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Der junge Mann

Über die triumphale Überwindung einer lebenslangen Scham

Buch (Taschenbuch)

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

40754

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.04.2024

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

48

Maße (L/B/H)

19,3/16,4/0,5 cm

Beschreibung

Rezension

»Durch die vorliegende Erzählung ist für die Literaturnobelpreisträgerin des vergangenen Jahres somit ein weiteres Kapitel ihres Lebens abgeschlossen, dem hoffentlich noch viele weitere folgen werden.« ("neues deutschland")
»Ein ausgeglichenes Spiel, kein Liebesroman, aber doch ein Buch, in dem man etwas über Liebe lernt.« ("Frankfurter Rundschau")

»
Der junge Mann
ist, und dafür kann man Ernaux nicht hoch genug schätzen, ein in sich perfekt konstruiertes, aber nie abgeschlossenes Miniaturkunstwerk.«
("DER SPIEGEL")

»
Der junge Mann
ist Annie Ernaux’ Meisterstück, eine perfekte Miniatur, in der sie mit einer schwindelerregend schönen Proust’schen Geste all ihre vorigen Bücher verdichtet.«
("Les Inrockuptibles")

»Die erzählerische Raffinesse dieses Textes besteht darin, dass sich in ihm das biografische Lebensthema der Autorin - ihr sozialer Aufstieg aus dem Proletariat - in der Gestalt eines anderen, eines Mannes, noch einmal materialisiert … Die besondere literarische Qualität des
Jungen Manns
besteht darin, dass die Autorin kunstvoll diesen mit einem anderen ihrer Texte verknüpft.«
("WDR 5")
»Ernaux liefert den Beweis, dass es möglich ist, auf wenig Raum alles zu erzählen. Wie man es von der Französin gewohnt ist: Kein Wort zu viel, keines fehlt.« ("sonntagszeitung.ch")
»Wie sehr Annie Ernaux die Dinge in ihren autofiktionalen Texten auf den Punkt bringt, ist immer wieder überwältigend.« ("Kölnische Rundschau")

»
Der junge Mann
kondensiert alle Themen, die für Ernaux wichtig sind: das Nachdenken über soziale Herkunft und gesellschaftlichen Aufstieg, übers Frausein und auch nochmal über die Abtreibung, die in ihrem Buch
Das Ereignis
zentral stand.«
("SWR2")

»Der große Genuss dieses Textes stellt sich ein, wenn man weiß, dass er um die Jahrtausendwende spielt und Annie Ernaux Anlauf nimmt für ihren wunderbaren Roman
das Ereignis

("WDR 3")
»Ein rigoroses Buch, das schmerzt. Auch das eine Aufgabe großer Literatur.« ("Kleine Zeitung, Graz")

Details

Verkaufsrang

40754

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.04.2024

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

48

Maße (L/B/H)

19,3/16,4/0,5 cm

Gewicht

54 g

Auflage

1

Originaltitel

Le jeune homme

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47398-6

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Ein leise erzählter erfüllender Tabubruch

MarieOn am 01.09.2023

Bewertungsnummer: 2012412

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die beiden, gefangen in einem Alltag aus verfrühtem Zusammenziehen und Prüfungsstress, hatten sich nie vorgestellt, dass Sex auch etwas anderes sein kann als die mehr oder minder aufgeschobene Befriedigung des Begehrens. Eine Art kontinuierlicher Schaffensprozess. Seine Leidenschaft angesichts dieser Neuentdeckung band mich immer mehr an ihn. S. 10 Soviel zu den Gründen, warum sich zwei vom Alter her so unterschiedliche Menschen voneinander angezogen fühlen können. Nachdem A. der junge Mann eine Affäre mit der Autorin Annie Ernaux angefangen hatte, trennte er sich von seiner Freundin. Annie verbringt ab dann die Wochentage mit ihm in seiner Wohnung und sie lieben sich. Das Zimmer, in dem sie die meiste Zeit auf zwei Matratzen verbringen, entwickelt am Abend eine besondere Stimmung. Hier sieht Annie von seinem Fenster aus die Klinik, in die sie als Studentin, vielleicht so alt wie ihr Geliebter, einmal gegangen war, wegen starker Blutungen nach einer heimlichen Abtreibung. Diesen Umstand, von hier auf das Gebäude schauen zu können, findet sie so unerhört, dass sie ihrer Beziehung einen tieferen Sinn attestiert. Und dann beginnt Annie Ernaux ihr Leben zu analysieren. Sie vergleicht sich mit ihm, findet in ihm das proletenhafte, das allen anhaftet, die in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen sind, so wie sie. Neben ihrem Ehemann hatte sie sich wie eine Proletin gefühlt, neben A., wie eine Bildungsbürgerin. Er war die verkörperte Vergangenheit. S. 21 Das erste Staunen über die Blicke ihrer Mitmenschen in den Cafés, weicht einer Gewissheit und Sicherheit, dass sie lieber in das Gesicht dieses jungen Mannes sieht, als in das Zerknitterte eines Gleichaltrigen. Die Frauen ihres Alters, die diskret mit ihm flirten, weil sie ihre Stellung auf dem Beziehungsmarkt kennen, sind ihr lieber als die jungen, die so tun, als sei sie gar nicht da.
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Ein leise erzählter erfüllender Tabubruch

