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Annas Spuren

Ein Opfer der NS-"Euthanasie"

Sigrid Falkenstein, Frank Schneider

(2)
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Beschreibung

Per Zufall stößt sie auf ein Familiengeheimnis: Anna war geistig behindert; die Nazis vollstreckten an ihr 1940 den "Gnadentod" in der GaskaMMer von Grafeneck. Als Sigrid Falkenstein den Namen ihrer Tante auf einer Tötungsliste im Internet findet, Beginnt sie zu recherchieren: Aus dem Familiengedächtnis, mithilfe alter Fotos und durch das Studium von Patientenakten rekonstruiert sie Annas tragische Lebensgeschichte, um sie gemeinsam mit dem Psychiater Frank Schneider in einen größeren Kontext zu stellen. Annas Tod steht für den Massenmord an etwa 300 000 psychisch kranken, geistig und körperlich behinderten Menschen, die im Sinne der Rassen- und Erbhygiene vernichtet wurden. Ein anrührendes Buch und zugleich eine eindringliche Mahnung.

Sigrid Falkenstein, Jahrgang 1946, wuchs im Ruhrgebiet auf und lebt seit 1971 in Berlin, wo sie als Lehrerin arbeitete. Mit großem Engagement setzt sie sich u.a. in Zusammenarbeit mit der Stiftung Topographie des Terrors für das Gedenken der Opfer der NS-»Euthanasie« ein.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 22.01.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7766-2954-5
Verlag F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH
Maße (L/B/H) 20,5/12,5/1,3 cm
Gewicht 239 g
Abbildungen schwarz-weiss Illustrationen, Raster, schwarz-weiss, Raster, farbig, farbige Illustrationen
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 75940

Kundenbewertungen

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Gegen das Vergessen und Verharmlosen!
von einer Kundin/einem Kunden am 30.11.2012
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Einem über Generationen verschwiegenen Familiengeheimnis kommt die Autorin durch Zufall auf die Spur und beginnt zu recherchieren: Ihre Tante Anna war (möglicherweise) geistig behindert, wurde zwangssterilisiert und schließlich in der Gaskammer von Grafeneck ermordet. Diese Gräueltat bemänteln die Nazis als „Gnadentod“, dem 3... Einem über Generationen verschwiegenen Familiengeheimnis kommt die Autorin durch Zufall auf die Spur und beginnt zu recherchieren: Ihre Tante Anna war (möglicherweise) geistig behindert, wurde zwangssterilisiert und schließlich in der Gaskammer von Grafeneck ermordet. Diese Gräueltat bemänteln die Nazis als „Gnadentod“, dem 300.000 (!) Menschen zum Opfer fielen - Personen, die wegen ihrer psychischen, geistigen und körperlichen Beeinträchtigung „im Sinne der Rassen- und Erbhygiene“ entsorgt/ermordet wurden! Aus den einfühlsamen Briefen, die die Autorin an ihre Tante schreibt, entsteht ein würdevolles Porträt über eine junge beeinträchtigte Frau, deren Existenz von den Nazis als „lebensunwert“ abgestempelt wurde. Die vielzitierte „deutsche“ Vergangenheitsbewältigung findet hier einen wichtigen Widerhall und sollte viele Leser im Geschichtsunterricht, in der Biografie- und Erinnerungsarbeit finden! Besonders empfehlenswert für alle, die sich im sonderpädagogischen Bereich engagieren!

Zum Andenken
von Christa Kromminga aus Aurich am 29.09.2012
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Durch einen Zufall stößt Sigrid Falkenstein im Internet auf den Namen ihrer Tante Anna. Auf einer Liste von Opfern deutscher Ärzte im dritten Reich, taucht auch die Schwester ihres Vaters auf. Entsetzt recherchiert sie weiter über das Euthanasie Programm der Nazis, dem Tausende kranke und behinderte Menschen zum Opfer fielen. ... Durch einen Zufall stößt Sigrid Falkenstein im Internet auf den Namen ihrer Tante Anna. Auf einer Liste von Opfern deutscher Ärzte im dritten Reich, taucht auch die Schwester ihres Vaters auf. Entsetzt recherchiert sie weiter über das Euthanasie Programm der Nazis, dem Tausende kranke und behinderte Menschen zum Opfer fielen. Sowohl in Archiven und alten Akten, als auch in der eigenen Familie, sucht sie nach Spuren von Annas Leben. Und Schritt für Schritt, wächst Anna ihr ans Herz, und damit das Entsetzten über ihr trauriges Schicksal. Ein sehr berührendes Buch. Aufwühlend und doch so wichtig, gegen das Vergessen.


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