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Das Genie

Roman

Boston, 1910. Der elfjährige William James Sidis wird von der amerikanischen Presse als »Wunderjunge von Harvard« gefeiert. Sein Vater Boris, ein bekannter Psychologe mit dem brennenden Ehrgeiz, die Welt durch Bildung zu verbessern, triumphiert. Er hat William von Geburt an mit einem speziellen Lernprogramm trainiert. Durch Anwendung der Sidis-Methode könnten alle Kinder die gleichen Fähigkeiten entwickeln wie sein Sohn, behauptet er. Doch als William erwachsen wird, bricht er mit seinen Eltern und seiner Vergangenheit. Er weigert sich, seine Intelligenz einer Gesellschaft zur Ver­fügung zu stellen, die von Ausbeutung, Profitsucht und Militärgewalt beherrscht wird. Stattdessen versucht er, sein Leben nach eigenen Vorstel­lungen zu gestalten - mit aller Konsequenz.
Portrait
Klaus Cäsar Zehrer, geboren 1969 in Schwabach, ist promovierter Kulturwissenschaftler und lebt als freier Autor, Herausgeber und Übersetzer in Berlin. Er veröffentlichte u.a. zusammen mit Robert Gernhardt die Anthologie ›Hell und Schnell‹, das Standardwerk der deutschsprachigen komischen Lyrik. ›Das Genie‹ ist sein erster Roman.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 656
Erscheinungsdatum 23.08.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-06998-3
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 18,8/12,1/3,5 cm
Gewicht 498 g
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 89.531
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Kerstin Ehlert, Thalia-Buchhandlung Düsseldorf

Lassen Sie sich von der wahren Lebensgeschichte des Wunderjungen von Harvard mitreißen. Ein absolutes Lesehighlight! Lassen Sie sich von der wahren Lebensgeschichte des Wunderjungen von Harvard mitreißen. Ein absolutes Lesehighlight!

Bettina Krauß, Thalia-Buchhandlung Neuwied

Ein äußerst beeindruckendes literarisches Werk!
Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Sowohl Schreibstil als auch Handlung haben mich völlig gebannt und erschüttert.
Ein äußerst beeindruckendes literarisches Werk!
Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Sowohl Schreibstil als auch Handlung haben mich völlig gebannt und erschüttert.

„Bewegend und faszinierend“

Julia Joachimmeyer, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Auf der wahren Geschichte des Wunderjungen von Harvard beruhend, berührt dieses faszinierende und in wunderbarer Sprache erzählte Buch zu tiefst. Unterhaltung auf höchstem Niveau! Auf der wahren Geschichte des Wunderjungen von Harvard beruhend, berührt dieses faszinierende und in wunderbarer Sprache erzählte Buch zu tiefst. Unterhaltung auf höchstem Niveau!

Elena Cousino, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Brillant geschriebener Roman um einen Psychologen, der erfolgreich sein Lern-Programm (Sidis-Methode) an seinem eigenen Sohn testet. Doch die Folgen sind bitter... Brillant geschriebener Roman um einen Psychologen, der erfolgreich sein Lern-Programm (Sidis-Methode) an seinem eigenen Sohn testet. Doch die Folgen sind bitter...

„Die Suche nach einem eigenen Leben“

Erika Föst, Thalia-Buchhandlung Pforzheim

Die bewegende Lebensgeschichte von William James Sidis, der als Wunderkind aufgewachsen und als Genie gefeiert, immer auf der Suche nach einem eigenen und selbstbestimmten Leben ist.
Gibt es ein Entrinnen aus den vorgegebenen Bahnen, ist es möglich ein öffentliches Leben zu führen und trotzdem seine eigenen Vorstellungen vom Leben zu verwirklichen? Wie weit reicht die Freiheit, die wir tatsächlich zur Verfügung haben? Was macht das Leben aus? Neben all diesen Fragen, die das Buch so nebenher stellt gewährt es uns einen Einblick in die Anfänge der Psychologie.
Die bewegende Lebensgeschichte von William James Sidis, der als Wunderkind aufgewachsen und als Genie gefeiert, immer auf der Suche nach einem eigenen und selbstbestimmten Leben ist.
Gibt es ein Entrinnen aus den vorgegebenen Bahnen, ist es möglich ein öffentliches Leben zu führen und trotzdem seine eigenen Vorstellungen vom Leben zu verwirklichen? Wie weit reicht die Freiheit, die wir tatsächlich zur Verfügung haben? Was macht das Leben aus? Neben all diesen Fragen, die das Buch so nebenher stellt gewährt es uns einen Einblick in die Anfänge der Psychologie.

