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Die Hochhausspringerin

Roman

(37)
Riva ist Hochhausspringerin – ein perfekt funktionierender Mensch mit Millionen Fans. Doch plötzlich weigert sie sich zu trainieren. Kameras sind allgegenwärtig in ihrer Welt, aber sie weiß nicht, dass sie gezielt beobachtet wird: Hitomi, eine andere junge Frau, soll Riva wieder gefügig machen. Wenn sie ihren Auftrag nicht erfüllt, droht die Ausweisung in die Peripherien, wo die Menschen im Schmutz leben, ohne Möglichkeit, der Gesellschaft zu dienen. Was macht den Menschen menschlich, wenn er perfekt funktioniert? „Die Hochhausspringerin“ führt in eine brillante neue Welt, die so plausibel ist wie bitterkalt. Julia von Lucadou erzählt von ihr mit der Meisterschaft der großen Erzählungen über unsere Zukunft.
Portrait
Julia von Lucadou wurde 1982 in Heidelberg geboren und ist promovierte Filmwissenschaftlerin. Sie arbeitete als Regieassistentin, Redakteurin beim Fernsehen und als Simulationspatientin; sie lebt in Biel, New York und Köln. "Die Hochhauspringerin" ist ihr erster Roman.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 23.07.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-26039-9
Verlag Hanser
Maße (L/B/H) 21,2/13,6/2,9 cm
Gewicht 415 g
Auflage 3
Verkaufsrang 11.724
Buch (gebundene Ausgabe)
19,00
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Buchhändler-Empfehlungen

„Beinahe SciFi“

Daniela Julia Parau, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Ein großartiges – ganz anderes – Debut. Die Hochhausspringerin ist sprachlich anders als das was man kennt und zieht einen ganz und gar in den Bann. Hochspannend und psychologisch gut ausgearbeitet. Ein Buch das man völlig unvoreingenommen genießen sollte für maximalen Effekt. Ein großartiges – ganz anderes – Debut. Die Hochhausspringerin ist sprachlich anders als das was man kennt und zieht einen ganz und gar in den Bann. Hochspannend und psychologisch gut ausgearbeitet. Ein Buch das man völlig unvoreingenommen genießen sollte für maximalen Effekt.

„Was uns von außen beeinflusst“

Jefferson Davis Richter, Thalia-Buchhandlung Leipzig

Eine Gesellschaft, in der jeder Schritt auf Profitabilität überprüft wird, in der jedes Lächeln einkalkuliert ist und in der Überwachung gefördert wird, wenn sie der Leistungsfähigkeit dient.
Wo Orwells "1984" auf brutale Tyrannei und Unterdrückung setzt ist die Hochhausspringerin deutlich subtiler. Kontrolle dient keiner gesichtslosen Regierung sondern den Überwachten selbst, Schlafrhythmen und Nahrungsaufnahme werden dazu analysiert, um die Bevölkerung auf höchstem Niveau ihrer Möglichkeiten zu halten. Und dass jede Bewegung von tausenden Kameras gefilmt wird dient ja schlussendlich nur der eigenen Sicherheit. Dadurch werden glattgeschliffene, konforme Menschen geschaffen, wird die Gesellschaft als ganzes auf Kosten der Individualität "professionalisiert".

Ein bedrückender Blick in eine Zukunft, die deutlich näher erscheint als die meisten anderen Dystopien.
Eine Gesellschaft, in der jeder Schritt auf Profitabilität überprüft wird, in der jedes Lächeln einkalkuliert ist und in der Überwachung gefördert wird, wenn sie der Leistungsfähigkeit dient.
Wo Orwells "1984" auf brutale Tyrannei und Unterdrückung setzt ist die Hochhausspringerin deutlich subtiler. Kontrolle dient keiner gesichtslosen Regierung sondern den Überwachten selbst, Schlafrhythmen und Nahrungsaufnahme werden dazu analysiert, um die Bevölkerung auf höchstem Niveau ihrer Möglichkeiten zu halten. Und dass jede Bewegung von tausenden Kameras gefilmt wird dient ja schlussendlich nur der eigenen Sicherheit. Dadurch werden glattgeschliffene, konforme Menschen geschaffen, wird die Gesellschaft als ganzes auf Kosten der Individualität "professionalisiert".

Ein bedrückender Blick in eine Zukunft, die deutlich näher erscheint als die meisten anderen Dystopien.

„Ein erschreckendes Bild“

Natascha Hinrichs, Thalia-Buchhandlung Bad Zwischenahn

Der Debütroman der Autorin handelt von der Hochhausspringerin Riva. Sie ist ein perfekt funktionierender Mensch mit Millionen Fans. Doch plötzlich hört sie auf zu trainieren und weigert sich mit anderen Menschen vernünftig zu kommunizieren.
Durchgehend wurde sie während ihrer Karriere von Kameras verfolgt, doch sie weiß nicht, dass sie auch jetzt gezielt beobachtet wird. Eine Psychologin namens Hitomi soll sie wieder zum trainieren bringen und gefügig machen. Schafft sie dies nicht, wird sie entlassen und ihr droht ein Leben in den Peripherien der Stadt, wo Menschen am Rande der Existenz im Dreck leben ohne Möglichkeit, ein vollwertiger Teil der Gesellschaft zu sein und dieser zu dienen.

