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Zartbittertod

(ungekürzte Lesung)

(16)
Zart wie die Liebe, bitter wie die Schuld

Mia ist in dem kleinen Chocolaterie-Geschäft ihrer Eltern aufgewachsen – mit den wunderbaren Rezepten, aber auch mit dem Familienfoto, auf dem ihr Urgroßvater Jakob und sein Lehrherr zu sehen sind. Der Lehrherr ist weiß, Jakob schwarz. Mia weiß, dass ihr Vorfahr als kleiner Junge aus dem damaligen Deutsch-Südwestafrika nach Deutschland gekommen ist. Aber warum? Und wie?

Als Mia den Nachkommen von Jakobs Lehrer unbequeme Fragen stellt, sticht sie in ein Wespennest. Liebe und Verrat ziehen sich durch die Generationen, und als Mia endlich weiß, wer sie zum Schweigen bringen will, ist es fast zu spät …

Gelesen von Laura Maire.

(Laufzeit: 11h 31)
Portrait
Elisabeth Herrmann, geboren 1959 in Marburg/Lahn, hat nach einer abgebrochenen Bauzeichnerlehre als Betonbauerin und Maurerin gearbeitet. Ihr Abitur holte sie auf dem Frankfurter Abendgymnasium nach und studierte in Frankfurt und Berlin. Heute arbeitet sie als Fernsehjournalistin der Abendschau des RBB.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3
Sprecher Laura Maire
Altersempfehlung ab 12
Erscheinungsdatum 19.03.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783844529067
Verlag Der Hörverlag
Spieldauer 691 Minuten
Format & Qualität MP3, 690 Minuten, 481.16 MB
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Buchhändler-Empfehlungen

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Klasse Verbindung von Spannung, Liebe und deutscher Geschichte. Die Meisterin des politischen Krimis liefert eine tolle Geschichte für Jugendliche mit vielen Berührungspunkten. Klasse Verbindung von Spannung, Liebe und deutscher Geschichte. Die Meisterin des politischen Krimis liefert eine tolle Geschichte für Jugendliche mit vielen Berührungspunkten.

„Ein Muss für Schokoliebhaber“

Sarah Maarfeld, Thalia-Buchhandlung Nienburg

Eigentlich wollte Mia nur an der Journalistenhochschule in Hamburg angenommen werden und etwas über Jakob und sein Schokoladennashorn schreiben...

Doch schon bald steckt sie Hals über Kopf in der Geschichte und es gibt Tote. Ist Mia Schuld daran? Gibt es etwas, dass sie nicht wissen sollte und worüber sie nicht schreiben darf? Und was ist mit Will? Wie hängt er in der ganzen Sache mit drin und weiß er mehr, als er zuzugeben mag?

Um alle diese Fragen zu beantworten, muss Mia tief in die Familiengeschichte von Will und sich selbst eintauchen und entdeckt ungeahntes...

Elisabeth Herrmann taucht mit diesem Roman tief in die deutsche Geschichte ein und gibt uns einen Einblick in Zeiten, die nicht ganz so schokoladig und süß waren...

Klasse!
Eigentlich wollte Mia nur an der Journalistenhochschule in Hamburg angenommen werden und etwas über Jakob und sein Schokoladennashorn schreiben...

Doch schon bald steckt sie Hals über Kopf in der Geschichte und es gibt Tote. Ist Mia Schuld daran? Gibt es etwas, dass sie nicht wissen sollte und worüber sie nicht schreiben darf? Und was ist mit Will? Wie hängt er in der ganzen Sache mit drin und weiß er mehr, als er zuzugeben mag?

Um alle diese Fragen zu beantworten, muss Mia tief in die Familiengeschichte von Will und sich selbst eintauchen und entdeckt ungeahntes...

Elisabeth Herrmann taucht mit diesem Roman tief in die deutsche Geschichte ein und gibt uns einen Einblick in Zeiten, die nicht ganz so schokoladig und süß waren...

Klasse!

Alexandra Gerhard, Thalia-Buchhandlung Köln

Auch hier gelingt es Hermann wieder meisterhaft, Krimi und deutsche Geschichte miteinander zu verbinden! Intelligente Unterhaltung, gepaart mit Liebe und köstlicher Schokolade! Auch hier gelingt es Hermann wieder meisterhaft, Krimi und deutsche Geschichte miteinander zu verbinden! Intelligente Unterhaltung, gepaart mit Liebe und köstlicher Schokolade!

