Meine Filiale

Verloren in Eis und Schnee

Die unglaubliche Geschichte der Geschwister Danilow

Davide Morosinotto

(29)
Die Leseprobe wird geladen.
Buch (gebundene Ausgabe)
Buch (gebundene Ausgabe)
18,00
18,00
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei

Weitere Formate

Taschenbuch

9,99 €

Accordion öffnen
  • Verloren in Eis und Schnee

    Carlsen

    Sofort lieferbar

    9,99 €

    Carlsen

gebundene Ausgabe

18,00 €

Accordion öffnen

Hörbuch (MP3-CD)

14,19 €

Accordion öffnen

Hörbuch-Download

11,95 €

Accordion öffnen

Beschreibung

Spannender historischer Roman für Jugendliche ab 12 Jahren von Bestseller-Autor Davide Morosinotto.

Ihr dürft euch nicht verlieren!, hat die Mutter den Zwillingen Nadja und Viktor eingeschärft. Doch im überfüllten Bahnhof werden sie auseinandergerissen. Viktor verschlägt es nach Sibirien. Für ihn wird der Weg zurück zu einem Kampf gegen Hunger und Kälte. Nadja hält sich währenddessen auf einer Festung versteckt, wo sich die Lage ebenfalls zuspitzt. Abgeschnitten von der Außenwelt und ohne Nachricht voneinander versuchen die Geschwister verzweifelt, sich wiederzufinden.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 440
Altersempfehlung 12 - 15 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 13.09.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-522-20251-0
Verlag Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
Maße (L/B/H) 22,7/14,5/3,5 cm
Gewicht 746 g
Originaltitel La sfolgorante luce di due stelle rosse. Il caso dei quaderni di Viktor e Nadya
Auflage 6. Auflage
Illustrator Paolo Domeniconi
Übersetzer Cornelia Panzacchi
Verkaufsrang 169699

Buchhändler-Empfehlungen

Rebecca Schwarzkönig, Thalia-Buchhandlung Freudenstadt

Eine ganz besondere Geschichte über 2 Geschwister, die sich während des 2. WK verlieren und sich über verschiedene Wege auf die Suche nacheinander machen. In Tagebuchform aus beiden Perspektiven geschrieben ist man "hautnah" mit dabei. Absolute Leseempfehlung für Jungs & Mädchen!

Die Überlebensgeschichte zweier Geschwister in den Kriegsunruhen des 2. Weltkriegs in Russland

I. D., Thalia-Buchhandlung Mayersche Buchhandlung Essen

Die Eltern der Zwillinge Viktor und Nadja schenken ihnen Notizhefte, welche die Kinder als Tagebuch nutzen und abwechselnd hineinschreiben. Dieses spannend illustrierte Buch erzählt von der Reise zurück zueinander, nachdem sie bei der Evakuierung der in der Stadt Leningrad lebenden Kinder voneinander getrennt wurden, als der 2. Weltkrieg Russland 1941 erreicht. Außer Nadja und Viktor gibt es aber noch einen dritten Protagonisten im Buch. Oberst Smirnow kommentiert mit Randnotizen und kapitelabschließenden Berichten immer wieder die Tagebucheinträge der Kinder denn das gesamte Buch ist wie ein Beweisstück der Polizei des kommunistischen Staates aufgemacht. Die Aufgabe des Oberst besteht darin zu entscheiden, ob die Geschwister sich diverser damals geltender Verbrechen schuldig gemacht haben. Das gesamte Buch ist eine Zusammenstellung aus der unmittelbaren Geschichte, Fotos, Kartenmaterial zur Orientierung und Notizen, um den Leser mit weiteren Informationen. Mit diesem Jugendbuch gibt es nochmal eine andere Perspektive des Geschehens des 2. Weltkrieges als die deutsche. In den eigentlichen Krieg selbst erhält man innerhalb der Geschichte nur wenig Einblick, Kampfgeschehen selbst gibt es weniger – nachvollziehbar, denn genau diesem versuchen die Zwillinge zu entkommen. Dafür werden die beiden Kinder auf ihren Wegen oft mit den Problemen innerhalb der Zivilbevölkerung konfrontiert, die sich um das reine Überleben drehen wie Hunger oder die beißende Kälte. Den Kindern bleibt es nicht erspart, diese Dinge am eigenen Leib zu erfahren. Verlust zu erleben, Verletzungen zu leiden, zu hungern und die Bedrohung der eisigen Kälte zu spüren. Es wird auch klar beim Anschauen der beiliegenden Karten bewusst wie groß das russische Territorium zum Zeitpunkt des 2. Weltkriegs war. Bereits das Cover ist ansprechend gestaltet, aber im Inneren hat das Buch bei mir absolut gepunktet. Es ist so wunderbar gestaltet. Ich kann dieses Buch Interessierten nahelegen, der sich für den 2. Weltkrieg interessiert und das Geschehen jener Zeit aus anderer als deutscher Perspektive betrachten möchte. Eltern dürfen und sollten bei jüngeren Lesern das Buch aber gerne noch mit begleiten.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
29 Bewertungen
Übersicht
25
3
1
0
0

