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Nicht Wolf nicht Hund

Auf vergessenen Pfaden mit einem alten Indianer

Kent Nerburn

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Beschreibung

Kent Nerburn wird eines Tages von einer jungen Frau angerufen, die ihn bittet, ihren Großvater in einem weit entfernten Reservat aufzusuchen.

Nerburn erfüllt ihren Wunsch und trifft Dan, einen uralten Lakota-Indianer, der über viele Jahre hinweg Aufzeichnungen gemacht hat, aus denen – mit Nerburns Hilfe – ein Buch entstehen soll.

Dan jedoch erkennt in Nerburns Text nicht mehr wieder, was er sagen will und worum es ihm eigentlich geht. Die beiden geraten fortwährend in Streit über die Unterschiede zwischen weißen Amerikanern und Native Americans – es entspinnt sich ein sehr persönlicher Austausch, unterhaltsam und voller Ironie.

Was dieses Buch so besonders macht, ist seine romanhafte Erzählung einer listig arrangierten Reise, die Dan mit seinem Freund Grover, seinem steinalten Hund und eben Kent unternimmt. Diese Reise ist die eigentliche Lektion, eine Art On the Road mit zwei Indianern und einem Weißen.

Das Buch erschien 1994 in den USA und entwickelte sich zum Bestseller. 2017 wurde es in Großbritannien neu herausgebracht – mit einem Vorwort von Robert Plant, dem Sänger von «Led Zeppelin». «Nicht Wolf nicht Hund» ist ein eindringliches Werk über Gewalt, Nähe und Versöhnung zwischen unterschiedlichen Welten und Kulturen.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 349
Erscheinungsdatum 10.12.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-72498-5
Verlag C.H.Beck
Maße (L/B/H) 22,3/14,4/3,5 cm
Gewicht 591 g
Originaltitel Neither Wolf Nor Dog. On Forgotten Roads with an Indian Elder
Abbildungen mit 1 Abbildung
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Sky Nonhoff
Verkaufsrang 34408

Buchhändler-Empfehlungen

"In ihnen klingt der Geist eines großen Volkes nach, Worte aus einer anderen Welt..." (Robert Plant)