„Hochspannung garantiert!!!“

Martha Volk, Thalia-Buchhandlung Neu-Ulm

Ist dieses Familiengeheimnis so furchtbar, dass es sich dafür zu morden lohnt??? Der Autorin gelingt mal wieder eine absolut fesselnde Geschichte, in der man ganz nebenbei noch etwas über die deutsche Kolonialgeschichte erfährt. Super!!! Ist dieses Familiengeheimnis so furchtbar, dass es sich dafür zu morden lohnt??? Der Autorin gelingt mal wieder eine absolut fesselnde Geschichte, in der man ganz nebenbei noch etwas über die deutsche Kolonialgeschichte erfährt. Super!!!

„Historisch hochspannender Thriller“

Almuth Brenner, Thalia-Buchhandlung Berlin

Elisabeth Herrmann nimmt sich in diesem Thriller die dunkle deutsche Vergangenheit in Namibia vor. Eingebettet hat sie dies in die Geschichte zweier Chocolatier-Familien. Das Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt und nicht mehr losgelassen. Elisabeth Herrmann nimmt sich in diesem Thriller die dunkle deutsche Vergangenheit in Namibia vor. Eingebettet hat sie dies in die Geschichte zweier Chocolatier-Familien. Das Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt und nicht mehr losgelassen.

Kirsten Küper-Jagsteit, Thalia-Buchhandlung Neuss

Düsteres Kapitel deutscher Geschichte, anhand einer spannenden Familienchronik, kriminell gut aufgeschlagen. Düsteres Kapitel deutscher Geschichte, anhand einer spannenden Familienchronik, kriminell gut aufgeschlagen.

„Kein Thriller- trotzdem sehr spannend und lesenswert“

Barbara Albrecht, Thalia-Buchhandlung Göttingen

Voller Neugier, aber ahnungslos, welche Lawine sie lostreten wird, stürzt sich Mia in ihr Projekt : welche Geschichte steckt hinter dem Foto, auf dem ein Nashorn aus Schokolade und ein kleiner farbiger Junge zu sehen sind ? In welcher Beziehung steht das Foto zu ihrer Familie ? Je näher Mia mit ihren Recherchen dem Ursprung des Fotos kommt, und damit eine langen Geschichte von Verrat, Betrug, Liebe und Hass, um so größer wird die Gefahr für sie. Es ist fast zu spät, ehe sie erkennt, wer sie da unbedingt zum Schweigen bringen will. Zart Bitter Tod ist kein Thriller, wie wir ihn sonst von Frau Herrmann kennen und wohl auch erwartet haben, trotzdem ein sehr spannendes, lesenswertes Buch. Auch, oder trotz des Anteils eines Stückes unrühmlicher deutscher Geschichte. Voller Neugier, aber ahnungslos, welche Lawine sie lostreten wird, stürzt sich Mia in ihr Projekt : welche Geschichte steckt hinter dem Foto, auf dem ein Nashorn aus Schokolade und ein kleiner farbiger Junge zu sehen sind ? In welcher Beziehung steht das Foto zu ihrer Familie ? Je näher Mia mit ihren Recherchen dem Ursprung des Fotos kommt, und damit eine langen Geschichte von Verrat, Betrug, Liebe und Hass, um so größer wird die Gefahr für sie. Es ist fast zu spät, ehe sie erkennt, wer sie da unbedingt zum Schweigen bringen will. Zart Bitter Tod ist kein Thriller, wie wir ihn sonst von Frau Herrmann kennen und wohl auch erwartet haben, trotzdem ein sehr spannendes, lesenswertes Buch. Auch, oder trotz des Anteils eines Stückes unrühmlicher deutscher Geschichte.

