Sommer in Super 8

Roman

Anne Müller

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Beschreibung


Ein Roman wie ein heißer Tag am Meer ... bis das Gewitter beginnt

In Claras Leben passiert alles Wichtige an einem Mittwoch. An einem Mittwoch im Jahr 1963 wird sie als mittleres von bald fünf Kindern in eine Landarztfamilie hineingeboren. Die Mutter schön, elegant und klug, der Vater von seinen Patienten geschätzt, weltmännisch und witzig. Die Partys, zu denen die Königs einladen, sind legendär. Clara bewundert ihren Vater, doch zunehmend spricht er dem Alkohol zu und zunehmend erschüttern seine Eskapaden das Leben der Familie. Lange versucht Clara das zu überspielen, bis sich an einem Mittwoch alles zuspitzt …

Mit feinem Humor erzählt Anne Müller vom Aufwachsen in einer scheinbar perfekten Familie – und lässt die 70er-Jahre mit Tritop, Apfelshampoo und Super-8-Filmen wieder auferstehen.

"Ein zärtlicher und kluger Familienroman, der sich wie eine weibliche Variante der Bücher von Joachim Meyerhoff liest. Toll!" flow, Heft Nr. 37

Anne Müller wuchs in Schleswig-Holstein auf und lebt heute in Berlin. Nach dem Studium der Theater- und Literaturwissenschaften arbeitete sie zunächst als Radiojournalistin, dann als Drehbuchautorin. »Sommer in Super 8« ist ihr erster literarischer Roman, der viele begeisterte Leserinnen und Leser gefunden hat.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 27.08.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-328-60015-2
Verlag Penguin
Maße (L/B/H) 20,3/12,8/3,2 cm
Gewicht 451 g

Buchhändler-Empfehlungen

Ulrike Zimmermann, Thalia-Buchhandlung

Locker leichte Familiengeschichte mit Tiefgang! Ein Sommer, eine Familie, in der das Glück perfekt scheint, doch es weist Risse auf. Die 70er Jahre leben auf, Meer, Sommer, Sonne und alles in Super 8.

Eine Kindheit auf dem Lande

Gerda Schlecker, Thalia-Buchhandlung Neu-Ulm

Clara, eines von fünf Geschwistern der Landarztfamilie König,erlebt eine glückliche Kindheit in den 70er-Jahren. Die Mutter elegant und schön, der Vater jovial und allgemein beliebt im Dorf. All das ändert sich,als der geliebte Vater sich immer mehr in Affären mit seinen Patientinnen verstrickt. Wunderbar nostalgisch erzählt Anne Müller über das Aufwachsen auf dem Dorf in den 70ern,und ich habe viel wiedererkannt und mich mit Freude erinnert.

Kundenbewertungen

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Übersicht
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Mir fehlte das gewisse Etwas
von Monika Schulte aus Hagen am 13.01.2019

Schallerup, ein fiktiver Ort in den 70er-Jahren an der Ostsee. Hier wohnt Clara mit ihren Eltern und ihren vier Geschwistern. Eine typische Landarztfamilie, wie man sie vielleicht auch aus dem Fernsehen kennt. Eine Familie, die Ausflüge ans Meer macht. Eine Familie, die Zuhause gemeinsam musiziert. Der Vater, der Landarzt, der j... Schallerup, ein fiktiver Ort in den 70er-Jahren an der Ostsee. Hier wohnt Clara mit ihren Eltern und ihren vier Geschwistern. Eine typische Landarztfamilie, wie man sie vielleicht auch aus dem Fernsehen kennt. Eine Familie, die Ausflüge ans Meer macht. Eine Familie, die Zuhause gemeinsam musiziert. Der Vater, der Landarzt, der jede Bewegung der gemeinsamen Freizeit auf Super 8-Filmen zu bannen scheint, aber auch der Vater, der immer wieder mit anderen Frauen anbandelt. Clara liebt ihren Vater sehr, sie sorgt sich aber auch um ihn, weil er immer mehr dem Alkohol zuzusprechen scheint. Ihre Sorgen sind begründet, doch dann spitzt sich die Lage dramatisch zu. "Sommer in Super 8" - wer in den 70er-Jahren aufgewachsen ist, wird sich beim Lesen auf eine Zeitreise begeben. Seien es Lieder, seien es typische Produkte der damaligen Zeit. Man erkennt alles und auch sich selbst ein bisschen wieder. Die Geschichte ist unterhaltsam, doch richtig fesseln konnte sie mich leider nicht. Als Leser schaut man hinter die Kulissen der scheinbar perfekten Landarztfamilie, doch da sind auf einmal die finanziellen Probleme, die Konkurrenz, mit der Claras Vater nicht zurechtkommt und die ihn in die Alkoholsucht zu treiben scheint. Ein gutes Thema, ein wichtiges Thema und sicherlich auch manchmal sehr bewegend im Buch beschrieben, doch mir persönlich fehlte das gewisse Etwas. Claras Mutter, ihre zahlreichen Geschwister, sie blieben eher farblos. Das Ganze dann eher geschrieben wie ein Jugendbuch. Es ist eine Geschichte, von denen viele schon begeistert berichtet haben, doch es ist nicht mein Buch.

