Die Stadt in der Jüdisch Autonomen Oblast wurde vor ca. 100 Jahren gegründet, von Stalin zu Stadt erhoben, ein Versuch, wie es damals hieß. Scheinbar von der Zeit vergessen birgt sie einen ganz eigenen Kosmos aus ersten Einwohnern, Zugezogenen oder Vertriebenen. Die geschichtlichen Hintergründe und historischen Begebenheit lässt der Autor gekonnt außen vor. Es dreht sich vielmehr um die kleine Welt, um ein paar Menschen, die dieses kleine Universum auf ihre eigene Art und Weise mit Leben füllen. Und so setzt der Autor gekonnt das Experiment in seiner Art fort, gestaltet aus der Vergangenheit die Zukunft (die Realität war alles andere als schön, wer Interesse hat, das Netz bietet genug Infos hierfür). Es fühlt sich an, als wäre die Stadt (heute ca. 75000 Einwohner) aus der Zeit gefallen, und befindet sich in einer märchenhaften Blase. Aber die Geister ruhen nicht, treiben um, zeigen sich in zwei realen, mit Geheimnissen umgebenden Männern, die plötzlich erscheinen. Sie geben nur an, sich für Kragenbären zu interessieren, welche es wohl nur in China gibt. Oder ein kleines Mädchen, stumm, welches auftaucht wie ein Geist, und Menschen Dinge tun lässt, aus Verantwortung geboren, entgegen jeder Räson. Rachel und Alex kennen sich seit Kindheitstagen. Sind zusammen, irgendwie, doch die Blick über den Tellerrand gibt es noch, wenn Rachel mit Joel, Alex' Bruder, … Was bedeuted Liebe? Was bedeuted Zeit? Wenn doch eh alles vergänglich ist. Wölfe tauchen auf an Dmitrijs Horizont, weshalb er auch ein Gewehr besitzt, obwohl es weit und breit keine Wölfe gibt. Aber sie heulen. Metapherreich. Der liebenswerte Boris, ein Urgestein in der Stadt, wird tot aufgefunden. Von Bären zerfetzt oder durch einen Schuss getötet? Erinnerung fliegen durch die Zeit der Erzählung, mal im hier, mal im damals. Die Sehnsucht nach Flucht, vor der Stadt, vor sich selbst. Vor den eigenen Depressionen wie sie Greogory hat, und sich mit Sascha auf einen Road-Trip begibt. Die Ereignisse verschwimmen rund um die Protagonist:Innen, aber ihre Leben und Handlungen bleiben etwas Greifbares in dieser sibirischen Oblast, man möchte noch mehr von ihnen erfahren, Teil ihrer Welt werden, in welcher sich Realität und Mystik die Hand geben. Es mag alles ein wenig verwirrend klingen, aber die große erzählerische Leistung des Autors besteht darin, stets den Überblick zu haben und seine Leser:Innen gekonnt an der Hand durch den Roman zu führen. Er erzählt uns von einer anderen, unbekannten Welt, welche voll ist mit Menschlichkeit in all ihren Facetten. Die historischen Hintergründe benötigt es dazu nicht. Esprit und eine Portion Humor runden diesen herrlichen Roman ab, meines Erachtens völlig zurecht auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2023. Ganz große Leseempfehlung für diesen wahren literarischen Genuss.

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