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Ou Topos

Suche nach dem Ort, den es geben müsste

Heiner Geissler

(3)
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Beschreibung

Utopia, von griechisch Ou topos – der Ort, den es (noch) nicht gibt, den es aber geben müsste?

Das Glück auf der Erde zu finden ist der Wunsch der meisten Menschen. Aber was Einzelnen gelingt, nämlich ihr Glück zu finden in der Liebe oder durch Entsagung, scheint für die ganze Menschheit unerreichbar zu sein.Alle Versuche sind gescheitert – von Spartakus über die römische Inquisition bis hin zu Kapitalismus und Kommunismus. Niemandem gelang es bisher, den immerwährenden Platz an der Sonne, das Elysium, zu garantieren, auch nicht Religionen, esoterischen Heilslehren und Ideologien. Viele haben daher das Paradies ins Jenseits verschoben; haben sie die Menschen in Glück und Unglück allein gelassen? In seinem faszinierenden Buch – gleichermaßen Essay wie Autobiographie – erweist sich Heiner Geißler als einer der aufregendsten Denker im heutigen Deutschland. Gestützt auf grundlegende Einsichten von Philosophie, Theologie und Geschichte und auf eigene Erfahrungen, beschreibt er die Wege und die Suche nach einer vollendeten Welt, auch in Wirtschaft und Politik, erzählt, wovon er und andere träumen, und schildert ihre Chancen für ein glücklicheres und besseres Leben.

Heiner Geißler über die Suche nach dem Glück: wonach sich Menschen sehnen, denn viele haben das Paradies ins Jenseits verschoben; haben sie die Menschen in Glück und Unglück allein gelassen? In seinem faszinierenden Buch – gleichermaßen Essay wie Autobiographie – erweist sich Heiner Geißler als einer der aufregendsten Denker im heutigen Deutschland.

"In seinem faszinierenden Buch [...] erweist sich Heiner Geißler als einer der aufregendsten Denker im heutigen Deutschland." Köln-Süd Stadt-Magazin

Heiner Geißler, Jahrgang 1930, ist examinierter Philosoph und promovierter Jurist. Er war 13 Jahre Landes- und Bundesminister. 12 Jahre prägte er als Generalsekretär die Politik der CDU wie kaum ein anderer. Er benannte die Neue Soziale Frage und verwandelte die CDU in eine moderne Volkspartei. 25 Jahre gehörte er dem Deutschen Bundestag an und war einer der rhetorisch und inhaltlich besten Debattenredner. Heute gilt sein Einsatz der Humanisierung des Globalisierungsprozesses und dem Projekt einer Internationalen Öko-Sozialen Marktwirtschaft. Er arbeitet als Publizist, ist ein gefragter Redner und Autor zahlreicher Veröffentlichungen, u.a. der Bestseller Was würde Jesus heute sagen? Die politische Dimension des Evangeliums und Intoleranz. Vom Unglück unserer Zeit, und bekannt als Gleitschirmflieger, Bergsteiger und Kletterer.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 214
Erscheinungsdatum 25.05.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-03683-1
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 19,6/12,4/2,5 cm
Gewicht 292 g
Auflage 7. Auflage

Buchhändler-Empfehlungen

Anregende Lektüre

P. Krüger, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Heiner Geißler schlägt in seinem Buch einen weiten Bogen von seiner familiären Prägung, über die Suche nach Gott, die Zentren politischer Macht bis zu seinem heutigen Engagement u.a. bei Attac. Geißlers Gegnern fällt sicher vieles ein, das dabei unerwähnt bleibt. Aber dass Geißler sich nicht rechtfertigt, wie viele seiner Kollegen, sondern sich erklärt als Politiker und Mensch, macht vielleicht gerade die Freude am Lesen aus. Und dass da jemand im Alter klüger und souveräner wird, parteilich in der Sache, ohne sich vereinnahmen zu lassen. Ich empfehle dieses Buch allen, die ein paar anregende Stunden mit einem alten Querdenker und jungen Geist verbringen möchten.

