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Von dieser Welt

(ungekürzte Lesung)

(18)
Ein einziger Tag kann deine Welt zum Einstürzen bringen, ein einziger Tag kann deine Rettung sein. John Grime ist ein schwarzer empfindsamer Junge aus Harlem, sexuell unschlüssig, seine einzige Waffe zur Selbstverteidigung ist sein kristallklarer Verstand. Aber was nützt es schon, von den weißen Lehrern geschätzt zu werden, wenn der eigene Vater einem tagtäglich predigt, man sei wertlos, solange man sich nicht von der Kirche retten lässt. Als an Johns vierzehntem Geburtstag sein jüngerer Bruder Roy durch Messerstiche schwer verletzt nach Hause kommt, wagt er einen mutigen Schritt, der nicht nur sein eigenes Leben verändern wird. Ungekürzte Lesung mit Wanja Mues
Portrait
Sprecher Wanja Mues (Jahrgang 1973) sprach mit acht Jahren in dem Stück "Weihnachten an der Front" seinen ersten Text auf der Bühne und mit elf drehte er seinen ersten Film, den ARD-Dreiteiler "Jokehnen". Nach dem Abitur absolvierte er eine Schauspielausbildung in Amerika und war in vielen Serien ("Girl Friends"), Fernsehfilmen ("2 1/2 Minuten") und Kinostreifen ("Gloomy Sunday") zu sehen. Auch kleine Rollen in guten Projekten - wie zum Beispiel der Wehrmachtsoffizier im Warschauer Ghetto in Roman Polanskis "Der Pianist" - bleiben für Wanja Mues wichtig.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3
Sprecher Wanja Mues
Erscheinungsdatum 29.03.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783742405166
Verlag Der Audio Verlag
Spieldauer 480 Minuten
Format & Qualität MP3, 480 Minuten, 374.44 MB
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Buchhändler-Empfehlungen

„"...Liebe reißt Masken ab..."“

Christina Koberling, Thalia-Buchhandlung Chemnitz

"Die Liebe reißt die Masken ab, von denen wir fürchten, dass wir ohne sie nicht leben können, und von denen wir wissen, dass wir mit ihnen nicht leben können."
Dies ist das zentrale Anliegen des Romans von James Baldwin.
Es ist eine Geschichte von Armut und Rassismus , es ist die Geschichte des Autors, die er sich von der Seele geschrieben hat.
In seinem autobiographischen Roman versucht Baldwin den Fanatismus seines religiös übereifrigen Vaters zu ergründen und kommt ihm so auf die Spur.
Vor vielen Jahren, 1984, las ich diesen Roman in einer Ausgabe eines DDR-Verlages unter dem Titel "Eine andere Welt", gab das Buch später meiner Tochter weiter, die ebenso fasziniert war und es später nochmal in Englisch gelesen hat.
Es ist beeindruckend, wie aktuell die Themen heute noch sind, denn Hass in einem Menschen verändert diesen und setzt sich über Generationen fort.Und so lassen sich Rückschlüsse auf unsere Gesellschaft ziehen.
Aber Baldwin macht uns auch Hoffnung, hat er doch seinen eigenen Schmerz überwunden...
Er erzählt in einer sinnlichen, kraftvollen Sprache, die ihre Wurzeln genauso im Blues wie in der Bibel hat, und der man von der ersten Seite an ausgeliefert ist und lässt uns teilhaben am Leben im Harlem der 1960er Jahre.
Mit großer Intensität und Offenheit beschreibt er die Probleme des Miteinanderlebens in einer rassistisch gespaltenen Gesellschaft, die von Vereinsamung und Gefühlsverlust und auch von Hoffnung auf Anerkennung und ein sinnerfülltes Leben gekennzeichnet ist.
Klare Empfehlung!
"Die Liebe reißt die Masken ab, von denen wir fürchten, dass wir ohne sie nicht leben können, und von denen wir wissen, dass wir mit ihnen nicht leben können."
Dies ist das zentrale Anliegen des Romans von James Baldwin.
Es ist eine Geschichte von Armut und Rassismus , es ist die Geschichte des Autors, die er sich von der Seele geschrieben hat.
In seinem autobiographischen Roman versucht Baldwin den Fanatismus seines religiös übereifrigen Vaters zu ergründen und kommt ihm so auf die Spur.
Vor vielen Jahren, 1984, las ich diesen Roman in einer Ausgabe eines DDR-Verlages unter dem Titel "Eine andere Welt", gab das Buch später meiner Tochter weiter, die ebenso fasziniert war und es später nochmal in Englisch gelesen hat.
Es ist beeindruckend, wie aktuell die Themen heute noch sind, denn Hass in einem Menschen verändert diesen und setzt sich über Generationen fort.Und so lassen sich Rückschlüsse auf unsere Gesellschaft ziehen.
Aber Baldwin macht uns auch Hoffnung, hat er doch seinen eigenen Schmerz überwunden...
Er erzählt in einer sinnlichen, kraftvollen Sprache, die ihre Wurzeln genauso im Blues wie in der Bibel hat, und der man von der ersten Seite an ausgeliefert ist und lässt uns teilhaben am Leben im Harlem der 1960er Jahre.
Mit großer Intensität und Offenheit beschreibt er die Probleme des Miteinanderlebens in einer rassistisch gespaltenen Gesellschaft, die von Vereinsamung und Gefühlsverlust und auch von Hoffnung auf Anerkennung und ein sinnerfülltes Leben gekennzeichnet ist.
Klare Empfehlung!

