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Auster und Klinge

Roman

(16)
Victor führt ein Doppelleben, als Hotelfachmann und Einbrecher. Als er wegen eines Bruchs im Gefängnis landet und von Frau und Tochter verstoßen wird, will er nach der Haft nur noch eines: Ein eigenes Restaurant eröffnen, um seine Familie zurückzugewinnen. Auch Georg hat zwei Identitäten, als Künstler einerseits und Erbe eines milliardenschweren Schlachtkonzerns andererseits. Doch Georg rührt seinen Erbteil nicht an, hasst die barbarischen Produktions- und Arbeitsbedingungen nicht nur in der familieneigenen Firma genauso, wie er den Kunstbetrieb verachtet: Er will die Gesellschaft mit radikalen Kunstaktionen aufrütteln - mit Aktionen, die wehtun.
Als Victor zufällig bei Georg unterkommt, treffen sie eine Abmachung: Victor bringt Georg das Einbrechen bei. Dafür erhält er von Georg das Kapital für sein ersehntes Restaurant. Der Plan scheint aufzugehen, bis Georgs Aktionen außer Kontrolle geraten ...
Virtuos und mit bösartiger Komik erzählt Lilian Loke von einem riskanten Deal in einer erbarmungslosen Welt.
Portrait
Lilian Loke, geboren 1985, studierte Englische Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Neuere deutsche Literatur und lebt in München. Ihr Debütroman "Gold in den Straßen" erschien 2015 und wurde mit dem Bayerischen Kunstförderpreis und dem Tukan-Preis ausgezeichnet. Für ihre literarischen Arbeiten erhielt sie u. a. das Literaturstipendium der Stadt München, das Werkstattstipendium der Jürgen-Ponto-Stiftung und der Autorenwerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin. Seit 2016 ist sie Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 313
Erscheinungsdatum 15.02.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-70059-0
Verlag C. H. Beck
Maße (L/B/H) 21,1/13,4/3 cm
Gewicht 450 g
Auflage 1
Verkaufsrang 42.830
Buch (gebundene Ausgabe)
19,95
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Buchhändler-Empfehlungen

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Ein pointierter gesellschaftskritischer Roman, der genau ins Hier und Jetzt passt. Durch den spitzen Humor wurde "Auster und Klinge" zu einem meiner Lieblingsbücher. Ein pointierter gesellschaftskritischer Roman, der genau ins Hier und Jetzt passt. Durch den spitzen Humor wurde "Auster und Klinge" zu einem meiner Lieblingsbücher.

Dermot Willis, Thalia-Buchhandlung Kassel

Lilian Loke spricht ein sehr schweres Thema an, wie schlecht muss es anderen Menschen gehen, damit es uns gut geht? Trotzdem ist dieses Buch sehr witzig, leicht sehr zu empfehlen. Lilian Loke spricht ein sehr schweres Thema an, wie schlecht muss es anderen Menschen gehen, damit es uns gut geht? Trotzdem ist dieses Buch sehr witzig, leicht sehr zu empfehlen.

„Ohne ein Blatt vor dem Mund“

T. Spring, Thalia-Buchhandlung Halle

Mit zynischem Unterton erzählt Loke die Geschichte von Georg und Victor, einem Künstler und einem Einbrecher und verpackt damit geschickt die Auswirkungen der Lebensweise der ersten auf die dritte Welt. Ein Buch, das ungeschminkt enorm wichtige Probleme unserer Gesellschaft auf den Punkt bringt! Mit zynischem Unterton erzählt Loke die Geschichte von Georg und Victor, einem Künstler und einem Einbrecher und verpackt damit geschickt die Auswirkungen der Lebensweise der ersten auf die dritte Welt. Ein Buch, das ungeschminkt enorm wichtige Probleme unserer Gesellschaft auf den Punkt bringt!