Lorena Lahrem, Thalia-Buchhandlung Berlin

Sie haben noch nie von dem Wunderkind James Sidis gehört? Eine fast vergessene, tatsächlich geschehene Geschichte wird hier von einem sagenhaften Autoren erzählt. Sie haben noch nie von dem Wunderkind James Sidis gehört? Eine fast vergessene, tatsächlich geschehene Geschichte wird hier von einem sagenhaften Autoren erzählt.

Christel Cader, Thalia-Buchhandlung bonn

Die tragische Lebensgeschichte des Wunderkindes William James Sidis - Oder was Eltern ihren Kindern antun können um ihren Ehrgeiz zu befriedigen. Eine fesselnde Roman Biografie! Die tragische Lebensgeschichte des Wunderkindes William James Sidis - Oder was Eltern ihren Kindern antun können um ihren Ehrgeiz zu befriedigen. Eine fesselnde Roman Biografie!

„Imponierend geschriebene Romanbiografie über den wohl intelligentes ten Menschen aller Zeiten“

Katrin Weber, Thalia-Buchhandlung Siegburg

Beim Lesen der Geschichte über William J. Siris wurde ich von vielfältigen Emotionen begleitet. Skepsis, Erschütterung, Abscheu, Widerwille, Mitleid, Spaß, Traurigkeit, bis am Ende nur noch Mitgefühl übrig blieb für dieses Genie, dass eigentlich keins sein wollte. Die Geschichte ist sehr klar strukturiert und wird mit angenehmer Sprache wiedergegeben. Der Leser erfährt zunächst was für Gründe den Vater dazu bewogen haben, James vom ersten Tag seines Lebens an mit Hilfe eines speziellen Erziehungsprogrammes großzuziehen. Seine Motivation ist durchaus lobenswert. Er möchte die Welt durch Bildung verbessern. Und zunächst fügt sich alles soweit ganz gut. Bis William J. Siris älter wird und sich seinen Eltern zunehmend widersetzt, bis es sogar zum Bruch kommt. William wollte einfach nur ein glückliches Leben führen- aber egal was er macht- es wird ihm einfach nicht ermöglicht.
Leider musste ich durch eine vor kurzem gesehene Reportage feststellen, dass das
Thema tatsächlich noch Aktualität besitzt und es viel zu viele ehrgeizig Eltern gibt, die es zwar nur gut meinen und ihr Kind für die Zukunft wettbewerbsfähig machen möchten, ihnen dadurch aber eine normale Kindheit nehmen.
Beim Lesen der Geschichte über William J. Siris wurde ich von vielfältigen Emotionen begleitet. Skepsis, Erschütterung, Abscheu, Widerwille, Mitleid, Spaß, Traurigkeit, bis am Ende nur noch Mitgefühl übrig blieb für dieses Genie, dass eigentlich keins sein wollte. Die Geschichte ist sehr klar strukturiert und wird mit angenehmer Sprache wiedergegeben. Der Leser erfährt zunächst was für Gründe den Vater dazu bewogen haben, James vom ersten Tag seines Lebens an mit Hilfe eines speziellen Erziehungsprogrammes großzuziehen. Seine Motivation ist durchaus lobenswert. Er möchte die Welt durch Bildung verbessern. Und zunächst fügt sich alles soweit ganz gut. Bis William J. Siris älter wird und sich seinen Eltern zunehmend widersetzt, bis es sogar zum Bruch kommt. William wollte einfach nur ein glückliches Leben führen- aber egal was er macht- es wird ihm einfach nicht ermöglicht.
Leider musste ich durch eine vor kurzem gesehene Reportage feststellen, dass das
Thema tatsächlich noch Aktualität besitzt und es viel zu viele ehrgeizig Eltern gibt, die es zwar nur gut meinen und ihr Kind für die Zukunft wettbewerbsfähig machen möchten, ihnen dadurch aber eine normale Kindheit nehmen.

