Desintegriert euch!

Max Czollek

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Beschreibung

Max Czollek ist dreißig, jüdisch und wütend. Denn hierzulande herrschen seltsame Regeln: Ein guter Migrant ist, wer aufgeklärt über Frauenunterdrückung, Islamismus und Demokratiefähigkeit spricht. Ein guter Jude, wer stets zu Antisemitismus, Holocaust und Israel Auskunft gibt. Dieses Integrationstheater stabilisiert das Bild einer geläuterten Gesellschaft – während eine völkische Partei Erfolge feiert. Max Czolleks Streitschrift entwirft eine Strategie, das Theater zu beenden: Desintegration. Desintegriert euch! ist ein Schlachtruf der neuen jüdischen Szene und zugleich eine Attacke gegen die Vision einer alleinseligmachenden Leitkultur. Dieses furios streitbare Buch ist die Polemik der Stunde.

Max Czollek wurde 1987 in Berlin geboren. Er ist Mitglied des Lyrikkollektivs G13 und Mitherausgeber der Zeitschrift Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart. Mit Sasha Marianna Salzmann kuratierte er 2016 den Desintegrationskongress und 2017 die Radikalen Jüdischen Kulturtage am Maxim Gorki Theater. Die Gedichtbände Druckkammern, Jubeljahre und Grenzwerte erschienen im Verlagshaus Berlin, bei Hanser 2018 das Sachbuch Desintegriert euch!.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 208
Erscheinungsdatum 20.08.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-26027-6
Verlag Hanser, Carl
Maße (L/B/H) 20,8/13/2 cm
Gewicht 301 g
Auflage 8. Auflage

Buchhändler-Empfehlungen

K. Heidschötter, Thalia-Buchhandlung

Provokant, klug und dennoch humorvoll. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt!

Kundenbewertungen

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Ein wichtiger Weckruf in Zeiten aufwallenden Rechtsdrucks
von einer Kundin/einem Kunden am 21.09.2020

Hauptthema des Buches ist das „Gedächtnistheater“, die Inszenierung der Reue und Buße der deutschen Mehrheitsgesellschaft in Bezug auf den Holocaust. Es geht um das Spinnen von alternativen „bequemeren“ Geschichten der Deutschen über die eigene Rolle im Zweiten Weltkrieg, weg von der Täterrolle hin in die Mitleidenden- bzw. Opfe... Hauptthema des Buches ist das „Gedächtnistheater“, die Inszenierung der Reue und Buße der deutschen Mehrheitsgesellschaft in Bezug auf den Holocaust. Es geht um das Spinnen von alternativen „bequemeren“ Geschichten der Deutschen über die eigene Rolle im Zweiten Weltkrieg, weg von der Täterrolle hin in die Mitleidenden- bzw. Opferrolle. Czollek schreibt über die Situation in Deutschland, was er sagt lässt sich aber beinahe 1:1 auf Österreich übertragen. Die automatische Assoziation jüdischer Menschen mit dem Holocaust und vorgefertigte Vorstellungen von „den Juden“, das Bedürfnis nichts mehr vom Holocaust hören zu müssen, „nicht für die Verbrechen der eigenen Vorfahren verantwortlich sein“ zu müssen, keine Täter*innen in der Familie zu haben oder es nicht zu wissen; jedem sind diese Szenarien irgendwie bekannt. Das Totschweigen, Vertuschen und Vergessen-Wollen über die letzten Generationen hinweg war und ist der Nährboden für den heutigen Rechtsdruck und Nationalismus in Politik und Gesellschaft. Umso wichtiger ist es, sich aktiv mit den eigenen Vorurteilen und inneren Widerständen, dem eigenen Unwissen auseinanderzusetzen und dagegen anzugehen. Und da man immer irgendwo starten muss, warum nicht gleich hier mit diesem Buch?


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