Eine Welt in der das höchste Ziel ist, sich selbst zu optimieren durch eine dauerhafte Überwachung von Geburt an. Durch Fitness-Tracker kontrolliert, ein vollkommen durchstrukturierter Tagesablauf, Achtsamkeit und Meditation. Alles nur, um in der „Rangliste“ aufzusteigen, für einen besseren Status in der Gesellschaft.
Kinder wachsen ohne Zuneigung der „Bioeltern“ auf und eine klassische Familie wie der Leser sie kennt, existiert nicht mehr. Aktueller könnte das Thema in Julia von Lucadous Roman nicht sein, indem sie hinterfragt, was einen Menschen menschlich macht, der ohne Liebe oder Zuneigung aufwächst. In einer kalten Welt ohne Anschein von Gefühlen, die nach außen dringen könnten.

Die Autorin schafft es, dass man selbst über die Gesellschaft nachdenkt und wie man sein Leben gestaltet in einer Zeit in der das Internet durch Soziale Netzwerke und Reality TV Stars überschattet wird.

Beeindruckt hat mich auch der einzigartige Schreibstil der Autoren. Passend zur gefühllosen Welt, sind auch die Sätze teils recht abgehackt und kühl gehalten.
Die teils poetisch klingenden Sätze werden ergänzt durch Beschreibungen die aus einem Drehbuch zu stammen scheinen. So beschreibt sie Kamerafahrten beispielsweise aus Sicht einer Person, die gerade einen Film schaut und geht auch auf die Emotionen ein, die ein Zuschauer dabei fühlen könnte. So ist es nicht verwunderlich, dass sie Autorin promovierte Filmwissenschaftlerin ist, die dies gekonnt in ihre Arbeit als Autorin einfließen lässt.

Ein wenig enttäuschend fand ich jedoch, dass die Welt recht wenig beschrieben wurde. Gerne hätte ich mehr über die Peripherien erfahren und das Leben dort.
Leider zieht sich der Roman zudem an einigen Stellen, was sich jedoch durch den einzigartigen Schreibstil ausgleichen lässt, der für manche Leser jedoch etwas trocken sein könnte.

Die Hochhausspringerin ist ein erschreckender Roman über eine Gesellschaft die unserer näher ist als wir glauben. Ein Roman, der versucht der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten, die dominiert ist durch dauernde Überwachung über Soziale Medien und dem Streben nach Perfektion im Auge des Zuschauers.
Der Debütroman der Autorin handelt von der Hochhausspringerin Riva. Sie ist ein perfekt funktionierender Mensch mit Millionen Fans. Doch plötzlich hört sie auf zu trainieren und weigert sich mit anderen Menschen vernünftig zu kommunizieren.
Durchgehend wurde sie während ihrer Karriere von Kameras verfolgt, doch sie weiß nicht, dass sie auch jetzt gezielt beobachtet wird. Eine Psychologin namens Hitomi soll sie wieder zum trainieren bringen und gefügig machen. Schafft sie dies nicht, wird sie entlassen und ihr droht ein Leben in den Peripherien der Stadt, wo Menschen am Rande der Existenz im Dreck leben ohne Möglichkeit, ein vollwertiger Teil der Gesellschaft zu sein und dieser zu dienen.

Eine Welt in der das höchste Ziel ist, sich selbst zu optimieren durch eine dauerhafte Überwachung von Geburt an. Durch Fitness-Tracker kontrolliert, ein vollkommen durchstrukturierter Tagesablauf, Achtsamkeit und Meditation. Alles nur, um in der „Rangliste“ aufzusteigen, für einen besseren Status in der Gesellschaft.
Kinder wachsen ohne Zuneigung der „Bioeltern“ auf und eine klassische Familie wie der Leser sie kennt, existiert nicht mehr. Aktueller könnte das Thema in Julia von Lucadous Roman nicht sein, indem sie hinterfragt, was einen Menschen menschlich macht, der ohne Liebe oder Zuneigung aufwächst. In einer kalten Welt ohne Anschein von Gefühlen, die nach außen dringen könnten.

Die Autorin schafft es, dass man selbst über die Gesellschaft nachdenkt und wie man sein Leben gestaltet in einer Zeit in der das Internet durch Soziale Netzwerke und Reality TV Stars überschattet wird.

Beeindruckt hat mich auch der einzigartige Schreibstil der Autoren. Passend zur gefühllosen Welt, sind auch die Sätze teils recht abgehackt und kühl gehalten.
Die teils poetisch klingenden Sätze werden ergänzt durch Beschreibungen die aus einem Drehbuch zu stammen scheinen. So beschreibt sie Kamerafahrten beispielsweise aus Sicht einer Person, die gerade einen Film schaut und geht auch auf die Emotionen ein, die ein Zuschauer dabei fühlen könnte. So ist es nicht verwunderlich, dass sie Autorin promovierte Filmwissenschaftlerin ist, die dies gekonnt in ihre Arbeit als Autorin einfließen lässt.