Andrea Falk, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Leider ist das kein Thriller! E. Herrmann beschreibt die spannende Suche von Mia nach ihrer Vergangenheit. Alles beginnt mit einem alten Familienfoto und einem Schokonashorn! Leider ist das kein Thriller! E. Herrmann beschreibt die spannende Suche von Mia nach ihrer Vergangenheit. Alles beginnt mit einem alten Familienfoto und einem Schokonashorn!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
16 Bewertungen
Übersicht
6
5
4
1
0

Lust auf Schokolade?
von Nicole aus Nürnberg am 24.06.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Meine Meinung zum Jugendthriller: Zartbittertod Aufmerksamkeit: Diesen Punkt gibt es bei mir auf dem Blog zu entdecken. Inhalt in meinen Worten: Mia gibt sich für ihr Studium (sie möchte ein Journalismusstudium absolvieren), auf Recherche reisen, dafür hat sie ein altes Foto aus ihrer Familie zur Hand genommen um daraus eine tolle Story zu formen,... Meine Meinung zum Jugendthriller: Zartbittertod Aufmerksamkeit: Diesen Punkt gibt es bei mir auf dem Blog zu entdecken. Inhalt in meinen Worten: Mia gibt sich für ihr Studium (sie möchte ein Journalismusstudium absolvieren), auf Recherche reisen, dafür hat sie ein altes Foto aus ihrer Familie zur Hand genommen um daraus eine tolle Story zu formen, was jedoch letztlich alles auf sie wartet, und wie schlimm es ist, ohne Vorwarnung auf einen Toten zu treffen, das könnt ihr auch von Mia erzählen lassen, und was rechtes Denken schon 1904 alles angerichtet hat. Lasst ihr euch auf eine bittersüße Geschichte ein? Wie ich das gelesene empfand: Dieses Buch fesselte mich recht schnell in seinen Bann. Um genau zu sein, hab ich jetzt eine ganze Nacht durchgelesen um den Rätseln auf die Spur zu kommen. Weil ich hab einerseits mit Mia mitgelitten andererseits mitgefühlt und auch mitgelitten. Nicht alles was vertraut ist, ist auch immer gut, und nicht alles was neu ist, ist immer gleich schlecht, das lernt Mia in dieser Geschichte recht schnell. Letztlich kommt auch ein Unrecht das mehr als 100 Jahre vergangen ist, an das Tageslicht und Mia kann dank eines Tagebuchs etwas aufschlüsseln was die ganze Zeit im dunklen lag, aber um euch nicht spoilern zu müssen, empfehle ich, ihr lest das Buch selbst. Charaktere: Mia ist eine starke Protagonisten mit der gesunden Naivität einer 18 Jährigen um sich Dinge zu trauen, die vielleicht sonst nicht möglich wären, dabei treffe ich auf ihre Verwandtschaft, die auch ziemlich interessant ist, weil diese ziemlich viele Geheimnisse hat. Letztlich finde ich die Auswahl an Charakteren (egal ob nun gut oder schlecht) sehr gut umgesetzt in dieser Geschichte. Thema: Die Autorin hat sich mit einem sehr heiklen und doch wichtigen Thema auseinander gesetzt, so hab ich jetzt das erste Mal erfahren, das Schokolade auch nicht ganz ohne ist, und warum man einfach hin und wieder ein schlechtes Gewissen hat, wenn man Schokolade isst. Fand ich gut zu lesen, und aufrüttelnd, schon am Anfang teilte die Autorin mit, das dieses Buch Fiktion ist, und sie nur altbekanntes hernahm um wirklich eine spannende und schöne Geschichte zu erfinden, so hält eine bekannte Schokoladenfirma dafür her, das da nicht alles glatt und gut läuft, das fand ich gut, weil ich mich so viel leichter in die Geschichte hineinfinden durfte. Spannung: Die Spannung im Buch finde ich gut, am Anfang eher flach und dann nimmt es aber Kapitel für Kapitel zu und ich wollte einfach nur noch wissen, wie diese Geschichte weiter geht, und das ist gut umgesetzt. Empfehlung: Wenn ihr auf kuriose Geschichten steht, die eine wichtige Botschaft mit sich tragen und sich traut auch mal ehrlich aufzudecken, was nicht alles gut läuft, dann blickt in das Buch hinein, auch wenn ihr nur gerne Thriller lest und auf Spannung steht, jedoch ein kleiner Hinweis mir war recht klar, wer die oder der Böse im Buch ist und ich reimte mir so schon sehr vieles zusammen, und das fand ich etwas doof, das ich zu schnell schon dahinter kam, wie sich letztlich aber alles am Ende noch mal gewandelt hatte fand ich toll. Bewertung: Ich gebe der Geschichte von Mia fünf Sterne, auch wenn ich schon recht schnell ahnte wohin es verläuft, hat mich die Geschichte gefesselt und gefordert und mir eine Nacht geschenkt, wo ich einfach durchlesen konnte.