MarieOn am 01.09.2023
Bewertungsnummer: 2012412
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die beiden, gefangen in einem Alltag aus verfrühtem Zusammenziehen und Prüfungsstress, hatten sich nie vorgestellt, dass Sex auch etwas anderes sein kann als die mehr oder minder aufgeschobene Befriedigung des Begehrens. Eine Art kontinuierlicher Schaffensprozess. Seine Leidenschaft angesichts dieser Neuentdeckung band mich immer mehr an ihn. S. 10 Soviel zu den Gründen, warum sich zwei vom Alter her so unterschiedliche Menschen voneinander angezogen fühlen können. Nachdem A. der junge Mann eine Affäre mit der Autorin Annie Ernaux angefangen hatte, trennte er sich von seiner Freundin. Annie verbringt ab dann die Wochentage mit ihm in seiner Wohnung und sie lieben sich. Das Zimmer, in dem sie die meiste Zeit auf zwei Matratzen verbringen, entwickelt am Abend eine besondere Stimmung. Hier sieht Annie von seinem Fenster aus die Klinik, in die sie als Studentin, vielleicht so alt wie ihr Geliebter, einmal gegangen war, wegen starker Blutungen nach einer heimlichen Abtreibung. Diesen Umstand, von hier auf das Gebäude schauen zu können, findet sie so unerhört, dass sie ihrer Beziehung einen tieferen Sinn attestiert. Und dann beginnt Annie Ernaux ihr Leben zu analysieren. Sie vergleicht sich mit ihm, findet in ihm das proletenhafte, das allen anhaftet, die in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen sind, so wie sie. Neben ihrem Ehemann hatte sie sich wie eine Proletin gefühlt, neben A., wie eine Bildungsbürgerin. Er war die verkörperte Vergangenheit. S. 21 Das erste Staunen über die Blicke ihrer Mitmenschen in den Cafés, weicht einer Gewissheit und Sicherheit, dass sie lieber in das Gesicht dieses jungen Mannes sieht, als in das Zerknitterte eines Gleichaltrigen. Die Frauen ihres Alters, die diskret mit ihm flirten, weil sie ihre Stellung auf dem Beziehungsmarkt kennen, sind ihr lieber als die jungen, die so tun, als sei sie gar nicht da.

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Sehr enttäuschend

Bewertung am 18.05.2023

Bewertungsnummer: 1944312

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Viel Geld für wenig Roman, ich habe mir mehr von einem Nobelpreis prämierten Buch versprochen. Inhaltlich für mich emotionslos und enttäuschend. Die Handlung ist nachvollziehbar aber wie eine Perlenkette aneindergereiht.
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Sehr enttäuschend

Bewertung am 18.05.2023
Bewertungsnummer: 1944312
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Viel Geld für wenig Roman, ich habe mir mehr von einem Nobelpreis prämierten Buch versprochen. Inhaltlich für mich emotionslos und enttäuschend. Die Handlung ist nachvollziehbar aber wie eine Perlenkette aneindergereiht.

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Gabriel Bernklau

Mayersche Köln – Neumarkt

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5/5

Altes Thema, neue Sicht

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine ältere Frau (die Autorin) liebt einen jungen Mann (ihren Studenten) – das allein gibt es nicht so häufig zu lesen. Sie genießt ihn, ihre Affäre und sich selbst darin, sich noch einmal jung zu fühlen. Mehr als Sex liebt sie aber das Schreiben, und als sie Inspiration genug hat, beendet sie die Beziehung. Der junge Mann tat mir fast ein bisschen leid, so als Mittel zum Zweck zu dienen, aber verstanden hab ich sie, und ihre kühle Prosa gefällt mir. Leider ist das Buch schon aus, kurz nachdem man es aufgeschlagen hat, daher nur drei von fünf Punkten. Etwas mehr Fleisch hätte mir schon gefallen.
5/5

Altes Thema, neue Sicht

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine ältere Frau (die Autorin) liebt einen jungen Mann (ihren Studenten) – das allein gibt es nicht so häufig zu lesen. Sie genießt ihn, ihre Affäre und sich selbst darin, sich noch einmal jung zu fühlen. Mehr als Sex liebt sie aber das Schreiben, und als sie Inspiration genug hat, beendet sie die Beziehung. Der junge Mann tat mir fast ein bisschen leid, so als Mittel zum Zweck zu dienen, aber verstanden hab ich sie, und ihre kühle Prosa gefällt mir. Leider ist das Buch schon aus, kurz nachdem man es aufgeschlagen hat, daher nur drei von fünf Punkten. Etwas mehr Fleisch hätte mir schon gefallen.