„"Ich möchte ein ehrlicher Mann und ein guter Schriftsteller sein!"“

Matthias Kesper, Thalia-Buchhandlung Paderborn

James Baldwin war nicht nur ein guter Schriftsteller, sondern einer der besten und wichtigsten amerikanischen Autoren des 20. Jahrhunderts. Sein Erstlingswerk "Go tell it on the mountain" liegt jetzt bei dtv in einer genialen Neuübersetzung vor, nach der Lektüre kann man nur hoffen, daß "Von dieser Welt" der Auftakt zu einer deutschen Werkausgabe ist; die alten Übersetzungen aus den 60er und 70er Jahren wurden dem Autor einfach nicht gerecht...

Das Buch läßt sich recht einfach zusammen fassen: Harlem in den 30er Jahren; John Grimes, ältester Sohn eines schwarzen Predigers, feiert seinen 14. Geburtstag. Wie schon so oft in den letzten Wochen plagen ihn unzüchtige Gedanken, er weiß nichts damit anzufangen, daß er sich nicht nur für Mädchen interessiert, sondern auch für junge Männer. Hilfe und Unterstützung bekommt er von seinem bigotten Vater nicht wirklich, und so wendet er sich in der kleinen Kirche seiner Gemeinde beim Gottesdienst direkt an "den Herrn", verbunden mit der Bitte um Erklärung und eventuelle göttliche Offenbarung. Die Stundes dieses Gottesdienstes werden zur Reflektion seiner Familiengeschichte, wo die Mutter herkommt, woher der Vater, in der Kirche trifft der "alte amerikanische Süden" auf die vermeintlich weltoffene Großstadt. Und John beginnt zu verstehen....

Dieser stark autobiographische Roman ist keine Protestliteratur, war von Baldwin auch nicht so geplant, er wollte einfach sein Mann-werden als Schwarzer in einer übermächtigen weißen Welt erzählen - und das ist einfach perfekt geschehen!

Ein hinreißendes Buch! Und das farbige Gegenstück zu Salingers "Fänger im Roggen".
James Baldwin war nicht nur ein guter Schriftsteller, sondern einer der besten und wichtigsten amerikanischen Autoren des 20. Jahrhunderts. Sein Erstlingswerk "Go tell it on the mountain" liegt jetzt bei dtv in einer genialen Neuübersetzung vor, nach der Lektüre kann man nur hoffen, daß "Von dieser Welt" der Auftakt zu einer deutschen Werkausgabe ist; die alten Übersetzungen aus den 60er und 70er Jahren wurden dem Autor einfach nicht gerecht...

Das Buch läßt sich recht einfach zusammen fassen: Harlem in den 30er Jahren; John Grimes, ältester Sohn eines schwarzen Predigers, feiert seinen 14. Geburtstag. Wie schon so oft in den letzten Wochen plagen ihn unzüchtige Gedanken, er weiß nichts damit anzufangen, daß er sich nicht nur für Mädchen interessiert, sondern auch für junge Männer. Hilfe und Unterstützung bekommt er von seinem bigotten Vater nicht wirklich, und so wendet er sich in der kleinen Kirche seiner Gemeinde beim Gottesdienst direkt an "den Herrn", verbunden mit der Bitte um Erklärung und eventuelle göttliche Offenbarung. Die Stundes dieses Gottesdienstes werden zur Reflektion seiner Familiengeschichte, wo die Mutter herkommt, woher der Vater, in der Kirche trifft der "alte amerikanische Süden" auf die vermeintlich weltoffene Großstadt. Und John beginnt zu verstehen....

