Friedensengagement von proletarischer und bürgerlicher Frauenbewegung im Ersten Weltkrieg. Vereinbarung von pazifistischen Bestrebungen und feministis
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
13.02.2023
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
538 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346811301
Der Erste Weltkrieg wird in fachhistorischen Kreisen oft als "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" bezeichnet. Dieses Narrativ geht auf den Historiker und Diplomaten George F. Kennan zurück. Kennan beschrieb 1979 den Krieg als Urkatastrophe, da er der Anfang von darauffolgenden Katastrophen wie beispielsweise dem zweiten Weltkrieg war. Neben einschneidenden politischen und ökonomischen Veränderungen brachte der 1. Weltkrieg auch gesellschaftliche Veränderungen mit sich. Die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf das Leben von Frauen stellen heute ein noch offenes Forschungsfeld dar. Die Militärhistorikerin Ursula Von Gersdorff (1910-1983) bezeichnet die Frauenbewegung als "eine der großen Kräfte der politisch-gesellschaftlichen Entwicklung des ausgehenden 19. Jahrhunderts". Seit den 1880er Jahren florierte die deutsche Frauenbewegung und vernetzte sich auch zunehmend international. Während des Krieges zeichnete sich die deutsche Frauenbewegung durch ein großes Kriegsengagement aus. Die Mehrheit der Frauen engagierte sich unter dem Dach des Nationalen Frauen Bundes (NFD) für den Krieg. Eine Besonderheit des NFD war, dass sich unter seinem Dach erstmals alle Strömungen der deutschen Frauenbewegung gemeinsam engagiert haben. Darunter fielen demnach auch die beiden großen Strömungen der deutschen Frauenbewegung, die proletarische und bürgerliche Frauenbewegung. Erwähnenswert ist dieser Umstand, da seit den Gründungen der beiden Bewegungen ein gemeinsames Vorgehen eigentlich ausgeschlossen war. Auch wenn sich die meisten Frauen in den Dienst für die Nation stellten, gab es auch einige wenige Frauen, die den Kriegsdienst verweigerten. Sowohl auf proletarischer als auch auf bürgerlicher Seite der Frauenbewegung kam es zu Abspaltungen von der eigenen Mutterpartei. Die Minderheiten gingen beide ihren pazifistischen Bestrebungen nach, schlossen sich aber nie zusammen.
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