Sternkinder

Mit e. Vorw. v. Ronald Leopold

Clara Asscher-Pinkhof

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Beschreibung

Zutiefst berührend: Kindersicht auf die Gräuel des Nationalsozialismus.
„Sternkinder“, das waren die jüdischen Kinder, die unter den Nationalsozialisten den Davidstern tragen mussten. Wie ihre Eltern und Großeltern erfuhren sie die Schrecken der Konzentrationslager, und verstanden doch oft nicht, was mit ihnen geschah. Clara Asscher-Pinkhof, die selbst deportiert wurde und nur durch großes Glück überlebte, beschreibt die Verfolgung durch die Augen der Kinder und findet so besonders eindringliche Bilder. Die Neuausgabe erscheint zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht mit neuem Cover und einem Vorwort von Ronald Leopold, dem Leiters des Anne-Frank-Hauses Amsterdam.
Das früheste Dokument über das Schicksal jüdischer Kinder und nationalsozialistischer Gewaltherrschaft ist ein erschütterndes Zeitzeugnis wie das »Tagebuch der Anne Frank«.

Mehrdad Zaeri-Esfahani kam im August 1970 in Isfahan/Iran auf die Welt. Als Kind bestand seine Welt aus der Leidenschaft für Spiele und den Ängsten vor dem Leben. Die Ängste hat er mittlerweile gut überwunden. Die Spielfreude ist geblieben. Mit vierzehn wanderte er mit seiner Familie zuerst in die Türkei und dann nach Deutschland aus. Nach dem Abitur beschloss Mehrdad Zaeri Künstler zu werden - ein Ziel, das er durch den Besuch einer Kunstakademie und Taxifahrernächte ohne Fahrgäste, aber mit einem Zeichenblock erreicht: Seine Kalenderreihe "Kuriose Gedenktage" (Büchergilde / duMont), seine Bühnenauftritte als Live-Artist und nicht zuletzt seine zahlreichen Buchveröffentlichungen sind bestes Zeugnis davon.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Altersempfehlung 12 - 15 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 24.09.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7915-0106-2
Verlag Dressler
Maße (L/B/H) 20,8/13,9/3 cm
Gewicht 447 g
Originaltitel Sterrekinderen
Auflage 1
Illustrator Mehrdad Zaeri-Esfahani
Übersetzer Mirjam Pressler

Buchhändler-Empfehlungen

Gegen das Vergessen

Andrea Dippel, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

Ein absolutes Pflichtbuch für jeden, der in Deutschland aufwächst. Berührend, bedrückend und beeindruckend. Dieses Buch hat mich schon als Jugendliche geprägt und ist jetzt in einer wunderschönen Ausgabe neu erschienen. Ein Buch, das in jedes Bücherregal gehört, weil es schonungslos aber dennoch einfühlsam das Leben von jüdischen Kindern in den deutschen Konzentrationslagern beschreibt.

"Warum müssen wir diesen Stern tragen Mama?"

Nele Zimmermann, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Kinder die mit einem Stern rumlaufen nennt man Sternkinder oder auch Juden. In diesem Buch werden die verschiedenen Etappen aus der Sicht unterschiedlicher Kinder, mit Stern erzählt. Von ihrem Zuhause in Amsterdam, über das Durchgangslager Westerbork bis in das Konzentrationslager in Bergen Belsen. In all diesen kurzen Einsichten in die Gedanken und Erfahrungen der Kinder erkennt man ihre Angst aber auch ihre Lebensfreude die sie weiterhin beibehalten.

Kundenbewertungen

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Ein Buch das mir Gänsehaut bescherte
von Nicole aus Nürnberg am 11.11.2018