Matthias Kesper, Thalia-Buchhandlung Paderborn

Ausgerechnet drei Musiker, nicht Schriftsteller, brachten den Rezensenten dazu, eines der aufregendsten und besten Bücher der letzten Jahre zu lesen: Robert Plant (Led Zeppelin), dessen spektakulär unspektakuläres, sehr poetisches Vorwort, vom Verlag aus gutem Grund schon auf dem Umschlag beworben wird, Bruce Springsteen, der sich in den Texten seines letzten Albums (Western Stars, siehe eben da) einmal mehr mit der Schattenseite des amerikanischen Traums befasst hat, und Johnny Cash, dessen Konzeptalbum "Ride this Train" sich bereits Anfang der 60er Jahre mit dem Nationalcharakter der USA und der Situation der "American Natives" auseinandersetzte (Gibt es gerade vortrefflich remastered auf Vinyl, es sei hiermit dringend anempfohlen!) Ich habe dieses Buch seit längerem vor mir "hergeschoben", zu plakativ erschien mir der Umschlag, zu esoterisch der Untertitel "Auf vergessenen Pfaden mit einem alten Indianer", erinnert doch all zu sehr an "Erst wenn der letzte Fluss vergiftet ist, werdet ihr begreifen, dass man Geld nicht essen kann..." etc etc. Dazu die Überzeugung: "Indianer" verwendet man aus naheliegenden Gründen nicht, man kann ein Volk doch nicht nach einem Kapitän benennen, der glaubte er sei in Indien gelandet, also heißen die von ihm "entdeckten" Menschen halt so... Als sich Dan, ein fast 80-jähriger Lakota, mit der Bitte an den Schriftsteller und Ethnologen Kent Nerburn wendet, ihm zu helfen, seine Erinnerungen und Aufzeichnungen in eine Form zu bringen, als habe er, Dan, in "Haskell" studiert, sagt Nerburn umgehend zu. Die Wahl als Ghostwriter fiel auf ihn, da er schon mehrere Bücher über einzelne Stämme der eigentlichen amerikanischen Bewohner verfasst hat und die Dan gelesen und für gut befunden hat! Nerburn erhält einen riesigen Karton, prall gefüllt mit Aufzeichnungen, Zeitungsartikeln und diversen anderen Unterlagen. Er verfasst ein Probekapitel, es ist Dan zu exaltiert, nicht das, was er sich vorgestellt hat. Kurz entschlossen verbrennt er es, all seine Papiere gleich mit. Wütend begibt sich Kent auf den Heimweg, aber schon nach wenigen Kilometern streikt sein Off-Roader irgendwo in der Pampa. "Zufällig" hält kurz darauf ein großer alter Buick neben ihm, am Steuer Grover, auch er Lakota und nur unwesentlich jünger als Dan, der auf der Beifahrerseite sitzt. Auf der Rückbank "Fatback", ein auch in die Jahre gekommener Labrador, neben dem dann Platz für Kent Nerburn ist. Nach einigen in Schweigen verbrachten Meilen auf dem Highway, biegt Grover unvermittelt von der Straße ab, mitten in die Plains - hier und jetzt beginnt für den "weißen" Mann der Unterricht im Fach "Unsere Kultur - und was ihr ihr und uns angetan habt" - der Grundstock für das noch zu schreibende Buch. Alles weitere müssen Sie jetzt selbst lesen, es ist einfach großartig. Nichts weinerliches, aber viel gnadenloses. Zum lachen (ich werde wohl nie mehr einen sog. Western sehen können, ohne an Grovers Beschreibungen der "Film-Indianer" zu denken...), zum weinen (Schon mehrfach darüber gelesen, aber das Leben "Sitting Bulls" wurde , glaube ich, nie pointierter erzählt...), zum "Um-Verzeihung-bitten", weil man, auch als Nicht-Amerikaner, nie wirklich über "Die Eroberung des Westens" reflektiert hat - wessen Sicht wird wohl selbst in Geschichtsbüchern dargestellt, wenn nach einer Schlacht, je nach Ausgang, die Siedler entweder einen Sieg erungen haben, oder aber die Indianer an ihnen ein "Massaker" angerichtet haben? "Heute liegen die Schädel meiner Grosseltern in Museen, Ausstellungsstücke, die von reichen Leuten begafft werden. Ihr habt unser Volk gemordet, uns alles genommen, was uns heilig war - und schließlich habt ihr uns noch erzählt, das sei der Beweis für eure Überlegenheit..." Bei aller Ernsthaftigkeit des Themas gelingt es dem Autor wunderbar, den Leser immer wieder auf`s Glatteis zu führen (so wie es ihm mit den Schilderungen Dans ergeht...), manchmal ist an der Bitte um einen sofortigen STOP der Fahrt nichts geheimnisvolles oder mystisches, es muss nicht mit den Ahnen Kontakt aufgenommen werden oder an einem heiligen Ort ein Tabakopfer dargebracht werden, sondern es ist einfach die Blase zu voll...

Diotima Johanns, Thalia-Buchhandlung Saarbrücken

Wer sich für die indianische Kultur, ihre Lebens- und Denkweise interessiert ist mit diesem literarischen und kitschfreien Roadmovie bestens bedient.

Kundenbewertungen

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Beeindruckende Sichtweise
von Sikal am 29.12.2018

