Warenkorb
 

Sie haben noch keinen tolino eReader? Jetzt informieren.

Gut Greifenau - Abendglanz

Roman

Die Gut-Greifenau-Reihe 1

(10)
Downton Abbey in Hinterpommern von 1913 bis 1919 - Der erste Teil der großen Familien-Saga über eine Grafen-Familie zwischen Tradition und wahrer Liebe am Vorabend des 1. Weltkriegs
Mai 1913: Konstantin, ältester Grafensohn und Erbe von Gut Greifenau, wagt das Unerhörte: Er verliebt sich in eine Bürgerliche, schlimmer noch – in die Dorflehrerin Rebecca Kurscheidt, eine überzeugte Sozialdemokratin. Die beiden trennen Welten: nicht nur der Standesunterschied, sondern auch die Weltanschauung. Für Katharina dagegen, die jüngste Tochter, plant die Grafenmutter eine Traumhochzeit mit einem Neffen des deutschen Kaisers – obwohl bald klar ist, welch ein Scheusal sich hinter der aristokratischen Fassade verbirgt. Aber auch ihr Herz ist anderweitig vergeben.
Beide Grafenkinder spielen ein Versteckspiel mit ihren Eltern und der Gesellschaft. So gut sie ihre heimlichen Liebschaften auch verbergen, steuern doch beide unweigerlich auf eine Katastrophe zu...
Die Gut-Greifenau-Reihe im Überblick: Band 1 "Gut Greifenau. Abendglanz"´, Band 2 "Gut Greifenau. Nachtfeuer", Band 3 "Gut Greifenau. Morgenröte" (erscheint März 2019)
Portrait

Hanna Caspian ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin. Mit ihren gefühlvollen und spannungsgeladenen Familiensagas beleuchtet sie bevorzugt fast vergessene Themen deutscher Geschichte.

Hanna Caspian studierte Literaturwissenschaften, Sprachen und Politikwissenschaft in Aachen und arbeitete danach lange Jahre im PR- und Marketingbereich. Zuletzt war sie Anzeigenleiterin und Projektmanagerin in einem Fachverlag. Mit ihrem Mann lebt sie heute als freie Autorin in Köln, wenn sie nicht gerade durch die Weltgeschichte reist.

… weiterlesen
eBook kaufen
eBook verschenken

Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 560 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 29.10.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783426444894
Verlag Knaur eBook
Dateigröße 1646 KB
Verkaufsrang 123
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
In der Cloud verfügbar
Per E-Mail verschenken i
eBook kaufen
eBook verschenken
PAYBACK Punkte
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Weitere Bände von Die Gut-Greifenau-Reihe

  • Band 1

    113966530
    Gut Greifenau - Abendglanz
    von Hanna Caspian
    (10)
    eBook
    9,99
    Sie befinden sich hier
  • Band 2

    113966559
    Gut Greifenau - Nachtfeuer
    von Hanna Caspian
    eBook
    9,99
  • Band 3

    140441324
    Gut Greifenau - Morgenröte
    von Hanna Caspian
    eBook
    9,99

Buchhändler-Empfehlungen

„Aufbruch in eine neue Zeit?“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Hanna Caspian ist ein geschlossenes Pseudonym einer Autorin, die unter diesem und ihrem anderen Namen interessante Familiengeschichten schreibt, die immer etwas mit der jüngeren deutschen Geschichte zu tun haben. 2016 erschien ihr erster Roman unter diesem Pseudonym – „Die Kirschvilla“ – den ich sehr gerne gelesen habe. Die Geschichte war sehr düster und ausgesprochen spannend. Als ich nun entdeckte, dass eine neue Geschichte von ihr erscheint, war ich sehr gespannt, ob sie in der Art ähnlich ist.