„"Sie haben doch keine Ahnung von Kunst"“

Demian Stock, Thalia-Buchhandlung Düren

"Auster und Klinge" sieht aus wie ein typischer Liebesroman, ist inhaltlich aber unfassbar weit davon entfernt.
Es geht um Victor, Hotelfachmann, und vorallem: Einbrecher. Frisch aus dem Gefängnis entlassen und fest entschlossen sein Leben in geregelte Bahnen zu lenken, trifft er auf Georg, einen Künstler der durch öffentliche Aktionen provozieren und schockieren möchte.
Victor hat vor ein neues Restaurant zu eröffnen und trifft eine Vereinbarung mit Georg. Er bringt ihm das einbrechen bei, wenn er ihm Startkapital borgt..

Sprachlich kann "Auster und Klinge" nicht verleugnen, dass es von einer Literaturwissenschaftlerin geschrieben wurde. Man bekommt einen wunderbaren Sprachfluss, bestehend aus knappen bis mittellangen Sätzen und extrem langen Aufzählungen, die sich gefühlt alle 5 Seiten einmal einschleichen.

Ein interessantes und unterhaltendes Buch, weit entfernt von sinnentleertem "Blah-Blah".
Ich kann es nur weiterempfehlen.
"Auster und Klinge" sieht aus wie ein typischer Liebesroman, ist inhaltlich aber unfassbar weit davon entfernt.
Es geht um Victor, Hotelfachmann, und vorallem: Einbrecher. Frisch aus dem Gefängnis entlassen und fest entschlossen sein Leben in geregelte Bahnen zu lenken, trifft er auf Georg, einen Künstler der durch öffentliche Aktionen provozieren und schockieren möchte.
Victor hat vor ein neues Restaurant zu eröffnen und trifft eine Vereinbarung mit Georg. Er bringt ihm das einbrechen bei, wenn er ihm Startkapital borgt..

Sprachlich kann "Auster und Klinge" nicht verleugnen, dass es von einer Literaturwissenschaftlerin geschrieben wurde. Man bekommt einen wunderbaren Sprachfluss, bestehend aus knappen bis mittellangen Sätzen und extrem langen Aufzählungen, die sich gefühlt alle 5 Seiten einmal einschleichen.

Ein interessantes und unterhaltendes Buch, weit entfernt von sinnentleertem "Blah-Blah".
Ich kann es nur weiterempfehlen.

Sabrina Müller, Thalia-Buchhandlung Siegburg

Kleinkrimineller trifft auf Performancekünstler.
Dieses Buch zeigt: mit vielschichtigen Charakteren, Humor, Biss und einer tollen Sprache kann man auch kritische Themen verpacken!
Kleinkrimineller trifft auf Performancekünstler.
Dieses Buch zeigt: mit vielschichtigen Charakteren, Humor, Biss und einer tollen Sprache kann man auch kritische Themen verpacken!

„Lieblingsbuch 2018!“

Janina Bangert, Thalia-Buchhandlung Hanau

Mit diesem Roman ist Lilian Loke ein wahres Meisterwerk gelungen!
Ihr Thema ist hochaktuell, der Schreibstil rasant, gespickt mit böser Komik und fast schon poetisch.
Dieses Buch sollte wirklich jeder lesen, mein Lieblingsbuch 2018 ist es jetzt schon!
Mit diesem Roman ist Lilian Loke ein wahres Meisterwerk gelungen!
Ihr Thema ist hochaktuell, der Schreibstil rasant, gespickt mit böser Komik und fast schon poetisch.
Dieses Buch sollte wirklich jeder lesen, mein Lieblingsbuch 2018 ist es jetzt schon!

„Gesellschaftskritik subtil verpackt“

Tanja Volpini, Thalia-Buchhandlung Kaiserslautern

Lassen Sie sich vom Cover nicht täuschen, dieses Buch hat es faustdick hinter den Ohren!

