Dmitri Mereschkowski - Gesammelte Werke Julian Apostata, Leonardo da Vinci, Peter und Alexej, Der 14. Dezember, Vom Krieg zur Revolution, Dostojewski...
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
20.10.2025
Verlag
E-artnowSeitenzahl
240 (Printausgabe)
Dateigröße
2617 KB
Sprache
Deutsch
EAN
4099994078887
Ein zentraler Bestandteil der Sammlung ist die Trilogie Christus und Antichrist - ein monumentales Werk, das den geistigen Konflikt zwischen antikem Heidentum, christlicher Moral und moderner Welt behandelt. Die drei Romane, "Der Tod der Götter (Julian Apostata)", "Die Auferstehung der Götter (Leonardo da Vinci)" und "Peter und Alexei", bilden zusammen eine philosophische Darstellung der europäischen Geistesgeschichte.
In "Der Tod der Götter (Julian Apostata)" schildert Mereschkowski das Leben des römischen Kaisers Julian, der im 4. Jahrhundert versuchte, das Heidentum gegen das sich ausbreitende Christentum zu verteidigen. Julian steht zwischen zwei Welten - dem alten Götterglauben und der neuen christlichen Lehre. Der Roman zeigt ihn als tragischen Sucher, der an seiner Zeit zerbricht. Mereschkowski stellt die Frage, ob der Mensch das Göttliche im Diesseits oder im Jenseits finden kann - ein Thema, das den gesamten Zyklus durchzieht.
"Die Auferstehung der Götter (Leonardo da Vinci)" führt den Leser in die Renaissance, das Zeitalter der Wiedergeburt der Kunst und des Geistes. Leonardo verkörpert für Mereschkowski den "neuen Menschen", der Schönheit, Wissenschaft und göttliche Schöpfungskraft in sich vereint. Der Roman ist ein Lob auf den schöpferischen Geist und zugleich eine Warnung vor der Zersplitterung zwischen Verstand und Glauben. In Leonardos innerem Ringen erkennt Mereschkowski die Wiederkehr der heidnischen Lebensfreude - eine "Auferstehung der Götter" in der menschlichen Seele.
Der abschließende Teil, "Peter und Alexei", spielt im Russland des 18. Jahrhunderts. Peter der Große symbolisiert die zerstörerische, moderne Macht, während sein Sohn Alexei für das alte, gläubige Russland steht. Ihr Konflikt - zwischen Fortschritt und Tradition, Geist und Gewalt - wird zum Sinnbild für den inneren Zwiespalt der russischen Seele. Damit schließt Mereschkowski den geistigen Kreis von der Antike über die Renaissance bis in die Neuzeit.
"Der 14. Dezember" behandelt das Schicksal der Dekabristen, jener idealistischen Offiziere, die 1825 gegen den Zarismus aufbegehrten. Mereschkowski zeigt den Konflikt zwischen Ideal und Realität, zwischen Opfermut und politischer Ohnmacht.
"Vom Krieg zur Revolution" spiegelt die Umbrüche des frühen 20. Jahrhunderts wider - von patriotischer Begeisterung bis zu Ernüchterung und Revolution. Der Autor betrachtet die Ereignisse mit prophetischer Weitsicht und tiefem moralischen Ernst.
In "Dostojewski" setzt Mereschkowski seinem großen Landsmann ein geistiges Denkmal. Er deutet Dostojewski als Mystiker und Verkünder einer neuen christlichen Menschheit, als Prophet der inneren Erneuerung.
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