Unbequemes Thema großartig verpackt
von Kerstin Thieme aus Zittau am 29.05.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das Chocolaterie-Geschäft ihrer Eltern in Meißen soll eines Tages der große Bruder übernehmen. Also sucht Mia nach beruflichen Alternativen und entscheidet sich, Journalismus zu studieren. Für die Aufnahmeprüfung soll ein Familienfoto recherchiert werden. Dies ist schnell gefunden, denn schon immer hängt im Laden das Bild von einem riesengroßen Nashorn... Das Chocolaterie-Geschäft ihrer Eltern in Meißen soll eines Tages der große Bruder übernehmen. Also sucht Mia nach beruflichen Alternativen und entscheidet sich, Journalismus zu studieren. Für die Aufnahmeprüfung soll ein Familienfoto recherchiert werden. Dies ist schnell gefunden, denn schon immer hängt im Laden das Bild von einem riesengroßen Nashorn aus Schokolade, dazu Gottlob Herder aus Lüneburg und der kleine Jakob Arnholt, Mias Urgroßvater. Jakob ist schwarz und einst aus der Kolonie ?Deutsch-Südwestafrika? ins Land gekommen. Mia interessiert sich brennend für seine Geschichte und macht sich auf den Weg nach Lüneburg, wo die Nachkommen von Gottlob Herder noch immer eine große Schokoladenfabrik führen. Ein Mord und mehrere Anschläge auf ihr Leben zeigen, dass sie einem Geheimnis auf der Spur ist, das keinesfalls ans Tageslicht dringen soll. Meine Meinung: Der neue Jugendroman von Elisabeth Herrmann hat mich wirklich begeistert. Es mag weniger Thriller drin sein als in dem letzten, den ich von ihr gelesen habe ? ?Die Mühle?. Dieser erschien mir aber auch für die Altersgruppe fast zu heftig. Die Schokoladenherstellung bildet für den Roman nur die Rahmenhandlung, Hauptthema ist die wenig rühmliche Rolle Deutschlands in der Kolonialzeit, die nach wie vor ein Tabuthema zu sein scheint, obwohl die Vernichtung der Herero inzwischen als Völkermord anerkannt wurde. Ich zumindest hatte zu dem Thema bisher so gut wie noch gar nichts gelesen oder auch von der Schule her behalten, weshalb ich auch immer wieder begeistert bin, wie toll die Autorin geschichtlich brisantes Material mit einer spannenden Story zu verknüpfen vermag. Der Roman ist wirklich keine Minute langweilig und es macht großen Spaß gemeinsam mit Mia die verworrenen Rätsel einer längst vergangenen Zeit aufzudecken. Sie ist eine tolle Hauptfigur, mit der ich mich sofort identifizieren konnte. Ein Mord und mehrere Anschläge auf das Leben halten die Spannung auch enorm hoch, es werden einige Spuren gelegt, um schließlich dann doch bei einem von mir nicht vermuteten Täter zu landen. Auch eine kleine Liebesgeschichte bahnt sich an, die aber absolut nicht überhand, jedoch ein süßes Ende nimmt. Der Schreibstil von Elisabeth Herrmann ist einfach großartig, flüssig zu lesen, immer auf dem Punkt und von mitreißender Qualität. Das Buch ist kein splattermäßiger Thriller, sondern bietet nebenbei auch noch Einblick in ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte, vor dem wir auch heute noch keinesfalls die Augen verschließen sollten. Absolut überzeugend und definitiv zu empfehlen für den anspruchsvollen jungen, aber auch älteren Leser.