„Der Wunderjunge von Harvard“

Andrea Kowalleck, Thalia-Buchhandlung Saalfeld

Dieser Roman beruht auf der wahren Lebensgeschichte von William James Sidis, der von seinen Eltern mit harter Konsequenz und strengen Regeln zu einem hochintelligenten "Genie" herangezogen wird. Dieses Buch ist unglaublich berührend, hat viele kluge und auch lustige Passagen und hinterlässt den Leser sehr nachdenklich. Trotz seiner Intelligenz fällt William das Leben so schwer, er kommt mit seinen Mitmenschen und der Gesellschaft nicht zurecht und da man den "Wunderjungen von Harvard" beim Lesen in sein Herz schliesst, muss man sich auch ständig Sorgen um ihn machen. Sehr ergreifend und aufgrund des aktuellen Themas unbedingt lesenswert! Dieser Roman beruht auf der wahren Lebensgeschichte von William James Sidis, der von seinen Eltern mit harter Konsequenz und strengen Regeln zu einem hochintelligenten "Genie" herangezogen wird. Dieses Buch ist unglaublich berührend, hat viele kluge und auch lustige Passagen und hinterlässt den Leser sehr nachdenklich. Trotz seiner Intelligenz fällt William das Leben so schwer, er kommt mit seinen Mitmenschen und der Gesellschaft nicht zurecht und da man den "Wunderjungen von Harvard" beim Lesen in sein Herz schliesst, muss man sich auch ständig Sorgen um ihn machen. Sehr ergreifend und aufgrund des aktuellen Themas unbedingt lesenswert!

„Alles Wissen der Welt“

Tanja Kuhner, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Es beginnt spannend und sehr komisch: ein armer Einwanderer, hochbegabt, zielstrebig, humorlos, legt im Amerika Ende des 19. Jahrhunderts einen rasanten Aufstieg hin bis zur Universitätskarriere.
Seinem Sohn wird er ab dem Babyalter systematisch Wissen zuführen, auf der Strecke bleiben Wärme, Liebe, Empathie. Ein Monstrum entsteht, das von der Presse als Wunderkind ausgestellt wird. Auf den normalen Alltag hat den Jungen niemand vorbereitet.

Ein ungewöhnlicher Entwicklungsroman mit vielen aktuellen Themen -
Pädagogikgruseleffekt inklusive.
Es beginnt spannend und sehr komisch: ein armer Einwanderer, hochbegabt, zielstrebig, humorlos, legt im Amerika Ende des 19. Jahrhunderts einen rasanten Aufstieg hin bis zur Universitätskarriere.
Seinem Sohn wird er ab dem Babyalter systematisch Wissen zuführen, auf der Strecke bleiben Wärme, Liebe, Empathie. Ein Monstrum entsteht, das von der Presse als Wunderkind ausgestellt wird. Auf den normalen Alltag hat den Jungen niemand vorbereitet.

Ein ungewöhnlicher Entwicklungsroman mit vielen aktuellen Themen -
Pädagogikgruseleffekt inklusive.

Andrea Becker, Thalia-Buchhandlung Fulda

Ein großartiger Roman über einen Einwanderer um 1890 in die USA, dem Bildung wichtiger ist als Essen oder eine gute Unterkunft. Er will die Welt durch Bildung verbessern! Ein großartiger Roman über einen Einwanderer um 1890 in die USA, dem Bildung wichtiger ist als Essen oder eine gute Unterkunft. Er will die Welt durch Bildung verbessern!

„der kleine William bricht alle Rekorde....das größte Genie aller Zeiten“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Spannender biographischer Roman über ein mehr als exzentrisches Genie im Zwiespalt zwischen überhöhten Anforderungen, Selbstbestimmung und Erfolg ! Trotz des persönlichen Scheiterns im zwischenmenschlichen Bereich ,gilt die Sidis- Methode bis heute als anerkannt... lesenswert ! Spannender biographischer Roman über ein mehr als exzentrisches Genie im Zwiespalt zwischen überhöhten Anforderungen, Selbstbestimmung und Erfolg ! Trotz des persönlichen Scheiterns im zwischenmenschlichen Bereich ,gilt die Sidis- Methode bis heute als anerkannt... lesenswert !

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Ein bemerkenswertes Romandebüt; Biografischer Roman über die wahre, faszinierende Lebensgeschichte des exzentrischen Genies Sidis - bewegend, verbüffend und überraschend aktuell. Ein bemerkenswertes Romandebüt; Biografischer Roman über die wahre, faszinierende Lebensgeschichte des exzentrischen Genies Sidis - bewegend, verbüffend und überraschend aktuell.