Dieser stark autobiographische Roman ist keine Protestliteratur, war von Baldwin auch nicht so geplant, er wollte einfach sein Mann-werden als Schwarzer in einer übermächtigen weißen Welt erzählen - und das ist einfach perfekt geschehen!

Ein hinreißendes Buch! Und das farbige Gegenstück zu Salingers "Fänger im Roggen".

Ulrich Kienast, Thalia-Buchhandlung Wolfsburg

Dem Rhythmus der Sprache ist nicht zu entgehen, Form und Inhalt sind eins, ekstatisch wie der Gottesdienst, in dem die Story eingebunden ist. Meisterhaft.
Große Literatur.
Dem Rhythmus der Sprache ist nicht zu entgehen, Form und Inhalt sind eins, ekstatisch wie der Gottesdienst, in dem die Story eingebunden ist. Meisterhaft.
Große Literatur.

Ein moderner Klassiker, der auch für die kommenden Generationen bleiben wird - ja muss! Ein moderner Klassiker, der auch für die kommenden Generationen bleiben wird - ja muss!

„Harlem 30 er Jahre“

Ute Ziegert, Thalia-Buchhandlung Freital

Die Geschichte von John - 14 Jahre - ist erschütternd eindrucksvoll. Geprägt vom Rassismus um 1930 , lassen sich leider auch heute noch oder gerade wieder Parallelen ziehen. Die Geschichte von John - 14 Jahre - ist erschütternd eindrucksvoll. Geprägt vom Rassismus um 1930 , lassen sich leider auch heute noch oder gerade wieder Parallelen ziehen.

„Ein wiederentdeckter Klassiker der Moderne “

Claudia Engelmann, Thalia-Buchhandlung Korbach

Ein wiederentdeckter Klassiker der Moderne – und für viele einer der beeindruckendsten Autoren des letzten Jahrhunderts. Das Buch, 1953 erstmals erschienen und jetzt in deutscher Neuübersetzung, erzählt die Geschichte von John, einem 14-jährigen heranwachsenden Schwarzen im Amerika der 30er-Jahre. Sein Leben ist geprägt von seinem strengen Stiefvater, einem gottesfürchtigen Prediger, der seine Familie und seine Mitmenschen zu religiösen und folgsamen Menschen erziehen will. Doch John, der starke biographische Züge Baldwins trägt, ist auf der Suche nach sich selbst, und zwar nicht im Jenseits sondern in dieser Welt. Rückblickend wird immer wieder die durchaus verzwickte Familiengeschichte beleuchtet, die sehr deutlich macht, wie stark der amerikanische Rassismus das Bild des Landes bestimmt hat und immer noch bis in die heutige Wirklichkeit hinein prägt. Der Roman ist durchzogen von biblischen und religiösen Erweckungsmonologen und überbordenden Predigten, was mir das Lesen manchmal schwer gemacht hat und mich nicht immer mitgenommen hat. Ohne Zweifel ist dies ein Buch von hoher literarischer Qualität mit einer betörenden manchmal verstörenden, aber immer wortgewaltigen, scharfsinnigen, eindringlichen und intensiven Sprache, die keinen Leser unberührt lässt.
Ein wiederentdeckter Klassiker der Moderne – und für viele einer der beeindruckendsten Autoren des letzten Jahrhunderts. Das Buch, 1953 erstmals erschienen und jetzt in deutscher Neuübersetzung, erzählt die Geschichte von John, einem 14-jährigen heranwachsenden Schwarzen im Amerika der 30er-Jahre. Sein Leben ist geprägt von seinem strengen Stiefvater, einem gottesfürchtigen Prediger, der seine Familie und seine Mitmenschen zu religiösen und folgsamen Menschen erziehen will. Doch John, der starke biographische Züge Baldwins trägt, ist auf der Suche nach sich selbst, und zwar nicht im Jenseits sondern in dieser Welt. Rückblickend wird immer wieder die durchaus verzwickte Familiengeschichte beleuchtet, die sehr deutlich macht, wie stark der amerikanische Rassismus das Bild des Landes bestimmt hat und immer noch bis in die heutige Wirklichkeit hinein prägt. Der Roman ist durchzogen von biblischen und religiösen Erweckungsmonologen und überbordenden Predigten, was mir das Lesen manchmal schwer gemacht hat und mich nicht immer mitgenommen hat. Ohne Zweifel ist dies ein Buch von hoher literarischer Qualität mit einer betörenden manchmal verstörenden, aber immer wortgewaltigen, scharfsinnigen, eindringlichen und intensiven Sprache, die keinen Leser unberührt lässt.