Hinter der spannenden Geschichte verbirgt sich eine Gesellschaftskritik, die zwar schnell eine zentrale Rolle übernimmt und zum Nachdenken anregt, jedoch zu keinem Zeitpunkt aufgezwungen wirkt.
Lassen Sie sich vom Cover nicht täuschen, dieses Buch hat es faustdick hinter den Ohren!

Hinter der spannenden Geschichte verbirgt sich eine Gesellschaftskritik, die zwar schnell eine zentrale Rolle übernimmt und zum Nachdenken anregt, jedoch zu keinem Zeitpunkt aufgezwungen wirkt.

„Ein Buch das uns alle angeht...“

Franziska Goseberg, Thalia-Buchhandlung Hagen

Ein Künstler, der die Menschen mit seinen Aktionen aus ihrer Lethargie reißen möchte. Ein ehemaliger Krimineller, der das Geld für ein eigenes Restaurant braucht: Sie sind ein wirklich ungewöhnliches Duo. In atemberaubendender Sprache schildert Lilian Loke ihre Geschichte, die betroffen macht und zum Nachdenken anregt. Die Figuren gehen hart mit sich selbst ins Gericht, sind vielschichtig und glaubwürdig. Ein Buch, das ein krasses Thema aufgreift ohne es beschönigen zu wollen und das jeder gelesen haben sollte! Ein Künstler, der die Menschen mit seinen Aktionen aus ihrer Lethargie reißen möchte. Ein ehemaliger Krimineller, der das Geld für ein eigenes Restaurant braucht: Sie sind ein wirklich ungewöhnliches Duo. In atemberaubendender Sprache schildert Lilian Loke ihre Geschichte, die betroffen macht und zum Nachdenken anregt. Die Figuren gehen hart mit sich selbst ins Gericht, sind vielschichtig und glaubwürdig. Ein Buch, das ein krasses Thema aufgreift ohne es beschönigen zu wollen und das jeder gelesen haben sollte!

„Noch deutlich tiefer als ihr Debüt“

Fabian Klukas, Thalia-Buchhandlung Kleve

Im Gegensatz zum Debüt wirkt die Sprache noch etwas flüssiger und einen Tick besser abgestimmt und lässt sich noch besser lesen.
Auch die Story behandelt nun mehrere Facetten und geht unglaublich tief.
Die Figuren bieten Möglichkeiten zum Eintauchen und zum gleichzeitigen Reflektieren unser Selbst.
Gesellschaftskritik perfekt eingebaut in einen spannenden Roman der einen aber auch gnadenlos nachdenken lässt.
Dennoch aufgrund des Gesamtpakets nie oberklug oder gar belehrend.
Wer literarische Qualität mit mal einem besonderen Stil sucht oder einfach ein spannendes Buch kann hier bedenkenlos zugreifen.
Im Gegensatz zum Debüt wirkt die Sprache noch etwas flüssiger und einen Tick besser abgestimmt und lässt sich noch besser lesen.
Auch die Story behandelt nun mehrere Facetten und geht unglaublich tief.
Die Figuren bieten Möglichkeiten zum Eintauchen und zum gleichzeitigen Reflektieren unser Selbst.
Gesellschaftskritik perfekt eingebaut in einen spannenden Roman der einen aber auch gnadenlos nachdenken lässt.
Dennoch aufgrund des Gesamtpakets nie oberklug oder gar belehrend.
Wer literarische Qualität mit mal einem besonderen Stil sucht oder einfach ein spannendes Buch kann hier bedenkenlos zugreifen.