Ein wenig enttäuschend fand ich jedoch, dass die Welt recht wenig beschrieben wurde. Gerne hätte ich mehr über die Peripherien erfahren und das Leben dort.
Leider zieht sich der Roman zudem an einigen Stellen, was sich jedoch durch den einzigartigen Schreibstil ausgleichen lässt, der für manche Leser jedoch etwas trocken sein könnte.

Die Hochhausspringerin ist ein erschreckender Roman über eine Gesellschaft die unserer näher ist als wir glauben. Ein Roman, der versucht der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten, die dominiert ist durch dauernde Überwachung über Soziale Medien und dem Streben nach Perfektion im Auge des Zuschauers.

„Schöne neue Welt...“

Claudia Engelmann, Thalia-Buchhandlung Korbach

Schöne neue Welt – Aldous Huxley lässt grüßen! Aber vielleicht sind wir schon ein Stück weit dort angekommen? Diese neue Welt ist eine strenge Welt der Überwachung und der Kontrolle. Alles wird mit Hilfe modernster Technik optimiert und effizienter gemacht. Eigentlich gibt es ja zwei Welten: die Welt der Erfolgreichen, der Strebsamen, die je nach Leistung aufsteigen in die innere Stadt, wo sie entsprechenden Wohnraum und Finanzmittel erwerben. Alle anderen, die sich nicht mit diesem System arrangieren wollen oder auch können, bleiben in der "Peripherie", den ärmlichen und heruntergekommenen Vierteln am Stadtrand. So haben sich auch Riva und Hitomi bis in die oberen Etagen der inneren Stadt hochgearbeitet und systemkonform verhalten, bis eines Tages etwas passiert, was eigentlich nicht vorgesehen ist. Als nämlich Riva, eine der erfolgreichsten Hochhausspringerinnen, plötzlich und ohne erkennbaren Grund aufhört zu springen, und Hitomi als psychologische Wirtschaftsberaterin von Rivas Sponsoren den Auftrag erhält, sie streng zu überwachen und sie wieder zum Springen zu motivieren. Doch leichter gesagt als getan. Wir als Leser erleben minutiös mit, wie das System funktioniert und Hitomi immer mehr an ihre Grenzen stößt.
Ein erstaunliches Debüt für eine junge deutsche Autorin und eine erschreckende Dystopie - wird unsere Welt und unsere Gesellschaft in ein paar Jahren so aussehen?


Schöne neue Welt – Aldous Huxley lässt grüßen! Aber vielleicht sind wir schon ein Stück weit dort angekommen? Diese neue Welt ist eine strenge Welt der Überwachung und der Kontrolle. Alles wird mit Hilfe modernster Technik optimiert und effizienter gemacht. Eigentlich gibt es ja zwei Welten: die Welt der Erfolgreichen, der Strebsamen, die je nach Leistung aufsteigen in die innere Stadt, wo sie entsprechenden Wohnraum und Finanzmittel erwerben. Alle anderen, die sich nicht mit diesem System arrangieren wollen oder auch können, bleiben in der "Peripherie", den ärmlichen und heruntergekommenen Vierteln am Stadtrand. So haben sich auch Riva und Hitomi bis in die oberen Etagen der inneren Stadt hochgearbeitet und systemkonform verhalten, bis eines Tages etwas passiert, was eigentlich nicht vorgesehen ist. Als nämlich Riva, eine der erfolgreichsten Hochhausspringerinnen, plötzlich und ohne erkennbaren Grund aufhört zu springen, und Hitomi als psychologische Wirtschaftsberaterin von Rivas Sponsoren den Auftrag erhält, sie streng zu überwachen und sie wieder zum Springen zu motivieren. Doch leichter gesagt als getan. Wir als Leser erleben minutiös mit, wie das System funktioniert und Hitomi immer mehr an ihre Grenzen stößt.
Ein erstaunliches Debüt für eine junge deutsche Autorin und eine erschreckende Dystopie - wird unsere Welt und unsere Gesellschaft in ein paar Jahren so aussehen?


Magdalena Kötter, Thalia-Buchhandlung Münster

Eine interessante Zukunftsvision, in der eine junge Frau versucht, den Fesseln ihres menschlichen Daseins zu entfliehen.

Meisterhaft erzählt, nimmt uns Julia von Lucadou mit in eine Welt, in der körperliche Vorgänge per Activity-Tracker überwacht werden, man seinen Lebensunterhalt durch Leistung in Form von Credit Points verdient und es die Ausnahme ist, seine "Bioeltern" zu kennen, oder sogar bei ihnen aufgewachsen zu sein.

Ein Buch, das nachdenklich stimmt und dem Leser unweigerlich die Frage stellt, in was für einer Welt er leben will.
Eine interessante Zukunftsvision, in der eine junge Frau versucht, den Fesseln ihres menschlichen Daseins zu entfliehen.

Meisterhaft erzählt, nimmt uns Julia von Lucadou mit in eine Welt, in der körperliche Vorgänge per Activity-Tracker überwacht werden, man seinen Lebensunterhalt durch Leistung in Form von Credit Points verdient und es die Ausnahme ist, seine "Bioeltern" zu kennen, oder sogar bei ihnen aufgewachsen zu sein.

Ein Buch, das nachdenklich stimmt und dem Leser unweigerlich die Frage stellt, in was für einer Welt er leben will.