„"..Baldwins Sätze, seine Wörter fügen sich zu einer Melodie.."“

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Vechta

Harlem, 1930. Johns Leben scheint von Anfang an vorgegeben zu sein. Er soll, genauso wie sein Vater, Priester werden. Eine Wahl hat er nicht und keiner fragt nach den Wünschen des Jungen.
Baldwin erzählt nicht nur Johns Geschichte, sondern auch die seiner Familie, von denen jeder Einzelne eigene kleine und große Sünden hat. Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut und wurde nicht enttäuscht. Baldwin schreibt sehr beeindruckend. Zu Recht war er eine große Stimme seiner Zeit.
Harlem, 1930. Johns Leben scheint von Anfang an vorgegeben zu sein. Er soll, genauso wie sein Vater, Priester werden. Eine Wahl hat er nicht und keiner fragt nach den Wünschen des Jungen.
Baldwin erzählt nicht nur Johns Geschichte, sondern auch die seiner Familie, von denen jeder Einzelne eigene kleine und große Sünden hat. Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut und wurde nicht enttäuscht. Baldwin schreibt sehr beeindruckend. Zu Recht war er eine große Stimme seiner Zeit.

Sina Hufnagel, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Dieser autobiografische und religiöse Roman zeigt ein Bild düster grausamer Schönheit. Um 1950 enstanden ist er auch heute noch brandaktuell. Dieser autobiografische und religiöse Roman zeigt ein Bild düster grausamer Schönheit. Um 1950 enstanden ist er auch heute noch brandaktuell.

„James Baldwin ist zurück“

Ursula Grützner, Thalia-Buchhandlung Radebeul

Längst sind Baldwins Bücher vergriffen, sie gehörten für mich in den 70ern zu den wichtigsten.
Nun ist sein 1. Roman in neuer Übersetzung wieder erschienen. Er erzählt von dem schwarzen Jungen John, der in Harlem aufwächst, Rassismus und Gewalt durch den Vater gehören zu seinem Leben. An einem einzigen Tag wird er erwachsen und in der Geschichte der einzelnen Familienmitglieder die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts lebendig, mit ihr alle Rassenkonflikte in der damaligen USA und das oft so trostlose Leben der Afroamerikaner.
Dieser Roman ist von einem ungeheuer sprachlichen Sog und verstörend in seiner Aktualität - auch 65 Jahre, nachdem Baldwin dieses Buch schrieb.

Längst sind Baldwins Bücher vergriffen, sie gehörten für mich in den 70ern zu den wichtigsten.
Nun ist sein 1. Roman in neuer Übersetzung wieder erschienen. Er erzählt von dem schwarzen Jungen John, der in Harlem aufwächst, Rassismus und Gewalt durch den Vater gehören zu seinem Leben. An einem einzigen Tag wird er erwachsen und in der Geschichte der einzelnen Familienmitglieder die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts lebendig, mit ihr alle Rassenkonflikte in der damaligen USA und das oft so trostlose Leben der Afroamerikaner.
Dieser Roman ist von einem ungeheuer sprachlichen Sog und verstörend in seiner Aktualität - auch 65 Jahre, nachdem Baldwin dieses Buch schrieb.

„" Lord, I've been introduced / To the Father an the Son / and I ain't / No stranger now! "“

Inga Roos, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Dieser großartige Roman von James Baldwin, einer großen Stimme der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, ist autobiographisch gefärbt. Er hatte bereits in den 40er Jahren daran gearbeitet, jedoch erst mit Abstand zu seiner Heimat, den USA, konnte er ihn so fulminant und hoffnungsvoll beenden.