Meine Meinung zum Klassiker: Sternkinder Aufmerksamkeit: Diesen Punkt gibt es auf meinem Blog. Inhalt in meinen Worten: Dieses Buch ist nicht neu auf den Markt, doch dennoch verliert sein Inhalt seinen Wert nicht, im Gegenteil, gerade im Hier und Jetzt ist es umso nötiger gerade dieses Buch neu zu entdecke... Meine Meinung zum Klassiker: Sternkinder Aufmerksamkeit: Diesen Punkt gibt es auf meinem Blog. Inhalt in meinen Worten: Dieses Buch ist nicht neu auf den Markt, doch dennoch verliert sein Inhalt seinen Wert nicht, im Gegenteil, gerade im Hier und Jetzt ist es umso nötiger gerade dieses Buch neu zu entdecken und sich bewusst zu machen, was es heißt, ein Sternkind zu sein. Denn Kinder ab einem gewissen Alter müssen Sterne tragen, zumindest vor 80 Jahren. Entweder hatte dieses Kind Glück und es durfte den Krieg heil überstehen, oder das Kind hatte Pech und wurde alleine in ein KZ gebracht, oder mit den Eltern, doch was sie da erlebten, war alles andere als einfach. Der Tod klopfte jeden Tag an die Tür und die Frage ist, kann man es schaffen diese Tür zu zu lassen oder muss man öffnen und sich dem Tod ungewollt in die Fänge geben? Das und viele weitere Fragen könnt ihr euch selbst stellen, wenn ihr in das Buch hineinblickt. Wie ich das Gelesene empfand: Ich konnte nicht in einem Stück dieses Buch lesen. Das lag einerseits daran, dass das Buch mit vielen Kurzgeschichten ausgestattet ist, die doch alle in einer Form zusammengehören, zum anderen, weil das Schicksal mich persönlich ziemlich mitgenommen hat und ich merkte, zu viel auf einmal bringt mich zum rückwärts essen. Das liegt aber weniger an dem was und wie das Buch geschrieben ist, sondern an dem, wie grausam Menschen sein können. Stil des Buches: Die Geschichten beruhen auf Tatsachen. Clara Asscher-Pinkhof schriebt die Schicksale der Namenlosen Sternkinder auf, denn sie war als Freiwillige eine Helferin und begleitete viele Kinder und viele Sternkinder auf ihrem letzten Weg. Das schreibt sie in der Sie oder Er Form nicht in der Ich Form. Ehrlich und Schonungslos, realistisch und Hautnah wird so die Geschichte eines einzelnen an mein Herz getragen. Wie und was sich zutrug, warum es manchmal doch noch Wunder gab und was Wärme bedeutet und vieles mehr findet man in diesem Buch geschrieben. Aber leider wurde auch die Autorin selbst im Mai 1943 zur Departation gebracht und auch davon berichtet dieses Buch. Meine Gedanken: Ihr wisst ja, in einem Stück konnte ich dieses Buch nicht lesen, es hat mich viel zu sehr mitgerissen und hin und wieder flossen die Tränen, wenn ich mir aber überlege, die Geschichten sind teilweise über 80 Jahre alt und sie haben immer noch nichts von ihrer Bedeutung verloren, man muss ja nur das Weltgeschehen beobachten, bewegt das mein Herz in einem ganz bestimmten Rhythmus und in einem Entsetzen, das ich vor diesem Buch nicht gekannt habe. Obwohl es nicht blutig geschrieben ist, sondern wirklich eher in Poesie und Lyrik so hat das Buch doch einen ziemlichen Treffer in mein Herz und in meinen Kopf gesetzt. Es lässt mich nachdenklich, erschüttert und auch ein bisschen ängstlich zurück. Was ist, wenn die Geschichte wirklich komplett eine Wiederholung hinlegt? Was ist wenn das was schon einst passierte wieder passiert? Schau ich weg? Versuche ich etwas zu ändern? Schaffe ich es, meine Augen aufzuheben und zu sagen, NEIN! Fragen, die mich das Buch stellen lässt und zu keiner befriedigenden Antwort kommen lässt. Das schlimme am Buch ist nicht, das ich lese, wie Kinder ihre letzten Stunden verbringen, oder eine frisch Vermählte von ihrem Mann getrennt wird, auch nicht das Blut fließt, denn das tut es nicht. Sondern die schonungslose Ehrlichkeit, das Schicksal eines jeden Kindes und jeden Menschen in diesem Buch lässt mich nicht los, das Buch schreit mich förmlich an und das auf stille Art und Weise, doch so, das ich nicht mehr weghören kann und will. Im Nachwort darf ich übrigens erkennen, das die Autorin des Buches überlebte und in Israel letztlich landete. Empfehlung: Dieses Buch eignet sich wunderbar als Klassenlektüre, vielleicht viel mehr, als es manch Geschichtsunterricht, wo man einfach nur einschläft, könnte. Das Buch rüttelte auf und schaffte eine Atmosphäre in mir zu erzeugen, das ich das Gefühl hatte mittendrin anstatt nur nebenbei zu sein. Das Buch eignet sich auch als Jugendbuch in einem Buchclub, zusammen entdecken, was einst passierte. Für Jugendliche würde ich aber sehr empfehlen, das Buch nicht alleine zu lesen, sondern mit Fragen und Anregungen zu jemanden zu gehen, und darüber zu sprechen, vielleicht einfach selbst sein Herz anzusehen und sich selbst zu fragen, was wäre wenn. Ich kann euch das Buch empfehlen, aber Achtung, es lässt euch nicht unbewegt zurück. Bewertung: Für mich ist dieses Buch ein Buch, wo die Bewertung mit Sternen mehr als schwer ist. Literarisch ist es eine kostbare Perle, emotional lässt es mich nicht mehr los (weswegen ich auch nicht alle Seiten lesen konnte, weil es mich zu intensiv mitgerissen hat) und es wird ein Buch sein, in das ich immer wieder hinein blättern und lesen werde, weil ich einfach nicht alles erfassen konnte und wollte in der kurzen Zeit. Es ist ein Buch, das schreit, und das doch auf leise Samtpfoten. Es ist ein Buch das rüttelt und schüttelt, das die Fundamente in mir zum einreisen brachte, und doch ist es ein Jugendbuchklassiker, der in meinen Augen viel zu wenig Aufmerksamkeit erhält, denn ich hab es bis ich es in meiner Hand gehalten habe, nicht gekannt. Ich gebe fünf Sterne. Aber mit dem Wissen, dem Buch und den Geschichten kann man mit Sternen absolut nicht gerecht werden.

