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Der Federndieb

Ein passionierter Fliegenfischer kommt dem größten Museumsraub der Naturgeschichte auf die Spur

"Ein aufwühlender Bericht über die katastrophalen Folgen menschlicher Gier für bedrohte Vogelarten, ein starkes Argument für den Umweltschutz - und vor allem: ein fesselnder Kriminalfall."
Peter Wohlleben

Der Fall lässt ihn nicht mehr los. Als der für sein Erzähltalent gefeierte Autor Kirk Wallace Johnson erstmals davon hört, steht er bis zur Hüfte in einem Fluss, die Leine mit der schillernden Fliege ausgeworfen, und frönt seinem Angler-Hobby. Er flüchtet sich häufig in die Natur als Ausgleich für seine Tätigkeit: Der Autor und Publizist leitet eine Stiftung für Opfer des Irak-Kriegs, und nur das Fliegenfischen verhindert einen Burn-Out.

Über die Herkunft der Köderfliegen zum Lachsfischen hat er sich nie Gedanken gemacht. Bis zu dem Tag, als er erstmals von dieser wahnwitzigen Tat hört: Ein junger Mann bricht in die ornithologische Abteilung des Britischen Naturkundemuseums ein und stiehlt unzählige Vogelbälger, darunter Darwins Finken und Federkleider von Paradiesvögeln, einst gesammelt vom Naturforscher Alfred Russel Wallace.

Kirk Wallace Johnson macht es sich von da an zur Lebensaufgabe, dem Fall nachzugehen.
Der passionierte Angler nimmt die Spur der Federn auf. Seine leidenschaftliche Detektiv-Suche führt ihn zu Hobbykünstlern, die Fliegen zum Lachsfischen nach historischen Vorlagen binden - aus den kostbarsten Federn der Welt.

Packend erzählt Kirk Wallace Johnson von seiner abenteuerlichen Recherche, der Begegnung mit dem Täter - und wie er die Hintermänner überzeugt, die Federn wieder zurückzugeben. Und die Abbildungen im Bildteil zeugen von der beeindruckenden Schönheit der Köderfliegen, viel mehr aber noch davon, wie atemberaubend das Vogelkleid der zum Teil ausgestorbenen Spezies wirklich ist.

Ein Buch für die Leser von "H wie Habicht", "Das Buch vom Meer" oder "Der Hase mit den Bernsteinaugen", aber auch für Leser, die das Abenteuer suchen wie in: "Die Stadt Z - Expedition ohne Wiederkehr".

Kirk Wallace Johnsons Buch ist fesselnde Abenteuer-Geschichte mit dem Sog eines True-Crime-Falles, ein Ausloten menschlicher Abgründe, eine Liebeserklärung an die Schönheit der Natur, aber auch ein Ausflug in die Naturgeschichte auf der Spur der Entdeckungsreisenden Darwin und Wallace: Packend wie ein Krimi, abenteuerlich wie ein Roman und doch basierend auf einer wahren Begebenheit.

"Ein Pageturner, der Leser von Popular Science, Geschichtsbüchern und True Crime gleichermaßen anspricht." Publishers Weekly
Rezension
"Nein, dies ist kein Krimi. Sondern etwas viel Besseres: ein glänzend geschriebener Beweis dafür, dass es nichts gibt, was es nicht doch geben könnte."
taz, 24.11.2018
Portrait
Kirk Wallace Johnson liebt Fliegenfischen. Beruflich aber schreibt der engagierte Publizist für den New Yorker, die New York Times oder Washington Post. Mit seiner Stiftung »List Project« setzt er sich für Menschen im Irak ein - oder er steht mit der Angel hüfttief in einem Fluss und geht der Frage nach, wer die Köderfliege gebunden hat.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 384 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 26.09.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783426439333
Verlag Droemer Knaur Verlag
Originaltitel The Feather Thief: Beauty, Obsession, and the Natural History Heist of the Century
Dateigröße 2867 KB
Übersetzer Jochen Schwarzer
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

Annette W. , Thalia-Buchhandlung Berlin

Über Fliegenfischerei,Darwins Evolutionstheorie, Bedeutung von Vogelbälgern und menschliche Abgründe, wenn es um knappe Güter geht und dazu ein sehr ungewöhnlicher Kriminalfall..