„Gut Greifenau“ wird ein Dreiteiler. Und das, was hier bei talia.de im ersten Satz steht, trifft es schon sehr gut! „Downton Abbey in Hinterpommern von 1913 bis 1919“. Denn genau an diese tolle Fernsehserie musste ich bei der Lektüre des Öfteren denken. Hanna Caspian erzählt die Geschichte des fiktiven Guts Greifenau, was sie in Hinterpommern angesiedelt hat. Die Geschichte spielt sowohl oben bei den Herrschaften als auch unten bei den Dienstboten. Zu Beginn der Geschichte am 29.Mai 1913 erleidet der alte Graf Donatus von Auwitz-Aarhyn einen Unfall, infolge dessen er stirbt. Sein Sohn Adolphis übernimmt seine Position, überlässt die Führung des Guts allerdings zumeist seinem Verwalter Thalmann, der Neuerungen gegenüber wenig aufgeschlossen ist. Adolphis, der mit Feodora verheiratet ist, hat drei Söhne und zwei Töchter. Der älteste Sohn ist Konstantin. Konstantin soll das Gut später einmal übernehmen. Er hat Landwirtschaft studiert und möchte das Gut modernisieren, stößt dabei aber auf erbitterten Widerstand bei seinem Vater und dem Verwalter. Er verliebt sich in die Dorflehrerin Rebecca Kurscheidt. Der zweite Sohn Nikolaus spielt in dem ersten Band nur eine Nebenrolle. Er ist beim Militär und scheint ein echter Unsympath zu sein. Seine politische Ausrichtung lässt für später schlimmes erahnen. Der jüngste Sohn Alexander ist ein echter Tunichtgut, der noch nicht wirklich weiß, was er später werden will. Die ältere Tochter Anastasia ist bereits gut verheiratet. Auch sie spielt im ersten Band keine wirkliche Rolle. Die jüngste der Familie ist Katharina. Zu Beginn der Handlung ist sie 12 Jahre alt. Und trotzdem versucht ihre Mutter alles, um ihre Tochter bestmöglich unter die Haube zu bringen. Eigene Empfindungen des Mädchens spielen hierbei keine Rolle. Dass sie sich aus berechtigtem Grund vor dem avisierten Verlobten ekelt, ist für die Mutter komplett irrelevant. Und der junge Industriellensohn, in den Katharina sich verliebt, kommt überhaupt nicht in Frage. Unten im Dienstbotentrakt ist besonders die Geschichte um den neuen Kutscher Albert Sonntag sehr interessant. Denn schon sehr früh wissen wir, dass ihn ein Geheimnis umgibt. Was wird er aus seinem Wissen machen?

Das faszinierende an diesem Roman ist für mich, das Hanna Caspian die Gesellschaftsverhältnisse so gut beschreibt. Hinterpommern ist gesellschaftlich die tiefste Provinz. Dort bekommt man nichts davon mit, was Volker Illies in seinem erfolgreichen Buch „1913 – Der Sommer des Jahrhunderts“ beschreibt. Dieser Standesdünkel, den die Autorin beschreibt, ist erschreckend. Adelige Mädchen kommen mir nicht wie Menschen vor, sondern einfach wie eine Ware, die bestmöglich verschachert wird. Eine Vermischung zwischen Adeligen und Bürgerlichen ist unerwünscht und zieht schwerwiegende Konsequenzen nach sich. Wenn man diesen Roman gelesen hat, hat man danach ausgeträumt, Prinzessin sein zu wollen. Der Reichtum und die schönen Kleider haben zwar schon etwas für sich, aber der Preis dafür ist viel zu hoch. Trotz alledem beneiden natürlich die Dienstboten die Adeligen. Aber sie bekommen ja auch nur eine Seite der Medaille mit. Was mir so in dieser Form auch noch nicht so wirklich klar vor Augen stand, ist, wie früh Kinder damals schon arbeiten mussten. Das waren noch KINDER! Und trotzdem wurden von ihnen schon 12 Stunden und mehr Arbeit verlangt.