Thomas Brock, Thalia-Buchhandlung Lübeck

Ein tolles Buch über das Leben des klügsten Amerikaners, den es je gab. Ein Tipp für alle, die biografische Romane lieben Ein tolles Buch über das Leben des klügsten Amerikaners, den es je gab. Ein Tipp für alle, die biografische Romane lieben

„Die Folgen von Ehrgeiz “

Laura Donauer, Thalia-Buchhandlung Landau

Die unglaubliche (und wahre!) Geschichte des „Wunderjungen von Harvard“ William James Sidis verpackt in einen großartigen und mitreißenden Roman.
Wir begleiten zunächst dessen eigensinnigen und ungemein ehrgeizigen Vater Boris Sidis bei seinem Versuch, die Welt durch Bildung zu verbessern. Mit seinem Sohn William bietet sich Boris die perfekte Gelegenheit, seine pädagogischen Prämissen praktisch umzusetzen und sein Kind nach der Sidis-Methode zu erziehen, nach Boris ein Garant für intellektuelle Unabhängigkeit und unübertreffliche Intelligenz.
Boris Sidis triumphiert, sein Sohn wird gefeiert, überspringt alle Klassenstufen, wird jüngster Student in Harvard. Doch je mehr William in die Öffentlichkeit gezerrt wird, desto mehr beginnt er mit den Erwartungen und Ansprüchen seiner Eltern zu brechen.
Zehrer schildert das Leben von William James Sidis, dem Genie, dem Rebell, in einer so furiosen und klugen Art, mit Witz und Komik, mit Ernst und Traurigkeit, dass mich die Geschichte von Beginn an nicht mehr losgelassen hat. Zehrer brachte mich zum Schmunzeln, ließ mich entsetzt weiterlesen, brachte mich zum Nachdenken und ließ mich schließlich sprachlos zurück.
Seine Sprache strotzt nur so vor Schlagfertigkeit, Ironie und geistreichen Pointen. Ein wirklich brillanter, fabelhafter Roman, der meine Erwartungen weit übertroffen hat!
Die unglaubliche (und wahre!) Geschichte des „Wunderjungen von Harvard“ William James Sidis verpackt in einen großartigen und mitreißenden Roman.
Wir begleiten zunächst dessen eigensinnigen und ungemein ehrgeizigen Vater Boris Sidis bei seinem Versuch, die Welt durch Bildung zu verbessern. Mit seinem Sohn William bietet sich Boris die perfekte Gelegenheit, seine pädagogischen Prämissen praktisch umzusetzen und sein Kind nach der Sidis-Methode zu erziehen, nach Boris ein Garant für intellektuelle Unabhängigkeit und unübertreffliche Intelligenz.
Boris Sidis triumphiert, sein Sohn wird gefeiert, überspringt alle Klassenstufen, wird jüngster Student in Harvard. Doch je mehr William in die Öffentlichkeit gezerrt wird, desto mehr beginnt er mit den Erwartungen und Ansprüchen seiner Eltern zu brechen.
Zehrer schildert das Leben von William James Sidis, dem Genie, dem Rebell, in einer so furiosen und klugen Art, mit Witz und Komik, mit Ernst und Traurigkeit, dass mich die Geschichte von Beginn an nicht mehr losgelassen hat. Zehrer brachte mich zum Schmunzeln, ließ mich entsetzt weiterlesen, brachte mich zum Nachdenken und ließ mich schließlich sprachlos zurück.
Seine Sprache strotzt nur so vor Schlagfertigkeit, Ironie und geistreichen Pointen. Ein wirklich brillanter, fabelhafter Roman, der meine Erwartungen weit übertroffen hat!

