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Die Enkelmacher

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"Die Grundidee ist brillant! Wir besorgen Enkel auf Bestellung und verkaufen sie zu einem satten Preis an die Auftraggeber."
"Und wie stellen wir die Geschäftsbeziehungen her? Und wie wollen wir verhindern, dass uns dabei jemand auf die Spur kommt? Und wie soll die Übergabe erfolgen?" Verena steigerte sich in ihre Rolle der Advocata Diaboli förmlich hinein.
"Und wie soll die Knete verteilt werden?", ergänzte Susanne mit einem berechnenden Glitzern in den Augen.

Im Jahr 2034 hat die Überalterung der Gesellschaft dramatische Formen angenommen, Kinder gibt es nur wenige, der Sozialstaat ist überfordert. Eher schlecht als recht durch das inzwischen gegründete Ministerium für SeniorInnen (MfS) zwangsbetreut, müssen deshalb viele Angehörige der Generation "70plus" jetzt in kostensenkenden Wohngemeinschaften leben. Da bedarf es schon engagierter Eigeninitiative, um dieser finanziellen Misere zu entfliehen.

Ein satirischer Roman nicht nur für Leser/innen im beginnenden Gleitsichtalter.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 174 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 25.11.2013
Sprache Deutsch
EAN 9789963520268
Verlag Bookshouse
Dateigröße 1198 KB
eBook
1,99
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Kundenbewertungen

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Realsatire par excellence
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 13.12.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

„Die Bandbreite meines gesamtkünstlerischen Schaffens umfasst den Individualenkel ebenso wie Manifestationen des Enkels an sich, also gewissermaßen des postmateriellen Überenkels.“ (S. 76) Wer von uns wünscht sich nicht im Alter *hust* einen oder mehrere Enkelkinder zu haben und nach Strich und Faden zu verwöhnen? Eine ganz ähnliche Frage stellen sich in... „Die Bandbreite meines gesamtkünstlerischen Schaffens umfasst den Individualenkel ebenso wie Manifestationen des Enkels an sich, also gewissermaßen des postmateriellen Überenkels.“ (S. 76) Wer von uns wünscht sich nicht im Alter *hust* einen oder mehrere Enkelkinder zu haben und nach Strich und Faden zu verwöhnen? Eine ganz ähnliche Frage stellen sich in der Realsatire „Die Enkelmacher“ ein paar mehr oder weniger rüstige Senioren – auf verschiedene Art und Weise, aber durchaus mit (zweifelhaftem) Erfolg *g*. Das Autorenduo Ute Haese und Torsten Prawitt, die mich schon mit „Die Soßenhobelmafia“ begeistern konnten, bedient dabei sämtliche Klischees bzgl. des Alters und übt dabei aber auch ganz kokett und offen Kritik am deutschen Sozialwesen – bei den (momentanen) Entwicklungen würde es mich nicht wundern, wenn das Bild, welches die Autoren vom Sozialstaat im Jahre 2034 zeichnen, (bittere) Realität oder sogar noch schlimmer würde. Die herrlich komischen Dialoge zwischen den Protagonisten, die immer wieder eingestreuten Zitate aus bekannten Hits von Abba und der großartigen „Rocky Horror Picture Show“ (die im letzten Drittel eine tragende und aberwitzige Rolle spielt) sowie die großartige Situationskomik machen aus diesen 174 Seiten ein äußerst kurzweiliges Lesevergnügen. Absolute Kauf- und Leseempfehlung!!!

