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Wenn Worte meine Waffe wären

Kristina Aamand

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Beschreibung

Deine Worte verändern die Welt!
Als einzige Muslima in ihrer Schule hat Sheherazade viel einzustecken, und seit ihrer Flucht nach Dänemark wird ihre Mutter zunehmend religiöser. Sie hat feste Pläne für die Zukunft ihrer Tochter. Als dann ihr Vater, der immer noch unter den Schrecken des Krieges leidet, ins Krankenhaus muss, weiß Sheherazade nicht mehr weiter. Das einzige, was hilft, sind ihre Texte, die sie kunstvoll-provokativ mit Bildern verwebt. Niemals würde sie diese jemandem zeigen. Bis sie sich verliebt. Und ihre Worte plötzlich Kraft haben.
Hochaktueller Coming-of-Age-Roman über die Konflikte junger Muslima in der westlichen Welt, sprachlich brillant erzählt und angereichert mit collagehaften Bildern der Protagonisten.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 272
Altersempfehlung 12 - 15 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 20.08.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7915-0098-0
Verlag Dressler
Maße (L/B/H) 20,8/13,6/3 cm
Gewicht 422 g
Originaltitel For enden af din pegefinger
Auflage 2. Auflage
Illustrator Sune Ehlers, Frauke Schneider
Übersetzer Ulrike Brauns

Buchhändler-Empfehlungen

Sabine Wolf, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Ein großartiger Jugendroman (ab ca. 14), der die Probleme von Einwandererkindern beschreibt, die zwischen den Erwartungen und Kulturen hin und her gerissen werden. Hier am Beispiel einer lesbischen Beziehung, aber es hätte auch jeder andere "Verstoß" sein können. Bewegend!

Mach, was andere für richtig halten!

Jennifer Pereira, Thalia-Buchhandlung Bonn

Sheherazade ist eine junge Muslima. Ihre Eltern sind Flüchtlinge aus einem Krisengebiet. Auch nach langer Zeit leidet ihr Vater an den Kriegserinnerungen. Eines Tages kommt ihr Vater ins Krankhaus und dort trifft Sheherazade auf Thea. Bald stellen sie fest, dass beide mehr verbindet als die Krankenbesuche im Krankenhaus. Für mich eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt und den momentanen Nerv der Zeit trifft. Hier geht’s um die Freiheit das zu tun, was man für wichtig und richtig hält, solange man die Freiheiten anderer nicht stört. Leider muss Sheherazade sich mit Ausgrenzungen von verschiedenen Seiten auseinandersetzten. Ausgrenzungen von Leuten, die Sheherazade ihre Freiheit nicht lassen wollen und sie die Rolle annehmen soll, die für sie ausgesucht worden ist. Meiner Meinung nach eine Geschichte, die leider sehr realitätsnah ist.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
10 Bewertungen
Übersicht
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Ein wichtiges und emotionales Buch mit ein paar kleinen Mängeln
von einer Kundin/einem Kunden aus Alpen am 19.01.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Sheherazade leidet. Sie leidet unter ihren Mitschüler*innen, die sie als einzige Muslima an ihrer Schule nicht respektieren, leidet unter ihrer Mutter, die sich seit der Flucht nach Dänemark immer mehr in ihrem Glauben verliert und unter ihrem Vater, der den Krieg nicht loswird, obwohl er ihn in einem anderen Land zurückgelassen... Sheherazade leidet. Sie leidet unter ihren Mitschüler*innen, die sie als einzige Muslima an ihrer Schule nicht respektieren, leidet unter ihrer Mutter, die sich seit der Flucht nach Dänemark immer mehr in ihrem Glauben verliert und unter ihrem Vater, der den Krieg nicht loswird, obwohl er ihn in einem anderen Land zurückgelassen hat. Doch dann lernt sie jemanden kennen – und findet dadurch ihre eigene Stimme. Zu den religiösen Hintergründen des Buchs kann ich persönlich leider wenig sagen. Die von mir gelesenen Rezensionen waren sich aber recht einig, dass die Darstellung der muslimischen Familie zutreffend und nachempfindbar war. Für mich war das ein klarer Pluspunkt, machen die familiären Strukturen und der Druck, den Sheherazade sowohl seitens ihrer Familie als auch seitens ihrer Mitschüler*innen zu spüren bekommt, doch einen Großteil der Storyline aus. Emotional bin ich den Weg Sheherazades permanent mitgegangen, habe mich mehrmals dabei erwischt, wie ich das Buch kopfschüttelnd zur Seite legen musste, um meine Gedanken zu sortieren. Erst recht, weil das Buch sehr viele kontroverse Themen diskutiert (Selbstmord, Homophobie, psychische Gesundheit, Rassismus, sozialer Druck…). Der Schreibstil ist flüssig, wenn auch zunächst gewöhnungsbedürftig, da er eine etwas andere Erzählstruktur ohne viele beschönigende Beschreibungen bedient. Seine Direktheit passt aber zur Geschichte und transportiert, was transportiert werden soll. Die Illustrationen, die für die Werke Sheherazades stehen, haben das Buch zusätzlich aufgelockert und noch interessanter gemacht sowie persönlicher wirken lassen. Was mich allerdings gestört hat, war, dass abseits von Sheherazade ein Großteil der anderen Figuren recht blass blieb. Mit der Love Interest wurde ich persönlich nur wenig warm – ihr Charakter an sich war interessant, jedoch konnte ich ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen. Außerdem hat das Buch mit seinem Titel und seinem Klappentext in meinen Augen ein paar falsche Erwartungen geweckt. Meines Erachtens nach ging es viel weniger um Sheherazades eigene Worte und Werke, als man vermuten sollte. Das hat mir wirklich etwas gefehlt und ich hätte gerne mehr davon gelesen, wie Sheherazade sich mit ihren Texten ein Stück Freiheit erkämpft. Das Ende ging mir persönlich dann auch etwas zu schnell. Ich glaube, da hätten ein paar mehr Seiten nicht geschadet, um alles ein wenig runder und tiefgreifender zu gestalten – war das Buch ansonsten doch auch nicht oberflächlich. Alles in allem würde ich sagen, dass „Wenn Worte meine Waffe wären“ eine gelungene Geschichte ist, die erschütternde und ergreifende wie aber auch interessante und spannende Einblicke gewährt, dabei zwar kleinere Mängel aufweist, die dem Leseerlebnis aber keinen Abbruch tun. 4 Sterne.