„Wenn der Genius mit der realen Welt kollidiert...“

Beate Müller-Egberink, Thalia-Buchhandlung Landau

Dieser Roman ist wirklich ganz besonders. Noch dazu ein Erstlingswerk. Der Protagonist, William James Sidis, 1910 in Osteuropa geboren, galt als das größte Genie seiner Zeit. Nach ehrgeizigen Plänen seines Vaters erzogen, dem Bildung als das Wichtigste galt, wurde er schon zu Kinderzeiten wegen seiner Intelligenz gerühmt. Er sprach neun Sprachen und war auf allen Gebieten des Wissens außerordentlich. Seine größte Sehnsucht war die nach einer freien Welt, in der der Geist sich ungehindert entfalten kann.
Nachdem ihm verboten wurde zu unterrichten, entschloss er sich schon früh nach Amerika auszuwandern. In Boston erwartete ihn aber nicht nur Freiheit, sondern auch eine ignorante und ausbeuterische Welt die nur dem Mammon nachjagte, egoistisch und kalt.
Enttäuscht, weigerte er sich, seine legendäre Intelligenz in den Dienst einer solchen Gesellschaft zu stellen. William Sidis berührt, und regt zum nach-und weiterdenken an. Der Autor hat uns mit ihm einen interessanten, liebenswerten Menschen geschenkt, den Rückgrat und auch Zivilcourage auszeichneten und dessen Drang nach Freiheit ungebrochen blieb. Ein nicht nur inhaltliche sondern auch sprachlich großartig erzählter Roman. Unbedingt lesen!
Dieser Roman ist wirklich ganz besonders. Noch dazu ein Erstlingswerk. Der Protagonist, William James Sidis, 1910 in Osteuropa geboren, galt als das größte Genie seiner Zeit. Nach ehrgeizigen Plänen seines Vaters erzogen, dem Bildung als das Wichtigste galt, wurde er schon zu Kinderzeiten wegen seiner Intelligenz gerühmt. Er sprach neun Sprachen und war auf allen Gebieten des Wissens außerordentlich. Seine größte Sehnsucht war die nach einer freien Welt, in der der Geist sich ungehindert entfalten kann.
Nachdem ihm verboten wurde zu unterrichten, entschloss er sich schon früh nach Amerika auszuwandern. In Boston erwartete ihn aber nicht nur Freiheit, sondern auch eine ignorante und ausbeuterische Welt die nur dem Mammon nachjagte, egoistisch und kalt.
Enttäuscht, weigerte er sich, seine legendäre Intelligenz in den Dienst einer solchen Gesellschaft zu stellen. William Sidis berührt, und regt zum nach-und weiterdenken an. Der Autor hat uns mit ihm einen interessanten, liebenswerten Menschen geschenkt, den Rückgrat und auch Zivilcourage auszeichneten und dessen Drang nach Freiheit ungebrochen blieb. Ein nicht nur inhaltliche sondern auch sprachlich großartig erzählter Roman. Unbedingt lesen!

„Genie und Wahnsinn“

Christine Fehlhaber, Thalia-Buchhandlung Dresden

Fünf Jahre hat Klaus Cäsar Zehrer an diesem Buch geschrieben...und es hat sich gelohnt.
Er erzählt unheimlich spannend das Leben von William James Sidis, dem vielleicht größten Genie des letzten Jahrhunderts. Schon im Kindesalter wurde er von seinen Eltern mit einer speziellen Lernmethode gefördert und mit 11 Jahren begann Sidis ein Studium an der Harvard Universität.
Natürlich birgt so ein Leben auch jede Menge Schattenseiten, denn bekanntlich liegen Genie und Wahnsinn ja dicht beieinander.
Eine wirklich anregende Lektüre, nicht zuletzt, weil Zehrer auch ein fesselndes Portrait des Amerika der 40er und 50er Jahre gelungen ist.
Fünf Jahre hat Klaus Cäsar Zehrer an diesem Buch geschrieben...und es hat sich gelohnt.
Er erzählt unheimlich spannend das Leben von William James Sidis, dem vielleicht größten Genie des letzten Jahrhunderts. Schon im Kindesalter wurde er von seinen Eltern mit einer speziellen Lernmethode gefördert und mit 11 Jahren begann Sidis ein Studium an der Harvard Universität.
Natürlich birgt so ein Leben auch jede Menge Schattenseiten, denn bekanntlich liegen Genie und Wahnsinn ja dicht beieinander.
Eine wirklich anregende Lektüre, nicht zuletzt, weil Zehrer auch ein fesselndes Portrait des Amerika der 40er und 50er Jahre gelungen ist.