"Der große Vaterländische Krieg" als Abenteuerspielplatz?
von Dr. M. am 17.08.2020

Was bringt einen italienischen Schriftsteller dazu, ein Kinderbuch über Geschehnisse in der Sowjetunion von 1941 zu schreiben? Und wie wird ein solches Buch in Deutschland aufgenommen? Auf die letzte Frage findet man eine überraschende Antwort, denn das Buch steht auch einige Monate nach seinem Erscheinen noch auf einem erstaunl... Was bringt einen italienischen Schriftsteller dazu, ein Kinderbuch über Geschehnisse in der Sowjetunion von 1941 zu schreiben? Und wie wird ein solches Buch in Deutschland aufgenommen? Auf die letzte Frage findet man eine überraschende Antwort, denn das Buch steht auch einige Monate nach seinem Erscheinen noch auf einem erstaunlich hohen Platz in den Verkaufsranglisten. Morosinottos Beweggründe, dieses Buch zu schreiben, liegen in seiner Familie, denn sein Großvater gehörte zu den Glücklichen, die ihre Kriegsbeteiligung in Russland nicht mit dem Tod bezahlten. So konnte er seinem Enkel viel aus dieser Zeit erzählen. Kann man die Geschehnisse in den ersten Monaten der deutschen Blockade Leningrads überhaupt kindgerecht erzählen? Und kann sich ein Italiener die damaligen Verhältnisse in der Sowjetunion überhaupt vorstellen? Mit diesen beiden Fragen stößt man auf das eigentliche Problem dieses Buches. Ein Krieg ist ein schreckliches und für die heutigen Generationen in Westeuropa unvorstellbares Ereignis. Man kann diesen Krieg auch nicht kindgerecht schildern, weil das ein kindliches Gemüt auch mit 15 Jahren noch überfordert. Was bleibt also für ein Ausweg? Krieg als Abenteuer? Genau das probiert Morosinotto. Die Danilow-Zwillinge sollen aus dem frontnahen Leningrad evakuiert werden. Dabei werden sie getrennt, kommen also in verschiedene Züge. Viktor gelangt nach Kasan an die Wolga, während seine Schwester im Leningrader Bezirk stecken bleibt. Sie muss in der Folge ständig vor den vorrückenden deutschen Truppen fliehen, die den Ring um Leningrad schließen wollen. Viktor hingegen beschließt, aus dem Kolchos in der Nähe von Kasan zu fliehen, um seine Schwester aufzuspüren. Inzwischen trennen sie jedoch über tausend Kilometer, und die Wirren des Krieges sorgen für ein ziemliches Chaos auf den sowieso nicht besonders gut ausgebauten russischen Transportwegen. Morosinotto schildert über die Tagebucheinträge der Zwillinge ihre Befindlichkeiten und Erlebnisse. Das ganze Geschehen wird nun sehr unglaubwürdig, jedenfalls für diejenigen Leser, die die tatsächliche Situation zu dieser Zeit in der Sowjetunion einigermaßen gut kennen. Natürlich kann und muss man in einem Kinderbuch vieles vereinfachen. Manches kann auch unglaubwürdig sein. Schwierig wird es allerdings, wenn dies in einem historischen Kontext geschieht, der das eigentlich nicht zulässt. Krieg ist kein Abenteuer. Man kann Morosinotto jedoch auch nicht den Vorwurf machen, dass er die damaligen Geschehnisse nicht genau recherchiert hätte. Ganz im Gegenteil. Obwohl er vieles recht genau schildert, bleibt anderes fragwürdig. Am Beispiel des ungewollten Aufenthalts Viktors und seiner Gefährten in einem sowjetischen Gulag der Stalin-Zeit kann man das vielleicht gut illustrieren: Auf der einen Seite schildert Morosinotto die schrecklichen Verhältnisse dort nicht wirklich, weil das nicht in ein Kinderbuch gehört. Aber er deutet sie wenigstens teilweise an. Auf der anderen Seite dominiert dann wieder das Abenteuer, denn die Kinder können relativ leicht und erfolgreich aus diesem Todeslager fliehen. Im wirklichen Leben hätten die Kinder das nie überlebt. Die im Buch eingebettete Spionagegeschichte ist mit ihrem Ausgang genauso unglaubwürdig wie die albernen Bemerkungen des NKWD-Oberst Smirnow an den Rand der Tagebuchaufzeichnungen der Zwillinge. Und natürlich hat Viktor Danilow den sowjetischen Generälen nicht die Versorgungsmöglichkeit Leningrads über den zugefrorenen Ladogasee offenbart. Auch das ist eine gewisse Respektlosigkeit gegenüber den wahren Geschehnissen. Mein Eindruck von diesem Buch ist entsprechend zwiespältig. Einerseits ist es gut geschrieben und spannend, aber andererseits geht es an den Tatsachen und der Brutalität dieser Zeit doch vorbei. Das muss es auch, schließlich sollen Kinder es lesen. Und letztlich steht es vielleicht einem Italiener nicht an, ein solches Buch so zu schreiben.

