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Tayfun

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Der junge Leandro Lovare wächst vor dem Zugriff der Obrigkeit verborgen unter dem Schutz seiner Urgroßmutter in einer Höhle im Bihorgebirge auf. Sie pflanzt die Traditionen und den Freiheitsgedanken tief in sein Zigeunerherz. Nach ihrem Tod begibt er sich auf die Suche nach seiner Familie, kämpft mit aufständischen Rebellen Seite an Seite in Siebenbürgen. Die Hinrichtung seines väterlichen Freundes und Rädelsführers Horea lässt ihn verstummen. Soldaten Maria Theresias ergreifen ihn und nennen ihn aufgrund seiner Schnelligkeit Tayfun. Seine Freiheit ist ihm wichtiger als ein behütetes Leben in einem Waisenhaus, er flieht und gerät in Wien in die Fänge des ehemaligen Soldaten Tom Held, der Straßenkinder zu Taschendieben ausbildet.
Tayfun wird zu einem wichtigen Vertrauten des Königs der Diebe und verliebt sich unsterblich in das Zigeunermädchen Nura, eine Verbindung, die streng verboten ist. Eines Tages erschüttert ein Mord die Kaiserstadt.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 484 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 17.02.2015
Sprache Deutsch
EAN 9789963527359
Verlag Bookshouse
Dateigröße 1515 KB
eBook
3,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Spannung pur
von Maria58 am 12.06.2015
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nach „Leeres Versprechen“ ist dies der zweite Roman der Autorin Evelyn Barenbrügge. Schon das Cover des Buches „Tayfun“ ist für einen historischen Roman äusserst ansprechend und einladend, macht neugierig. Mit einem Gedicht zu beginnen baut von Beginn an Spannung auf. Im ersten Kapitel tauchen wir in eine für uns fremdartige Zeit des... Nach „Leeres Versprechen“ ist dies der zweite Roman der Autorin Evelyn Barenbrügge. Schon das Cover des Buches „Tayfun“ ist für einen historischen Roman äusserst ansprechend und einladend, macht neugierig. Mit einem Gedicht zu beginnen baut von Beginn an Spannung auf. Im ersten Kapitel tauchen wir in eine für uns fremdartige Zeit des 18. Jahrhundert ein mit vielen Bräuchen und Sitten. Die zwei Hauptfiguren des Romans sind Leandro und Tom. Zuerst erhalten wir einen Einblick in das Leben von Leandro, einem Zigeunerjungen. Das Leben der Zigeuner zu Zeiten Maria Therisea veränderte sich dramatisch, das Reisen wurde untersagt und die Kinder durften nur 5 Jahre bei Ihrer Zigeunerfamilie aufwachsen. Danach wurden sie in Pflegefamilien gegeben. Alesandro, Zigeuner und Woiwode seiner Sippe, trifft für seinen Sohn Lenadro die Entscheidung, ihn mit seiner Großmutter fernab der Zivilisation in den Bergen aufwachsen zu lassen. Sie lehrt Leandro alles, was er über das Zigeunerleben wissen muss. Als die Großmutter stirbt, ist Leandro gerade mal 10 Jahre alt. Er macht sich im tiefsten Winter auf den Weg, seine Familie zu suchen. Im zweiten Erzählstrang lernen wir Tom Held kennen, der im Alter 12 Jahren von zu Hause ausreisst, um sich ein besseres Leben zu ermöglichen. Zu Hause treibt der Vater sich viel in Wirtshäusern herum und lässt Tom seine Unzufriedenheit spüren, indem er ihn schlägt. Tom versucht sein Glück bei den Soldaten. Bis sich die beiden Romanfiguren endlich begegnen, dauert es jedoch lange, wodurch die Spannung immer mehr steigt. Beide, Leandro wie Tom erleben viel Gutes aber auch Böses, müssen immer wieder Schicksalsschläge hinnehmen. Diese Erfahrungen prägen ihr Leben. Die Autorin versteht es eindrucksvoll, uns an die zeitliche Epoche heranzuführen, wobei sicherlich viel Zeit für die Recherchen nötig war. Die verschiedenartigen Menschen werden sehr ausführlich beschrieben. Auch die Natur und die Örtlichkeiten finden in der Ausdrucksweise eine besondere Beachtung. Jedoch gab es auch grauenhafte Beschreibungen. Erstaunlich sind die Naturheilkenntnisse in dieser Zeit. Es fiel mir leicht, alles schnell bildlich vor Augen zu sehen. Besonders gefällt mir der Schreibstil der Autorin: flüssig, ohne viel Schnörkel. Weiterhin sind die Gespräche mit den Tieren auflockernd und passen sehr gut in die Geschichte. Auch das Einfügen von Zeitungsartikeln hebt weiter die Spannung. Tayfun hat mich von Beginn an gefesselt. Von Kapitel zu Kapitel steigt die Spannung. Ein gelungenes Ende, jedoch könnte ich mir auch eine Fortsetzung gut vorstellen. Danke für dieses Buch. Freue mich jetzt schon auf den neuen Roman von Evelyn Barenbrügge.

