Warenkorb
 

Vincent

Roman. Kentucky Literary Award Finalist for Fiction 2004

(37)
Wußten Sie, daß große Popsongs und Filme von einem unglücklichen, aber genialen Künstler stammen? Und damit einem solchen die Ideen nicht ausgehen, sorgen in diesem Roman ›Beschützer‹ dafür, daß ihm ständig neues Leid widerfährt. Denn das ist der Rohstoff, aus dem wahre Kunst entsteht. Bringt das Genie das Kunststück fertig, trotzdem ein glücklicher Künstler zu werden? Vincent – ein Chamäleon von einem Roman, der als Satire beginnt, sich in einen bizarren Alptraum verwandelt und am Ende zu Tränen rührt.
Portrait
Joey Goebel ist 1980 in Henderson, Kentucky, geboren, wo er auch heute lebt und Schreiben lehrt. Seine früheren Romane ›Vincent‹, ›Freaks‹ und ›Heartland‹ wurden in 14 Sprachen übersetzt. Zuletzt erschienen: ›Ich gegen Osborne‹
… weiterlesen
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 448
Erscheinungsdatum 27.03.2007
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-23647-7
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 18,1/11,5/2,5 cm
Gewicht 345 g
Originaltitel Torture the Artist
Auflage 7
Übersetzer Hans M. Herzog, Michael Jendis
Buch (Taschenbuch)
13,00
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
PAYBACK Punkte

Buchhändler-Empfehlungen

„Vincent“

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Gera

Was ist Kunst und gibt es echte Kunst heute noch? Kann große Kunst nur durch großes Leid entstehen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich dieser emotionale Roman rund um Vincent, der dazu auserkoren wurde ein leidendes Genie zu sein. Was ist Kunst und gibt es echte Kunst heute noch? Kann große Kunst nur durch großes Leid entstehen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich dieser emotionale Roman rund um Vincent, der dazu auserkoren wurde ein leidendes Genie zu sein.

L.Vaupel, Thalia-Buchhandlung Leipzig

Ein immer aktuell bleibender Roman, der sich mit den Künstlern und ihrer Kunst kritisch auseinander setzt. Muss einem Leid widerfahren um das Bestmögliche erschaffen zu können?! Ein immer aktuell bleibender Roman, der sich mit den Künstlern und ihrer Kunst kritisch auseinander setzt. Muss einem Leid widerfahren um das Bestmögliche erschaffen zu können?!

Julia Sesulka, Thalia-Buchhandlung Pforzheim

" Du wirst niemals glücklich sein ..."

Vincent, ein Genie, das zum Leiden auserkoren wurde, um daraus Kreativität zu schöpfen ... äußerst eindringlich und bewegend!
" Du wirst niemals glücklich sein ..."

Vincent, ein Genie, das zum Leiden auserkoren wurde, um daraus Kreativität zu schöpfen ... äußerst eindringlich und bewegend!

Laura Schwartz, Thalia-Buchhandlung Landau

Skurril, bissig, tragisch! Wer steckt hinter all den berühmten Popsongs und Filmen? Kein anderer als Vicent, ein Künstler, tief unglücklich, aber genial! Ein großartiges Buch! Skurril, bissig, tragisch! Wer steckt hinter all den berühmten Popsongs und Filmen? Kein anderer als Vicent, ein Künstler, tief unglücklich, aber genial! Ein großartiges Buch!

Anne Feldhaus, Thalia-Buchhandlung Bremen

Mit beißender Ironie seziert der Autor, der diesen Roman im Alter von 17(!) Jahren schrieb, unsere Medienlandschaft. Was für ein Debüt!
Jung, schnell, wild, furios!
Mit beißender Ironie seziert der Autor, der diesen Roman im Alter von 17(!) Jahren schrieb, unsere Medienlandschaft. Was für ein Debüt!
Jung, schnell, wild, furios!

Sarah Scheulen, Thalia-Buchhandlung Dorsten

Dieses Buch ist mir damals nur zufällig in die Hände gefallen. Zum Glück, muss ich sagen, denn ich möchte es nicht mehr missen. Ein absoluter Favorit! Dieses Buch ist mir damals nur zufällig in die Hände gefallen. Zum Glück, muss ich sagen, denn ich möchte es nicht mehr missen. Ein absoluter Favorit!

Kerstin Ehlert, Thalia-Buchhandlung Neuss

Wer hat Ihren Lieblingssong geschrieben? Wer verfasste das Drehbuch Ihrer Lieblingsserie?
Vincent, ein genialer, aber unglücklicher Künstler.
Scharfsinnig, mitreißend, brillant!
Wer hat Ihren Lieblingssong geschrieben? Wer verfasste das Drehbuch Ihrer Lieblingsserie?
Vincent, ein genialer, aber unglücklicher Künstler.
Scharfsinnig, mitreißend, brillant!

