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Das geheime Leben des Nachtfalters

Portrait

Sabine M. Schmid, geboren an Silvester 1978 in München, studierte Ethnologie, Religionswissenschaft und Philosophie und finanzierte sich das Studium mit Nebenjobs in Comicläden.
Sie verbrachte einige Zeit als einziges europäisches Mitglied eines aztekischen Tanzzirkels in Coyoacán, Mexico City und trat mit unterschiedlichen düster-elektronischen Musikprojekten am Mikro und Schlagzeug auf, bevor sie die Universität schließlich ohne Abschluss aber mit einem Ausbildungsvertrag bei einer alteingesessenen Münchner Buchhandlung verließ.
Nach fast einem Jahrzehnt als Buchhändlerin, freie Lektorin und Übersetzerin zog es sie schließlich nach Hamburg, wo sie in einem auf Manga und Comics spezialisierten Verlag anheuerte.
Obwohl Sabine in ihrer Freizeit mittelalterlichen Schwertkampf trainiert, taucht in ihrem ersten Buch kein einziges Schwert auf, was sie auf jeden Fall in ihrem nächsten Roman ändern möchte.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 280
Erscheinungsdatum 11.06.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-944544-48-9
Verlag Papierverzierer Verlag
Maße (L/B/H) 20,2/12,1/2,7 cm
Gewicht 250 g
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
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13,95
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Träume und die Wirklichkeit
von Anja aus Merchweiler am 28.03.2018

Die junge Gerr weiß nicht so recht wohin mit sich selbst und ihrem Leben. Ihre Träume ziehen sie immer wieder zu einem anderen Ort, der so viele Geheimnisse und Wahrheiten für sie bereithält, dass sie nicht länger an Ort und Stelle bleiben kann. Wir begleiten Gerr auf ihre Reise... Die junge Gerr weiß nicht so recht wohin mit sich selbst und ihrem Leben. Ihre Träume ziehen sie immer wieder zu einem anderen Ort, der so viele Geheimnisse und Wahrheiten für sie bereithält, dass sie nicht länger an Ort und Stelle bleiben kann. Wir begleiten Gerr auf ihre Reise durch die Träume und ebenso durch die Wirklichkeit. Wird sie die Antworten auf ihre Fragen finden? Das geheime Leben des Nachtfalters ist definitiv keine leichte Lektüre für zwischendurch. Es ist ein philosophisches Meisterwerk, dass man sicher mehr als einmal lesen muss, um es wirklich im Ganzen zu begreifen. Ich war erstaunt über die Leichtigkeit, mit der es dennoch geschrieben wurde. Ein kleines wundervolles Buch, welches zum Nachdenken über uns selbst und die Welt anregt.

Wenn Träume die Grenzen der Realität sprengen
von einer Kundin/einem Kunden aus Swisttal am 05.06.2017

Gerariana weiß, dass es nur zwei Wege für ihre Zukunft gibt- Heirat oder Gouvernante werden. Beide Möglichkeiten hat nicht sie, sondern ihr Vater vorbereitet und als sie einer Schausteller Gruppe begegnet, von der sie kurz zuvor träumte, ändert sich ihr Leben. Für eine Weile schließt sie sich den Umherziehenden tagsüber... Gerariana weiß, dass es nur zwei Wege für ihre Zukunft gibt- Heirat oder Gouvernante werden. Beide Möglichkeiten hat nicht sie, sondern ihr Vater vorbereitet und als sie einer Schausteller Gruppe begegnet, von der sie kurz zuvor träumte, ändert sich ihr Leben. Für eine Weile schließt sie sich den Umherziehenden tagsüber an, während sie nachts von einem Jungen träumt, der ihr beibringt, über die Grenzen der ihr bekannten Realität hinaus zu denken. Das geheime Leben des Nachtfalters ist ein sehr dünnes Buch und schafft es trotzdem, komplexe Themen relativ intensiv zu behandeln. Im Rahmen von Gerarianas Träumen werden fast nebenbei die Zusammenhänge zwischen Zeit und Raum beleuchtet und eine Definition von Zeit gegeben und soweit erklärt, dass man als Leser insgesamt folgen kann. Neben der Traumgeschichte gibt es eigentlich noch einen weiteren Erzählstrang, der dem Buch gewissermaßen einen Rahmen gibt. Zu Beginn und am Ende wird von einem alten Mann berichtet, dem unsere Protagonistin auch begegnet. Durch diese Begegnungen werden zusätzlich die Themen des persönlichen Scheiterns und quasi im Vorbeigehen noch die Einengung durch geschlechtergebundene Rollenerwartungen behandelt. Für kaum mehr als 200 Seiten sind die angesprochenen Themen erstaunlich komplex und dennoch gut verständlich. Es hilft sicherlich, in der Vergangenheit mit philosophischen Fragen und Erörterungen in Kontakt gekommen zu sein und sich etwas mehr Zeit für „Das geheime Leben des Nachtfalters“ zu nehmen. Ob die Themen ausführlich genug behandelt wurden oder es sich um einen lediglich oberflächlichen Überblick handelt, muss jeder für sich selber beantworten. So oder so regt das Werk in jedem Fall zum Mit- und Nachdenken an. Ich war wirklich erstaunt, was dieses kleine Buch alles „drin hatte“ und lediglich ein einziges Manko findet an dieser Stelle Erwähnung: Sämtliche Traumsequenzen, also fast das ganze Buch, ist kursiv geschrieben, was auf Dauer ein wenig anstrengend sein kann. Insgesamt hat mir „Das geheime Leben des Nachtfalters“ sehr gut gefallen. Es ist ein anspruchsvolleres Buch und erfordert definitiv ein größeres philosophischeres Interesse.