Julia Dyroff, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Was geschieht, wenn man in einer auf Leistung ausgelegten Gesellschaft plötzlich nicht mehr funktioniert oder besser gesagt nicht mehr funktionieren will. Starkes Debüt! Was geschieht, wenn man in einer auf Leistung ausgelegten Gesellschaft plötzlich nicht mehr funktioniert oder besser gesagt nicht mehr funktionieren will. Starkes Debüt!

„Starkes Debüt!“

Vanessa Blaumeiser, Thalia-Buchhandlung Bonn

In einer entfernten Zukunft ist die Gesellschaft auf Leistung getrimmt, ihre Stars sind die Hochhausspringer - Leistungssportler.
Riva ist das Aushängeschild, bis sie sich eines Tages entschließt einfach aufzuhören.
Hitomi Yoshida ist Wirtschaftspsychologin und Riva ihr erster großer Fall, an dem sie aufsteigt, oder scheitert.
Eine wirklich spannende und erschreckende Geschichte. Eine Gesellschaft in der jeder 24/7 von Kameras beobachtet wird, in der Leistung das einzige ist was zählt. 2 Junge Frauen die sich so fremd und doch so nah sind, die beide aneinander wachsen oder zerbrechen werden.
Ein wirklich starkes, wunderbar komplexes Debüt!
In einer entfernten Zukunft ist die Gesellschaft auf Leistung getrimmt, ihre Stars sind die Hochhausspringer - Leistungssportler.
Riva ist das Aushängeschild, bis sie sich eines Tages entschließt einfach aufzuhören.
Hitomi Yoshida ist Wirtschaftspsychologin und Riva ihr erster großer Fall, an dem sie aufsteigt, oder scheitert.
Eine wirklich spannende und erschreckende Geschichte. Eine Gesellschaft in der jeder 24/7 von Kameras beobachtet wird, in der Leistung das einzige ist was zählt. 2 Junge Frauen die sich so fremd und doch so nah sind, die beide aneinander wachsen oder zerbrechen werden.
Ein wirklich starkes, wunderbar komplexes Debüt!

Daniel Thiele, Thalia-Buchhandlung Hamm

Was bedeutet es "Star" zu sein in einer brutal erfolgsorientierten Gesellschaft? Und was geschieht, wenn der "Star" aus dem System aussteigen möchte? Ein tolles Romandebüt! Was bedeutet es "Star" zu sein in einer brutal erfolgsorientierten Gesellschaft? Und was geschieht, wenn der "Star" aus dem System aussteigen möchte? Ein tolles Romandebüt!

Bettina Mohler, Thalia-Buchhandlung Soest

Für Fans von Orwell und "The Circle". Was, wenn man in der perfekten Hochglanzwelt plötzlich nicht mehr funktionieren möchte? Social Media weitergedacht, klug und fesselnd. Für Fans von Orwell und "The Circle". Was, wenn man in der perfekten Hochglanzwelt plötzlich nicht mehr funktionieren möchte? Social Media weitergedacht, klug und fesselnd.

„Sprachgewaltige Dystopie“

Simone Büchner, Thalia-Buchhandlung Coburg

Riva ist Hochhausspringerin. Ihr Alltag wird bestimmt von Leistungsdruck, akribischer Überwachung und Millionen Fans. Als sie eines Tages weder trainiert, noch die Wohnung verlässt, sind vor allem ihre Sponsoren besorgt. Warum will Riva nicht mehr springen? Psychologin Hitomi soll es richten, denn viel hängt davon ab, das Riva funktioniert. Mehr und mehr gerät dabei Hitomis Leben aus den Fugen….

Die Handlung des Romans ist irgendwo in naher Zukunft angesiedelt und behandelt auf kritische, fesselnde und abschreckende Weise das Thema digitale Transparenz - gar nicht so weit von der Realität entfernt!
Riva ist Hochhausspringerin. Ihr Alltag wird bestimmt von Leistungsdruck, akribischer Überwachung und Millionen Fans. Als sie eines Tages weder trainiert, noch die Wohnung verlässt, sind vor allem ihre Sponsoren besorgt. Warum will Riva nicht mehr springen? Psychologin Hitomi soll es richten, denn viel hängt davon ab, das Riva funktioniert. Mehr und mehr gerät dabei Hitomis Leben aus den Fugen….

Die Handlung des Romans ist irgendwo in naher Zukunft angesiedelt und behandelt auf kritische, fesselnde und abschreckende Weise das Thema digitale Transparenz - gar nicht so weit von der Realität entfernt!

„Wie formbar bist Du?“

Elena Cousino, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Riva ist Hochhausspringerin. Eine gefährliche Sportart aus einer nicht allzu fernen Zukunft, für die sie alle lieben und verehren. Doch plötzlich will sie nicht mehr springen...
Nun droht der Prestigeverlust und die Ausweisung in die sog. Peripherien, wo die „Underdogs“ der Gesellschaft leben.
Fesselndes Zukunftsszenario.
Riva ist Hochhausspringerin. Eine gefährliche Sportart aus einer nicht allzu fernen Zukunft, für die sie alle lieben und verehren. Doch plötzlich will sie nicht mehr springen...
Nun droht der Prestigeverlust und die Ausweisung in die sog. Peripherien, wo die „Underdogs“ der Gesellschaft leben.
Fesselndes Zukunftsszenario.

