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Der Weg der verlorenen Träume

Masuren, Ostpreußen – 1918: Trotz zahlreicher Entbehrungen führt die junge Hedwig ein glückliches Leben. Nach der Heirat mit einem aufstrebenden Musiker und der Geburt zweier Kinder muss sie jedoch ihren eigenen Weg im Leben gehen. Als Hedwig sich endlich angekommen fühlt, zerstört das nahende Ende des 2. Weltkrieges alles. Hedwig und ihrer Tochter Margarethe gelingt die Flucht nach Norddeutschland. Dort kämpfen die beiden Frauen um ein neues Glück, doch auch Margarethes Leben verläuft nicht gradlinig …
Der Weg der verlorenen Träume ist die Geschichte zweier Frauen, die stark und mutig allen Widerständen, die das Schicksal ihnen aufzwingt, trotzen und sich dabei nie selbst verleugnen.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 500 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 06.04.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783958131354
Verlag Edition oberkassel
Dateigröße 1854 KB
Verkaufsrang 7.798
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Buchhändler-Empfehlungen

„Unbedingt lesen“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Es gibt Bücher, die finden einen einfach. So ging es mir mit dem Buch von Rebecca Michéle. Die Autorin und ich sind bereits seit einiger Zeit auf Facebook befreundet. Und auf Facebook bin ich letztens zufällig auf einen Post gestoßen, in dem die Autorin davon berichtet hat, dass vor 89 Jahren ihre Mutter geboren wurde. Und in dem Post ging es dann auch darum, dass die Autorin der Geschichte ihrer Mutter und ihrer Großmutter mit einem Roman ein Denkmal gesetzt hat. Jetzt war ich angefixt und habe mir das Buch bei thalia.de genauer angeguckt. Dabei habe ich entdeckt, dass „Der Weg der verlorenen Träume“ in einem kleineren Verlag erschienen ist – Edition Oberkassel. Dies ist so ein Verlag, dem meine ganze Hochachtung gehört, denn er veröffentlicht Bücher, die nicht so einfach den Weg in eine Buchhandlung finden. Namentlich kannte ich den Verlag, genau so wie ich den Verlagsgründer kenne. Aber eine Verlagsvorschau habe ich, wie ich zu meiner Schande gestehen muss, noch nie angesehen. Das wird sich aber jetzt ändern!

Ich muss zugeben, nur auf Grund des Covers und des Klappentextes hätte ich das Buch dann doch nicht gekauft. Da hätte ich gedacht, dass es eine austauschbare Schmonzette wäre. Und das zeigt, dass gerade Klappentexte ausgesprochen wichtig sind. Dieser Klappentext erzählt überhaupt nichts verkehrtes, aber in meiner Interpretation hätte ich einfach etwas anderes erwartet. Für mich hat letztendlich das den Ausschlag gegeben, dass Rebecca Michéle auf Facebook geschrieben hat, dass es zum größten Teil die Geschichte ihrer eigenen Familie ist.

Die Geschichte beginnt mit einem Prolog. 1994 trifft Werner Dombrowski in Meersburg ein älteres Ehepaar und kommt mit ihm ins Gespräch. Dabei stellt sich heraus, dass die Frau früher die beste Freundin seiner Schwester war. Sie haben seit ungefähr 50 Jahren den Kontakt zueinander verloren, da sie 1945 unabhängig voneinander als knapp 15jährige Mädchen mit ihren Familien aus Sensburg in Ostpreußen in den Westen geflüchtet sind. Und dann beginnt die eigentliche Geschichte. Hedwig, genannt Hedi sorgt als älteste Schwester von insgesamt 7 Geschwistern für ihre Familie, da die Mutter nicht ganz auf dem Damm ist. Es ist der 11. November 1918. Der 1. Weltkrieg ist vorbei, und die Menschen feiern. Und bei diesen Feierlichkeiten fällt Hedi ein junger Pianist auf. Attraktiv, aber nicht unbedingt sympathisch. Und dann folgen wir dem Leben von Hedi. Wie ihr Leben sich gestaltet. Ihre Pflichten und ihre Wünsche. Sie hat das Glück und darf einen Beruf erlernen. Sie wird Schneiderin. Sie verliebt sich und wird schwanger. Gegen ihren Willen muss sie heiraten. Und obwohl aus dieser Ehe insgesamt drei Kinder hervorgehen, ist diese Ehe nicht wirklich das, was man im Himmel geschlossen nennt. Zum Glück hat Hedi einen eisernen Willen und einen Beruf, den sie fast überall ausüben kann. Somit kann sie gut selbst für ihre kleine Familie sorgen. Und dies macht sie auch Zeit ihres Lebens, das erst mit 97 Jahren in Rottweil endet. Diese Kraft, aber auch ganz viel Liebe gibt sie an ihre beiden überlebenden Kinder Werner und Margarethe weiter. Wobei sich diese beiden Kinder, die nur ein Jahr auseinander sind, sehr unterschiedlich entwickeln.

