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Wenn Worte meine Waffe wären

Deine Worte verändern die Welt!
Als einzige Muslima in ihrer Schule hat Sheherazade viel einzustecken, und seit ihrer Flucht nach Dänemark wird ihre Mutter zunehmend religiöser. Sie hat feste Pläne für die Zukunft ihrer Tochter. Als dann ihr Vater, der immer noch unter den Schrecken des Krieges leidet, ins Krankenhaus muss, weiß Sheherazade nicht mehr weiter. Das einzige, was hilft, sind ihre Texte, die sie kunstvoll-provokativ mit Bildern verwebt. Niemals würde sie diese jemandem zeigen. Bis sie sich verliebt. Und ihre Worte plötzlich Kraft haben.
Hochaktueller Coming-of-Age-Roman über die Konflikte junger Muslima in der westlichen Welt, sprachlich brillant erzählt und angereichert mit collagehaften Bildern der Protagonisten.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Altersempfehlung 12 - 15
Erscheinungsdatum 20.08.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7915-0098-0
Verlag Dressler Cecilie
Maße (L/B/H) 20,8/13,6/3 cm
Gewicht 430 g
Originaltitel For enden af din pegefinger
Auflage 2
Illustrator Sune Ehlers, Frauke Schneider
Übersetzer Ulrike Brauns
Verkaufsrang 84459
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Mach, was andere für richtig halten!

Jennifer Pereira, Thalia-Buchhandlung Bonn

Sheherazade ist eine junge Muslima. Ihre Eltern sind Flüchtlinge aus einem Krisengebiet. Auch nach langer Zeit leidet ihr Vater an den Kriegserinnerungen. Eines Tages kommt ihr Vater ins Krankhaus und dort trifft Sheherazade auf Thea. Bald stellen sie fest, dass beide mehr verbindet als die Krankenbesuche im Krankenhaus. Für mich eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt und den momentanen Nerv der Zeit trifft. Hier geht’s um die Freiheit das zu tun, was man für wichtig und richtig hält, solange man die Freiheiten anderer nicht stört. Leider muss Sheherazade sich mit Ausgrenzungen von verschiedenen Seiten auseinandersetzten. Ausgrenzungen von Leuten, die Sheherazade ihre Freiheit nicht lassen wollen und sie die Rolle annehmen soll, die für sie ausgesucht worden ist. Meiner Meinung nach eine Geschichte, die leider sehr realitätsnah ist.

Kundenbewertungen

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Lebe, Liebe, Kämpfe.
von einer Kundin/einem Kunden am 18.02.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Ein wunderschönes Buch, das meiner Meinung nach zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Viele Probleme unserer Gesellschaft werden sprachlich gut, aber leicht verständlich beschrieben. Das sie sich außerdem noch in ein anderes Mädchen verliebt macht das Buch zu einer absoluten Leseempfehlung!

Selten hat mich ein Buch so sehr angesprochen und bewegt
von Daggy am 05.05.2019

"Zine" bedeutet auf Deutsch Magazin und Scheherazade, ein siebzehnjähriges arabisches Mädchen, nutzt diese Form für ihre schriftstellerischen Arbeiten. Im Buch sind immer wieder diese kleinen Werke eingestreut. In einer akkuraten Handschrift, versehen mit Bildern, die aus Zeitschriften eingefügt wurden, ergänzen sie den Text des... "Zine" bedeutet auf Deutsch Magazin und Scheherazade, ein siebzehnjähriges arabisches Mädchen, nutzt diese Form für ihre schriftstellerischen Arbeiten. Im Buch sind immer wieder diese kleinen Werke eingestreut. In einer akkuraten Handschrift, versehen mit Bildern, die aus Zeitschriften eingefügt wurden, ergänzen sie den Text des Buches hervorragend. Scheherazade lebt mit ihren Eltern in einem Stadtteil von Kopenhagen, der ausschließlich von Moslems bewohnt wird. Hier in diesem Ghetto sieht jeder, was der andere tut und jeder hat das Rechts sich moralisch über den anderen zu erheben. Leben die Kinder nicht nach den strengen Regeln, haben die Eltern in der Erziehung versagt und werden mit an den Pranger gestellt. Scheherazades Vater war Dichter und Jonaslist in einem arabischen Land, dort haben die Eltern ein sehr freies Leben geführt. Doch dann wurden die Texte angefeindet und der Vater musste für drei schreckliche Jahre ins Gefängnis, danach gelang der Familie die Flucht nach Dänemark. Doch der Vater kann sich nicht von seinem Trauma befreien, immer wieder schaut er sich den Krieg und das Elend im Fernsehen an. Das macht ihn aggressiv, auch gegenüber der Familie. Nach einem schlimmen Wutanfall kommt er ins Krankenhaus. Bei einem Besuch begegnet Scheherazade Thea, einer Dänin, die ihre Mutter, die sich plötzlich nicht mehr bewegen kann, besucht. Als Scheherazade bei Thea übernachtet kommt es zum Sex. Scheherazade ist entsetzt und kann sich die Reaktion ihrer Mutter vorstellen. Trotzdem zieht es sie immer wieder zu Thea. Wie erwartet, ist die Mutter voller Ekel und Unverständnis und wirft ihre Tochter raus. Scheherazade ist am Anfang eine kopftuchtragende angepasste Muslime und entwickelt sich im Laufe des Buches zu einer freien jungen Frau, die eine andere Frau liebt, mit offenem Haar. Unterstützung findet sie nicht nur bei ihrer Freundin und einer Selbsthilfegruppe, auch ihr Vater hilft ihr dabei. Das Buch erzählt nicht nur die Geschichte von Scheherazade, es werden auch andere Schicksale aufgezeichnet. Besonders der Einblick in den eigenen kleinen Kosmos dieser Menschen, zeigt, warum so vieles falsch läuft mit der Integration. Da kommt es zu Bespitzelung und Denunziation, da versucht jeder sich am Leid der anderen zu ergötzen, damit der Fokus nicht auf die eigenen Probleme fällt. Wie ist es möglich als Mutter seinen Kind zu sagen "Du bist nicht mehr meine Tochter"? Ein Buch, das mich sehr bewegt hat und das ich sehr empfehlen kann