„In dieser Welt möchten Sie nicht leben...“

Gesa R. Toepffer, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Hitomi Yoshida ist Psychologin. Ihr derzeitiger Auftrag: Herausfinden warum Hochhausspringerin Riva, der Star der Gesellschaft, nicht mehr trainieren will und sich vollkommen isoliert hat. Ziel Ihrer Arbeit: Riva soll so schnell es geht wieder fit werden und springen. Mit 24-Stündiger Überwachung versucht Hitomi das "Rätsel Riva" zu lösen. Doch was, wenn Hitomi mit ihrer Arbeit scheitert?
Ein spannender Gesellschaftsroman, der in der Zukunft spielt und ein gar nicht so unwahrscheinliches Bild einer scheinbar perfektionierten Welt zeichnet.
Hitomi Yoshida ist Psychologin. Ihr derzeitiger Auftrag: Herausfinden warum Hochhausspringerin Riva, der Star der Gesellschaft, nicht mehr trainieren will und sich vollkommen isoliert hat. Ziel Ihrer Arbeit: Riva soll so schnell es geht wieder fit werden und springen. Mit 24-Stündiger Überwachung versucht Hitomi das "Rätsel Riva" zu lösen. Doch was, wenn Hitomi mit ihrer Arbeit scheitert?
Ein spannender Gesellschaftsroman, der in der Zukunft spielt und ein gar nicht so unwahrscheinliches Bild einer scheinbar perfektionierten Welt zeichnet.

„Beängstigend Realistisch“

T. Spring, Thalia-Buchhandlung Halle

Perfektionismus, ständige Optimierung und zwanghafte Kontrolle formen sich in diesem Roman zu einem beängstigenden und erschreckend aktuellen Bild... eine spannende, neue Dystopie. Perfektionismus, ständige Optimierung und zwanghafte Kontrolle formen sich in diesem Roman zu einem beängstigenden und erschreckend aktuellen Bild... eine spannende, neue Dystopie.

„Eine Dystopie, die realistischer kaum sein könnte ...“

Julia Sesulka, Thalia-Buchhandlung Pforzheim

Schon mit den ersten Seiten dieses Romans taucht man ab in eine absolut fremde Welt, in einer Zukunft, die richtig unheimlich wirkt: der Mensch gilt beinahe nur noch als optimiertes Gut, muss leisten was ihm vorgeschrieben wird und wird ausgegrenzt, wenn er dazu nicht mehr fähig ist.

Doch wer zwischen den Zeilen liest, der erkennt, dass Julia von Lucadou hier ein Bild unserer Zukunft zeichnet, das dann doch gar nicht mehr so abwegig ist, in Zeiten von Social Media und dem damit verbundenen Druck auf unsere Gesellschaft, immer die beste Variante seiner Selbst zu sein ...

Ein moderner Roman, der seinen Leser dazu animiert, nachzudenken über das, was wirklich wichtig ist im (echten) Leben ...
Schon mit den ersten Seiten dieses Romans taucht man ab in eine absolut fremde Welt, in einer Zukunft, die richtig unheimlich wirkt: der Mensch gilt beinahe nur noch als optimiertes Gut, muss leisten was ihm vorgeschrieben wird und wird ausgegrenzt, wenn er dazu nicht mehr fähig ist.

Doch wer zwischen den Zeilen liest, der erkennt, dass Julia von Lucadou hier ein Bild unserer Zukunft zeichnet, das dann doch gar nicht mehr so abwegig ist, in Zeiten von Social Media und dem damit verbundenen Druck auf unsere Gesellschaft, immer die beste Variante seiner Selbst zu sein ...

Ein moderner Roman, der seinen Leser dazu animiert, nachzudenken über das, was wirklich wichtig ist im (echten) Leben ...

Gabriele Sudhoff, Thalia-Buchhandlung Cottbus

Eine Stadt aus Glas und Stahl mit Totalüberwachung. Brillant geschrieben. Erschreckend aktuell. "Der Circle" und "1984" fantastisch weitergedacht. Ein großartiges Debüt. Eine Stadt aus Glas und Stahl mit Totalüberwachung. Brillant geschrieben. Erschreckend aktuell. "Der Circle" und "1984" fantastisch weitergedacht. Ein großartiges Debüt.

Lorena Lahrem, Thalia-Buchhandlung Berlin

Für Riva scheint der Perfektionismus und die kontinuierliche Optimierung in ihrer Welt plötzlich nicht mehr wichtig zu sein - eine Geschichte mit vielen, klangvollen Zwischentönen. Für Riva scheint der Perfektionismus und die kontinuierliche Optimierung in ihrer Welt plötzlich nicht mehr wichtig zu sein - eine Geschichte mit vielen, klangvollen Zwischentönen.