Der erste Teil endet kurz nach dem Ausbruch des 1. Weltkriegs. Es wird sehr spannend werden, wie sich die Geschicke der einzelnen Familienmitglieder in der Zeit von 1914 bis zum Kriegsende 1918 entwickeln werden. Ich bin gespannt, ob wir weiterhin zumeist nur auf Gut Greifenau und in dem dazugehörigen Ort bleiben werden, oder ob die Autorin uns auch mit an die Front nimmt? Wird es eine Chance für die beiden unpassenden Liebespaare geben? Wenn Sie sich die Spannung möglichst erhalten wollen, lesen Sie auf keinen Fall vorab die Klappentexte vom zweiten und dritten Band! Der zweite Band „“Nachtfeuer“ erscheint am 27.12.2018 und auf den dritten müssen wir noch ein wenig länger warten. „Morgenröte“ erscheint erst am 01.03.2019.
Hanna Caspian ist ein geschlossenes Pseudonym einer Autorin, die unter diesem und ihrem anderen Namen interessante Familiengeschichten schreibt, die immer etwas mit der jüngeren deutschen Geschichte zu tun haben. 2016 erschien ihr erster Roman unter diesem Pseudonym – „Die Kirschvilla“ – den ich sehr gerne gelesen habe. Die Geschichte war sehr düster und ausgesprochen spannend. Als ich nun entdeckte, dass eine neue Geschichte von ihr erscheint, war ich sehr gespannt, ob sie in der Art ähnlich ist.

„Gut Greifenau“ wird ein Dreiteiler. Und das, was hier bei talia.de im ersten Satz steht, trifft es schon sehr gut! „Downton Abbey in Hinterpommern von 1913 bis 1919“. Denn genau an diese tolle Fernsehserie musste ich bei der Lektüre des Öfteren denken. Hanna Caspian erzählt die Geschichte des fiktiven Guts Greifenau, was sie in Hinterpommern angesiedelt hat. Die Geschichte spielt sowohl oben bei den Herrschaften als auch unten bei den Dienstboten. Zu Beginn der Geschichte am 29.Mai 1913 erleidet der alte Graf Donatus von Auwitz-Aarhyn einen Unfall, infolge dessen er stirbt. Sein Sohn Adolphis übernimmt seine Position, überlässt die Führung des Guts allerdings zumeist seinem Verwalter Thalmann, der Neuerungen gegenüber wenig aufgeschlossen ist. Adolphis, der mit Feodora verheiratet ist, hat drei Söhne und zwei Töchter. Der älteste Sohn ist Konstantin. Konstantin soll das Gut später einmal übernehmen. Er hat Landwirtschaft studiert und möchte das Gut modernisieren, stößt dabei aber auf erbitterten Widerstand bei seinem Vater und dem Verwalter. Er verliebt sich in die Dorflehrerin Rebecca Kurscheidt. Der zweite Sohn Nikolaus spielt in dem ersten Band nur eine Nebenrolle. Er ist beim Militär und scheint ein echter Unsympath zu sein. Seine politische Ausrichtung lässt für später schlimmes erahnen. Der jüngste Sohn Alexander ist ein echter Tunichtgut, der noch nicht wirklich weiß, was er später werden will. Die ältere Tochter Anastasia ist bereits gut verheiratet. Auch sie spielt im ersten Band keine wirkliche Rolle. Die jüngste der Familie ist Katharina. Zu Beginn der Handlung ist sie 12 Jahre alt. Und trotzdem versucht ihre Mutter alles, um ihre Tochter bestmöglich unter die Haube zu bringen. Eigene Empfindungen des Mädchens spielen hierbei keine Rolle. Dass sie sich aus berechtigtem Grund vor dem avisierten Verlobten ekelt, ist für die Mutter komplett irrelevant. Und der junge Industriellensohn, in den Katharina sich verliebt, kommt überhaupt nicht in Frage. Unten im Dienstbotentrakt ist besonders die Geschichte um den neuen Kutscher Albert Sonntag sehr interessant. Denn schon sehr früh wissen wir, dass ihn ein Geheimnis umgibt. Was wird er aus seinem Wissen machen?

Das faszinierende an diesem Roman ist für mich, das Hanna Caspian die Gesellschaftsverhältnisse so gut beschreibt. Hinterpommern ist gesellschaftlich die tiefste Provinz. Dort bekommt man nichts davon mit, was Volker Illies in seinem erfolgreichen Buch „1913 – Der Sommer des Jahrhunderts“ beschreibt. Dieser Standesdünkel, den die Autorin beschreibt, ist erschreckend. Adelige Mädchen kommen mir nicht wie Menschen vor, sondern einfach wie eine Ware, die bestmöglich verschachert wird. Eine Vermischung zwischen Adeligen und Bürgerlichen ist unerwünscht und zieht schwerwiegende Konsequenzen nach sich. Wenn man diesen Roman gelesen hat, hat man danach ausgeträumt, Prinzessin sein zu wollen. Der Reichtum und die schönen Kleider haben zwar schon etwas für sich, aber der Preis dafür ist viel zu hoch. Trotz alledem beneiden natürlich die Dienstboten die Adeligen. Aber sie bekommen ja auch nur eine Seite der Medaille mit. Was mir so in dieser Form auch noch nicht so wirklich klar vor Augen stand, ist, wie früh Kinder damals schon arbeiten mussten. Das waren noch KINDER! Und trotzdem wurden von ihnen schon 12 Stunden und mehr Arbeit verlangt.