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Yunus Aktas

Thalia Berlin – Alexa

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5/5

Fantastisch! Einfach einzigartig! Genial!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Und noch so vieles mehr! Und das bei so wenigen Worten. Aber dennoch schafft es Nobelpreisträgerin Annie Ernaux in diesen wenigen Worten und kurzen Passagen, so viel zu thematisieren, was andere in hunderten und tausenden von Seiten nicht schaffen würden. Die Art und Weise wie diese Person mit Worten umgehen kann, ist eine Kunst, die ihresgleichen sucht und auch lange auf dieser Suche verweilen wird. Denn sowas habe ich in meinem Leben nicht gelesen. Ich bin hin und weg, komplett überzeugt davon, dass dieses autobiografische Werk eine literarische Ausnahme ist. Wie man es schafft, in teilweise einzelnen Passagen, Textabschnitten oder sogar nur in Sätzen ein gigantisches, gesellschaftskritisches oder philosophisches Thema aufzumachen und die Klammer direkt im Anschluss wieder zu schließen, ist mir ein Rätsel, aber eines, auf das ich mich sehr gerne einlasse. Ich genieße die Art und Weise wie “Der junge Mann” bestimmte Themen eröffnet, ihnen eine Plattform und meinen Gedanken Anstöße gibt sehr. Ich finde nicht, dass es schade ist, dass dieses Buch so kurz ist. Literatur und Kunst sollte dem kapitalistischen Grundgedanken vom “Preis-Leistungs-Verhältnis” nicht folgen, sondern diesem Strom eher entgegenwirken. Natürlich hätte man aus dieser Geschichte mehr machen können, mehr schreiben können. Aber gerade dadurch, dass dieses Werk so aufgebaut ist, wie es nun mal ist, macht es zu dem, was es ist: Ein literarisch einzigartiges Werk! “Der junge Mann” erzählt die Geschichte einer Annie Ernaux in ihren Fünfzigern und von ihrer Affäre und Partnerschaft mit einem 30 Jahre jüngeren Studenten. Eine interessante Prämisse dir mir sehr gefallen hat.
5/5

Fantastisch! Einfach einzigartig! Genial!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Und noch so vieles mehr! Und das bei so wenigen Worten. Aber dennoch schafft es Nobelpreisträgerin Annie Ernaux in diesen wenigen Worten und kurzen Passagen, so viel zu thematisieren, was andere in hunderten und tausenden von Seiten nicht schaffen würden. Die Art und Weise wie diese Person mit Worten umgehen kann, ist eine Kunst, die ihresgleichen sucht und auch lange auf dieser Suche verweilen wird. Denn sowas habe ich in meinem Leben nicht gelesen. Ich bin hin und weg, komplett überzeugt davon, dass dieses autobiografische Werk eine literarische Ausnahme ist. Wie man es schafft, in teilweise einzelnen Passagen, Textabschnitten oder sogar nur in Sätzen ein gigantisches, gesellschaftskritisches oder philosophisches Thema aufzumachen und die Klammer direkt im Anschluss wieder zu schließen, ist mir ein Rätsel, aber eines, auf das ich mich sehr gerne einlasse. Ich genieße die Art und Weise wie “Der junge Mann” bestimmte Themen eröffnet, ihnen eine Plattform und meinen Gedanken Anstöße gibt sehr. Ich finde nicht, dass es schade ist, dass dieses Buch so kurz ist. Literatur und Kunst sollte dem kapitalistischen Grundgedanken vom “Preis-Leistungs-Verhältnis” nicht folgen, sondern diesem Strom eher entgegenwirken. Natürlich hätte man aus dieser Geschichte mehr machen können, mehr schreiben können. Aber gerade dadurch, dass dieses Werk so aufgebaut ist, wie es nun mal ist, macht es zu dem, was es ist: Ein literarisch einzigartiges Werk! “Der junge Mann” erzählt die Geschichte einer Annie Ernaux in ihren Fünfzigern und von ihrer Affäre und Partnerschaft mit einem 30 Jahre jüngeren Studenten. Eine interessante Prämisse dir mir sehr gefallen hat.

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