„Mama? Ja mein Kind, was kann ich für dich tun? antwortet die App ParentBotTM ....“

Vera Theus, Thalia-Buchhandlung Solingen

Rivas Abkehr von ihrem Status erzürnt die Sponsoren derart, dass sie Hitomi, Therapeutin, auf sie ansetzen um sie wieder funktionsfähig zu machen. Dass Riva ein Mensch ist erscheint ebenso unfassbar wie die Tatsache, dass ein Mensch nicht immer funktionieren kann.
Erschreckend kalt wirkt diese Welt, in der Eltern durch ein App ersetzt werden, damit Kinder mütterlichen Zuspruch erlangen. Beziehungen werden über eine Webseite gemanagt und dienen nur dem Zeitvertreib, denn Fortpflanzung geschieht auf anderem Wege.
Gruselig und doch realistisch, fast schon lebensecht erscheint dieses Welt zuweilen und die Geschichte birgt so viele Überraschungen, wie alltägliches.
Klasse Lektüre!
Rivas Abkehr von ihrem Status erzürnt die Sponsoren derart, dass sie Hitomi, Therapeutin, auf sie ansetzen um sie wieder funktionsfähig zu machen. Dass Riva ein Mensch ist erscheint ebenso unfassbar wie die Tatsache, dass ein Mensch nicht immer funktionieren kann.
Erschreckend kalt wirkt diese Welt, in der Eltern durch ein App ersetzt werden, damit Kinder mütterlichen Zuspruch erlangen. Beziehungen werden über eine Webseite gemanagt und dienen nur dem Zeitvertreib, denn Fortpflanzung geschieht auf anderem Wege.
Gruselig und doch realistisch, fast schon lebensecht erscheint dieses Welt zuweilen und die Geschichte birgt so viele Überraschungen, wie alltägliches.
Klasse Lektüre!

„Riva und Hitomi“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Riva ist ein perfekter Mensch und ein Star in der Szene der Hochhausspringerinnen noch dazu : alle ihre biologischen Daten , psychologischen Regungen und Werte werden genauestens beobachtet und aufgezeichnet und zwar von Hitomi , einer mindestens ebenso begabten Wissenschaftlerin und Psychologin ! Doch urplötzlich verweigert sich Riva komplett: sie springt nicht mehr und boykottiert sämtliche Aufforderungen sich konform zu verhalten. Das hat Konsequenzen auch für die beobachtende Hitomi, die Peripherien drohen und damit ein unwertes Leben bei den sogenannten Biofamilien - den Ursprungsfamilien . Man kriegt beim Lesen dieser absonderlichen Szenen regelrecht Gänsehaut ,so unvorstellbar und doch realitätsnah ist die ganze spannende und lesenswerte Story ! Riva ist ein perfekter Mensch und ein Star in der Szene der Hochhausspringerinnen noch dazu : alle ihre biologischen Daten , psychologischen Regungen und Werte werden genauestens beobachtet und aufgezeichnet und zwar von Hitomi , einer mindestens ebenso begabten Wissenschaftlerin und Psychologin ! Doch urplötzlich verweigert sich Riva komplett: sie springt nicht mehr und boykottiert sämtliche Aufforderungen sich konform zu verhalten. Das hat Konsequenzen auch für die beobachtende Hitomi, die Peripherien drohen und damit ein unwertes Leben bei den sogenannten Biofamilien - den Ursprungsfamilien . Man kriegt beim Lesen dieser absonderlichen Szenen regelrecht Gänsehaut ,so unvorstellbar und doch realitätsnah ist die ganze spannende und lesenswerte Story !

Kundenbewertungen

Durchschnitt
37 Bewertungen
Übersicht
22
12
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0
0

Über eine gläserne Zukunft, dem Optimum nacheifernd
von einer Kundin/einem Kunden am 09.09.2018