Lebe, Liebe, Kämpfe.
von einer Kundin/einem Kunden am 18.02.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Ein wunderschönes Buch, das meiner Meinung nach zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Viele Probleme unserer Gesellschaft werden sprachlich gut, aber leicht verständlich beschrieben. Das sie sich außerdem noch in ein anderes Mädchen verliebt macht das Buch zu einer absoluten Leseempfehlung!

Selten hat mich ein Buch so sehr angesprochen und bewegt
von Daggy am 05.05.2019

"Zine" bedeutet auf Deutsch Magazin und Scheherazade, ein siebzehnjähriges arabisches Mädchen, nutzt diese Form für ihre schriftstellerischen Arbeiten. Im Buch sind immer wieder diese kleinen Werke eingestreut. In einer akkuraten Handschrift, versehen mit Bildern, die aus Zeitschriften eingefügt wurden, ergänzen sie den Text des... "Zine" bedeutet auf Deutsch Magazin und Scheherazade, ein siebzehnjähriges arabisches Mädchen, nutzt diese Form für ihre schriftstellerischen Arbeiten. Im Buch sind immer wieder diese kleinen Werke eingestreut. In einer akkuraten Handschrift, versehen mit Bildern, die aus Zeitschriften eingefügt wurden, ergänzen sie den Text des Buches hervorragend. Scheherazade lebt mit ihren Eltern in einem Stadtteil von Kopenhagen, der ausschließlich von Moslems bewohnt wird. Hier in diesem Ghetto sieht jeder, was der andere tut und jeder hat das Rechts sich moralisch über den anderen zu erheben. Leben die Kinder nicht nach den strengen Regeln, haben die Eltern in der Erziehung versagt und werden mit an den Pranger gestellt. Scheherazades Vater war Dichter und Jonaslist in einem arabischen Land, dort haben die Eltern ein sehr freies Leben geführt. Doch dann wurden die Texte angefeindet und der Vater musste für drei schreckliche Jahre ins Gefängnis, danach gelang der Familie die Flucht nach Dänemark. Doch der Vater kann sich nicht von seinem Trauma befreien, immer wieder schaut er sich den Krieg und das Elend im Fernsehen an. Das macht ihn aggressiv, auch gegenüber der Familie. Nach einem schlimmen Wutanfall kommt er ins Krankenhaus. Bei einem Besuch begegnet Scheherazade Thea, einer Dänin, die ihre Mutter, die sich plötzlich nicht mehr bewegen kann, besucht. Als Scheherazade bei Thea übernachtet kommt es zum Sex. Scheherazade ist entsetzt und kann sich die Reaktion ihrer Mutter vorstellen. Trotzdem zieht es sie immer wieder zu Thea. Wie erwartet, ist die Mutter voller Ekel und Unverständnis und wirft ihre Tochter raus. Scheherazade ist am Anfang eine kopftuchtragende angepasste Muslime und entwickelt sich im Laufe des Buches zu einer freien jungen Frau, die eine andere Frau liebt, mit offenem Haar. Unterstützung findet sie nicht nur bei ihrer Freundin und einer Selbsthilfegruppe, auch ihr Vater hilft ihr dabei. Das Buch erzählt nicht nur die Geschichte von Scheherazade, es werden auch andere Schicksale aufgezeichnet. Besonders der Einblick in den eigenen kleinen Kosmos dieser Menschen, zeigt, warum so vieles falsch läuft mit der Integration. Da kommt es zu Bespitzelung und Denunziation, da versucht jeder sich am Leid der anderen zu ergötzen, damit der Fokus nicht auf die eigenen Probleme fällt. Wie ist es möglich als Mutter seinen Kind zu sagen "Du bist nicht mehr meine Tochter"? Ein Buch, das mich sehr bewegt hat und das ich sehr empfehlen kann


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