„Spannender Künstler- und Ganovenroman für Herz und Hirn“

Michael Kaas, Thalia-Buchhandlung Köln

Lilian Loke kann wirklich hinreißend schreiben! Der Roman ist perfekt komponiert, im ersten Teil werden die Lebensläufe der beiden Hauptcharaktere ausführlich in Rückblenden beleuchtet, im zweiten Teil nimmt die Handlung um den Deal zwischen der verkrachten Künstlerexistenz und dem geläuterten Ex-Einbrecher rasant an Fahrt auf und endet furios. Gesellschafts- und konsumkritische Aspekte kommen nicht zu kurz, trotzdem wird es nie belehrend. Ich wünsche dem Roman viele Leser! Lilian Loke kann wirklich hinreißend schreiben! Der Roman ist perfekt komponiert, im ersten Teil werden die Lebensläufe der beiden Hauptcharaktere ausführlich in Rückblenden beleuchtet, im zweiten Teil nimmt die Handlung um den Deal zwischen der verkrachten Künstlerexistenz und dem geläuterten Ex-Einbrecher rasant an Fahrt auf und endet furios. Gesellschafts- und konsumkritische Aspekte kommen nicht zu kurz, trotzdem wird es nie belehrend. Ich wünsche dem Roman viele Leser!

Kundenbewertungen

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Auster und Klinge
von miss.mesmerized am 22.04.2018

Endlich wieder in Freiheit nachdem er wegen wiederholter Einbrüche im Gefängnis saß. Ein eigenes Restaurant ist der Traum von Victor, doch dafür benötigt er Geld und erst einmal muss er wieder auf die Füße kommen. Immerhin hat er bereits einen Job als Pizzafahrer. Bei einer Auslieferung in einem Bürokomplex... Endlich wieder in Freiheit nachdem er wegen wiederholter Einbrüche im Gefängnis saß. Ein eigenes Restaurant ist der Traum von Victor, doch dafür benötigt er Geld und erst einmal muss er wieder auf die Füße kommen. Immerhin hat er bereits einen Job als Pizzafahrer. Bei einer Auslieferung in einem Bürokomplex lernt er zufällig Georg kennen, bei dem er auch vorläufig unterkommen kann. Georg ist Künstler ? oder so etwas Ähnliches. An Geld scheint es ihm nicht zu mangeln, von den paar Stunden an der Volkshochschule kann er kaum leben. Es dauert bis Victor herausfindet, dass Georg Erbe eines großen Schlachtkonzerns ist, wo tagtäglich Tausende von Tieren getötet und weiterverarbeitet werden. Zu seiner Familie hat er nur selten Kontakt, zu sehr weichen seine Vorstellungen von jenen der Eltern und Geschwister ab. Georg finanziert Victors Traum vom eigenen Restaurant, doch dafür erwartet er auch eine Gegenleistung: Victor soll ihm beibringen, wie man in Häuser einsteigt. Nach dem Grund gefragt, antwortet er ausweichend, eine Art Kunstprojekt oder Installation. Bald schon wird die ganze Stadt davon wissen. So wie die beiden Begriffe im Titel des Buchs ? Auster und Klinge ? schon nicht zusammen zu passen scheinen, so muten auch die beiden Protagonisten wie ein unmögliches Paar an: einerseits der wohlhabende und kunstaffine Georg, der es sich dank der finanziellen Rücklagen leisten kann, keinen Job wirklich machen zu müssen und sich um größere Dinge als die eigene Existenz Sorgen machen zu können. Auf der anderen Seite Victor, der als ehemaliger Häftling ganz am unteren Ende der Nahrungskette steht, dessen Frau ihn nicht mehr sehen möchte und der auf jeden Cent angewiesen ist, was eine gewisse Flexibilität bei der Jobwahl erzwingt. So wie die Auster ein Luxusgut darstellt, das höchsten Genuss verspricht, ist die Klinge eher das zerstörerische Werkzeug oder eine Waffe. Der Titel erklärt sich durch das Buch nicht, weist aber durchaus durch seine surreale Verbindung der beiden Begriffe den Weg zur anarchistischen Kunst- und Weltauffassung Georgs, der die vorherrschenden Werte in Frage stellt. Lilian Loke reißt gleich mehrere gesellschaftskritische Fragen in ihrem Roman an, obwohl dieser keineswegs so dramatisch ernsthaft daherkommt, wie es die Thematik nahelegen könnte. Ganz im Gegenteil, er ist voller Leben, bisweilen gar komisch und von einem überzeugend leichten Erzählton geprägt. Nichtsdestotrotz stellt sich die Frage, inwieweit unsere Gesellschaft bereit ist, Straftäter wieder in ihrer Mitte aufzunehmen, ihnen eine Chance zu geben und die Fähigkeiten über die Straftat hinaus sehen zu wollen. Zum anderen die Massentierhaltung und die Ausbeutung asiatischer Arbeiter, die für kaum einen Dollar am Tag unsere Kleidung zusammennähen, was von Georg drastisch angeprangert wird. Wir wissen alle um diese Dinge, verschließen nur zu gerne die Augen und es benötigt solche Aktionen oder tragische Unglücke, um uns tatsächlich damit auseinanderzusetzen ? was jedoch noch lange keine Verhaltensänderung bewirkt. Ein bemerkenswerter Roman, der nicht nur durch seine inhaltliche Relevanz überzeugt, sondern vor allem das schriftstellerische Potenzial der Autorin unter Beweis stellt. ?Auster und Klinge? ist erst ihr zweiter Roman, man darf auf die folgenden gespannt sein.