Ein Roman, so utopisch und dennoch so plausibel möglich. Ich schätze Julia von Lucadou für diese Zukunftsversion sehr, zumal wir auch schon heute recht fragwürdige 'Fortschritte' in diesen Bereichen gemacht haben und alles auf Optimierung ausgelegt ist. Der gläserne Bürger ist nicht mehr allzu weit entfernt und wo es... Ein Roman, so utopisch und dennoch so plausibel möglich. Ich schätze Julia von Lucadou für diese Zukunftsversion sehr, zumal wir auch schon heute recht fragwürdige 'Fortschritte' in diesen Bereichen gemacht haben und alles auf Optimierung ausgelegt ist. Der gläserne Bürger ist nicht mehr allzu weit entfernt und wo es möglicherweise hinführen könnte, stellt sie mehr als beeindruckend in ihrem Roman "Die Hochhausspringerin" dar. "Ein Blick in die Zukunft, wenn wir Glück hatten. Ein Motivation Trip TM, der uns zu großen Zielen inspirieren sollte. Was willst du werden? Hochhausspringerin." Riva ist eine berühmte Hochhausspringerin, die scheinbar aus ihrer Rolle ausbrechen möchte bzw. mit der Last des Drucks und der Transparenz nicht mehr leben möchte. Sie weigert sich und verweigert auch nahezu jeden Kontakt zur Außenwelt. Hitomi soll nun in ihr neue Begeisterung entfachen, fernab, observierend, am Monitor sitzend. Doch jegliche Annäherung ihrerseits lehnt Riva ab und nach und nach gerät dadurch auch Hitomis Leben ins Wanken. Obwohl sie sich nie begegnen, wird Hitomi nahezu in Rivas Leben gesogen, sodass sie ihren eigenen Verpflichtungen in Sachen Gesundheit und Optimierung kaum noch nachgehen kann. Auch dies fällt ihrem Master auf und bringt sie an den Rand des Scheiterns. Einen Ausweg gibt es nicht, entweder bringt sie Riva wieder zurück oder ihr droht die Ausweisung in die Peripherien, dort wo die Menschen scheinbar unvollkommen, sich selbst überlassen sind. "Riva, wie sie jetzt existiert, ist eins geworden mit ihrer Wohnung: eine weiße, bewegungslose Gestalt. Mehr Umriss als Person. Riva, die Hochhausspringerin, erscheint mir wie eine Fiktion." Ein Buch, dass sich einer Gesellschaft im Optimierungswahn widmet und irgendwie am Ende komplett an der Menschlichkeit scheitert. Erschreckender finde ich jedoch, dass die erwähnte Technologie bereits heute in dieser Form vorhanden ist und auch der Mensch dank Fitnesstracker und Co stets darauf bedacht ist ausreichend Schritte am Tag zu gehen oder entsprechend optimiert zu schlafen. Es ist das Leben als solches und die Frage in wie weit es so kontrolliert und aufs Optimum berechnete noch lebenswert ist. Es ist die tolle Scheinwelt oder gar Gesellschaft, die sich als so fantastisch fortschrittlich definiert, während außerhalb Menschen um ihre Existenz bangen und auch innerhalb ihres Einzugsraums Menschen darunter leiden. "Die Hochhausspringerin" - die Für und Kehrseite einer Zukunft, die heute beinahe angestrebt wird. Und ganz ehrlich? Nein, soweit möchte ich es niemals kommen lassen und hoffe, dass es auch nie soweit kommen wird. Es ist ein Roman der mich oftmals 'aufschreien' ließ und gedanklich forderte und gerade solche Gedanken'spiele' liebe ich doch sehr. Die Welt zu hinterfragen und doch 'nur' eine Geschichte zu lesen. Sprachlich hingegen blieb es dennoch recht kühl, klar und irgendwie auch berechnend, was vielleicht auch zu der beschriebenen Scheinwelt passt, dennoch hätte ich gerne eine unerwartete Wendung kommen sehen. Ich fürchte mehr kann ich an diese Stelle dann auch noch nicht sagen, ohne zu viel vorweg zu nehmen. "Es tut mir wirklich sehr leid, Herr Master. Gehen Sie schlafen. Ihr Schlafverhalten ist viel zu unregelmäßig. Und ihr Bewegungsminimum haben Sie auch schon wieder nicht erfüllt. Es tut mir leid, Herr Master. Gehen Sie schlafen."

Sehr lesenswerter Debütroman
von bookloving am 09.09.2018

Mit ihrem fesselnden und sehr beklemmenden Roman ?Die Hochhausspringerin? hat Julia von Lucadou ein äußerst gelungenes Debüt vorgelegt, das mit seinem komplexen Zukunftsszenario eine faszinierende Mischung aus Dystopie, Utopie und Science Fiction darstellt. Angesiedelt ist die Handlung in einer nicht allzu weit entfernten Zukunft in einer nicht näher benannten... Mit ihrem fesselnden und sehr beklemmenden Roman ?Die Hochhausspringerin? hat Julia von Lucadou ein äußerst gelungenes Debüt vorgelegt, das mit seinem komplexen Zukunftsszenario eine faszinierende Mischung aus Dystopie, Utopie und Science Fiction darstellt. Angesiedelt ist die Handlung in einer nicht allzu weit entfernten Zukunft in einer nicht näher benannten Metropole mit einem futuristischen Weltenentwurf, der keineswegs so weit von unserer Realität entfernt zu sein scheint. Die Autorin hat in ihrem Roman sehr anschaulich ein wahres Horrorszenario einer ?Schönen Neuen Hightech Welt? kreiert ? einer durchgestylten Welt, in der Leistungsoptimierung, Erfolgsorientierung und Pflichterfüllung den Status der Menschen bestimmen und digitale Transparenz sowie extreme Überwachung den Alltag der Bevölkerung prägen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die berühmte Hochhausspringerin Riva Karnovsky, die mit Fotoshootings und hochdotierten Sponsorenverträge als absoluter Megastar dieser lebensgefährlichen Trendsportart in den Medien gefeiert wird und von heute auf morgen beschließt, durch Totalverweigerung aus ihrem Leben als Vorzeigestar auszubrechen. Als eigentliche Protagonistin und Erzählerin lernen wir die junge Wirtschaftspsychologin, Hitomi Yoshida kennen. Diese hat den Auftrag erhalten, dem abtrünnigen Skydiving-Star Riva aus ihrer Krise heraus zu helfen, zu motivieren und schnellstmöglich wieder auf Linie zu bringen. Doch ihre Bewährungsprobe scheint sich in ein Desaster zu wandeln und Hitomis Leben gerät zunehmend aus den Fugen. Durch eingestreute Rückblicke in die Vergangenheit lernt man die Hauptfiguren und einige prägende Episoden aus ihrer Vergangenheit besser kennen. Äußerst faszinierend ist es, die charakterliche Weiterentwicklung und das Verhalten der beiden jungen Frauen mit zu verfolgen, die einander völlig fremd sind, deren Schicksal dennoch unzertrennbar miteinander verwoben ist. Durch die sehr distanzierte Figurenzeichnung ist es allerdings nicht einfach, sich gut in das Gefühlsleben und die Beweggründe der Hauptfiguren hinein zu versetzten, da sie sehr unnahbar, gefühlskalt und nicht übermäßig sympathisch wirken. Nach und nach lässt uns die Autorin an der Seite von Hitomi in eine auf den ersten Blick nahezu perfekt wirkende, voll durchkommerzialisierte Welt eintauchen. Die anfänglich noch bruchstückhaften Einblicke in den Alltag enthüllen schließlich einen schockierenden Überwachungsstaat mit einer bis ins kleinste Detail durchorganisierten Klassengesellschaft. Denn der Status und die Sicherheit der auserwählten Stadtbevölkerung werden mit permanenter Überwachung, Kontrolle durch Dritte und Dokumentation erkauft. Ein Scheitern in dieser Welt geht zwangsläufig einher mit Prestigeverlust und der Ausweisung in die heruntergekommene ?Peripherie?, dem Sammelbecken der unterprivilegierten Underdogs. Sehr vielgestaltig, ideenreich und stimmig hat die Autorin die verschiedenen Elemente dieser befremdlichen, emotionslosen Welt ausgearbeitet ? mit Details, die teilweise auch schon in unsere Realität Einzug gehalten haben. Völlig nüchtern und ohne jegliche Wertung führt sie uns die ganze Bandbreite dieses pervertierten Lebens mit Performance-Reviews, diversen Rankings, Fitnesstrackern, Selbstoptimierung, von Algorithmen ausgearbeitete Datingseiten oder NostalgiaPorn vor Augen. Äußerst gelungen ist der extrem nüchterne, prägnante Schreibstil der Autorin mit perfekt konstruierten Sätzen und sehr innovativ erdachten Technikbegriffen, der insgesamt hervorragend die gesamte kalte, emotionsarme Atmosphäre widerspiegelt und sehr gut zu den Hauptfiguren passt. FAZIT Ein fesselnder, atmosphärisch dichter Roman über eine beklemmende, düstere Zukunftsvision, die den Leser zum Nachdenken anregt.