Der Autor und Ethnologe Kent Nerburn erhält einen seltsamen Anruf und weiß nicht, wie er darauf reagieren soll. Eine junge Frau ist am Telefon und möchte, dass er sich mit ihrem Großvater, einem alten Lakota-Indianer, trifft. Die ersten Begegnungen könnten seltsamer nicht sein – und das, obwohl der Autor bereits einige Er... Der Autor und Ethnologe Kent Nerburn erhält einen seltsamen Anruf und weiß nicht, wie er darauf reagieren soll. Eine junge Frau ist am Telefon und möchte, dass er sich mit ihrem Großvater, einem alten Lakota-Indianer, trifft. Die ersten Begegnungen könnten seltsamer nicht sein – und das, obwohl der Autor bereits einige Erfahrungen im Umgang mit Indianern mitbringt. Dan, der Lakota, stellt sich als Chronist heraus und möchte zusammen mit Nerburn die Geschichte seines Stammes erzählen – ohne Schnörkel, ohne die Sicht des weißen Mannes und ohne sich ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Es soll die Geschichte eines Volkes werden, welches seit 200 Jahren missverstanden wird. Nachdem das Projekt nicht so anläuft wie sich Kent Nerburn das vorstellt und Dan zwar keine Kritik an seiner Arbeit übt, aber dennoch nicht zufrieden scheint, entschließt sich der Autor, die Sache abzubrechen. Und genau in diesem Moment beginnt die Geschichte sich zu dem zu entwickeln was sie eigentlich ist – eine Reise in die Geschichte der Indianer. Das Buch lässt sich in zwei Teile unterteilen, wobei der erste Teil immer wieder von den Selbstzweifeln und Entschuldigungen des Autors genährt wird. Beinahe hat man den Eindruck, Kent Nerburn entschuldigt sich für das Unrecht, das den Indianern angetan wurde auf jeder Seite. Hat man als Leser jedoch die Geduld sich durchzuarbeiten, wird man belohnt mit einer Geschichte, die sich zwar vor 200 Jahren zugetragen hat, die aber immer noch in den Indianern lebendig ist und deren heutiges Leben prägt – im Positiven wie im Negativen. Unfreiwillig begibt sich der Autor mit Dan und Groover - dem Freund Dan’s - sowie dem Hund Fatback auf eine Reise durch ein Land, in welchem er die Leiden der Indianer der letzten Jahrhunderte am eigenen Leib zu spüren bekommt. Der zweite Teil des Buches ist geprägt von Erzählungen über Rassismus, Genoziden und Religion. Wenn wir als Europäer die Geschichte der Indianer vielleicht anders wahrnehmen als sie uns hier dargestellt wird, so liegt das an genau diesen Vorurteilen, welche uns durch die Medien suggeriert werden. Und wenn wir in Europa auch wenig mit der Geschichte der Indianer in Verbindung gebracht werden wollen, so finden sich diese Geschichten nicht weniger bei uns. Genozid, Rassismus, Kapitalismus und religiöse Kämpfe sind auch in unserer Geschichte ein fester Bestandteil und wenn wir zwar über den Genozid hinweg sind, so ist Rassismus und Religionskrieg immer noch überall zu finden sowie auch ein immerwährender Kulturkampf – leider zum Teil auch wieder sehr erstarkt. Wenn der (europäische) Leser dieses Buch auf die Geschichte der Indianer reduziert, wird er darin nichts anderes finden als eine Weißen, der sich schlecht fühlt für das, was den Indianern immer wieder angetan wurde und wird sowie einen Indianer, der sein Volk als Opfer sieht. Wer dieses Buch jedoch als das liest was es ist – nämlich als Plädoyer für mehr Miteinander, für eine Welt in der Menschlichkeit, ohne Raffgier oder religiöse Ängste im Vordergrund stehen und Kulturen sich gegenseitig respektieren sowie wechselseitig Befruchten, wird die Zeilen als sehr bereichernd empfinden. „Lasst uns zusammen überlegen, was für eine Welt wir unseren Kindern hinterlassen wollen“ Sitting Bull [Seite 11]


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    INHALT

    Und doch von dieser Welt: Ein Vorwort von Robert Plant

    1. Einführung

    2. Ein Anruf

    3. Rauchzeichen

    4. Heiliger Boden

    5. Ein durchtriebener alter Indianer

    6. Land der Träume und Trugbilder

    7. Autowracks und Büffelkadaver

    8. Cowboys anfeuern

    9. Klartext

    10. Jumbo

    11. Sind wir nicht alle ein bisschen Indianer?

    12. Vom Ausverkauf der heiligen Dinge

    13. Willkommen in unserem Land

    14. Tatanka

    15. Mit beiden Augen sehen

    16. Knochen für Fatback

    17. Der Fremde

    18. Herrscher und Anführer

    19. Besoffen von Jesus

    20. Aus dem Dunkel ans Licht

    21. Enthüllungen

    22. Halbblut

    23. Das Lied der Geschichte

    24. Der Sturm

    25. Paha Sapa

    26. Wounded Knee

    27. Das Versprechen

    Nachwort