Was mir an diesem Roman besonders gut gefallen hat, ist, wie die Autoren das Leben in der damaligen Zeit beschrieben hat. Diese Liebe der Menschen zu ihrem Landstrich. Die Arroganz der Junker, die sich immer noch einbildeten etwas Besseres zu sein, obwohl sie z.T. doch verarmt waren. Wie sich die Gesellschaft ab Anfang der dreißiger Jahre entwickelt. So wird Hedis Bruder Karl z.B. zu einem glühenden Nazi, während Hedi sich überhaupt nicht mit Politik beschäftigt. Ihr kommt es auf die Menschen an. Da interessiert sie keine Religion, keine Nationalität und keine Hautfarbe. Aber auch sie muss letztendlich Kompromisse eingehen, um ihre Familie nicht zu gefährden. In Ostpreußen hat es offensichtlich Gebiete gegeben, die kaum direkt vom 2. Weltkrieg betroffen waren. Erst als fremde Menschen durch ihren Ort flohen und von den Gräueltaten der Russen berichteten, entschieden sich viele, sich auch auf den Weg zu machen. Und so erfahren wir von den unmenschlichen Strapazen der Flucht. Doch wie wurden sie im Westen aufgenommen, als sie endlich glücklich dort angekommen sind. Das, was damals passiert ist, haben viel zu viele Menschen der Generation, die es selbst miterlebt hatten, vergessen. Tief beeindruckt, aber auch erschüttert hat mich die immer wiederkehrende Aussage „Ein ostpreußisches Mädchen weint nicht“. Und dass die Flüchtlinge zumeist niemals über die Flucht und was sie dabei (mit-)erlebt haben, gesprochen haben. Wahrscheinlich konnten sie nur so überleben, indem sie das Erlebte in eine Schublade legten, diese abschlossen und den Schlüssel wegwarfen.

Ein Buch, was mich weit mehr bewegt hat, als ich ursprünglich gedacht habe. Ein gut zu lesender, spannender Roman, der sehr gut die Zeit der Menschen wiedergibt, die Anfang des 20. Jahrhunderts geboren wurden und ihrer Kinder. Einmal mehr ein Beispiel dafür, dass man durch Unterhaltungsromane viel über die Geschichte erfahren kann.
Es gibt Bücher, die finden einen einfach. So ging es mir mit dem Buch von Rebecca Michéle. Die Autorin und ich sind bereits seit einiger Zeit auf Facebook befreundet. Und auf Facebook bin ich letztens zufällig auf einen Post gestoßen, in dem die Autorin davon berichtet hat, dass vor 89 Jahren ihre Mutter geboren wurde. Und in dem Post ging es dann auch darum, dass die Autorin der Geschichte ihrer Mutter und ihrer Großmutter mit einem Roman ein Denkmal gesetzt hat. Jetzt war ich angefixt und habe mir das Buch bei thalia.de genauer angeguckt. Dabei habe ich entdeckt, dass „Der Weg der verlorenen Träume“ in einem kleineren Verlag erschienen ist – Edition Oberkassel. Dies ist so ein Verlag, dem meine ganze Hochachtung gehört, denn er veröffentlicht Bücher, die nicht so einfach den Weg in eine Buchhandlung finden. Namentlich kannte ich den Verlag, genau so wie ich den Verlagsgründer kenne. Aber eine Verlagsvorschau habe ich, wie ich zu meiner Schande gestehen muss, noch nie angesehen. Das wird sich aber jetzt ändern!