Fesselnder historischer Roman
von mabuerele am 01.06.2015
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Buch beginnt ungewöhnlich. In einem Gedicht klingt die Suche nach den Wurzeln an. Darauf folgt eine Ausschnitt aus dem Wiener Diarium, der Wiener Zeitung, von 1773. Kaiserin Maria Theresia hat verfügt, dass Zigeuner nicht mehr heiraten dürfen und ihre Kinder im Alter von fünf Jahren an Bauernfamilien abzugeben... Das Buch beginnt ungewöhnlich. In einem Gedicht klingt die Suche nach den Wurzeln an. Darauf folgt eine Ausschnitt aus dem Wiener Diarium, der Wiener Zeitung, von 1773. Kaiserin Maria Theresia hat verfügt, dass Zigeuner nicht mehr heiraten dürfen und ihre Kinder im Alter von fünf Jahren an Bauernfamilien abzugeben sind. Alexandro ist Zigeuner und Woiwode seiner Sippe. Mit seiner hochschwangeren Frau kommt er in ein Zigeunerlager. Hier werden ihm die Pferde weggenommen. Er darf das Lager nicht mehr verlassen und erfährt von dem Gesetz der Kaiserin. Verzweifelt entscheidet er sich, den neugeborenen Sohn Leandro mit der Großmutter in die Wildnis zu schicken und dort versorgen zu lassen. Die Zwillingsschwester bleibt im Dorf. Tom ist 12 Jahre. Er wohnt am Rande eines Dorfes und gehört zu den Ärmsten der Armen. Sein Vater verbringt seine Zeit in der Schenke. Schläge sind an der Tagesordnung. Als sich Tom unter die Arbeitssuchenden mischt, wird er abgewiesen. Da bietet sich ihm eine neue Chance. Die Armee braucht Soldaten, und Tom bewirbt sich. Die Autorin hat einen fesselnden und abwechslungsreichen historischen Roman geschrieben. Lange verlaufen zwei Erzählstränge nebeneinander. Ich darf sowohl Tom als auch Leandro über viele Jahre begleiten. Das Buch lässt sich zügig lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Das lag daran, dass nicht nur die Geschichte der beiden Protagonisten erzählt wird, sondern das diese gekonnt in den historischen Kontext eingebettet wurde. Im Horea-Aufstand stehen die beiden Jungen auf unterschiedlichen Seiten. Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Orte und Personen werden ausführlich beschrieben. Ein besonderes Highlight ist die Darstellung der Reise von Leandro durch das Gebirge. Feinfühlig und berührend erzählt, werden Kälte und Gefahren erlebbar. Mit passenden Worten wird das Leben in der Armee wiedergegeben. Gleiches gilt für die Lebensweise, die Mythen und die Gesetze der Zigeuner. Der Autorin gelingt es, durch ihre Wortwahl, den steten Wechsel des Erzählstrangs und überraschende Wendungen den Spannungsbogen konstant hoch zu halten. Dazu kommt, dass ab und an zusätzliche Lebensgeschichten eingeflochten werden. Aussagekräftige Dialoge lassen einen Blick in die Gedankenwelt der Protagonisten zu. Die Autorin lässt beide durch Höhen und Tiefen gehen. Für die Emotionen findet sie schöne Metapher. Angst und Sorge, erste zarte Liebe und Verrat sind nur einige der Elemente, die die Handlung vorantreiben. Zwei Protagonisten möchte ich noch besonders erwähnen. Der erste wäre Oberst von Pappenberg. Er ist nicht ein Militärangehöriger. Er ist trotz der Brutalität der Kriege Mensch geblieben und hat sich das Mitgefühl für die Schwächeren erhalten. Der zweite ist außergewöhnlich. Es ist das Eichhörnchen Miko, dass Leandro durch die ersten Jahre seines Lebens begleitet, ihm allein durch sein Nahesein Freund und Trostgeber ist. