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Kompass ohne Norden

Ausgezeichnet mit dem National Book Award und mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2019, Kategorie Preis der Jugendlichen

Neal Shusterman

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Beschreibung

Caden hält sich für einen normalen Jungen. Doch sein Verstand ist ein krankhafter Lügner, der sich auf fantastische Reisen begibt. Manchmal befindet Caden sich auf dem Weg zum tiefsten Punkt der Erde im Marianengraben, auf einem Schiff, auf dem die Zeit seitlich läuft wie eine Krabbe, verwittert von Millionen Fahrten, die bis in die finstere Vergangenheit zurückreichen. Und in der Realität lässt Cadens Verstand harmlose Dinge wie einen Gartenschlauch zur tödlichen Gefahr werden. Als die Grenze zwischen realer und fantastischer Welt verschwimmt, begreift Caden: In den Tagen der Bibel hätte er vermutlich als Prophet gegolten, doch heute lautet die Diagnose: Schizophrenie.

Neal Shusterman ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Autoren für Kinder und Jugendliche. Er wuchs in Brooklyn auf und studierte in Kalifornien Psychologie und Theaterwissenschaften. Kompass ohne Norden basiert auf Shustermans Erfahrungen mit der Schizophrenie seines Sohnes Brendan. Die deutsche Ausgabe erschien 2018 bei Hanser. Für Kompass ohne Norden wurde Neal Shusterman 2015 mit dem National Book Award und 2019 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis (Preis der Jugendjury) ausgezeichnet.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Altersempfehlung 14 - 17 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 20.08.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-26046-7
Verlag Hanser, Carl
Maße (L/B/H) 21,8/14,7/3 cm
Gewicht 506 g
Originaltitel Challenger Deep
Abbildungen mit Abbildungen
Auflage 3. Auflage
Illustrator Brendan Shusterman
Übersetzer Ingo Herzke
Verkaufsrang 109419

Buchhändler-Empfehlungen

Besser als jede Dystopie!

Andrea Bigos, Thalia-Buchhandlung Duisburg

Wer Shusterman kennt erwartet spannende und packende Dystopie vom Feinsten. "Kompass ohne Norden" ist ebenso packend, wachrüttelnd und bewegend wie die Romane, die man aus der Feder dieses Mannes kennt! Die wahren Schreckgeschichten ereignen sich nicht zwischen den Zeilen eines Buches, sondern für manche Menschen in ihrem eigenen Kopf. So auch für Caden, dessen Gedanken ihn so oft trügen. Besonders bewegend fand ich, dass Shusterman bei diesem Buch auf die Geschichte seines eigenen Sohns blickt.

besonders und beeindruckend

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

DieserJugendroman ist eigentlich gar keiner: er ist ein beeindruckendes Stück Literatur, das uns aufklärt, sensibilisiert und auch Mut macht.Denn schwere psychische Erkrankungen können selbstredend auch Teenager treffen - Autor Shusterman hat dieses Buch mit Hilfe seines Sohnes Brendan verfasst: selbst ein Betroffener. Das dann die Jugend(!)jury des Dt.Jugend-Literaturpreises diesen Roman ausgezeichnet hat, finde ich großartig: wunderbar, das es auch heutzutage noch Teenager gibt, die sich mit herausfordernder Literatur auseinander setzen! Der jugendliche Protagonist Caden ist ein beliebter, freundlicher Junge, der langsam immer mehr in eine pyschotische Erkrankung abgleitet und für den es schließlich einen neunwöchigen Klinikaufenthalt erfordert, um ihn "zurückzugewinnen". Paranoide Wahnvorstellungen lassen ihn glauben, an Bord eines Schiffes zu sein, dessen Kapitän, Steuermann, Galionsfigur und andere ihn beeinflussen. Ganz langsam, im Zuge seiner versuchsbedingten Medikamentierung, erkennt dann auch der Leser(ebenso wie Caden), wo seine Innenwelt und wo die Realität dominiert - ein erschreckend realistisch geschilderter, durchaus spannend geschilderter Zustand - gleichzeitig poetisch und beängstigend. Am Ende kehrt Caden zurück zu seiner Familie - er weiß, das es Rückfälle geben kann, aber er will damit zu leben versuchen!Mit Bildern von Brandan Shusterman - ein besonderer Roman !