Ein gefährlicher Deal...
von einer Kundin/einem Kunden aus Borken am 19.03.2018

Victor ist gelernter Hotelfachmann, der nebenbei gerne einen Einbruch begeht. Er hat dieses "Handwerk" von seinem Kumpel Fred gelernt und auch nur der zufällige Aufenthalt des Hausbesitzers während eines Einbruchs kann seine Diebesserie stoppen. Victor wird verurteilt und landet für ein gutes Jahr im Gefängnis. Als er wieder in... Victor ist gelernter Hotelfachmann, der nebenbei gerne einen Einbruch begeht. Er hat dieses "Handwerk" von seinem Kumpel Fred gelernt und auch nur der zufällige Aufenthalt des Hausbesitzers während eines Einbruchs kann seine Diebesserie stoppen. Victor wird verurteilt und landet für ein gutes Jahr im Gefängnis. Als er wieder in Freiheit ist, trifft er zufällig auf Georg. Der ist eigentlich Künstler und der Nachkomme eines sehr vermögenden Industriellen. Die beiden freunden sich an und erkennen nach kurzer Zeit, dass sie sich gegenseitig beim Erfüllen eines Herzenswunsches behilflich sein können. Die Folge ist ein Deal, der beide Leben deutlich verändern soll... Ich hatte schon viel positives vom Erstlingswerk "Gold in den Straßen" der Autorin Lilian Loke gehört und war nun gespannt auf ihr neues Werk. Um es vorwegzunehmen war "Auster und Klinge" für mich eine echte Entdeckung und das Buch konnte mich begeistern. Zum einen überzeugte mich der sehr gut zu lesende Schreibstil, der aber mit vielen Bildern und der eingeschobenen wohldosierten Komik seine eigene Note entwickelte. Zum anderen hat Lilian Loke mit Victor und Georg zwei interessante und exzentrische Charaktere geschaffen, deren Miteinander faszinierend zu verfolgen war. Ein Buch welches sicherlich den ein oder anderen Seitenhieb gegen die aktuelle Gesellschaft beinhaltet, aber auch mit den Einzelschicksalen überzeugen kann. Der Autorin ist es aus meiner Sicht gelungen einen enormen Spannungsbogen um das Duo aufzubauen, der den ein oder anderen Kriminalroman oder Thriller in den schatten stellt. Auch das Finale hätte ich anders vermutet, was aber auch der nie vorherzusehenden Handlung gerecht wurde. "Auster und Klinge" ist wirklich eines meiner Lesehighlights des zugegebener weise noch jungen Jahres, aber ich kann hier eine uneingeschränkte Leseempfehlung an die aussprechen, die sich gerne auch von ein paar schrägen Protagonisten überraschen lassen wollen. Von mir erhält der Roman daher fünf von fünf Sterne und ich freue mich auf weitere Bücher der interessanten Autorin.