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Ich mag es, wenn die Protagonisten Menschen mit Stärken und Schwächen sind, die sich entwickeln dürfen und durch das Leben geformt werden. Schön und informativ fand ich die vielen kleinen Geschichten, die im Roman eingeflochten wurden. Sie erlauben einen Einblick auf die Sagenwelt der Völker, ihre Lebensansichten und zeugen von der exakten und ausführlichen Recherche der Autorin.

Ein Buch, das mich weit über das Ende hinausträge - ich bin noch immer gefangen
von Buchkritik am 05.03.2015
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das sehr schöne Cover, das sich angenehm von den weitverbreiteten abgebildeten Frauen unterscheidet, ist mir sofort aufgefallen, der Klappentext hat mich schnell überzeugt – und ich wurde nicht enttäuscht. Ich durfte ein informatives, spannendes und zwischendurch auch humorvolles Kopfkino erleben. Ich spürte die intensive Recherche der Autorin auf fast... Das sehr schöne Cover, das sich angenehm von den weitverbreiteten abgebildeten Frauen unterscheidet, ist mir sofort aufgefallen, der Klappentext hat mich schnell überzeugt – und ich wurde nicht enttäuscht. Ich durfte ein informatives, spannendes und zwischendurch auch humorvolles Kopfkino erleben. Ich spürte die intensive Recherche der Autorin auf fast jeder Seite. Durch Leandro Lovare und seiner Baba (Urgroßmutter) erfuhr ich viel über die Gebräuche der Zigeuner, über ihre Empfindungen und ihr Leben. Am Schicksla von Leandro zeigt die Autorin anschaulich und überzeugend, wie hart die Verordnungen Maria Theresias gerade diese Bevölkerungsgruppe getroffen haben muss. Der wunderbar bildhafte und flüssige Stil der Autorin gefällt mir ausgezichnet. Auch der zweite Protagonist der Geschichte, Tom, gefällt mir sehr gut. Den ersten dramatischen, wenn auch noch unwissenden Berührungspunkt, der beiden Protagonisten in zwei Kapiteln aus beiden Sichtweisen darzustellen, empfinde ich als äußerst gelungen Schachzug der Autorin, die Spannung auf dem Höhepunkt zu halten. Auch wenn die Handlungsstränge relativ spät zusammenführen, waren die Schicksale von Lenadro und Tom derart mitreißend, dass es für mich keine große Rolle spielte, wann sie nun wirklich aufeinandertreffen. Die Intensität der Hinrichtungsszene, die als einzige Szene aus der auktorialen Erzählperspektive geschildert wurde, hat mir wie Leandro im wahrsten Sinn des Wortes die Sprache verschlagen. Mein Fazit: Dieses Buch richtet sich an Leser, die sich einen Sinn für Tiefe, gute Sprache, ausgereifte Charaktere und ein historisches Verständnis bewahrt haben. Diesen kann ich dieses tolle Buch nur empfehlen.