„Das perfekte Leben?“

Claudia Tross, Thalia-Buchhandlung Offenbach

Das interessante beim Lesen dieses außergewöhnlichen Romans war für mich, dass ich die Person des William James Sidis nicht so recht leiden konnte. Zum einen, weil niemand Klugscheißer mag und zum anderen seine Defizite im Zwischenmenschlichen schon sehr bizarr waren.
Zehrer hat sich intensiv in die Vita Sidis eingearbeitet und einen aufregenden, lebhaften biographischen Roman geschrieben, der die Atmosphäre dieser Zeit perfekt in Szene setzt.
Man kann das Wunderkind gut verstehen, dass er den Rummel um seine Person ablehnt und 16jährig mitteilt, dass er das perfekte Leben leben möchte, dies aber nur in der Abgeschiedenheit möglich ist und er die Menschenmassen hasse.
Unbedingt zur Lektüre von mir empfohlen.
Das interessante beim Lesen dieses außergewöhnlichen Romans war für mich, dass ich die Person des William James Sidis nicht so recht leiden konnte. Zum einen, weil niemand Klugscheißer mag und zum anderen seine Defizite im Zwischenmenschlichen schon sehr bizarr waren.
Zehrer hat sich intensiv in die Vita Sidis eingearbeitet und einen aufregenden, lebhaften biographischen Roman geschrieben, der die Atmosphäre dieser Zeit perfekt in Szene setzt.
Man kann das Wunderkind gut verstehen, dass er den Rummel um seine Person ablehnt und 16jährig mitteilt, dass er das perfekte Leben leben möchte, dies aber nur in der Abgeschiedenheit möglich ist und er die Menschenmassen hasse.
Unbedingt zur Lektüre von mir empfohlen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
25 Bewertungen
Übersicht
22
3
0
0
0

Faszinierend und eindrucksvoll
von einer Kundin/einem Kunden aus Weeze am 20.07.2018

