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Unter Null

Roman

KIWI 945

(5)
Gerade 20 Jahre alt, schreibt 1984 ein amerikanischer Student namens Bret Easton Ellis die Abschlußarbeit für einen Creative-writing-Kurs. Der Schriftsteller Joe McGinnis, sein Lehrer, ist so begeistert, daß er das Manuskript einem angesehenen New Yorker Verlag schickt, wo es unter dem Titel Less Than Zero tatsächlich erscheint.
Unter Null entwickelt sich zum Kultbuch. Die jungen Amerikaner finden sich wieder in B.E. Ellis´ Geschichte von Clay und seinen Freunden im Los Angeles der 80er Jahre, diese Kinder reicher, aber gelangweilter Eltern, die ihrem mondänen Leben zwischen Partys, Sex, Drogen und Gewalt kaum noch einen Kick, geschweige denn einen Sinn abgewinnen können.
'Lindsey und ich gehen die Treppe rauf zur Toilette und ziehen uns auf dem Klo ein bißchen Koks rein. Über dem Waschbecken, auf dem Spiegel, steht in großen schwarzen Buchstaben: “Das Reich des Stumpfsinns”.'
Portrait
Bret Easton Ellis, 1964 in Los Angeles geboren, schrieb als Student den Erfolgsroman »Unter Null«. Mit »American Psycho« avancierte er zu einem der wichtigsten amerikanischen Schriftsteller der Gegenwart. Er lebt in Los Angeles und New York City.Weitere Titel bei Kiepenheuer & Witsch: »American Psycho«, Roman, KiWi 944, 2006. »Die Informanten«, Roman, KiWi 653, 1995. »Unter Null«, Roman, KiWi 945, 2006. »Einfach unwiderstehlich«, Roman, KiWi 943, 2006. »Lunar Park«, Roman, 2006.

Sabine Hedinger, geboren 1953 am Neckar, lebt heute an der Seine. Aus dem Englischen übertrug sie neben Bret Easton Ellis' Unter Null u. a. Werke von Joan Didion, Norman Rush und Fay Weldon. 2000 wurde sie mit dem Ledig-Rowohlt-Preis ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 188
Erscheinungsdatum 16.01.2006
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-03700-5
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 19,1/12,5/1,5 cm
Gewicht 162 g
Originaltitel Less Than Zero
Auflage 6. Auflage
Übersetzer Sabine Hedinger
Verkaufsrang 89.270
Buch (Taschenbuch)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Verstörend gut“

Julia Dyroff, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Dieser Roman zieht einen in die dunkelsten Abgründe der privilegierten Upper-Class, welche keine Hemmungen und schon gar keine Grenzen kennen. Ein Buch das einen beim Lesen verstört und trotzdem so fesselnd ist, dass man es nicht zur Seite legen kann. Dieser Roman zieht einen in die dunkelsten Abgründe der privilegierten Upper-Class, welche keine Hemmungen und schon gar keine Grenzen kennen. Ein Buch das einen beim Lesen verstört und trotzdem so fesselnd ist, dass man es nicht zur Seite legen kann.

Valentina Hattler, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Der verstörend und zugleich faszinierende Roman eines 21-Jährigen über eine oberflächliche und vergnügungssüchtige Upper-Class-Clique im Los Angeles der 80er. Der verstörend und zugleich faszinierende Roman eines 21-Jährigen über eine oberflächliche und vergnügungssüchtige Upper-Class-Clique im Los Angeles der 80er.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
4
1
0
0
0

von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Die kalte Seite der bunten 80er Jahre - eines bitteres und fesselndes Buch!

gelungenes Erstlingswerk
von Ivonne Wiese aus Berlin am 16.03.2012

Ellis´ Erstlingswerk von 1984 handelt wie seine späteren Bücher von privilegierten dekadenten Jugendlichen, die ihren Alltag mit Drogen und Sex verbringen und dabei überhaupt keinen Sinn im Leben wollen. Clay ist 19, hat das erste Semester an der Uni hinter sich und weilt während der Ferien zu Hause. Er... Ellis´ Erstlingswerk von 1984 handelt wie seine späteren Bücher von privilegierten dekadenten Jugendlichen, die ihren Alltag mit Drogen und Sex verbringen und dabei überhaupt keinen Sinn im Leben wollen. Clay ist 19, hat das erste Semester an der Uni hinter sich und weilt während der Ferien zu Hause. Er trifft sich mit Freunden, haut sich alle Nase lang Drogen rein und vegetiert so dahin ohne sich für irgendwen oder irgendwas zu interessieren. Jeder schläft mit jedem, auch die Geschlechter spielen dabei keine Rolle. Von Aids weiß ohnehin noch keiner was. Und so reiht sich ein sinnloser und stumpfsinniger Tag an den nächsten. Erst zum Ende versucht Clay doch noch irgendeinen Sinn in irgendwas zu finden, aber scheitert an seiner Umwelt. Das Buch ist recht flüssig geschrieben, allerdings nerven die vielen „und“-Sätze. Halbsatz an Halbsatz an Halbsatz, immer mit einem „und“ dazwischen. Das war schon recht gewöhnungsbedürftig. Auch kommt die spätere Sinn-Suche und Bestürzung nicht richtig rüber, man erkennt einfach die Ursache des Sinneswandel-Wunsches nicht. Trotzdem ein gelungenes Buch über die High-Society-Kids der 80´er Jahre.

Reich und schön
von Thomas Zörner aus Lentia am 30.07.2009

Bret Easton Ellis ist vor allem durch seinen, mit Christian Bale verfilmten, Skandalroman "American Psycho" berühmt geworden. Allerdings hat der Amerikaner schon vorher gesellschaftskritische Romane geschrieben, die den Leser an mancher Stelle heftig schlucken lassen. "Unter Null" handelt von der "Upper Class" in L.A. Der junge Clay kommt vom... Bret Easton Ellis ist vor allem durch seinen, mit Christian Bale verfilmten, Skandalroman "American Psycho" berühmt geworden. Allerdings hat der Amerikaner schon vorher gesellschaftskritische Romane geschrieben, die den Leser an mancher Stelle heftig schlucken lassen. "Unter Null" handelt von der "Upper Class" in L.A. Der junge Clay kommt vom in den Ferien zurück nach Los Angeles und verfällt sofort wieder dem Sog der Stadt, genährt von Drogen, Sex und Parties. Mit seinen, nicht minder reichen, "Freunden" zieht er von Club zu Club, zieht zwischendurch eine Line Koks und sieht dabei tief in menschliche Abgründe, die sich aus der puren Sinnlosigkeit des Seins ergeben. Was hat man wenn man alles hat? Nichts. Nichts zu verlieren jedenfalls, so drückt es ein Protagonist in "Unter Null" selbst aus und so gebärden sich auch sämtliche Charaktere. Eine apathische Wurschtigkeit geht von den Jugendlichen aus, die durch Ellis' monotonen Schreibstil noch geschürt wird. Dank dieses Stilmittels kann der Autor seine Message noch um einiges verdeutlichen und diese Rechnung geht auf. "Unter Null" ist zu keiner Sekunde ein Gute Laune Buch. Wähnt man sich als Leser anfangs noch in Sicherheit, lediglich über junge Menschen zu lesen, die im Drogenrausch von Party zu Party torkeln, so wird die Suche der Charaktere nach dem nächsten Kick gegen Ende hin immer abstruser und auch abartiger. Bret Easton Ellis lässt uns in seinem Debüt tief in die von Egalität geprägten Seelen steinreicher Jugendlicher blicken und lässt am Ende einen verstörten Leser zurück.