John Grimes an seinem 14 Geburtstag ist ein schüchternes, empfindsames und in sich gekehrtes Kind. Sein Vater, der Prediger einer afroamerikanischen baptistischen Gemeinde, zeigt sich den Kindern gegenüber erbarmungslos und gewalttätig. John soll, wie sein Vater ein Prediger werden, ob er das wirklich will ist nicht klar. Sein Geburtstag, der auch gar nicht gefeiert wird, wird für die ganze Familie zum Desaster, denn Roy wird angestochen und wagt es, sich gegen den Vater aufzulehnen.

Abends wird in der Kirche gebetet und die Familie versammelt sich dort. Jetzt erst wird dem Leser erzählt, welche Hintergründe, Vorgeschichten und geheimen Sünden die einzelnen Familienmitglieder haben. Plötzlich liegt John auf der Erde...

Der Roman ist mit Anspielungen aus dem alten Testament gefüllt, auch die Sprache ist der von Predigern und der Gesänge in Kirchen nachempfunden. Jesus, der die Sünden vergibt, erscheint John erst in der Kirche als "Retter". Ich fand den Roman zwar unglaublich schön geschrieben, aber auch etwas schwierig die ganzen religiösen Anspielungen zu interpretieren. Das Vorwort von Verena Lueken fand ich sehr hilfreich.
Dieser großartige Roman von James Baldwin, einer großen Stimme der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, ist autobiographisch gefärbt. Er hatte bereits in den 40er Jahren daran gearbeitet, jedoch erst mit Abstand zu seiner Heimat, den USA, konnte er ihn so fulminant und hoffnungsvoll beenden.

John Grimes an seinem 14 Geburtstag ist ein schüchternes, empfindsames und in sich gekehrtes Kind. Sein Vater, der Prediger einer afroamerikanischen baptistischen Gemeinde, zeigt sich den Kindern gegenüber erbarmungslos und gewalttätig. John soll, wie sein Vater ein Prediger werden, ob er das wirklich will ist nicht klar. Sein Geburtstag, der auch gar nicht gefeiert wird, wird für die ganze Familie zum Desaster, denn Roy wird angestochen und wagt es, sich gegen den Vater aufzulehnen.

Abends wird in der Kirche gebetet und die Familie versammelt sich dort. Jetzt erst wird dem Leser erzählt, welche Hintergründe, Vorgeschichten und geheimen Sünden die einzelnen Familienmitglieder haben. Plötzlich liegt John auf der Erde...

Der Roman ist mit Anspielungen aus dem alten Testament gefüllt, auch die Sprache ist der von Predigern und der Gesänge in Kirchen nachempfunden. Jesus, der die Sünden vergibt, erscheint John erst in der Kirche als "Retter". Ich fand den Roman zwar unglaublich schön geschrieben, aber auch etwas schwierig die ganzen religiösen Anspielungen zu interpretieren. Das Vorwort von Verena Lueken fand ich sehr hilfreich.

Kristina Urban, Thalia-Buchhandlung Berlin

Sie haben jetzt die Chance die Bücher von J. Baldwin für sich zu entdecken oder (so wie ich) sie nach langer Zeit erneut für sich zu entdecken. So oder so ist Baldwin ein Genuss! Sie haben jetzt die Chance die Bücher von J. Baldwin für sich zu entdecken oder (so wie ich) sie nach langer Zeit erneut für sich zu entdecken. So oder so ist Baldwin ein Genuss!

Julia Weßbecher, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Erschütternder Roman um den jungen John , der im schwarzen , bigotten Predigerumfeld aufwächst. Erschütternder Roman um den jungen John , der im schwarzen , bigotten Predigerumfeld aufwächst.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
18 Bewertungen
Übersicht
11
6
0
1
0

Interessant, hält aber nicht was es verspricht
von Ina Lukanowski aus Bonn am 23.04.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Um ehrlich zu sein verstehe ich nicht, wieso das Buch so gut bewertet wird und es auf der Bestsellerliste landen konnte. Der Schreibstil des Autors ist sehr schön und interessant zu lesen, die Thematik spannend wenn es um das Thema Rassismus geht, aber wer sich erhofft einen tieferen Einblick... Um ehrlich zu sein verstehe ich nicht, wieso das Buch so gut bewertet wird und es auf der Bestsellerliste landen konnte. Der Schreibstil des Autors ist sehr schön und interessant zu lesen, die Thematik spannend wenn es um das Thema Rassismus geht, aber wer sich erhofft einen tieferen Einblick über das Thema Homosexualität in der Kirche und im Glauben zu finden, der hat das falsche Buch in der Hand. Da es genau dieses Thema ist, was mich an dem Buch gereizt hat, war ich zunehmend enttäuscht und habe mich regelrecht durch das Buch gequält. Die Botschaft des Buches kommt aus meiner Sicht nicht eindeutig rüber und am Ende hat es sich angefühlt, als hätte man mir kaum etwas mitgeteilt.