Thomas Canje, Thalia-Buchhandlung Krefeld

Bemerkenswerter Roman über ein junges Genie. Zu Herzen gehend, witzig und mit vielen satirischen Seitenhieben auf fehlgeleitete Begabtenförderung. Bemerkenswerter Roman über ein junges Genie. Zu Herzen gehend, witzig und mit vielen satirischen Seitenhieben auf fehlgeleitete Begabtenförderung.

Kerstin Brummack, Thalia-Buchhandlung Berlin

Von einem, der auszog, Leben in Kunst zu übertragen. "Vincent" zu lesen war eine Entdeckung. Goebel erzählt, was kreativ macht. Leid etwa? Musik vielleicht? Lesen! Von einem, der auszog, Leben in Kunst zu übertragen. "Vincent" zu lesen war eine Entdeckung. Goebel erzählt, was kreativ macht. Leid etwa? Musik vielleicht? Lesen!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Da bekommt die Unterhaltungsindustrie auf beste Art und Weise ihr Fett weg. Da bekommt die Unterhaltungsindustrie auf beste Art und Weise ihr Fett weg.

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Lesen und sich überraschen lassen! Der Plot ist originell und Goebels Stil sehr frisch. Lesen und sich überraschen lassen! Der Plot ist originell und Goebels Stil sehr frisch.

„Sieht so unsere Zukunft aus?“

Annette Ordnung, Thalia-Buchhandlung Dresden

Ein amerikanisches Buch über die Musikindustrie. Darüber, wie sie vielleicht funktionieren könnte.
Ein sehr begabter Junge bekommt einen "Aufpasser" zur Seite gestellt. Der dafür sorgt, das all sein Glück bald endet. Nur wer Trauer und Leid kennt, kann ganz gross kreativ sein.
So der Gedanke, wohin es führt, beschreibt er sehr realistisch. (Marlen Dammler)
Ein amerikanisches Buch über die Musikindustrie. Darüber, wie sie vielleicht funktionieren könnte.
Ein sehr begabter Junge bekommt einen "Aufpasser" zur Seite gestellt. Der dafür sorgt, das all sein Glück bald endet. Nur wer Trauer und Leid kennt, kann ganz gross kreativ sein.
So der Gedanke, wohin es führt, beschreibt er sehr realistisch. (Marlen Dammler)

„Bewegend“

Anja Neugebauer, Thalia-Buchhandlung Ingolstadt

"Vincent Spinetti. Sein Vater unbekannt. Seine Mutter eine Hure. Er wuchs in Kramden, Illinois, und Kokomo, Indiana, auf. Als er sieben Jahre alt war, verkaufte ihn seine Mutter an ein innovatives Unternehmen aus der Unterhaltungsbranche, dessen Ziel es war, mit ihm Geld zu verdienen. Fünfzehn Jahre lang wurde sein Leben nur deshalb manipuliert, weil einem äußerst ehrgeizigen Mann ein absurder Marketingplan einfiel, den sich andere ehrgeizige Männer als gute Idee aufschwatzen ließen." - Zitat aus "Vincent" von Joey Goebel und zugleich die beste Beschreibung was Sie in diesem Buch erwartet. Vincent ist der für mich tragischste und zugleich vollkommenste Protagonist den je ein Autor erschaffen hat!
"Vincent Spinetti. Sein Vater unbekannt. Seine Mutter eine Hure. Er wuchs in Kramden, Illinois, und Kokomo, Indiana, auf. Als er sieben Jahre alt war, verkaufte ihn seine Mutter an ein innovatives Unternehmen aus der Unterhaltungsbranche, dessen Ziel es war, mit ihm Geld zu verdienen. Fünfzehn Jahre lang wurde sein Leben nur deshalb manipuliert, weil einem äußerst ehrgeizigen Mann ein absurder Marketingplan einfiel, den sich andere ehrgeizige Männer als gute Idee aufschwatzen ließen." - Zitat aus "Vincent" von Joey Goebel und zugleich die beste Beschreibung was Sie in diesem Buch erwartet. Vincent ist der für mich tragischste und zugleich vollkommenste Protagonist den je ein Autor erschaffen hat!