Ein Buch, das man nicht mehr aus den Händen legen kann
von einer Kundin/einem Kunden aus Freiburg am 04.11.2018

Die Geschichte von Clara, einem jungen Mädchen, das in den 70er Jahren in einer Großfamilie aufwächst ist tiefgründig und gleichzeitig leicht geschrieben. Für kurze Zeit entrückt man in die 70er Jahre und erfährt über das Erwachsenwerden eines jungen Mädchens auf einem Dorf nahe der Ostsee. Ich habe viel geschmunzelt, gelacht un... Die Geschichte von Clara, einem jungen Mädchen, das in den 70er Jahren in einer Großfamilie aufwächst ist tiefgründig und gleichzeitig leicht geschrieben. Für kurze Zeit entrückt man in die 70er Jahre und erfährt über das Erwachsenwerden eines jungen Mädchens auf einem Dorf nahe der Ostsee. Ich habe viel geschmunzelt, gelacht und war gleichzeitig gebannt vom Lauf der Geschichte: die Darstellung einer scheinbar perfekten Arztfamilie kommt durch den Vater immer mehr ins Wanken – der Zerfall dieses Familienidylls ist zuerst nur am Rande und auf subtile Art beschrieben, wird zum Ende aber immer bedeutender und endet in einem heftige Schicksalsschlag für die ganze Familie. Anne Müller beschreibt diese Wendung sehr feinsinnig: ernsthaft aber auch mit vielen humorvollen Geschichten aus Claras Jugend mit allem was dazu gehört. Ein Buch, das ich nur empfehlen kann!

Eine Reise in die 70er Jahre
von einer Kundin/einem Kunden aus Viersen am 12.09.2018