Der erste Teil endet kurz nach dem Ausbruch des 1. Weltkriegs. Es wird sehr spannend werden, wie sich die Geschicke der einzelnen Familienmitglieder in der Zeit von 1914 bis zum Kriegsende 1918 entwickeln werden. Ich bin gespannt, ob wir weiterhin zumeist nur auf Gut Greifenau und in dem dazugehörigen Ort bleiben werden, oder ob die Autorin uns auch mit an die Front nimmt? Wird es eine Chance für die beiden unpassenden Liebespaare geben? Wenn Sie sich die Spannung möglichst erhalten wollen, lesen Sie auf keinen Fall vorab die Klappentexte vom zweiten und dritten Band! Der zweite Band „“Nachtfeuer“ erscheint am 27.12.2018 und auf den dritten müssen wir noch ein wenig länger warten. „Morgenröte“ erscheint erst am 01.03.2019.

„die Welt verändert sich..“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Mal wieder eine Familiensaga bei der sich endlos schmökern lässt. Politische Wirren , alte Traditionen , Stolz und Standesdünkel prallen auf der Suche nach Liebe und Leben aufeinander... Mal wieder eine Familiensaga bei der sich endlos schmökern lässt. Politische Wirren , alte Traditionen , Stolz und Standesdünkel prallen auf der Suche nach Liebe und Leben aufeinander...

Anja Cordes, Thalia-Buchhandlung Neuss

Wer Downton Abbey liebt, wird sich auch für diese Familiensaga begeistern! In 3 Bänden wird über das Leben der gräflichen Familie erzählt. Dramatisch, fesselnd und süchtig machend! Wer Downton Abbey liebt, wird sich auch für diese Familiensaga begeistern! In 3 Bänden wird über das Leben der gräflichen Familie erzählt. Dramatisch, fesselnd und süchtig machend!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
10 Bewertungen
Übersicht
9
1
0
0
0