Ich muss zugeben, nur auf Grund des Covers und des Klappentextes hätte ich das Buch dann doch nicht gekauft. Da hätte ich gedacht, dass es eine austauschbare Schmonzette wäre. Und das zeigt, dass gerade Klappentexte ausgesprochen wichtig sind. Dieser Klappentext erzählt überhaupt nichts verkehrtes, aber in meiner Interpretation hätte ich einfach etwas anderes erwartet. Für mich hat letztendlich das den Ausschlag gegeben, dass Rebecca Michéle auf Facebook geschrieben hat, dass es zum größten Teil die Geschichte ihrer eigenen Familie ist.

Die Geschichte beginnt mit einem Prolog. 1994 trifft Werner Dombrowski in Meersburg ein älteres Ehepaar und kommt mit ihm ins Gespräch. Dabei stellt sich heraus, dass die Frau früher die beste Freundin seiner Schwester war. Sie haben seit ungefähr 50 Jahren den Kontakt zueinander verloren, da sie 1945 unabhängig voneinander als knapp 15jährige Mädchen mit ihren Familien aus Sensburg in Ostpreußen in den Westen geflüchtet sind. Und dann beginnt die eigentliche Geschichte. Hedwig, genannt Hedi sorgt als älteste Schwester von insgesamt 7 Geschwistern für ihre Familie, da die Mutter nicht ganz auf dem Damm ist. Es ist der 11. November 1918. Der 1. Weltkrieg ist vorbei, und die Menschen feiern. Und bei diesen Feierlichkeiten fällt Hedi ein junger Pianist auf. Attraktiv, aber nicht unbedingt sympathisch. Und dann folgen wir dem Leben von Hedi. Wie ihr Leben sich gestaltet. Ihre Pflichten und ihre Wünsche. Sie hat das Glück und darf einen Beruf erlernen. Sie wird Schneiderin. Sie verliebt sich und wird schwanger. Gegen ihren Willen muss sie heiraten. Und obwohl aus dieser Ehe insgesamt drei Kinder hervorgehen, ist diese Ehe nicht wirklich das, was man im Himmel geschlossen nennt. Zum Glück hat Hedi einen eisernen Willen und einen Beruf, den sie fast überall ausüben kann. Somit kann sie gut selbst für ihre kleine Familie sorgen. Und dies macht sie auch Zeit ihres Lebens, das erst mit 97 Jahren in Rottweil endet. Diese Kraft, aber auch ganz viel Liebe gibt sie an ihre beiden überlebenden Kinder Werner und Margarethe weiter. Wobei sich diese beiden Kinder, die nur ein Jahr auseinander sind, sehr unterschiedlich entwickeln.

Was mir an diesem Roman besonders gut gefallen hat, ist, wie die Autoren das Leben in der damaligen Zeit beschrieben hat. Diese Liebe der Menschen zu ihrem Landstrich. Die Arroganz der Junker, die sich immer noch einbildeten etwas Besseres zu sein, obwohl sie z.T. doch verarmt waren. Wie sich die Gesellschaft ab Anfang der dreißiger Jahre entwickelt. So wird Hedis Bruder Karl z.B. zu einem glühenden Nazi, während Hedi sich überhaupt nicht mit Politik beschäftigt. Ihr kommt es auf die Menschen an. Da interessiert sie keine Religion, keine Nationalität und keine Hautfarbe. Aber auch sie muss letztendlich Kompromisse eingehen, um ihre Familie nicht zu gefährden. In Ostpreußen hat es offensichtlich Gebiete gegeben, die kaum direkt vom 2. Weltkrieg betroffen waren. Erst als fremde Menschen durch ihren Ort flohen und von den Gräueltaten der Russen berichteten, entschieden sich viele, sich auch auf den Weg zu machen. Und so erfahren wir von den unmenschlichen Strapazen der Flucht. Doch wie wurden sie im Westen aufgenommen, als sie endlich glücklich dort angekommen sind. Das, was damals passiert ist, haben viel zu viele Menschen der Generation, die es selbst miterlebt hatten, vergessen. Tief beeindruckt, aber auch erschüttert hat mich die immer wiederkehrende Aussage „Ein ostpreußisches Mädchen weint nicht“. Und dass die Flüchtlinge zumeist niemals über die Flucht und was sie dabei (mit-)erlebt haben, gesprochen haben. Wahrscheinlich konnten sie nur so überleben, indem sie das Erlebte in eine Schublade legten, diese abschlossen und den Schlüssel wegwarfen.