Die Drehbuchautorin Anne Müller hat sich mit ihrem ersten literarischen Roman „Sommer in Super 8“ eine passgenaue Vorlage für eine Adaption und Verfilmung geschneidert. Ich sitze im Kino und sehe den Vorspann: mittelalter Mann mit Rücken zum Betrachter sitzt an Schreibtisch, Kameraschwenk zoomt ran, Blick über die Schulter, Mann... Die Drehbuchautorin Anne Müller hat sich mit ihrem ersten literarischen Roman „Sommer in Super 8“ eine passgenaue Vorlage für eine Adaption und Verfilmung geschneidert. Ich sitze im Kino und sehe den Vorspann: mittelalter Mann mit Rücken zum Betrachter sitzt an Schreibtisch, Kameraschwenk zoomt ran, Blick über die Schulter, Mann legt Super-8-Film in Filmbetrachter von Porst ein und bewegt Film von Hand vor und zurück. Es erscheinen bunte Bilder von Kindern auf Schirm. Szene wird untermalt von ABBA, „Knowing me, knowing you“, 2. Strophe: „Memories, good days, bad days. They'll be with me always“. Mit Markiervorrichtung stanzt Mann Kerbe in Film. Kamera zieht auf. Mann wird von der Seite gezeigt: Thomas Sarbacher … `Tschuldigung, den sehe ich halt. Es ist ja mein Film, der beim Lesen von „Sommer in Super 8“ in mir abläuft. Und immer wieder sehe ich mich als kleine Zeitzeugin durch die gelungenen Miniaturen streifen, die Anne Müller geschickt aneinanderreiht, um das Aufwachsen und die Pubertät von Clara König zu erzählen. Ein Sandwich-Kind, als drittes Kind hineingeboren in eine Landarztfamilie von fünf Babyboomern, das als fünftes Rad am Wagen so mitläuft. Eine schöne, junge Mutter, die etwas auf sich hält. Ein witziger, lebhafter Vater, der seine Kinder wahrnimmt und nicht als Alleinverdiener durch Abwesenheit glänzt. Er kompensiert Claras Sandwich-Dasein, denn er vermittelt Clara das Gefühl „Königs Tochter“ zu sein. Es wird musiziert und gesungen, Ausflüge an die nahe Ostsee unternommen, kurzum eine Hochglanzidylle in den quietschbunten 70ern, deren Zeitgeist, so will es heute scheinen, Mode und Musik (abgesehen von ABBA natürlich – *Frau W. lacht*) in eine kolossale Geschmacksverirrung geführt hatte. Aber beim Vorführen dieses hübschen, herzerwärmenden Films, Samstagsabendunterhaltung „für die ganze Familie“, zeigen sich alsbald auf der Leinwand Markierkerben, die beim Schneiden und Kleben des Films scheinbar übersehen worden sind. So schleichen sich Szenen ein, die nicht überliefert werden sollten: der Vater, der sich schon vormittags einen Cognac genehmigt; der mit Clara Patientinnen besucht und sie in deren Garten einen Seitensprung lang warten lässt; ausgelassene Partys im Haus der Königs, deren Alkoholexzesse im Zigarettenqualm kaum vernebelt werden; ausbleibende Patienten; ausgestelltes Familienglück bei der jährliches Kirmes als Marketing; Familienfotos, die einer Familienaufstellung gleichkommen und die größer werdenden Abstände zwischen den Eltern, aber auch den älterwerdenden Kinder dokumentieren etc. Und wie im Kleinen so im Großen: Die Vorzeigerepublik wird von der RAF herausgefordert. Die Fahndungsplakate dringen bis ins kleine Schallerup vor. Die Gesichter werden von Clara und ihrer Clique taxiert. Hinter hässlichen, wirr dreinschauenden Fratzen scheinen sich nicht minder hässliche, wirre Gedanken zu verbergen, die sich in hässlichen, wirren Taten Bahn brechen. Clara nimmt das am Rande zu Kenntnis. Doch das Flanieren mit ihren Freundinnen über die Einkaufsmeile des Dörfchens (die Hauptstraße rauf und wieder runter), erste Schminkexperimente, die Dorfdisco und der erste Kuss stehen im Vordergrund. Die Anzeichen für das Auseinanderleben ihrer Eltern, den Niedergang der Praxis, das Versinken ihres Vaters in Alkohol und Melancholie bemerkt sie durchaus, auch, dass Risse übertüncht werden. Die Kinder handeln wie Co-Alkoholiker. Sie holen den Cognac für den Vater beim Apotheker und entwickeln ein System, die Flaschen verschwinden zu lassen. Sie wissen, dass etwas grandios schiefläuft. Und dann passiert es: der Vater unternimmt einen Selbstmordversuch, der scheitert. Er kommt wieder auf die Füße, wie es scheint, und funktioniert weiter. Bis zu jenem Mittwoch. Es ist immer mittwochs, wenn in Claras Leben etwas Einschneidendes passiert … Anne Müller hat einen sehr feinsinnigen Roman geschrieben, mit dem man lacht und weint. „Sommer in Super 8“ hat mich zurückgeführt in meine Kindheit und Teenie-Zeit, mit all den schönen, kuriosen Bildern, aber auch Brüchen und Verlusten. Ihr Roman wirkt auf mich wie ein Super-8-Film, der aus vielen Spulen geschnitten ist. Es sind exemplarische Videoclips, Erinnerungssprengsel, die zusammen ein Bild, eine Biografie ausmachen. Die Charaktere, insbesondere der Vater, werden lebendig ins Bild gesetzt. Blass bleibt Claras Mutter, die im Verlaufe des Romans immer weiter in den Hintergrund tritt. Aber bei Licht besehen: was habe ich eigentlich von meiner Mutter in dieser Zeit wahrgenommen? Nicht sehr viel, was sicher auch mit dem in der Pubertät einsetzenden Abnabelungsprozess zu tun hatte. Vermutlich ging es Clara ähnlich. Gerne hätte ich mehr erfahren über das Leben der Familie König nach jenem Mittwoch, aber dies ist sicher eine andere Geschichte, die Anne Müller uns hoffentlich ein anderes Mal erzählt. So schaue ich also den Abspann. Wieder sehe ich das Meer. Es verschwimmt mit dem Horizont und ich höre „Eagle“ von ABBA: „High, high, what a feeling to fly / Over mountains and forests and seas / And to go anywhere that I please“ In meiner Erinnerung kann ich das. Danke an Anne Müller für das Ticket zur Reise.


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