Downton Abbey in Hinterpommern
von Vorleser am 19.11.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Wir befinden uns auf einem Gut in Pommern kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges. Wir lernen die Gutsfamilie, ihre Pächter und Angestellten, sowie einige andere Personen aus den unterschiedlichsten Kreisen kennen, deren Wege sich früher oder später kreuzen. Die historischen Fakten sind gut recherchiert, und die Charaktere sind sehr gut angelegt. Innerhalb... Wir befinden uns auf einem Gut in Pommern kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges. Wir lernen die Gutsfamilie, ihre Pächter und Angestellten, sowie einige andere Personen aus den unterschiedlichsten Kreisen kennen, deren Wege sich früher oder später kreuzen. Die historischen Fakten sind gut recherchiert, und die Charaktere sind sehr gut angelegt. Innerhalb von jedem Kreis gibt es gute, schlechte, und gleichgültige Personen. Keine dieser Personen ist nur gut, oder nur böse, sondern alle sind vielschichtig und deshalb überzeugend. Die drei 'Kinder' der Familie die auf dem Gut leben machen die größten charakterlichen Entwicklungen durch, besonders Konstantin, der älteste Sohn und zukünftige Erbe, und Katharina, seine jüngste Schwester. Beide haben ein Geheimnis, aber natürlich ist das Leben für die unmündige Katharina wesentlich schlimmer als für ihren zehn Jahre älteren Bruder. Die Mutter, Feodora, ist eine vom Ehrgeiz zerfressene, gewalttätige Person, der Vater, Adolphis, ist ein Schlappschwanz. Die beiden Kinder die nicht mehr im Haus leben werden von ihren Geschwistern nicht vermisst. Sie haben denselben Dünkel wie ihre Mutter, was besonders bei Nikolaus sehr ausgeprägt ist. Er wird sicher mal ein glühender Anhänger Hitlers werden -- die Anzeichen und Anschauungen sind schon da. Die Dienstboten sind auch interessant: im Grunde spiegeln sie die schlechtesten Eigenschaften ihrer Herrschaft wider, aber darauf kann man sie nicht reduzieren. Alle haben ihr Päckchen zu tragen, was sie mehr oder weniger würdevoll tun. Die Pächter haben Angst vor Neuerungen, was sicher nicht zuletzt auf ihre fehlende Bildung zurückzuführen ist. Mittlerweile schwelt es im Reich, die Arbeiter werden immer unzufriedener, und die Bürgerlichen mit Geld drängen in die Adelskreise -- zumindest versuchen sie es. Alles steuert auf den 1. Weltkrieg zu. Wir verlassen das Gut und Dorf kurz nach Ausbruch des Krieges -- ohne allerdings zu erfahren, wie es weitergeht. Zwei weitere Bände werden folgen, worauf man gespannt sein darf. Das 'Downton Abbey in Hinterpommern' aus dem Klappentext ist absolut gerechtfertigt. Es gibt Parallelen zu dieser beliebten Fernsehserie, was natürlich in der Natur der Sache liegt, denn die Lebensbedingungen der Adligen und Untergebenen waren sicher überall in Europa recht ähnlich. Es gibt aber auch genügend Unterschiede, zum Beispiel ist der Ton im Haus hier viel schärfer als wir es von Lady Cora oder ihrem Mann Robert gewohnt sind. Es gibt auch die Thomas Barrow und Sarah O?Brien Äquivalente, aber keinen Carson. Dieser Roman hat Spaß gemacht. Er ist gut geschrieben und zeigt die Gesamtsituation im Reich sehr schön auf, lebendig gemacht durch die doch sehr verschiedenen Charaktere und ihre äußeren und inneren Konflikte.

Gelungener Auftakt - unbedingt mehr!
von einer Kundin/einem Kunden aus Eschweiler am 19.11.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

1913. Als der Gutsherr Donatus des Guts Greifenaus in Hinterpommern stirbt, wird die ganze Familie und deren Dienerschaft durch gerüttelt. Auf einmal muss Adolphis sich um das Gut kümmern, der als Zweitgeborener lange dachte, diese leidige Aufgabe seinem älteren, aber zwischenzeitlich verstorbenen Bruder überlassen zu können. Sein erstgeborener Sohn... 1913. Als der Gutsherr Donatus des Guts Greifenaus in Hinterpommern stirbt, wird die ganze Familie und deren Dienerschaft durch gerüttelt. Auf einmal muss Adolphis sich um das Gut kümmern, der als Zweitgeborener lange dachte, diese leidige Aufgabe seinem älteren, aber zwischenzeitlich verstorbenen Bruder überlassen zu können. Sein erstgeborener Sohn Konstantin hingegen wittert seine Chance endlich die erhofften Modernisierungen nun durchsetzen zu können. Doch von modern ist das Grafenpaar noch weit entfernt, sowohl Adolphis als auch seine Ehefrau Feodora hängen an den alten Gepflogenheiten, was vor allem auch die Partnerwahl der Kinder betrifft. Für Feodora steht eins fest: Ihre Kinder und deren Hochzeiten sind dazu da, um ihren adeligen Stand zu erhöhen und zu festigen. Doch scheint dies, bis auf ihre bereits verheiratete Tochter Anastasia, sonst keins ihrer Kinder so zu sehen, .... Auch wenn ich inhaltlich jetzt vor allem auf die Problematik der Gutsfamilie, also der Herrschaften, eingegangen bin, spielen auch die Probleme und Geheimnisse der Dienerschaft eine Rolle in diesem Roman. Doch auf alles einzugehen, wäre zu ausufernd geworden, wo ich doch eh schon für meine Verhältnisse viel über den Inhalt gesprochen habe. Doch das ganze Buch ist so gut verstrickt und es gibt so viele verschiedene Konflikte, dass es kaum möglich ist, sich kürzer zu fassen. Und gerade das macht das Buch so wundervoll. Es hat so viel Potenzial und es wird absolut ausgeschöpft. Für mich war kein Handlungsstrang überflüssig, nicht zu Ende gedacht, sprunghaft oder unpassend. Alles flicht sich in einen spannenden Strang und es entsteht eine wunderbare Geschichte, die mit Downton Abbey her vergleichbar ist, aber weniger Friede, Freude, Eierkuchen sondern mehr Realismus bietet. So ist die Handlung sehr dicht, aber gut geschrieben, so dass sich alles flüssig liest und die Seiten nur so dahin fliegen. Die Charaktere sind so vielseitig und facettenreich, dass die Fülle an Personen sich sehr schnell sortiert und Verwechslungen ausgeschlossen sind. Zudem gibt es ein ausführliches Personenregister am Anfang des Buches, das bei den ersten paar Seiten helfen kann. Aber ich würde empfehlen, sich einfach auf das Buch einzulassen und der Durchblick kommt ganz schnell von alleine. Besonders hervorzuheben sind wirklich die unterschiedlichen Facetten. Auch wenn manche Personen anfangs sehr unsympathisch wirken, so können sich schnell noch andere Seiten zeigen, die die Person dann wieder in ein etwas besseres Licht rücken. Nur wenige Personen blieben mir bis zum Schluss von Grund auf unsympathisch, aber auch das gibt es natürlich. Ein bunter Mix wie im wahren Leben. Also ich bin wirklich begeistert von der Vielfalt der Personen und der dichten Handlung! Wenn man Familiensagas aus dieser Zeit mag, kann ich das Buch einfach nur empfehlen! Ich warte gespannt auf den nächsten Teil!