Rezension zu "Die Enkelmacher"
von Zsadista am 03.04.2014

Im Jahre 2034 sieht die Welt nicht sehr rosig aus für Rentner. Vom Staat her werden sie in Wohngemeinschaften aufgeteilt. So etwas wie Enkel kennt so gut wie keiner mehr. Dazu kommt, dass das Geld sehr knapp bemessen ist. Und was macht man dann so, in seiner Freizeit? Man... Im Jahre 2034 sieht die Welt nicht sehr rosig aus für Rentner. Vom Staat her werden sie in Wohngemeinschaften aufgeteilt. So etwas wie Enkel kennt so gut wie keiner mehr. Dazu kommt, dass das Geld sehr knapp bemessen ist. Und was macht man dann so, in seiner Freizeit? Man heckt Pläne aus, wie man am besten an Geld kommt, um den Lebensabend etwas angenehmer zu gestalten. Kurzum, man macht das meiste Geld mit dem seltensten Gut ... ein Enkel muss her! Und schon gehen die kriminellen Gedanken los ... wobei ein Besuch in voller Montur bei "The Rocky Horror Picture Show" natürlich nicht fehlen darf. Die Damen und Herren im Ruhestand sind einfach genial. Ein köstlicher Humor zieht sich durch die gesamte Geschichte. Zeitweise vergaß ich, dass es sich um Rentner handelte. Was diese Personen so anstellten, lies sie viel jünger erscheinen. Da kann ich nur sagen, für mein Alter wünsche ich mir, dass ich noch genauso fit und einfallsreich bin wie Thomas, Susanne, Verena und Sabine.

Amüsant und abwechslungsreich
von mabuerele am 18.03.2014
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„… Auch als Grashalm kannst du es offenbar besser oder schlechter treffen…“ Wir schreiben das Jahr 2034. Die neue Zielgruppe für die Politiker ist die Altersgruppe 70++. Doch die Sozialsysteme sind überfordert. Deshalb organisiert das MfS (Ministerium für SeniorInnen) aus Kostengründen Alters-WGs. In einer leben Thomas und Susanne. Nach dem... „… Auch als Grashalm kannst du es offenbar besser oder schlechter treffen…“ Wir schreiben das Jahr 2034. Die neue Zielgruppe für die Politiker ist die Altersgruppe 70++. Doch die Sozialsysteme sind überfordert. Deshalb organisiert das MfS (Ministerium für SeniorInnen) aus Kostengründen Alters-WGs. In einer leben Thomas und Susanne. Nach dem Tod einer Mitbewohnerin zieht Verena neu ein. Die drei haben eine Idee, wie sie ihre finanzielle Situation verbessern können. Sie wollen für gut betuchte Senioren Enkel organisieren. Der Bedarf ist riesig, denn Enkel sind eine Mangelware. Die Autoren haben es auf unnachahmliche Art verstanden, die sich heute schon abzeichneten Probleme auf das Jahr 2034 hochzurechnen und humorvoll zu überhöhen. Schon die Charakterisierung der Protagonisten ist sehr gelungen. Susanne und Thomas sind noch geistig rege. Sie versuchen, aus ihrem Leben das Beste zu machen. Die anderen Herren der WG sind schon jenseits von Gut und Böse. Sabine ist strohdumm und übertrieben eitel. Ab und an hat sie erstaunliche Lichtblicke. Verena als Neuling hofft auf eine Beziehung mit Thomas. Damit sind Konflikte vorprogrammiert. Die Gespräche des Dreiergespanns Susanne, Thomas und Verena muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Sie benehmen sich wie jugendliche Hitzköpfe. Das alltägliche Leben allerdings lässt viele Wünsche offen. Der Sprachstil ist dem Thema angemessen. Immer wieder stößt man als Leser auf Bezeichnungen, die Sarkasmus pur sind. Andererseits gibt es viel schöne spitze Formulierungen. Eine davon habe ich als obiges Zitat gewählt. Die Autoren beherrschen den Umgang mit Metaphern. Die Orte und die Bekleidung der Personen werden an vielen Stellen so anschaulich beschrieben, dass ich sie vor Augen hatte. Dabei wird auch die Methode der Beschönigung von Mängeln geschickt eingesetzt. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich habe mich beim Lesen nicht nur köstlich amüsiert, manchmal blieb mir auch das Lachen im Halse stecken.