Ein Buch, was mich weit mehr bewegt hat, als ich ursprünglich gedacht habe. Ein gut zu lesender, spannender Roman, der sehr gut die Zeit der Menschen wiedergibt, die Anfang des 20. Jahrhunderts geboren wurden und ihrer Kinder. Einmal mehr ein Beispiel dafür, dass man durch Unterhaltungsromane viel über die Geschichte erfahren kann.

Kundenbewertungen

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Übersicht
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Zwei starke Frauen
von Eliza am 03.03.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Rebecca Michele hat einen sehr berührenden Roman geschrieben, welcher auf der wahren Geschichte ihrer Mutter und Großmutter beruht. Ein eindrucksvolles Zeugnis zweier starker, selbstbewusster Frauen in einer äußerst schwierigen Zeit. Das Cover und auch der Klappentext sind wenig aussagekräftig bzw. ausbaufähig. Hätte ich die Autorin nicht gekannt, so hätte... Rebecca Michele hat einen sehr berührenden Roman geschrieben, welcher auf der wahren Geschichte ihrer Mutter und Großmutter beruht. Ein eindrucksvolles Zeugnis zweier starker, selbstbewusster Frauen in einer äußerst schwierigen Zeit. Das Cover und auch der Klappentext sind wenig aussagekräftig bzw. ausbaufähig. Hätte ich die Autorin nicht gekannt, so hätte ich sicher nicht zu dem Buch gegriffen. Hier sollte der Verlag unbedingt nachlegen und sich in Sachen Marketing etwas mehr bemühen. Denn die Gefahr, dass durch die Aufmachung viele potenzielle Leserinnen nicht zu diesem Buch greifen halte ich für hoch. Der Roman beschreibt die Lebensgeschichte von Hedi (Mutter) und Grete (Tochter). Der Roman beginnt am Ende des 1. Weltkrieges, schildert die Situation in der Weimarer Republik, den Aufstieg Hitlers, den zweiten Weltkrieg, die Flucht aus Masuren und den Neuanfang in Deutschland. Somit ist klar, dass die Autorin hier nur einzelne zentrale Episoden schildern und darstellen kann. Sowohl Zeitsprünge, als auch Zeitraffungselemente finden sich in diesem Roman, grundsätzlich wird der Roman aber chronologisch erzählt. Durch die Beschränkung auf wichtige Episoden, bleibt auch die Spannung in diesem Roman auf einem konstant hohen Niveau. Es wird eigentlich nicht langweilig und die Seiten fliegen nur so dahin. Sowohl Hedi als auch Grete wachsen einem beim Lesen immer mehr ans Herz. Sie sind zwei starke Persönlichkeiten, wohin gegen gerade die Männer in keinem guten Licht erscheinen, dies mag auf Tatsachen beruhen, allerdings muss man aufgrund der Personenkonstellation und dem Fokus von einem klaren Frauenroman sprechen und weniger von einer Familiensaga. Denn das Schicksal der Männer bleibt teilweise unklar. Ich habe beim Lesen dieses Romans wieder sehr viel gelernt und danke der Autorin für ihre Recherche und schönen Anekdoten. Der Schreibstil der Autorin ist wie immer sehr flüssig und gut zu lesen, allerdings hätte ich mir manchmal etwas mehr beschreibende Elemente gewünscht, aber dies ist mit Sicherheit Geschmacksache. Ein insgesamt gelungener Roman, dem ich sehr viele Leserinnen wünsche, denn es darf nie vergessen werden, was Frauen wie Grete und Hedi durchgemacht haben, während die Männer an der Front oder in Gefangenschaft waren.