Kundenbewertungen

Durchschnitt
41 Bewertungen
Übersicht
29
7
4
0
1

Schwere Kost, welche mir das Thema Schizophrenie nicht unbedingt näher brachte
von Anja L. von "books and phobia" am 29.09.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Wenn es um das Thema Schizophrenie geht, greife ich gerne zu Büchern, welche diese Thematik beinhalten. Dabei finde ich es stets gleichermaßen interessant wie Angehörige oder eben auch Betroffene mit diesem Schicksal umgehen. Das hat den einfachen Grund das bei mir selbst eine Typ Schizophrenie diagnostiziert wurde und ich nun l... Wenn es um das Thema Schizophrenie geht, greife ich gerne zu Büchern, welche diese Thematik beinhalten. Dabei finde ich es stets gleichermaßen interessant wie Angehörige oder eben auch Betroffene mit diesem Schicksal umgehen. Das hat den einfachen Grund das bei mir selbst eine Typ Schizophrenie diagnostiziert wurde und ich nun lernen muss damit umzugehen. So dachte ich mir das ein Buch von Neal Shusterman genau das Richtige wäre, da mich seine Jugendbücher bisher wirklich fesseln konnten. Doch die Ernüchterung kam sehr schnell, denn ich fand mich im Buch überhaupt nicht zurecht. Dies lag nicht am Hauptcharakter Caden, welcher Shusterman´s Sohn verkörperte, sondern an der Art und Weise wie die Geschichte erzählt wurde und was sie für mich aussagte. Um es gleich vorweg zunehmen, sagte das Buch für mich nichts aus, denn einen eindeutigen Einblick in die Krankheit gab es nicht. Wer wie ich gehofft hatte eine gut erzählte Geschichte über das Thema Schizophrenie zu lesen, wurde enttäuscht. Der sonst so einfallsreiche Autor, welcher mich stets mit seinem einfühlsamen, aber eben auch starken und intensiven Büchern faszinierte, ging hier in eine fast schon lyrische Sprache über. Ob dies an der Mitwirkung seines Sohnes lag, möchte ich nicht ausschließen, aber es fühlte sich einfach nicht wie ein Shusterman an. Die Geschichte über Caden machte mir auch deswegen Probleme, da das Krankheitsbild nicht einmal ansatzweise erklärt wurde, sondern man mit Caden, durch dessen Leben stolperte. Dies geschah aber leider holprig, denn eigentlich gab es nur 3 Bereiche, in welche man mitgenommen wurde und diese waren mehr verwirrend, als interessant. Immer wieder zog es Caden in andere Welten, zu welcher meist ein Piratenschiff auf hoher See darstellte. Damit hatte ich keine Probleme, aber die Aussagen und Handlungen dabei halfen mir einfach nicht zu verstehen, was gerade passierte. Dabei half es auch nicht, das die Textabschnitte recht kurz gehalten waren. Dies sorgte eher für noch mehr Verwirrung, da zusammenhängende Handlungen auseinander gerissen wurden. Was ich allerdings schön fand, waren die hin und wieder auffindbaren Zeichnungen von Shustermans Sohn. Diese gaben dem Buch definitiv etwas reales. Schade nur das dies die Geschichte nicht schaffte. Für mich war dieses Buch leider ein kleiner Reinfall. Ich war mit vielen Hoffnungen an das Buch heran gegangen und musste schließlich feststellen, das ich weder mit dem Schreibstil zurecht kam, noch das angesprochene Thema herauslesen konnte. Dafür war die Geschichte zu verschachtelt, was schon allein deswegen traurig war, da die bisherigen Bücher des Autors ebenfalls kritische Themen beleuchteten, diese aber mit einer starken Story untermauerten.

Ein sowohl verwirrendes, als auch aufwühlendes Buch
von frau.meln aus Erfurt am 06.08.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Aufmachung Die Handlung ist in zwei Erzählstränge gegliedert. Einer spielt in der realen Welt und der andere auf einem Schiff. Abgesehen von wenigen Kapiteln in der Du-Perspektive, ist alles aus Cadens Sicht in der ich-Form geschrieben. Der Schreibstil von Neal Shusterman ist auch hier wieder sehr bildhaft und hat mich emotio... Aufmachung Die Handlung ist in zwei Erzählstränge gegliedert. Einer spielt in der realen Welt und der andere auf einem Schiff. Abgesehen von wenigen Kapiteln in der Du-Perspektive, ist alles aus Cadens Sicht in der ich-Form geschrieben. Der Schreibstil von Neal Shusterman ist auch hier wieder sehr bildhaft und hat mich emotional mitgenommen. Die Kapitel sind zudem sehr kurz. Protagonist Caden leidet an einer psychischen Krankheit. Genauer gesagt, einer Form von Schizophrenie. Diese macht sich erst ganz langsam bemerkbar und ehe man sich versieht, sind nicht mehr greifbare Ausmaße erreicht. Er ist ein kluger Junge und sehr kreativ. Fazit Tatsächlich hatte ich schon beim Vorwort Gänsehaut. Dann begann die Geschichte und ich war erst einmal sehr verwirrt. Daher hatte ich das Buch Anfangs direkt wieder auf die Seite gelegt. Nach zwei Wochen hat mir dann natürlich der Faden gefehlt. Zwar fand ich wieder in die Geschichte zurück, doch gefühlt habe ich dennoch ewig daran gelesen. Das liegt wohl daran, dass es sehr bedrückend war und mich doch schon mitgenommen hat. Inhaltlich hat es eine ganze Weile gedauert, bis die Verwirrung sich legte und man Begann immer mehr durchzublicken. Das was ich bemängeln muss ist, dass es ein paar Längen gab und das Ende, dafür, dass davor alles sehr langsam erzählt wurde, eher rasch abgewickelt wurde.

Mal was anderes - empfehlenswert
von einer Kundin/einem Kunden aus Buchs SG am 23.07.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Die ersten Seiten sind ziemlich verwirrend. Es wird aber schnell klar, worum es geht. Liest sich gut und gibt einen faszinierenden Einblick in die Gedankgenwelt von paranoiden und schizoiden Persönlichkeitsstörungen.


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