Interessant, leider mit einigen Längen
von Jashrin aus Bruchsal am 30.04.2018
Bewertet: Medium: H?rbuch (CD)

Was als Projekt für die Aufnahmeprüfung für ihr Journalismusstudium beginnt, lässt Mia bald tief in die deutsche Kolonialgeschichte und deren Verknüpfung mit ihrer eigenen Familie eintauchen. Sie soll die Geschichte eines Familienfotos erzählen und was liegt da näher, als sich mit dem Bild zu beschäftigen, das schon immer in... Was als Projekt für die Aufnahmeprüfung für ihr Journalismusstudium beginnt, lässt Mia bald tief in die deutsche Kolonialgeschichte und deren Verknüpfung mit ihrer eigenen Familie eintauchen. Sie soll die Geschichte eines Familienfotos erzählen und was liegt da näher, als sich mit dem Bild zu beschäftigen, das schon immer in der Wohnung hängt? Neben einem riesigen Nashorn aus Schokolade zeigt es Jakob, ihren Urgroßvater, der damals als kleiner Junge aus Namibia nach Deutschland kam und seinen Lehrherrn Gottlob Herder. Dessen Nachfahren betreiben auch heute noch ein großes Schokoladenimperium. Da Mias eigene Eltern eine kleine Chocolaterie in Meißen haben und Mia sich ebenfalls bestens auskennt, wenn es um Schokolade geht, sollte es doch nicht so schwer sein, mit den Herders Kontakt aufzunehmen und herauszufinden warum Jakob damals nach Deutschland kam. Wie ist es ihm als Schwarzem wohl ergangen und aus welchem Grund wurde ausgerechnet ein lebensgroßes Nashorn aus Schokolade nachgebildet? Als Mia mit Wilhelm Herder Kontakt aufnimmt, scheint der über Mias Anruf erfreut zu sein, doch als sie auf seine Einladung hin persönlich auf dem Familiensitz in Lüneburg erscheint, muss sie feststellen, dass jemand ganz und gar nicht will, dass sie die Geschichte erforscht. Welches Geheimnis wollen die Nachfahren von Gottlob Herder so nachdrücklich für sich behalten? Auch einige Tage nachdem ich die letzten Zeilen gehört habe, bin ich nach wie vor nicht sicher, wie mir das Hörbuch letztlich gefallen hat. Der Einstieg in Elisabeth Herrmanns Jugendthriller ?Zartbittertod? ist mir leichtgefallen, was nicht zuletzt an der angenehmen Art liegt, mit der Laura Maire die Geschichte liest. Auch Mias Interesse an diesem alten Familienbild kann ich gut nachvollziehen, deutet es doch schon eine spannende und bewegte Familiengeschichte an. Leider hatte das Hörbuch trotzdem einige Längen für mich, insbesondere dann, wenn es sich sehr tief mit der Kolonialherrschaft in Deutsch-Südwestafrika auseinandersetzte. Sicher ist dies ein spannendes, vielschichtiges und alles andere als ruhmreiches Kapitel deutscher Geschichte, das auch heute noch meist lieber verschwiegen wird, doch zugegebenermaßen hätten mir teils weniger Informationen gereicht, dafür hätte ich gerne mehr zum aktuellen Geschehen gehört. So war das Hörbuch für mich zwar durchaus immer wieder spannend und es gab auch einige Thrillerelemente, dennoch würde ich es nicht unter Thriller einordnen, da das Augenmerk eben auf anderen Dingen ruhte. Mia hat mir als Protagonistin gut gefallen, vor allem aber Will, ein Sohn des Hauses Herder, hat mich positiv überrascht. Die (Familien-)Geschichte, die die beiden nach und nach zu Tage fördern, ist gut durchdacht und man merkt, dass die Autorin gründlich recherchiert hat. Die Auflösung der Geschichte war für mich dennoch recht konstruiert und damit nicht ganz so gut gelungen. Laura Maires Interpretation hat mir dafür umso mehr gefallen. Nicht umsonst hat sie bereits mehr als einmal den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin gewonnen. Gekonnt haucht sie der Geschichte und den unterschiedlichen Charakteren Leben ein und führt mit angenehmer Betonung durch das Geschehen. Insgesamt ein Hörbuch, das definitiv anders war als ich erwartet habe. Wen die deutsche Geschichte interessiert und wer obendrein auch noch spannende Familiengeschichten liebt, der sollte ?Zartbittertod? ruhig eine Chance geben und sich mit Mia auf Spurensuche in der Vergangenheit begeben.