Unstimmiges Buch im guten Stil
von einer Kundin/einem Kunden aus Eschweiler am 15.03.2018

Victor, gefasster Dieb auf Bewährung, will nur eins: sein eigenes Restaurant eröffnen und zu seiner Familie nach seinem Gefängnisaufenthalt zurückkehren. Georg, Callcenter-Mitarbeiter und gescheiteter Künstler weiß, was er nicht will: im großen Schlachthauskonzern seiner Familie einsteigen, auch das Geld will er nicht. Zufällig treffen Victor und Georg aufeinander und... Victor, gefasster Dieb auf Bewährung, will nur eins: sein eigenes Restaurant eröffnen und zu seiner Familie nach seinem Gefängnisaufenthalt zurückkehren. Georg, Callcenter-Mitarbeiter und gescheiteter Künstler weiß, was er nicht will: im großen Schlachthauskonzern seiner Familie einsteigen, auch das Geld will er nicht. Zufällig treffen Victor und Georg aufeinander und Georg überlegt, ob er Victors Geschick für seine Kunstaktionen gebrauchen kann, während Georgs Geld Victors Restaurant auf die Sprünge helfen kann... Ein bisschen ratlos lässt der Roman mich zurück. Aufgrund des Inhalts dachte ich an einen lockeren, vielleicht humorvollen Roman über ein interessantes Duo, das sich am zwar mit illegalen Machenschaften aber mit nichts Gefährlichem beschäftigt. Erstmal hat es lange gedauert, bis das Buch Fahrt aufnahm. Mit etwas mehr als 300 Seiten ist das Buch nicht allzu umfangreich, aber erst nach der Hälfte war das "Vorgeplänkel" beendet. Auch habe ich keinen wirklichen Spannungsbogen wahrgenommen. Die Geschichte wird erzählt, erzählt erzählt, aber worauf das Ganze hinaus soll, hat sich mir nicht erschlossen. Auch Georgs Motive und die Sinnhaftigkeit seines Handelns blieben mir verborgen, Humor habe ich ebenfalls eher vergeblich gesucht. Zu dem kommt ein Schreibstil, der durch den ersten Satz gut repräsentiert wird. Lange kurze Sätze, durch Kommas getrennt, ohne Konjunktionen, abgehackt. Ich habe mich da irgendwann 'reingelesen, aber sobald der Inhalt mal Längen aufwies, musste ich mich stark konzentrieren, um die Seiten nicht zu überfliegen und ich muss gestehen, dass ich das dennoch das ein oder andere Mal getan habe. Hinzu kam, dass zwischen Gegenwart und Vergangenheit wild gesprungen wurde und auch die Zeitsprünge viel Aufmerksamkeit abverlangt haben. Denn nur so konnte man nachvollziehen, wo man sich gerade in der Geschichte befindet. Durch diesen abgehackten Stil blieb die ganze Geschichte für mich auch distanziert. Ob es wegen der kriminellen Machenschaften so gewollt war oder andere Gründe hat, weiß ich nicht. Aber leider blieben deswegen auch die Personen für mich ziemlich konturenlos, weswegen mir sowohl Georgs als auch Victors Schicksal recht egal waren, auch wenn ich zumindest für Victor noch ein wenig mehr Interesse aufbringen konnte. Und wenn ich mir nach dem Lesen nun das Cover anschaue - okay, das Herz erschließt sich mir, aber die Farbwahl: orangenes Herzorgan auf pinkem Umschlag mit weißer Schrift? Ich habe nicht das Gefühl, dass das zum Inhalt oder zum Stil des Buches passt. Also was bleibt? Stilistisch ist das Buch gut, aber es war für mich nicht stimmig. Obwohl ich gerne Dieben oder kleinen Outlaws auf ihren Abenteuern folge, hat mich dieses Buch nicht gepackt.