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Interessanter Mix aus Evolutionstheorie, Artenschutz und Krimigeschichte
von sommerlese am 07.05.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das Sachbuch "Der Federndieb" von Autor Kirk Wallace Johnson erschien am 1.10.2018 im Droemer Verlag. Kirk Wallace Johnson ist Autor und leitet eine Stiftung für Opfer des Irak-Kriegs, sein Angler-Hobby hilft ihm gegen den beruflichen Stress. Zum Fischen von Lachsen benutzt er Köder-Fliegen und als er von einem Einbruch in ... Das Sachbuch "Der Federndieb" von Autor Kirk Wallace Johnson erschien am 1.10.2018 im Droemer Verlag. Kirk Wallace Johnson ist Autor und leitet eine Stiftung für Opfer des Irak-Kriegs, sein Angler-Hobby hilft ihm gegen den beruflichen Stress. Zum Fischen von Lachsen benutzt er Köder-Fliegen und als er von einem Einbruch in die ornithologische Abteilung des Britischen Naturkundemuseums hört, bei dem etliche Vogelbälger von zum Teil ausgestorbenen Vögeln gestohlen werden, nimmt er die Ermittlungen auf. Die Sammlung der Vögel stammt vom Naturforscher Alfred Russel Wallace. Dieses Buch ist als Sachbuch eingeordnet, es vermischt in Wahrheit aber Wissenschaft, Geschichte und Krimi. Das stellt mich vor eine schwierige Ausgangslage zur Bewertung. Denn meiner Meinung nach hätte man bei einem Krimi aus der Handlung definitiv mehr machen können. Wer sich aber für die wissenschaftliche Abhandlung über Vogelbälger, fremde Vogelwelten und wunderschöne Vögel interessiert, liegt mit diesem Buch bestimmt richtig. Fliegenfischer nutzen für den Fang von Lachsen oder Forellen kunstfertig gebundene Köder aus Vogelfedern, die dann auf der Wasseroberfläche schwimmen und Insekten vortäuschen. Es gibt nur wenige Menschen, die diesen Blödsinn zu einer Kunstform geführt haben, die aus besonders seltenen Federn hergestellten Köder bringen in Insiderkreisen horrende Summen. Johnson gibt einen ausführlichen Einblick in die Zeit der Abenteuerreisen im 19. Jahrhundert. Der Forscher Alfred Russel Wallace gilt als stiller Konkurrent zu Charles Darwin und entwickelte ebenfalls eine Evolutionstheorie. Man erlebt im Buch Wallace auf seinen Reisen und fühlt seinen Forschergeist, wenn er unbekannte Vögel aufspürt. Seine Sammlung umfasst viele Tiere und besonders imposant sind die Bälger der Paradiesvögel. Traurige Wahrheit ist jedoch, dass viele dieser Tiere ausgestorben sind. Daher ist für mich das beigefügte Bildmaterial ein echter Wehmutstropfen. Da haben die Damen von früher mit ihren opulenten Hutschmuck sicherlich ihren Teil dazu beigetragen. Sehr ausführlich wird im Buch der Geschichte der Fliegenfischerei nachgegangen. Auch das ist mir ein echtes Gräuel. Statt herumfliegende lose Vogelfedern zu sammeln oder künstliche Köder zu verwenden, dienen sogar gestohlene Vogelbälge aus den Museen für diese irre Idee. Diese seltenen Angelköder sind der Aufhänger für die Krimigeschichtes des Buches. Sehr gut gefallen hat mir die spürbare Begeisterung für die Schönheit der Natur, die durch das gierige und ausbeuterische Verhalten der Menschen gefährdet ist. Der Schreibstil lässt sich gut lesen, es erfordert aber einige Konzentration und die Fotos im Bildteil geben einen ungefähren Eindruck der Köderfliegen und der wunderschönen Paradiesvögel wieder. Der Federndieb ist ein informatives Sachbuch, aber auch eine Warnung an die Menschheit, sich verantwortungsvoll der Tierwelt anzunehmen und sie zu schützen.