fantasy zum philosophieren - gut gemacht
von annlu am 29.04.2017
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Die vierzehnjährige Gerariana macht sich auf die Suche – wonach ist ihr selbst nicht ganz klar. Sie weiß nur, dass sie nicht den klaren Weg einschlagen will, den ihr Vater für sie im Sinn hat. Ihre Träume entführen sie immer wieder an einen seltsamen Ort, wo ein Mann auf... Die vierzehnjährige Gerariana macht sich auf die Suche – wonach ist ihr selbst nicht ganz klar. Sie weiß nur, dass sie nicht den klaren Weg einschlagen will, den ihr Vater für sie im Sinn hat. Ihre Träume entführen sie immer wieder an einen seltsamen Ort, wo ein Mann auf sie wartet, der ihre Fragen zu erahnen scheint und der ihr dabei hilft, Antworten darauf zu finden. Was ist es, das sie wirklich will, wie soll sie sich entscheiden, welches sind die wichtigen Gefühle in ihrem Leben? Nach einem Prolog, in dem ein alter Mann in einem Leuchtturm auftaucht, der sein Leben alleine fristet, bringen die nachfolgenden Kapitel Gerr in die Geschichte. Aufgeteilt in die Handlungen, die ihr aktuelles Leben betreffen und in ihre Träume, sind sie eine Mischung aus Märchen und fantasy – Geschichte. Besonders die Träume sind es, die immer wieder philosophische Themen aufwerfen, während sie auf der anderen Seite die fantastischere Seite der Erzählung bilden. Die beiden Seiten der Geschichte wiesen für mich einen hohen Kontrast auf. Der Erzählstil unterschied sich schon darin, dass Gerrs Realität in der Vergangenheit, ihre Träume in der Gegenwart erzählt wurden. Gemischt mit den Fragen und den Erklärungen zum Traumort, die nicht nur für Gerr im ersten Moment verwirrend klangen, empfand ich die Träume als weniger leicht zu lesen, als den Rest. Die Aufteilung und manche der Themen, die in den Träumen angesprochen werden, haben mich an Werke von Jostein Gaarder erinnert – die ich im Übrigen sehr mag. Gerr war als Charakter gut gewählt, nicht mehr Kind, aber auch noch keine Frau, steht sie im Moment wichtigen Entscheidungen gegenüber, die ihr ganzes Leben beeinflussen. Die Unsicherheit diesen gegenüber wird auch als Grund angegeben, der den Mann ohne Namen in ihre Träume gerufen hat. Sie nimmt seine Hilfe an, denkt über die Ratschläge nach und setzt diese manchmal auch auf unerwartete Weise in der Realität um. Der Mann bleibt lange geheimnisvoll, manchmal mürrisch und doch scheinbar wohlwollend scheint er mehr über Gerr zu wissen, als sie es sich selbst eingestehen will. Erschien er mir zu Beginn noch wie eine Personifikation ihres träumenden Unterbewusstseins, wurde er aber bald auch abseits des Traumes genannt. Dabei blieben die Informationen zu ihm vage, sodass ich allerlei Theorien aufstellen konnte. Fazit: Eine fantasiereiche Geschichte vermischt mit Gedanken und Träumen, in denen Fragen und Antworten aufgeworfen werden, die sehr interessant waren. Philosophische Fantasie kannte ich bisher noch nicht – hat mir aber gut gefallen.