Sehr beeindruckender Autor
von einer Kundin/einem Kunden aus Winterthur am 06.04.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ich habe schon einige Bücher von James Baldwin in Englisch gelesen und bin sehr beeindruckt. Das nebenstehende Buch habe ich erst gestern erhalten. Ich kann deshalb noch kein Urteil abgeben. Mit freundlichen Grüssen Peter Bloesch

Reifeprozess
von Kaffeeelse am 19.03.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Dies ist kein einfacher Roman. Er verlangt Einiges von einem ab. Aber es ist eine wunderbare Sprache, eine Sprache die aus Bildern besteht, welche beim Leser Gedanken und Gefühle erzeugen. Es ist ein Roman von einer ungeheuren Intensität, die fast etwas abstößt, aber gleichzeitig auch ungeheuer neugierig macht. Es... Dies ist kein einfacher Roman. Er verlangt Einiges von einem ab. Aber es ist eine wunderbare Sprache, eine Sprache die aus Bildern besteht, welche beim Leser Gedanken und Gefühle erzeugen. Es ist ein Roman von einer ungeheuren Intensität, die fast etwas abstößt, aber gleichzeitig auch ungeheuer neugierig macht. Es ist ein Roman von einem Virtuosen der Sprache, einem Großen seines Faches. Es ist ein Roman über die Schwarzamerikaner. Über ihr Leben in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. In einem Land, das von Rassendiskriminierung geprägt ist, und damit ist der Süden, wie auch der Norden des Landes gemeint. Anfänglich wohnen die älteren Hauptakteure in den Südstaaten, wandern aber später in den verheißungsvolleren Norden aus, nach Harlem. Dieser Roman ist von ungeheurer Intensität geschrieben, man spürt diese Welt, man spürt wie es dem Autor in dieser Zeit ging. Man spürt seine Traurigkeit und auch seine Wut über die Ungerechtigkeiten des Lebens. Das zweite große Thema des Romans ist die Religion. Und die Kraft, die die Afroamerikaner aus diesem tiefen Glauben ziehen. Und man spürt die Intensität, die dieser Glaube für die Menschen hat. Man ist förmlich in der Kirche dabei, sieht die Menschen, sieht sie beten und singen. Manchmal klingt das Geschriebene schon sehr prophetisch. Aber dies untermauert nur die Stärke des Glaubens der Menschen. Und der Autor zeichnet seine Charaktere tief, mit allen Eigenschaften die Menschen haben, mit den Positiven, wie auch den Negativen. Das löst wiederum auch eine Bandbreite an Gefühlen beim Leser aus. "Nach und nach rief er ihren Namen. Dann drehte er sich um, und sie hielt ihn an ihrer Brust, während er schluchzte. Irgendwann schlief er ein, an sie geklammert, als würde er endgültig untergehen. Und es war endgültig. In der Nacht schnitt er sich mit einem Rasiermesser die Pulsadern auf und wurde am Morgen von seiner Wirtin tot unter dunkelroten Laken gefunden; seine Augen starrten lichtlos an die Decke." Und ich betone intensive Gefühle, die das Lesen teils etwas schwierig machen, damit meine ich für mich die Rolle des Stiefvaters, der mich schon sehr abgestoßen hat. Im dritten Thema des Buches geht es um die Weiterentwicklung eines Jungen, der seine Umwelt anfängt aus anderen Augen zu sehen, sich mehr seinen Gefühlen zu öffnen, ehrlich zu sich selbst zu sein und sich seiner sexuellen Orientierung zu öffnen und authentisch zu leben. Dieser Roman wird getragen von starken autobiographischen Zügen, Baldwin verarbeitet sein Leben in diesem Werk. Aber es ist ein Buch für das man bereit sein muss !