William James Sidis war ein US-amerikanisches „Genie“ mit geschätztem IQ von 250, das mit 18 Monaten Zeitung lesen konnte, mit fünf Jahren acht Sprachen (darunter eine selbst erfundene) sprach und mit elf Jahren der jüngste Harvard-Student aller Zeiten war. Er wurde am 1. April 1898 in New York City... William James Sidis war ein US-amerikanisches „Genie“ mit geschätztem IQ von 250, das mit 18 Monaten Zeitung lesen konnte, mit fünf Jahren acht Sprachen (darunter eine selbst erfundene) sprach und mit elf Jahren der jüngste Harvard-Student aller Zeiten war. Er wurde am 1. April 1898 in New York City geboren und verstarb mit 46 Jahren am 17. Juli 1944 in Boston, Massachusetts. In seinem Debütroman „Das Genie“ erzählt Klaus Cäsar Zehrer die ebenso faszinierende, wie nachdenklich machende Geschichte dieses „Wunderkindes“. Der Roman beginnt mit dessen Vater Boris Sidis, der aus dem russischen Kaiserreich 1887 nach Amerika emigriert und dort Dank seiner Wissbegierde und Intelligenz ein völlig neues Leben beginnt, indem er sich anhand von Büchern vieles erarbeitet und schließlich auch zu akademischen Titeln gelangt. „Für einen intelligenten Menschen ist Wissen wie ein zahmer Vogel. Er muss nur seine Sinne öffnen wie ein Fenster, dann fliegt es ihm zu, frei und leicht, und bleibt für immer.“ (S. 62) Schließlich ist er als bekannter Psychologe davon besessen, „die Menschheit von ihrer schlimmsten Seuche zu befreien, der Dummheit, und somit zugleich vom verrohten Sohn der Dummheit, dem Krieg.“ Er glaubt den universalen Impfstoff gegen die Dummheit in einer Erziehungsmethode entdeckt zu haben und probiert diese von Geburt an bei seinem Sohn William James aus, der sich schnell zu einem hochbegabten Kind entwickelt. Durch Anwendung der Sidis-Methode könnten alle Kinder die gleichen Fähigkeiten entwickeln wie sein Sohn, behauptet er. Doch als William älter wird bricht er mit seinen Eltern und seiner Vergangenheit. Er weigert sich, seine Intelligenz einer Gesellschaft zur Ver­fügung zu stellen, die von Ausbeutung, Profitsucht und Militärgewalt beherrscht wird. Stattdessen versucht er, sein Leben nach eigenen Vorstel­lungen zu gestalten – mit aller Konsequenz. Während ich zu Beginn des Romans noch Bewunderung für die Hartnäckigkeit und den unerschütterlichen Lernwillen des Boris Sidis und seiner späteren Frau empfinden konnte, schlug dies um, als sie ihre Erziehungsmethode an dem eigenen Kind ausprobieren. Schnell erkennt man beim Lesen, welche entscheidende Zutat der Sidis-Methode fehlt, die den Verstand über alles stellt. Man erlebt ein unglaublich kluges, aber auch sehr schrulliges und enorm einsames Kind, das einzig und allein ein Produkt seiner Eltern ist und trotz Intelligenz dem Leben nicht so recht gewachsen ist. So sehr das Wunderkind in den ersten Jahren zumindest in der Denkleistung brilliert, so sehr betrübt es erkennen zu müssen, dass der Junge dies mit einer nie gelebten Kindheit bezahlen muss und von den Eltern schließlich sogar beschuldigt wird, für das Scheitern der Sidis-Erziehungsmethode allein verantwortlich zu sein. Man mag sich eigentlich lieber keine Gedanken darüber machen, was geschehen wäre, wenn das Ergebnis ein anderes gewesen wäre und Boris Sidis mit seiner Theorie, dass alle Säuglinge ab der Geburt die gleichen geistigen Startbedingungen haben, recht gehabt hätte. Wäre die Welt wirklich besser geworden, wenn sich die Sidis-Methode flächendeckend durchgesetzt hätte und die Universitäten voll mit Zehnjährigen wären? Im Sinne der Kinder wäre dies eher nicht wünschenswert, wenn man den Werdegang von William James Sidis verfolgt, dessen Probleme in diesem Roman gut nachvollziehbar dargestellt werden. „Dabei war Billy durchaus nicht der Lehrerliebling, für den seine Mitschüler ihn hielten. Im Gegenteil, den meisten Lehrern war er suspekt. Seine Auffassungsgabe war ihnen nicht geheuer, seine Selbstgewissheit unsympathisch, seine Altklugheit lästig. Sie unterrichteten in der ständigen Furcht, durch seine Verbesserungen vor der ganzen Klasse blamiert zu werden, und sie spürten, wie in seiner Anwesenheit ihre Autorität schwand, ohne dass sie genau sagen konnten, ob daran seine Kommentare schuld waren oder ihre Angst vor ihnen.“ (S. 261/262) Fast wünscht man sich, dass dieser Roman keinen realen Hintergrund hätte und auch wenn er in längst vergangenen Zeiten spielt, findet er doch auch genug Berührungspunkte mit der heutigen Zeit und immer aktuellen Themen. Insgesamt ein faszinierendes Buch, das viel Stoff zum Nachdenken bietet und das ich kaum noch aus der Hand legen mochte – für mich ein echtes Lesehighlight, das ich sehr empfehlen kann.

Ein Geniestreich
von einer Kundin/einem Kunden aus Lahnstein am 01.01.2018

Der Autor hat es geschaft über die gesamte Länge des Buches den Spannungsbogen stets gespannt zu halten. Eine Geschichte, die unglaublich fesselnd ist und die beständige These „Wo Licht ist, ist auch Schatten“ meiner Ansicht nach bestätigt. Die Sidis-Methode, die so viel verprechend und revolutionär zu sein scheint bis... Der Autor hat es geschaft über die gesamte Länge des Buches den Spannungsbogen stets gespannt zu halten. Eine Geschichte, die unglaublich fesselnd ist und die beständige These „Wo Licht ist, ist auch Schatten“ meiner Ansicht nach bestätigt. Die Sidis-Methode, die so viel verprechend und revolutionär zu sein scheint bis sie ihre Schattenseiten aufzeigt. Die größte Intelligenz nützt nichts, wenn die Liebe und soziale Anpassungsfähigkeit auf der Strecke bleiben. Klaus Cäser Zehrer, ich ziehe meinen Hut vor Ihnen und dieses Werkes, welches ich fast schon ehrfürchtig zu einem der besten Werke, das ich bisher lesen durfte, halte - Chapeau!

von einer Kundin/einem Kunden am 29.09.2017
Bewertet: anderes Format

Imposante Geschichte eines Wunderknaben zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Sehr berührend geschrieben, sodass man in diese Welt eintauchen kann, als wäre man selber dabei!