"Dies ist ein sehr ungewöhnliches Verbrechen"
von Dr. M. am 31.12.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

In die ehemalige Villa von Lord Lionel Walter Rothschild wurde 2009 eingebrochen. Sie liegt in einem Londoner Vorort. Entgegen der Familientradition hatte der etwas schlichte Rothschild-Spross Walter keine Ambitionen in der Finanzwelt. Er wollte schon mit sieben Jahren ein Museum gründen und setzte dies später wie wild in die Ta... In die ehemalige Villa von Lord Lionel Walter Rothschild wurde 2009 eingebrochen. Sie liegt in einem Londoner Vorort. Entgegen der Familientradition hatte der etwas schlichte Rothschild-Spross Walter keine Ambitionen in der Finanzwelt. Er wollte schon mit sieben Jahren ein Museum gründen und setzte dies später wie wild in die Tat um. Jedenfalls bis ihm die Familie den Geldhahn zudrehte. Nebenbei wurde Lord Walter auch noch erpresst. Und so musste er die meisten Bestandteile seiner Sammlungen (die umfangreichste, die je ein einzelner Mensch zusammengetragen hatte) später wieder verkaufen. Heute beherbergt die Villa das Britische Naturkundemuseum. Zunächst wurde der Einbruch gar nicht bemerkt, ebenso wenig der Umfang der Beute. Tatsächlich nämlich waren große Bestände von Vogelbälgern verschwunden. Wer klaut denn so etwas? Die Polizei stand vor einem Rätsel. Es gab zwar mal eine Zeit, in der eine Unze Schmuckfedern mehr wert war als eine Unze Gold, aber diese Periode, in der ganze Vogelbestände für die Damenmode ausgerottet wurden, war längst vorbei. Auf die Fliegenfischerei kam die Polizei zunächst nicht. Für den Lachs- oder Forellenfang benutzen Fliegenfischer kunstvoll gebundene Köder aus Vogelfedern, die den Fischen vorgaukeln sollen, Insekten befänden sich an der Wasseroberfläche. Menschlicher Irrsinn und der Wahn, andere unbedingt übertreffen zu müssen, machte das Fliegenbinden zu einer Kunstform, die nur Wenige perfekt beherrschen. Vielleicht auch, weil sich nur eine relativ kleine Zahl von Menschen dafür wirklich interessiert und diese Subkultur ein recht abgeschlossener Bereich ist. Um besonders schöne Fliegen zu binden, braucht es angeblich besonders schöne Federn, die nur geschützte Vögel besitzen. Insider bezahlen dafür Unsummen. Nur durch einen glücklichen Zufall ging der Dieb, der US-Amerikaner Edwin Rist, der Polizei ins Netz. Er war einer der Stars der Fliegenbinderei und lebte und studierte gerade in London als ihm die Federn ausgingen. Nach einer Observation des Britischen Naturkundemuseums beschloss er, dort einzubrechen und sich mit neuem Material zu versorgen. Die toten Vögel lagen seiner Meinung nach da sowieso nur sinnlos herum. Natürlich ist das ein Irrtum, dem nur dumme Zeitgenossen unterliegen. Bis heute sind Teile des Diebesgutes nicht wieder aufgetaucht. Der materielle und ideelle Schaden ist enorm. Dennoch ging Rist nicht in den Knast, was er einer cleveren Strategie seines Verteidigers und einem der unsäglichen psychologischen Gutachter zu verdanken hat, der ihm Autismus bescheinigte. Einzelheiten findet man im Buch. Nun hätte ich niemals gedacht, dass man aus diesem Geschehen ein umfangreiches und spannendes Buch machen kann. Kirk Wallace Johnson ist auch Fliegenfischer. Und als er von diesem Fall hörte, beschloss er, der Sache nachzugehen. Das Resultat liegt mit diesem ungewöhnlichen Buch vor. Für einen Erstling liest es sich geradezu hervorragend. Johnson gelang es, diesen ungewöhnlichen Kriminalfall mit der Geschichte der Vogelbälger zusammenzubringen, die bis zu Alfred Russel Wallace zurückreicht. Wallace war ein zunächst sehr unglücklich agierender und dann auch noch vom Pech verfolgter englischer Naturforscher, der erst sehr spät zu Anerkennung kam, eigentlich aber neben Darwin zu den Ideengebern der Evolutionstheorie zählt. Er brachte Darwin dazu seine Theorie vorzeitig zu veröffentlichen. Wallace hatte in einem Brief an Darwin nachweislich die Grundidee der Evolutionstheorie dargelegt, später aber nie auf seiner Miturheberschaft bestanden. Man kann viel aus diesem Buch lernen: über die Zeit und die Personen, in der die Sammlungen entstanden, die Rist bestahl, über Fliegenfischerei und menschliche Abgründe, wenn es um knappe Güter geht und über diesen sehr ungewöhnlichen Kriminalfall. Ein überraschend gutes und hervorragend geschriebenes Buch.