Niemals die Hoffnung aufgeben
von Petra S. am 21.02.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Rebecca Michéle schildert in ihrem autobiographischen Roman sehr realitätsnah das Schicksal ihrer Mutter Grete und Großmutter Hedwig zur Zeit des 2. Weltkrieges und deren Überlebenskampf nach der Vertreibung aus ihrer ostpreußischen Heimat in den Nachkriegsjahren. Hedwig erlebt trotz mancher Entbehrungen schöne Jugendjahre in Masuren/Ostpreußen nach Ende des ersten Weltkrieges.... Rebecca Michéle schildert in ihrem autobiographischen Roman sehr realitätsnah das Schicksal ihrer Mutter Grete und Großmutter Hedwig zur Zeit des 2. Weltkrieges und deren Überlebenskampf nach der Vertreibung aus ihrer ostpreußischen Heimat in den Nachkriegsjahren. Hedwig erlebt trotz mancher Entbehrungen schöne Jugendjahre in Masuren/Ostpreußen nach Ende des ersten Weltkrieges. Um ihre kranke Mutter zu unterstützen, kümmert sie sich neben ihrer Schneiderlehre wie selbstverständlich um Haushalt und Geschwister. Es folgt die erste Liebe zu dem aufstrebenden Musiker Albert, als Hedwig schwanger wird, wird schnell geheiratet. Doch das ersehnte Familienglück stellt sich nicht ein. Der leichtlebige Albert hält nicht viel vom Familienleben, lässt Hedwig bei den Schwiegereltern meist alleine und genießt das Musikerleben bei seinen zahlreichen Engagements in weiter Ferne. Die Schwiegereltern lassen Hedwig immer mehr spüren, dass sie nicht willkommen ist. Als die Schikanen unerträglich werden, beschließt Hedwig, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Mühsam baut sie sich eine eigene Schneiderwerkstatt auf, doch gerade als es endlich langsam aufwärts geht, wird die kleine Familie von den Folgen des 2. Weltkrieges eingeholt und muss Hals über Kopf fliehen…. *** Meine Meinung: *** Fesselnd, stimmig, historisch sehr interessant und schauderhaft realistisch wirkte diese Erzählung auf mich. Ich habe das Buch mit großer, atemloser Spannung in kurzer Zeit quasi „verschlungen“, habe mit der Protagonistin gelebt, geliebt, gelitten, gelacht und geweint. Man mag sich kaum vorstellen, was die Menschen damals mitgemacht haben, und wie sie es geschafft haben, trotz all der Hindernisse und Rückschläge immer wieder aufzustehen, für ihre Lieben zu kämpfen und den Mut und die Hoffnung nicht zu verlieren. Rebecca Michéle macht mit ihrem Roman für den Leser/die Leserin die Vergangenheit wieder lebendig und eröffnet auch einen sehr persönlichen Einblick in ihre Familiengeschichte, wofür ich ihr ganz herzlich danke und wirklich gerne meine beste Empfehlung abgebe.