von einer Kundin/einem Kunden aus Göttingen am 04.08.2019
Bewertet: anderes Format

Großartig- selten hat mich ein Jugendbuch so mitgerissen! Dem Autor ist es auch im zweiten Buch wieder gelungen, Geschichte und Fiktion so tiefgreifend und spannend zu kombinieren!

Wow
von Tamara am 22.02.2019

Nadja und Victor sind ganz normale Geschwister, die sich zanken und trotzdem lieben. Ihr Zusammenhalt wird auf die Probe gestellt, als sie aus Leningrad fortgeschafft werden sollen, denn sie werden getrennt. Trotz 2 verschiedenen Zügen hoffen sie am Ziel der Züge wieder beisammen zu sein. Was sie nicht wissen, weil sie gute Ko... Nadja und Victor sind ganz normale Geschwister, die sich zanken und trotzdem lieben. Ihr Zusammenhalt wird auf die Probe gestellt, als sie aus Leningrad fortgeschafft werden sollen, denn sie werden getrennt. Trotz 2 verschiedenen Zügen hoffen sie am Ziel der Züge wieder beisammen zu sein. Was sie nicht wissen, weil sie gute Kommunisten sind und ihren Staat niemals in Frage stellen würden, ist das diejenigen, die über das Land regieren korrupt sind und über Kinderleichen gehen. Und so bleibt Zug 76 in dem Nadja sitzt in Leningrad zurück, während Zug 77 nach Sibirien fährt und somit die Zwillinge trennt.Victor wird zum Anführer seiner Gruppe Jugendlicher, bricht aus, läuft weg und versucht zu seiner Schwester zu kommen. Er ist ein unglaublich starker Charakter, aber ich denke ohne seine Freunde hätte er es niemals so weit geschafft.Grade das, ist irgendwo eine schwierige Frage... Würdest du dein Essen, dein Geld, alles was du hast mit anderen teilen? Würdet ihr dann zusammen zum Ziel kommen? Woher weiß man, dass man nicht ausgenutzt und hinterrücks ermordet wird? Oder wäre man besser alleine dran?In Victors Fall hat er seine Freunde gebraucht und sie haben ihn gebraucht. Trotzdem sieht man wie es immer weniger werden und das ist Schrecklich, doch es herrscht Krieg und Victor muss sich entscheiden. Ich fürchte ich hätte mich genauso entschieden.Nadja ist ebenfalls stark, auf ihre Art. Sie versucht das richtige zu tun, das wenige was sie erreichen kann. Und sie ist meine persönliche Heldin. Sie schafft es die sturen Erwachsenen von ihrem Plan zu überzeugen und rettet das Leben aller in der Festung, mehrmals. Ich bewundere sie wirklich.Es ist fantastisch als die beiden endlich wieder vereint sind, aber am besten gefiel mir die Szene wo sie durchs Funkgerät miteinander reden. Es kam so unerwartet. Und es war einfach nur pure Erleichterung. Was hat das denn bitte für einen Sinn, jemanden für das Vergehen eines anderen zu bestrafen?Franz tut mir irgendwie leid, von Kindern gefangen genommen... Wobei, im zweiten Weltkrieg haben wahrscheinlich mehr Kinder gekämpft, als Erwachsene...Der Moment, in dem Nadja erfährt, dass Clara Deutsche ist, finde ich sehr Ausschlaggebend: Nadja denkt kurz, Clara wäre Schuld an allem was ihr passiert ist, denn es ist ja ihr Volk, dass für alles Verantwortlich ist.Ich denke diese Art zu denken hat alles erst so schlimm gemacht: Ein ganzes Volk für die Fehler eines Einzelnen verantwortlich zu machen. Andere generell für die Fehler anderer zu verurteilen.Klar, es