anspruchsvoll, aber gut
von Booksandcatsde am 28.10.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Meine Meinung: Dieses Buch ist kein normaler Krimi, für mich steht hier die Suche nach dem Dieb nicht an erster Stelle, auch wenn der Wunsch nach dem Lösen des Falls erst dazu geführt hat, dass sich der Autor mit den ganzen Dingen beschäftigt hat! Was hat mir an dem Buch gefallen: Es handelt sich um einen echten Fall (T... Meine Meinung: Dieses Buch ist kein normaler Krimi, für mich steht hier die Suche nach dem Dieb nicht an erster Stelle, auch wenn der Wunsch nach dem Lösen des Falls erst dazu geführt hat, dass sich der Autor mit den ganzen Dingen beschäftigt hat! Was hat mir an dem Buch gefallen: Es handelt sich um einen echten Fall (True Crime); Man taucht ab in die Zeiten rund um Darwin und Wallace und kann dabei noch einiges über Evolution lernen; Die Begeisterung für die Natur und ihre Schönheit und Vielfalt ist immer und überall spürbar und schwappt auch auf den Leser über! Die Gier des Menschen und die Katastrophen, die er mit dieser Gier anrichtet, werden greifbar und man schämt sich teilweise für die Taten der anderen. Manchmal muss man sich sagen, dass sie es (hoffentlich) nicht besser wussten. Das Buch enthält Informationen und Wissen über Mode, über die Anfänge des Umweltschutzes und über vieles, was den Menschen in den letzten 300 Jahren antrieb. Der Schreibstil des Autors lässt sich gut lesen und ist verständlich. Der „Fall“ wird von einigen Fotos/Bildern untermauert und unterstützt. Man muss sich klar darüber sein, dass dieses Buch viele geschichtlichen Informationen enthält! dass der Fall eher langsam verläuft beim Lesen, da der Leser erst mit einigen Informationen versorgt werden muss. dass es sich hier nicht um ein Buch handelt, das rasant nach vorne prescht, sondern von Details lebt. Fazit: Es handelt sich um ein Buch, das mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Ich habe beim Lesen schon Bekanntes wiederholt und habe neues Wissen gewonnen. Der Fall selbst war spannend, aber das Lesen forderte mir schon einige Konzentration ab. Es handelt sich nicht um ein Buch, das man mal so nebenbei liest. Dieses Buch ist und war eine Lebensaufgabe des Autors. So etwas mit weniger als 5 Sternen zu bewerten, kommt für mich nicht in Frage. Dafür hat der Autor viel zu viel Arbeit und Liebe zum Details in dieses Buch gesteckt. Es ist gleichzeitig ein Krimi, eine Geschichte der Evolution, eine Hommage an die wunderschöne, schützenswerte Tierwelt und ein Nachdenken über das rücksichtslose Verhalten des Menschen! (5 / 5) für ein beeindruckendes Buch!