„Da fehlen mir die Worte...“

Daniela True, Thalia-Buchhandlung Bremen

Das absolut traurigste, dramatischste, bewegendsde, großartigste Buch, das ich je gelesen habe! Mehr kann und will ich dazu gar nicht sagen. Dieses Buch müssen Sie selbst erleben! Das absolut traurigste, dramatischste, bewegendsde, großartigste Buch, das ich je gelesen habe! Mehr kann und will ich dazu gar nicht sagen. Dieses Buch müssen Sie selbst erleben!

„Ohne Leid keine Kunst....“

B. Keller, Thalia-Buchhandlung Bonn (Metropol)

„Nur aus Leid entsteht wahre Kunst!“ So das Motto einer neu errichteten Eliteschule, die junge Künstler aufnimmt und in ihrer Entwicklung fördern möchte. Die Methoden sind allerdings sehr eigenwillig, denn gemäß des Schulmottos sorgen sogenannte Mentoren dafür, dass die Kinder bis ins Erwachsenenalter nichts anderes erleiden als Schicksalsschläge.
Das Konzept geht auf, aber dann kommt Vincent und sein Mentor Harlan sieht einer Zerreißprobe entgegen, die von ihm mehr als nur die Kunst der Manipulation erfordert....
Nicht mit Schimpf und Schande zieht Goebel gegen die moderne Medienpolitik in den Krieg sondern mit leisem Sarkasmus und bitterer Ironie. Erbarmungslos trägt er den Kampf gegen die Kommerzialisierung der Kunst auf den Rücken seiner beiden Protagonisten aus, die leiden und stöhnen unter dem Druck einer Medienwelt, in der die Zusammenkunft einer handvoll selbstdarstellerischer Hobbyküche zwar nur selten die Gaumen der Mitstreiter aber dafür umso mehr die Einschaltquoten jubelieren lässt und in der wir erleben dürfen, wie Schafbauern zwar keine Frau für’s Leben aber den Weg in die Charts finden. Goebel trotzt diesem großen Gegner „Unterhaltung“ mit zwei wundervollen Protagonisten und ihrer schwierigen Beziehung, in der Liebe und Hass ebenso kollidieren wie Freiheit und Abhängigkeit. Sie werden am Ende dieses Buches keine Definition von Kunst finden, sie werden auch nicht wissen, ob Kunst in der heutigen Zeit überhaupt noch möglich ist, sie bekommen kein Patentrezept, wie sie sich vor der völligen Sinnentleerung des Fernsehens schützen können aber sie werden die Gewissheit haben, an etwas teilgenommen zu haben, das man als große Kunst bezeichnen kann, sie haben „Goebel at his best“ gelesen, dadurch wird man vielleicht nicht „Supertalent“ oder „Topmodel“ aber ganz bestimmt glücklich!
Verstörend ehrlich und bitterböse
„Nur aus Leid entsteht wahre Kunst!“ So das Motto einer neu errichteten Eliteschule, die junge Künstler aufnimmt und in ihrer Entwicklung fördern möchte. Die Methoden sind allerdings sehr eigenwillig, denn gemäß des Schulmottos sorgen sogenannte Mentoren dafür, dass die Kinder bis ins Erwachsenenalter nichts anderes erleiden als Schicksalsschläge.
Das Konzept geht auf, aber dann kommt Vincent und sein Mentor Harlan sieht einer Zerreißprobe entgegen, die von ihm mehr als nur die Kunst der Manipulation erfordert....
Nicht mit Schimpf und Schande zieht Goebel gegen die moderne Medienpolitik in den Krieg sondern mit leisem Sarkasmus und bitterer Ironie. Erbarmungslos trägt er den Kampf gegen die Kommerzialisierung der Kunst auf den Rücken seiner beiden Protagonisten aus, die leiden und stöhnen unter dem Druck einer Medienwelt, in der die Zusammenkunft einer handvoll selbstdarstellerischer Hobbyküche zwar nur selten die Gaumen der Mitstreiter aber dafür umso mehr die Einschaltquoten jubelieren lässt und in der wir erleben dürfen, wie Schafbauern zwar keine Frau für’s Leben aber den Weg in die Charts finden. Goebel trotzt diesem großen Gegner „Unterhaltung“ mit zwei wundervollen Protagonisten und ihrer schwierigen Beziehung, in der Liebe und Hass ebenso kollidieren wie Freiheit und Abhängigkeit. Sie werden am Ende dieses Buches keine Definition von Kunst finden, sie werden auch nicht wissen, ob Kunst in der heutigen Zeit überhaupt noch möglich ist, sie bekommen kein Patentrezept, wie sie sich vor der völligen Sinnentleerung des Fernsehens schützen können aber sie werden die Gewissheit haben, an etwas teilgenommen zu haben, das man als große Kunst bezeichnen kann, sie haben „Goebel at his best“ gelesen, dadurch wird man vielleicht nicht „Supertalent“ oder „Topmodel“ aber ganz bestimmt glücklich!
Verstörend ehrlich und bitterböse