Eine starke und wichtige Geschichtete!
von Lales Bücherwelt am 14.11.2018

Inhalt: Sheherazade ist 17, ihre Familie flüchtete vor dem Krieg nach Dänemark, um ihr ein besseres Leben zu ermöglichen. Denn Sheherazade soll Ärztin werden, später heiraten und viele Kinder bekommen. Das ist zumindest das, was man von ihr erwartet. Doch sie hat eigentlich ganz andere Pläne, aber in ihrer Kultur gehört es sich... Inhalt: Sheherazade ist 17, ihre Familie flüchtete vor dem Krieg nach Dänemark, um ihr ein besseres Leben zu ermöglichen. Denn Sheherazade soll Ärztin werden, später heiraten und viele Kinder bekommen. Das ist zumindest das, was man von ihr erwartet. Doch sie hat eigentlich ganz andere Pläne, aber in ihrer Kultur gehört es sich nicht, den Eltern zu widersprechen, man tut was das Beste für die Familie ist.. Eines Tages lernt Shereazade Thea kennen, die ihr neue Blickwinkel auf das Leben ermöglicht. Und plötzlich hat sie keine Lust mehr zu schweigen, sondern möchte endlich für ihren Willen und ihre Freiheit einstehen... Meine Meinung: Eine bewegende und tief erschütternde Geschichte über ein starkes Mädchen! Seit Sheherazade 7 Jahre alt ist, lebt sie mit ihrer Familie und Dänemark. Zunächst zwar nur in einer Notunterkunft, doch nach der Aufenthaltsgenehmigung hat sich die Familie ihr eigenes kleines Leben aufgebaut, in einem „Ghetto“ - wie Sheherazade es nennt -, in einer Gemeinschaft mit anderen Muslimen. Als ihr Vater krank wird und sie so viel Zeit mit ihrer Mutter verbringt, wird der Druck auf ihr - ein vernünftiges und anständiges Leben zu führen - immer stärker. Sheherazade‘s Interessen spielen dabei keine Rolle, für die Familie zählt lediglich die Ehre und Anerkennung ihrer Gemeinschaft. Doch Thea, die sie im Krankenhaus kennen lernt, wird für Sheherazade zu einer engen Vertrauten, die Sheherazade in ihrer Freiheit unterstützen möchte. Und auch sie selbst findet, dass es an der Zeit ist, endlich den Mund auf zu machen und über das, was wirklich passiert, zu berichten. Doch damit bricht sie eine langjährige und ehrenvolle Tradition, was unweigerlich Konsequenzen nach sich zieht... „Wenn Worte Waffen wären“ erzählt die erschütternde und zugleich wunderschöne Geschichte einer 17-Jährigen Mädchens, das das Schweigen der teilweise herrschenden Missstände und der falsche Ehre brechen und der Welt zeigen möchte, wer sie wirklich ist. Die Geschichte wird aus der Perspektive der Protagonistin Sheherazade erzählt, sodass man als Leser die Ereignisse direkt aus ihrem Blickwinkel verfolgen und ihre damit verbundenen Gefühle und Gedanken erfahren kann. Denn das Mädchen spart daran keineswegs, ausdrucksstark und tiefgründig berichtet sie über das, was passiert und was eigentlich nicht passiert. Mich hat diese Geschichte sehr berührt, da das junge Mädchen die teilweise verkehrten Zustände aufklären möchte und Freiheit und Gerechtigkeit fordert, ohne ihren Glauben bzw. die Gemeinschaft anzuprangern. Was sie erlebt ist keineswegs einfach, das würde dem Leser während der Handlung deutlich und es wurde nichts beschönigt, sondern so dargestellt, wie es ist und nicht so, wie ihr alle versuchen weiszumachen. Wohl wissend dass Sheherazade damit riskiert von ihrer Familie verstoßen und von der Gemeinschaft abgelehnt zu werden, möchte sie das Schweigen brechen und für mehr Gerechtigkeit sorgen. Besonders beeindruckend fand ich neben der Geschichte auch die enthaltenen Zines der Protagonistin, die ausdrucksstark verdeutlichen was Sheherazade denkt und fühlt. Insgesamt war der Schreibstil sehr gut verständlich, flüssig und tiefgreifend, sodass es mich während des Lesens angesprochen und berührt hat. Dadurch wird man als Leser auch selbst zum Nachdenken angeregt und kann seine eigenen Verhaltens- und Denkweisen kritisch hinterfragen. Fazit: Dieses Buch ist für mich ein rundum gelungenes Werk, das aktuelle Themen mit anderen, wichtigen Aspekten verknüpft und somit für jeden eine Bedeutung hat. Die Geschichte konnte mich emotional auf einer Ebene abholen, wie es nicht viele können und regt zum eigenen Reflektieren an. Deshalb kann ich dieses Buch guten Gewissens allen nur empfehlen und hoffe, dass Sheherazade´s Botschaft möglichst oft gehört wird. Geeignet ab etwa 13 Jahren.