Kindheit mit dem Stern
von mabuerele am 16.01.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

Wir schreiben 1941 in Amsterdam. Ein 6jähriges Mädchen freut sich. An ihr Kleid wird ein Stern genäht. Ihre kleine Schwester bekommt noch keinen, denn sie ist nicht alt genug. Doch als sie aus der Schule zurückkehrt, weiß sie, dass der Stern keine Freude bedeutet. Das ist nur eine der Episoden, die die Autorin in ihrem Buch sc... Wir schreiben 1941 in Amsterdam. Ein 6jähriges Mädchen freut sich. An ihr Kleid wird ein Stern genäht. Ihre kleine Schwester bekommt noch keinen, denn sie ist nicht alt genug. Doch als sie aus der Schule zurückkehrt, weiß sie, dass der Stern keine Freude bedeutet. Das ist nur eine der Episoden, die die Autorin in ihrem Buch schildert. Das Buch ist in vier Abschnitten gegliedert. Die Sternstadt ist das Judenviertel in Amsterdam. Das Sternhaus ist die Schowwburg, die erste Station auf den Weg zur Deportation. Die Sternwüste ist das Durchgangslager Westerborg. Die Sternhölle ist das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Die Namen sind bewusst gewählt, denn mit jeder Station nimmt die Menschlichkeit ab und die Grausamkeit zu. Die Autorin schildert Einzelschicksale, in jeder Station andere. Im Mittelpunkt stehen die Kinder. Ihre Gefühle und Gedanken bilden den Kern des Buches. Immer wieder gibt es Zeichen der Hoffnung, auch wenn nichts zu hoffen ist. Die Kinder können Leid, Elend und Angst verdrängen. Sie finden sich zu ihren Spielen. Doch dann kommen die bitteren Momente, wo die Realität in das Leben eingreift. Kleine Gesten der Barmherzigkeit, Hilfe von Niederländern und unerwartete Entscheidungen zeugen davon, dass nicht nur Härte und Grausamkeit reagiert, sondern sich mancher seine Menschlichkeit bewahrt hat. Die Berichte lesen sich sehr sachlich. Gerade dadurch wirken sie bedrückend. Kurz und prägnant wird die jeweilige Geschichte erzählt. Es geht nicht nur um eigene Erlebnisse. Es geht auch darum, dass die Kinder Dinge sehen, die sie nicht begreifen oder nicht verkraften können. Verlust ist gegenwärtig, Verlust von Familienmitgliedern, Freunden, Nachbarn. Das Buch zwingt mich als Leser zur Auseinandersetzung mit dem Thema und mit der Vergangenheit. Es ist ein Buch gegen das Vergessen. Die Geschichten haben mich tief berührt. Besonders betroffen machen die Szenen, wo in verschiedenen Situationen die jüdischen Feiertage, oft im Geheimen, begangen werden. Für die Kinder sind die dabei erzählten Geschichten plötzlich Gegenwart, nur ist keine Königin Ester in Sicht, die in die Dunkelheit wieder das Licht bringt. Die Autorin gehört zu den Betroffenen. Es ist in jeder Zeile spürbar, dass sie erlebt hat, was sie beschreibt. Das Cover in dunklen Farben mit den ernsten Kinderaugen und dem eher blassen Stern passt ausgezeichnet. Das Buch kann ich nur weiterempfehlen. Es sollte zur Pflichtlektüre im Unterricht werden. Nie wieder sollen Kinder in Angst und Hoffnungslosigkeit aufwachsen müssen.

Grausam
von Brigitte Bouman-Mengering aus Lingen (Ems) am 16.06.2011
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Trotz unserem Wissen über den Krieg und seine Gräuel geht die Geschichte der "Sternenkinder" ganz tief.Was ist in einem Kind vorgegangen,daß ohne eigenes Verschulden plötzlich einen gelben Stern tragen muss,gequält und geschunden wird?Die Autorin hat dieses selbst erlebt und erzählt uns eindringlich davon.Danach gehen sie zu ihr... Trotz unserem Wissen über den Krieg und seine Gräuel geht die Geschichte der "Sternenkinder" ganz tief.Was ist in einem Kind vorgegangen,daß ohne eigenes Verschulden plötzlich einen gelben Stern tragen muss,gequält und geschunden wird?Die Autorin hat dieses selbst erlebt und erzählt uns eindringlich davon.Danach gehen sie zu ihren Kindern und nehmen sie fest in die Arme.Mir ist es jedenfalls so passiert.


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