„Vincent“

Annika Gebben, Thalia-Buchhandlung Wetzlar

Dies ist wohl eines der Bücher, die ich mit auf die berühmte Insel nehmen würde.
Ein alternder Medienmogul beschließt eine Schule zu gründen um Talente zu fördern, die die Medienwelt mit anspruchsvolleren Filmen, Soaps und Songs versorgen soll, als er es bisher getan hat. Und dafür muss Vincent, einer der Schüler, leiden. Harlan, sein Betreuer, sorgt dafür, denn ein Künstler wird ja bekanntlich erst in großem Unglück richtig genial!
Eine großartige Kritik an die Medien und die Geschichte von Leid, Freundschaft und Glück.
Unbedingt lesen!!!
Dies ist wohl eines der Bücher, die ich mit auf die berühmte Insel nehmen würde.
Ein alternder Medienmogul beschließt eine Schule zu gründen um Talente zu fördern, die die Medienwelt mit anspruchsvolleren Filmen, Soaps und Songs versorgen soll, als er es bisher getan hat. Und dafür muss Vincent, einer der Schüler, leiden. Harlan, sein Betreuer, sorgt dafür, denn ein Künstler wird ja bekanntlich erst in großem Unglück richtig genial!
Eine großartige Kritik an die Medien und die Geschichte von Leid, Freundschaft und Glück.
Unbedingt lesen!!!

„Verstörend,mutig,spannend“

Katharina Leyendecker

"Kunst kommt von Kummer "- kann ein Künstler erst dann wirklich grandios werden, wenn er unglücklich ist? Viele Beispiele in der Geschichte unterstützen diese These und auch der Agent Harlan glaubt fest daran. Und genau aus diesem Grunde tut er alles, damit sein Schüler Vincent alles ist-außer glücklich. Harlan intrigiert, lügt, betrügt- und Vincent wird immer kreativer und erfolgreicher…
Eine Mediensatire, die einen fest in ihren Bann zieht, unterhält und nachdenklich stimmt. Genauso zu empfehlen wie die anderen Bücher des jungen Amerikaners Joey Goebel!
"Kunst kommt von Kummer "- kann ein Künstler erst dann wirklich grandios werden, wenn er unglücklich ist? Viele Beispiele in der Geschichte unterstützen diese These und auch der Agent Harlan glaubt fest daran. Und genau aus diesem Grunde tut er alles, damit sein Schüler Vincent alles ist-außer glücklich. Harlan intrigiert, lügt, betrügt- und Vincent wird immer kreativer und erfolgreicher…
Eine Mediensatire, die einen fest in ihren Bann zieht, unterhält und nachdenklich stimmt. Genauso zu empfehlen wie die anderen Bücher des jungen Amerikaners Joey Goebel!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
37 Bewertungen
Übersicht
26
9
2
0
0

"Du wirst niemals glücklich sein"
von einer Kundin/einem Kunden am 02.01.2017

Vincent beginnt mit dem Satz „Tut mir leid, dass Du es ausgerechnet von mir erfährst, aber Du wirst niemals glücklich sein.“ Und ist zugleich der erste Satz eines Briefes, den der etwas betrunkene Harlan an den kleinen Vincent schreibt. „Du wirst niemals glücklich sein.“ Harlan ist ein Musikmanager mit... Vincent beginnt mit dem Satz „Tut mir leid, dass Du es ausgerechnet von mir erfährst, aber Du wirst niemals glücklich sein.“ Und ist zugleich der erste Satz eines Briefes, den der etwas betrunkene Harlan an den kleinen Vincent schreibt. „Du wirst niemals glücklich sein.“ Harlan ist ein Musikmanager mit nur einen einzigen Klienten und dass ist Vincent. Er begleitet Harlan ab frühester Kindheit und sorgt persönlich dafür, dass diesem mit sehr vielen Talenten ausgestatteten Künstler, niemals die Tragödien des Lebens ausgehen. Denn nur ein Künstler der leidet kann wahre Kunst erschaffen. Jedenfalls glaubt Harlan fest daran. Vincent ist in drei Teile geteilt und ist nicht wie man vermuten könnte aus der Sicht Vincents geschrieben, sondern aus der seines Managers Harlan Eiffler. Darin kritisiert der wirklich talentierte Romancier Joey Goebel die Unterhaltungsindustrie und erzählt bewegend die Sehnsüchte und Enttäuschungen von Heranwachsenden. Meiner Meinung nach gibt es, trotz der Unmengen an guter und neuer Unterhaltungsliteratur, nur wenige, die das Geschichtenerzählen so gut beherrschen wie es eben Goebel vermag. In einem Interview hat er verraten, dass er die Idee zu diesem Roman hatte während er ein Liebeslied im Radio hörte. Welcher Song es war weiß er heute nicht mehr oder will es vielleicht nicht verraten. Das Lied brachte ihn auf einen Gedanken: Was wäre wenn hinter allen Liebesballaden ein einziger Künstler steckte? Was müsse passieren damit dieser Künstler für eine lange Zeit auf einem hohen Niveau kreativ bleiben könnte? Goebel kam zu dem Schluss, dass dieser Künstler schlussendlich leiden müsse. Künstlerische Höchstleistungen würden vor allem aus der seelischen Not heraus enstehen. Dadurch ist der Hauptprotagonist der Geschichte ein richtiges Ekelpaket, der den armen Vincent immer weiter quält, um aus ihm noch den letzten Tropfen Kreativität zu pressen. Die Idee das Schicksal für einen anderen Menschen zu spielen und ihn aus dem Verborgenen heraus zu lenken ist dem Schriftsteller gut gelungen. Falls es nun noch jemanden gibt, der die Romane von Joey Goebel noch gar nicht kennt, dem sei nun jedes einzelne empfohlen. Jeder ist einzigartig und großartig verfasst.