Eine packende und ergreifende Familiengeschichte in dunklen Zeiten
von Arietta am 11.01.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Kurzmeinung: Berührende Familiengeschichte, Authentisch und hervorragend recherchiert. Eine bewegende Familiengeschichte die unter die Haut geht Inhaltsangabe : Masuren, Ostpreußen – 1918: Trotz zahlreicher Entbehrungen führt die junge Hedwig ein glückliches Leben. Nach der Heirat mit einem aufstrebenden Musiker und der Geburt zweier Kinder muss sie jedoch ihren eigenen Weg im Leben... Kurzmeinung: Berührende Familiengeschichte, Authentisch und hervorragend recherchiert. Eine bewegende Familiengeschichte die unter die Haut geht Inhaltsangabe : Masuren, Ostpreußen – 1918: Trotz zahlreicher Entbehrungen führt die junge Hedwig ein glückliches Leben. Nach der Heirat mit einem aufstrebenden Musiker und der Geburt zweier Kinder muss sie jedoch ihren eigenen Weg im Leben gehen. Als Hedwig sich endlich angekommen fühlt, zerstört das nahende Ende des 2. Weltkrieges alles. Hedwig und ihrer Tochter Margarethe gelingt die Flucht nach Norddeutschland. Dort kämpfen die beiden Frauen um ein neues Glück, doch auch Margarethes Leben verläuft nicht gradlinig … Der Weg der verlorenen Träume ist die Geschichte zweier Frauen, die stark und mutig allen Widerständen, die das Schicksal ihnen aufzwingt, trotzen und sich dabei nie selbst verleugnen. Meine Meinung zur Autorin und Buch Rebecca Michèle, ist mit ihrer eigenen Familiengeschichte ein großartiges und berührendes Werk gelungen, sehr Authentisch und dicht. Eine Geschichte die mir unter die Haut ging, und nicht unberührt lies. Es ist ein Zeitzeugnis mit einer unserer dunkelsten Epochen, die sie wieder gibt. Da der Roman auf wahren Tatsachen und der Lebensgeschichte ihrer Familie beruht, geht er einem beim Lesen doch sehr nach, und beschäftigt einem, macht nachdenklich. Sie erzählt ihn aus den Erinnerungen ihrer Großmutter Hedwig und ihrer Mutter Margarete heraus, eine Leben ohne Happy End, das war diesen Frauen nicht vergönnt. Alles ist ungeschönt und ungeschminkt wiedergeben, dafür Danke ich der Autorin und ihrer Familie, für ihren Mut sie uns preiszugeben. Der Schreibstil ist sehr Bildhaft, flüssig und ergreifend, ihre Figuren und deren Leben sind sehr Authentisch wiedergeben. Sensburg, die Masuren, Ostpreußen alles sieht man deutlich vor sich und versteht den Schmerz der Menschen, ihre geliebte Heimat vor dem nahenden Feind zu verlassen. Ich habe die Frauen der Mahnsteins für ihre Kraft, Stärke und unerschütterlichen Glauben und Mut bewundert. Auch Urgroßmutter Auguste hatte es mir angetan, Hedwig ihre Tochter, die einen eisernen Willen besitzt, und für ihren Traum Schneiderin zu werden kämpft, auch die Enkelin die Margarete tritt in die Fußstapfen ihrer Mutter Hedwig. Frauen die aufstehen wenn sie gefallen sind. Sie kämpfen wie eine Löwin für ihre Familie, und beherzigen den Spruch „ Ein Ostpreußisches Mädchen weint nicht“ Viele Schicksalsschläge müssen die Frauen hinnehmen, besonders Hedwig und ihre Tochter Margarete, die nicht das goldene Los mit ihren Männern gezogen haben. Hedwig, die sich gegen die Nazis stellt, und zu den Juden steht, muss bitter dafür büßen. Aber sie wäre nicht Hedwig, und rappelt sich wieder auf, und behält ihre wahre Gedanken über die Nazis, von nun an für sich. Als der Krieg verloren ist, muss die Familie vor den nahenden Russen fliehen, mitten im bitterkalten Winter, eine dramatische Flucht beginnt, ich musste oft innehalten, und an die Frau meines Onkels denken, die auch mit Großmutter und Schwester aus Königsberg fliehen musste. Ich sah alles deutlich vor mir und war mehr als erschüttert, was all diese Menschen auf der Flucht erleiden mussten. Eine Geschichte die man unbedingt lesen sollte, und ich hoffe das die nachfolgenden Generationen, so etwas nicht erleben müssen. Wie schreibt sie im Vorwort: Dieses Buch widme ich meiner Großmutter und meiner Mutter, beide geboren in Sensburg Ostpreußen.... …. und den Millionen von Frauen, Männern und Kindern, denen durch einen furchtbaren Krieg, durch Flucht und Vertreibung die Möglichkeit genommen wurde, ihre Träume zu verwirklichen.