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Leonardo da Vinci

Das Auge der Welt

Volker Reinhardt

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Beschreibung

Leonardo da Vinci – Maler der Mona Lisa, visionärer Konstrukteur von Flugapparaten und Zeichner des ideal proportionierten Menschen – ist als prototypisches Universalgenie der Renaissance weltberühmt. Volker Reinhardt entdeckt demgegenüber einen Künstler, der vor allem gegen seine Zeit lebte: gegen die wortverliebten Humanisten, gegen das naturfeindliche Christentum, gegen den Glauben der Alchemisten an verborgene Kräfte der Natur. Für Leonardo galt nur, was das Auge sieht, und seine Mission war es, sehend, zeichnend und malend zum Auge der Welt zu werden.

Leonardo da Vinci (1452 –1519) wuchs im Florenz der Medici auf, arbeitete in der Werkstatt des florentinischen Malers und Bildhauers Verrocchio, diente als Hofkünstler in Mailand, als Kriegsingenieur Cesare Borgias und verbrachte einen luxuriösen Lebensabend am Hof des kunstliebenden französischen Königs. Die Stationen seines Lebens sind gut erforscht und doch voller Rätsel: Warum stellte Leonardo kaum ein Werk fertig und schrieb in Spiegelschrift? Wen stellt die Mona Lisa dar? Sind seine gebirgigen Hintergründe geheime Seelenlandschaften? Volker Reinhardt hat die von Kunsthistorikern vernachlässigten Notizbücher Leonardos neu gelesen und kann so quellenbasiert gängige Mutmaßungen über sein Leben und Werk korrigieren. Vor allem aber gibt er dem von allen vereinnahmten Außenseiter seine subversive Sperrigkeit zurück – und sein Geheimnis, denn die Aura des Mysteriums, mit der sich Leonardo selbst umgab, war, wie das profunde, glänzend geschriebene Buch zeigt, eines seiner erfolgreichsten Werke.

"Liest sich wunderbar, wie ein biographischer Roman (...) dieses Buch verwandelt den Blick des Betrachters auf nachhaltige Weise."
Lesart, Heike Krause-Leipoldt

"Die Biografie ist anschaulich, lebendig und überzeugt mit guten Argumenten."
spektrum.de, Hans-Martin Schönherr-Mann

"Überzeugt (...) mit ihrem Insistieren auf Leonards dezidiertem Individualismus."
Neue Zürcher Zeitung, Andreas Beyer

"Bestens recherchierte und glänzend geschriebene Biografie über das Kunst- und Erfindergenie und seine Sehnsucht zum 'Auge der Welt' zu werden."
FOCUS


Volker Reinhardt, Professor für Geschichte der Neuzeit an der Universität Fribourg, gehört international zu den führenden Renaissance- Experten. Bei C.H.Beck erschienen von ihm zuletzt «Pontifex. Die Geschichte der Päpste» (2018) sowie «Luther, der Ketzer. Rom und die Reformation» (2016).

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 383
Erscheinungsdatum 09.05.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-72473-2
Verlag C.H.Beck
Maße (L/B/H) 22,3/14,9/3,2 cm
Gewicht 786 g
Abbildungen mit 111 farbigen Abbildungen und 1 Karte
Auflage 2
Verkaufsrang 76002

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Andreas Koch, Thalia-Buchhandlung Bergisch Gladbach

Eine weitere Biographie über das Universalgenie, aber eine gelungene. Man erfährt viele Details und Charakterzüge da Vincis, die mir vorher noch nicht bekannt waren.

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Das freiheitsliebende Universalgenie
von S.A.W aus Salzburg am 02.09.2018

Wer war dieser berühmteste Maler Italiens, dessen Mona Lisa im Louvre ihm unsterblichen Ruhm sicherte? Ein begnadeter Künstler, Wissenschaftler und Ingenieur, im Dienste der Medici, der Sforza und Andrea Dorias. Für die einen malte er Auftragsbilder, für Doria baute er Kriegsmaschinen. Wie damals üblich, ging er in einer Botega,... Wer war dieser berühmteste Maler Italiens, dessen Mona Lisa im Louvre ihm unsterblichen Ruhm sicherte? Ein begnadeter Künstler, Wissenschaftler und Ingenieur, im Dienste der Medici, der Sforza und Andrea Dorias. Für die einen malte er Auftragsbilder, für Doria baute er Kriegsmaschinen. Wie damals üblich, ging er in einer Botega, einer Malerwerkstatt, in die Lehre und wurde dort maitre, was so viel heißt wie Handwerksmeister, da die Malerei damals als Handwerk galt. Er war ein Freigeist, glaubte nicht an die damals herrschenden magischen Wissenschaften Alchemie und Astrologie, sondern wollte vor allem die Natur unvoreingenommen beobachten und abbilden, wie sie ist. Deswegen sezierte er Leichen und gilt als Begründer der Anatomie. Dass sein Vater Notar war, half ihm bei seinen Aufträgen und doch wollte er sich so gar nicht an die Regeln seiner Zeit halten. Viele Bilder vollendete er nicht, da er sich weigerte, Bilder zu Propagandazwecken und zur Verherrlichung seiner Auftraggeber zu malen. Oft baute er kritische Allegorien in das Bild ein, die den Auftrag der Verherrlichung des Gemalten konterkarierten. Jahrzehnte nach seinem Tod wäre er wohl wegen seiner Ansichten von der Inquisition aufgegriffen worden, doch die gab es zu seinen Lebzeiten noch nicht und so konnte er einen glücklichen Lebensabend am Hof des französischen Königs verbringen und stand unter dessen Schutz. Das Buch analysiert und beschreibt fast alle berühmten Bilder des Meisters und ist deshalb vor allem für Liebhaben der Kunst lesenswert Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Zaubere dein Leben. Erfülle dir alle Träume und erreiche jedes Ziel.“

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  • DER UNBEKANNTE LEONARDO

    ERSTES KAPITEL VINCI UND FLORENZ 1452–1481

    ZWEITES KAPITEL IM MAILAND DER SFORZA 1482–1499

    DRITTES KAPITEL AUF DER SUCHE NACH DEN KRÄFTEN DER NATUR

    VIERTES KAPITEL SPÄTE WANDERJAHRE 1499–1513

    FÜNFTES KAPITEL ROM UND AMBOISE 1513–1519

    SECHSTES KAPITEL DER WIEDERGEFUNDENE UND DER ERFUNDENE LEONARDO

    ANHANG

    Verzeichnis der wichtigsten Gemälde 

    Zeittafel

    Karte

    Anmerkungen

    Literatur

    Nachweis der Bildzitate

    Personenregister