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Und Gott schuf die Angst

Ein Psychogramm der arabischen Seele

Religiöse Prägung, überkommene Familien- und Frauenbilder und ein unsicherer Umgang mit der Sexualität dominieren die Lebenserzählungen aller muslimischer Patienten, die Burkhard Hofmann aufsuchen. Zweifel sind in ihrer Kultur und Religion nicht vorgesehen. Bei fast allen führt das zu ausgeprägten Symptomen von Angst, bei vielen zu einer aggressiven Ambivalenz gegenüber der westlichen Kultur.
Hofmann zeichnet ein Psychogramm der arabischen Seele, voller Verständnis für die Leiden seiner Patienten, aber mit wachem Blick auf deren kulturelle Wurzeln und einem klaren Bewusstsein für die Freiheiten des einzelnen Menschen in einer aufgeklärten, westlichen Gesellschaft. Ein bedeutsamer Beitrag zur aufgeheizten Debatte um den Kampf der Kulturen.
„Die Spannung zwischen religiösen Überlegenheitswünschen und hilfsbedürftiger Unterlegenheit ist für jeden Flüchtling schwer auszuhalten. Er muss sich aber für Letzteres entscheiden, weil er sich sonst nicht helfen lassen kann. Das Erleben der Defizite ist für die stolzen Menschen am Golf kaum zu ertragen. So wundert es nicht, wie sehr die augenfälligen Mängel im öffentlichen Leben in der Verantwortung der westlichen Großmächte gesehen werden. Der reine Opferstatus, den man sich aber dadurch zuweist, proklamiert letztlich eine unwürdige Ohnmachtshaltung, die der Situation nicht gerecht wird und den Einzelnen in politische Apathie und Bequemlichkeit versetzt.“
Portrait
Burkhard Hofmann, Jahrgang 1954, arbeitet seit 1991 als Facharzt für Psychotherapeutische Medizin in eigener Praxis in Hamburg. Schon früh kam er über private Beziehungen in Kontakt mit der arabischen Welt, was zu einem größeren Anteil muslimischer Patienten in seiner Klientel führte, seit zehn Jahren behandelt er regelmäßig Patienten am Persischen Golf.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 01.10.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-27756-0
Verlag Droemer Knaur Verlag
Maße (L/B/H) 22,6/15/2,5 cm
Gewicht 432 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 62834
Buch (gebundene Ausgabe)
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19,99
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Interessant, welchen Einfluss Religion und Familie auf die arabische Seele haben
von denise am 15.11.2018

Das Buch „Und Gott schuf die Angst – Ein Psychogramm der arabischen Seele“ wurde von Dr. Burkhard Hofmann geschrieben. Er arbeitet als Facharzt für Psychotherapeutische Medizin in seiner eigenen Praxis in Hamburg. Durch private Beziehungen kam er schon früh in Kontakt mit der arabischen Welt. Dieses führte dazu, dass er einen gr... Das Buch „Und Gott schuf die Angst – Ein Psychogramm der arabischen Seele“ wurde von Dr. Burkhard Hofmann geschrieben. Er arbeitet als Facharzt für Psychotherapeutische Medizin in seiner eigenen Praxis in Hamburg. Durch private Beziehungen kam er schon früh in Kontakt mit der arabischen Welt. Dieses führte dazu, dass er einen größeren Anteil an muslimischen Patienten behandelt. Unterteilt ist das Buch in folgende Abschnitte: - Mutterseelenallein in Arabien - 1. Das vergiftete Paradies – vom Verbot der Loslösung - 2. Das Nanny-Syndrom – oder die unsichtbaren Eltern - 3. Die Kälte Allahs – wie Religion Strukturen ersetzt - 4. Der zugedröhnte Narziss – Angst und Narkotika - 5. In der Hand Allahs – eine Gesellschaft ohne jeden Zweifel - 6. Tabuzone Körper – Sex im Reich von Tausendundeiner Nacht - 7. Patchwork auf Arabisch – die Fallgruben der Polygamie - 8. Das Reich der Fassaden – mit Gebeten gegen Depressionen - 9. Aus einer anderen Zeit – die Beduinin - 10. Der distanzlose Gott – Macht und Ohnmacht der Glaubensgewissheiten - Dank. Anhand von verschiedenen muslimischen Patientinnen und Patienten aus der Mittelschicht zeigt Herr Dr. Hofmann auf, welchen Einfluss der Islam auf die arabische Seele und damit auf verschiedene psychische Krankheiten hat. In diesem Zusammenhang wird auch vermittelt, welche Auswirkungen das Verhalten von Mutter und Vater insbesondere in der Kindheit auf die Menschen haben und welche Rolle Selbstständigkeit und das eigene Selbstwertgefühl einnehmen. Neben Depressionen und Ängsten werden auch verschiedene Süchte, wie Medikamentenabhängigkeit, Alkohol und Glückspielsucht angesprochen. Manche dieser Süchte resultieren aus dem in der islamischen Welt vorherrschenden Umgang mit psychischen Erkrankungen. Das Buch ist sehr wissenschaftlich geschrieben und daher teilweise für jemanden, der nicht beruflich mit diesem Thema zu tun hat, etwas schwerer zu lesen. Sehr interessant fand ich neben den dargestellten, verschiedenen negativen Einflüssen auf den Menschen auch, wie schwierig es für Herrn Dr. Hofmann war, auf Grund der kulturellen Unterschiede an die arabischen Personen und ihre Probleme heranzukommen. Gleichzeitig war seine andere Kultur zum Teil allerdings auch wieder ein Vorteil bei der Behandlung. Insgesamt ist es ein interessantes Buch, das allerdings möglichst mit einem gewissen Vorwissen im Bereich psychischer Erkrankungen gelesen werden sollte.

"Und manchmal ist das Getrenntleben nicht nur für Paare die bessere Lösung."
von einer Kundin/einem Kunden am 04.11.2018

Burkhard Hofmann, Psychotherapeut in Hamburg und seit 10 Jahren auch am Persischen Golf, liefert ein hochinteressantes und aufschlussreiches Psychogramm der arabischen Seele. Beeindruckt von der Großzügigkeit und Lebensfreude der Araber, geht der Therapeut der Frage nach, inwieweit die Lebensweise der dem Glauben fundamental Ver... Burkhard Hofmann, Psychotherapeut in Hamburg und seit 10 Jahren auch am Persischen Golf, liefert ein hochinteressantes und aufschlussreiches Psychogramm der arabischen Seele. Beeindruckt von der Großzügigkeit und Lebensfreude der Araber, geht der Therapeut der Frage nach, inwieweit die Lebensweise der dem Glauben fundamental Verbundenen mit der unsrigen kompatibel ist. Er beschreibt anhand exemplarischer Fälle aus seiner Praxis das vorherrschende Überlegenheitsgefühl der Muslime gegenüber dem Westen, den absoluten Vorrang des Glaubens gegenüber allen weltlichen Angelegenheiten, die Verbannung jeden Zweifels an der Religion, die muslimische Vorstellung, dass die Trennung von Glauben und Staat als defizitäre westliche Position bewertet und Kompromissfähigkeit vielfach als Schwäche angesehen wird. „Nicht alles ist überbrückbar, nicht jede Eigenart ist mit der des anderen so kompatibel, dass ein gedeihliches Zusammenleben eine Chance hat. Und manchmal ist das Getrenntleben nicht nur für Paare die bessere Lösung.“