war nicht nur einer, aber es waren auch nicht alle und die meisten wollten gar nicht.Trotzdem war es der größte Fehler sinnlos zu folgen; Befehle zu befolgen ohne mal selbst nachzudenken, ohne eine eigenständige Meinung.Das ist Falsch.Das sieht man auch ganz wunderbar an dem Kommissar, der am Ende jedes Buches seine folgsamen Kommentare gibt. Oh ja, er ist ein wahrer Kommunist und ein wahrer Idiot. Ich meine, Entschuldigung, aber der Typ folgt auch einfach nur Regeln die ihm irgendwer, der ganz große Angst hat, seine Macht zu verlieren, diktiert hat. Er denkt weder darüber nach, was die Kinder, und es sind verdammt nochmal Kinder die er da verurteilen will, erlebt haben. Wie es ihnen dabei ging und was sie alles geopfert haben... Sie haben getan, was sie für richtig hielten. Und es war das Richtige. Familie geht nun mal vor. Für was sollte man denn sonst kämpfen, wenn nicht für diejenigen die man liebt? "Es gibt auch deutsche, die gegen Hitler kämpfen." *Clara "Diejenigen die Victor und mich eingesperrt haben, waren Russen. Die Frau, die Victor 3 Finger abgehackt hat, war auch Russin" *Clara Fanatiker gibt es überall. Es sind nicht immer die Anderen, es sind auch die eigenen Leute. Man muss sich echt mal an die eigene Nase packen und die Schuld nicht immer bei Anderen suchen. "Ich führe nur Befehle aus und fertig" *Boris der Matrose Wie schon gesagt, denken sollte man können... "Für mich selbst, muss ich meine eigenen Entscheidungen treffen" *Nadja Es geht darum Franz zu befreien, und ich finde Nadja hat es gut auf den Punkt gebracht. Es wird Franz's Entscheidung sein, wieder Leute, Russen, zu erschießen. Selbst wenn sie ihn freilassen, es ist seine Entscheidung. "Weil es so richtig ist" *Nadja Was soll man sonst noch dazu sagen? JA, ist es. Naja, auf jeden Fall sind die Beiden (Nadja und Viktor) angeklagt gegen die Grundsätze des Kommunismus verstoßen zu haben, obwohl sie maßgeblich daran beteiligt waren das Russland die Deutschen besiegen konnte. 650 Menschen sind allein in Leningrad gestorben und es wären noch mehr gewesen wenn die LKW Straße nicht entstanden wäre, die nur wegen Victor und Nadja, Anna, Clara und all der anderen entstehen konnte. Sie haben diese ganzen Menschen gerettet. Am Ende muss sich der Kommissar dann entscheiden, was er mit all dem anfangen soll, wie soll die Anklage aussehen. Zuerst versucht er ein paar Ausreden zu finden: Mindernde Umstände durch Jugendliches Alter. Victor und Nadja scheinen wie zwei große leuchtende Sterne in der Dunkelheit... *Ja man, schön dass du das auch mal siehst. Dann erklärt der Kommissar dem Leser, dass er alles unter den Tisch fallen lässt, da ja hohe Funktionäre beteiligt waren und man das geheim halten müsse. War ja klar. Lasse bloß niemanden wissen, dass die korrupten Russen schuld waren. Die Hefte sollen also vernichtet werden, weil sich angeblich alles was darin geschrieben steht, niemals ereignet hat. Dadurch, praktischerweise, haben Victor und Nadja dies alles nicht erlebt und sind somit Unschuldig. LOGIK? Sind sie dann Lügner oder was?


  • Artikelbild-0
  • Artikelbild-1
  • Artikelbild-2
  • Artikelbild-3
  • Artikelbild-4