Gefangen im Glanz
von Monice am 15.11.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

"Gut Greifenau - Abendglanz" von Hanna Caspian, ist ein wirklich faszinierendes Buch. Die Autorin nimmt uns mit zurück um gut 100 Jahre. Sie zeigt uns auf eine sehr einfühlsame aber trotzdem ehrliche Art, wie groß der Unterschied zwischen den Klassen war und wie schwer es war Gefühle zu Leben, welche... "Gut Greifenau - Abendglanz" von Hanna Caspian, ist ein wirklich faszinierendes Buch. Die Autorin nimmt uns mit zurück um gut 100 Jahre. Sie zeigt uns auf eine sehr einfühlsame aber trotzdem ehrliche Art, wie groß der Unterschied zwischen den Klassen war und wie schwer es war Gefühle zu Leben, welche über die verschiedenen Klassen hinaus gingen. Die Autorin hat es geschafft mich mit einem sehr schönen Schreibstil an das Buch zu fesseln, auch wenn ich zu Beginn etwas Probleme mit den langen Kapiteln hatte, muss ich sagen, wurde es immer leichter die Kapitel Aufteilung zu verstehen. Für mich hat sich das Buch sehr gut lesen lassen, es hat mir Spaß gemacht im Gut hinter die Kulissen zu schauen und zu sehen wie es parallel dazu weiter oben bei den Herrschaften wirklich zu ging. Die Beschreibung der Szenen hat es möglich gemacht sich richtig in die Personen oder die Situationen hineinzuversetzen. Zwischendurch wäre ich gern selbst dabei gewesen um mir die Farben oder Geschehnisse aus nahem anzusehen. Für mich hat dieses Buch auch eine sehr gesunde Mischung aus Romantik, Drama und Erzählung. Zusammenfassend kann ich, trotz leichter Start Schwierigkeiten, die sich geben sobald man sich darauf einlässt, dieses Buch nur Empfehlen und viel Spaß wünschen, bei der Erkundung von Gut Greifenau. Zum Inhalt: Gerade von einer Reise nach Berlin zurück passiert ein Drama und der alte Gutsherr verstirbt. Als sein Sohn jetzt die Führung des Gutes übernimmt wird es schwer für dessen Nachfolger Konstantin Neuerungen durchzusetzen, doch das soll nicht sein einziges Problem werden. Denn seine Mutter setzt alles daran ihre Kinder Best möglich zu verheiraten, doch nicht nur für Konstantin hat sie unmögliches im Sinne, auch für die jüngere Katharina soll es eine gute Partie sein, doch genau dieser Mann entpuppt sich als Widerling, doch das will ihre Mutter nicht wissen und pocht auf die Verbindung. Als beide Kinder sich anderweitig verlieben beginnt ein Versteckspiel.