Gehör zu un oder werd degradiert
von Maria Lucia Fogliano am 08.09.2018

Ich dürfte dieses Debüt von Julia von Lucaou im Zuge einer Leserunde lesen und kommentieren. Hierfür möchte ich mich herzlich bei der Autorin und dem Verlag bedanken. Der Roman spielt in einer Zukunft voller Perfektionismus und Gleichförmikeit. Mittendrin und perfekt integriert ist Riva, eine populäre und sehr erfolgreich Hochhausspringerin. Sie... Ich dürfte dieses Debüt von Julia von Lucaou im Zuge einer Leserunde lesen und kommentieren. Hierfür möchte ich mich herzlich bei der Autorin und dem Verlag bedanken. Der Roman spielt in einer Zukunft voller Perfektionismus und Gleichförmikeit. Mittendrin und perfekt integriert ist Riva, eine populäre und sehr erfolgreich Hochhausspringerin. Sie führt ein strukturiertes Leben und genießt viele Annehmlichkeiten die mit Ihrem Beruf einhergehen. Dennoch hört sie eines Tages einfach auf. Warum springt Riva nicht mehr, trainiert nicht mehr und bricht auch mit allen sozialen Kontakten? Hitomis Aufgabe ist es dieser Frage nachzugehen. Eigentlich keine Schwierigkeit in einer Welt voller digitaler Erfassung. Diese Lektüre ist nichts für Zwischendurch und meilenweit von einem Unterhaltungsroman entfernt. Die Stimmung der Geschichte ist vorallem bedrückend und einengend was durch den Schreibstil noch verstärkt wird. Nur ein paar lockere Zeilen geben der Geschichte ein paar wärmende Emotionen. Wir tauchen ein in eine Welt, die eine gnadenlose Bewertungskultur beherbergt die in alle erdenkbaren Bereiche eingedrungen ist. Es geht nicht nur um die Bewertung von Arbeitsleistung sondern auch von sehr privaten Dingen wie das Wohlbefinden oder die Partnerwahl. Das Ziel dieser Gesellschaft ist ein perfektes miteinander. Passt man sich nicht an so wird man ausgeschlossen und muss in den Peripherien leben. Eine Art Slam für Leute die nicht in die Gesellschaft passen wollen. Wir begleiten die Handlung aus der Sicht von Hitomi, die die Aufgabe hat, Riva wieder in den goldenen Käfig dieser Leistunggesellschaft zu locken. Die Autorin greift viele Aspekte der heutigen Zeit auf und spinnt Sie in einer schlüssigen und sehr beängstigenden Weise weiter. Unweigerlich überdenkt man sein eigenes Verhalten mit digitalen Medien und der eigenen Privatsphäre. Ich kann nicht sagen das ich das Buch nicht lesenswert und durchdacht finde aber so richtig warm würde ich mit der Handlung nicht. Die Protagonisten waren mir auch allesamt unsympathisch. Leider bleiben am Ende viele Fragen offen weshalb sich der Roman für mich unrund anfühlt.