Kundenbewertungen

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Lasst uns Utopia schaffen
von Werner Jaroschek aus Duisburg am 08.12.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Sehr werbewirksam wirkt der Titel nicht. Aber auch ohne humanistische Bildung ist dieses Buch durchaus lesenswert und leicht verständlich. Erst der Untertitel ‚Suche nach dem Ort, den es geben müsste‘ macht klar, worum es geht. Man ist zwar vertraut mit Thomus Morus und weiß, der schrieb ‚Utopia‘. Aber was Morus wirklich schreib... Sehr werbewirksam wirkt der Titel nicht. Aber auch ohne humanistische Bildung ist dieses Buch durchaus lesenswert und leicht verständlich. Erst der Untertitel ‚Suche nach dem Ort, den es geben müsste‘ macht klar, worum es geht. Man ist zwar vertraut mit Thomus Morus und weiß, der schrieb ‚Utopia‘. Aber was Morus wirklich schreibt, da weiß man in der Regel nicht viel zu sagen. Geißler klärt 11 Seiten lang über dieses Werk auf. Die Utopie, die Morus 1516 beschreibt, also den Ort, den es eigentlich geben müsste, damit die Welt friedlicher, gerechter wird, ist bisher nicht verwirklicht. Geißler begibt sich erneut auf die Suche. Er offenbart sich als Mensch, der hofft und zweifelt, der immer wieder Defizite in allen möglichen Lebensbereichen aufdeckt. Trauer entsteht darüber, dass viel zu wenig geschieht, um eine bessere Welt zu erreichen. Am Schluss beschreibt der Autor sich selbst. Es entsteht ein imponierend positives Bild von Geissler, man denkt: Ach wenn doch alle Menschen so wären. Nüchtern betrachtet erkennt der Leser dann aber: Nicht alles, was positiv erscheint, ist durchweg positiv, Vollkommenheit gibt es selten. Aber um Verbesserung sollte man bemüht sein. Dazu regt Geißler sehr vernünftig an.

Ou Topos
von einer Kundin/einem Kunden aus Zwickau am 30.09.2009

Angeregt durch die Lektüre von Thomas Morus "Utopia" denkt Heiner Geißler über realisierbare Utopien in unserer Zeit nach. Um zu ergründen, wie Menschen sich im Verlauf der Geschichte eine vollkommene Welt vorgestellt haben, wird man als Leser eingeladen zu einem Streifzug durch Geschichte, Religion und Philosophie. Es dauert ab... Angeregt durch die Lektüre von Thomas Morus "Utopia" denkt Heiner Geißler über realisierbare Utopien in unserer Zeit nach. Um zu ergründen, wie Menschen sich im Verlauf der Geschichte eine vollkommene Welt vorgestellt haben, wird man als Leser eingeladen zu einem Streifzug durch Geschichte, Religion und Philosophie. Es dauert aber nicht lange, und er beginnt aus seinem eigenen Leben zu berichten. Geprägt durch die Opposition der Eltern zum NS-Staat,will er später einen eigenen Beitrag zur Verbesserung der Welt leisten. Geistiges Rüstzeug holt er sich im katholischen Jesuitenorden. Auf seinem politischen Weg richtet er sein Handeln an der christlichen Ethik aus und kann vieles auf dem Weg zur Humanisierung der Gesellschaft erreichen. Früh übt er Kapitalismuskritik und erkennt die Notwendigkeit einer neuen Weltwirtschafts- und Friedensordnung. Zornig berichtet er von Menschenrechtsverletzungen und Entsolidarisierung der Gesellschaft. Faszinierend erzählt er ganz persönlich von seiner Liebe zur Literatur und was ihm Klettern und Gleitschirmfliegen bedeuten. So fliegt er dann auch im Schlußkapitel des Buches über die Täler der Dolomiten und träumt vom Unmöglichen und Unbekannten. Ein beeindruckendes und unbedingt lesenswertes Buch.


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