von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Ein unvergesslicher Roman, selten trefffen eine so geniale Schreibe und eine so interessante Geschichte aufeinander!

Torture the artist
von einer Kundin/einem Kunden am 11.01.2014

Die Idee: Die Organisation "New Renaissance" hat es sich zum Ziel gesetzt, endlich wieder einmal gute Musik, gute TV-Serien und gute Filme auf den Markt zu bringen, da die derzeitige Unterhaltungsindustrie nur Musik/Serien/Filme mit sehr flachem Niveau für die breite Masse herausbringt. Ihr Leitsatz: "Nur ein leidender Künstler kann... Die Idee: Die Organisation "New Renaissance" hat es sich zum Ziel gesetzt, endlich wieder einmal gute Musik, gute TV-Serien und gute Filme auf den Markt zu bringen, da die derzeitige Unterhaltungsindustrie nur Musik/Serien/Filme mit sehr flachem Niveau für die breite Masse herausbringt. Ihr Leitsatz: "Nur ein leidender Künstler kann wahre Kunst vollbringen." Fazit: Ein Wunderkind muss ausgewählt werden, das nach seiner Schulausbildung einen Manager zur Seite gestellt bekommt, welcher für das Seelen-Unwohl des neuen Renaissance-Menschen sorgen soll, damit der leidende Künstler rund um die Uhr hochwertige Kunst produzieren kann. Vorgegaukelte unheilbare Krankheiten, Isolation von der Welt und natürlich Freundinnen, die entweder bestochen oder anderweitig dazu überredet werden den Leidenden zu verlassen, sind die Folge. Und wirklich: Vincent Spinetti schreibt unkonventionelle Lieder, Filmdrehbücher und Serieninhalte, die zuerst zögerlich von Medienkonzernen und Publikum angenommen und schließlich zu wahren Kassenschlagern werden. Dem Künstler bleibt der große Ruhm jedoch immer verwehrt; dafür sorgt "New Renaissance". Doch so gut das Projekt für die Unterhaltungsindustrie bzw. für die Menschheit auch ist, wie lange kann es moralisch fortbestehen? Schon alleine den Inhalt von "Vincent" bzw. die Idee von "New Renaissance" finde ich genial, unmoralisch, (für den Protagonisten) schmerzhaft und so unglaublich gut zu unserer heutigen Medienwelt passend, dass mich das Buch von der ersten Seite an fasziniert hat. Wegen seines aktuellen Themas und seiner pausenlosen, akkuraten Seitenhiebe auf die heutige Medienindustrie verstehe ich nicht ganz, warum auf "Vincents" Buchrücken der Inhalt als "satirisch" beschrieben wird, aber dies nur nebenbei. "Vincent", das im amerikanischen Original passenderweise "Torture the artist" heißt, zeichnet sich durch seine Unmoral, seine Genialität und seine Aktualität aus; sprich: es lässt sich genau mit ebenjenen Worte beschreiben, die ich weiter oben bereits angeführt habe, weshalb es für mich wieder einmal ein fabulöses, angenehm ungewöhnliches Buch war. Bei der Bewertung ziehe ich deshalb Joey Goebel nur einen Stern für seine oft vulgäre Wortwahl ab, durch die er mich nicht für sich einnehmen konnte.