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Die Kieferninseln

Roman


Ein Roman von meisterhafter Leichtigkeit: tiefgründig, humorvoll, spannend, zu Herzen gehend. Im Teeland Japan mischen sich Licht und Schatten, das Freudianische Über-Ich und die dunklen Götter des Shintōismus. Und die alte Frage wird neu gestellt: Ist das Leben am Ende ein Traum?

Gilbert Silvester, Privatdozent und Bartforscher im Rahmen eines universitären Drittmittelprojekts, steht unter Schock. Letzte Nacht hat er geträumt, dass seine Frau ihn betrügt. In einer absurden Kurzschlusshandlung verlässt er sie, steigt ins erstbeste Flugzeug und reist nach Japan, um Abstand zu gewinnen. Dort fallen ihm die Reisebeschreibungen des klassischen Dichters Bashō in die Hände, und plötzlich hat er ein Ziel: Wie die alten Wandermönche möchte auch er den Mond über den Kieferninseln sehen. Auf der traditionsreichen Pilgerroute könnte er sich in der Betrachtung der Natur verlieren und seinen inneren Aufruhr hinter sich lassen. Aber noch vor dem Start trifft er auf den Studenten Yosa, der mit einer ganz anderen Reiselektüre unterwegs ist, dem Complete Manual of Suicide.

Rezension
"Die Kieferninseln begnügt sich ... nicht mit dem Skurrilen, Grotesken, Verwirrenden. Vielmehr werden wir Zeugen einer eigenartigen Transformation, für die Japan die köstliche Hintergrundbemalung bietet."
Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau 11.09.2017
Portrait
Marion Poschmann, 1969 in Essen geboren, studierte Germanistik und Slawistik und lebt heute in Berlin. Für ihre Lyrik und Prosa wurde sie mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Klopstock- Preis 2018 für ihren Roman Die Kieferninseln (2017), der auch auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und auf jener des Man Booker International Prize 2019 stand.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 164
Erscheinungsdatum 12.11.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46921-7
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 18,8/11,8/1,8 cm
Gewicht 171 g
Auflage 1
Verkaufsrang 52029
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Stephanie Hepp, Thalia-Buchhandlung Saarbruecken

Melancholisch und humorvoll beschreibt dieses Buch die Reise von Gilbert Silvester nach und durch Japan, aber auch zu sich selbst. Japan als Land der Selbstmörder und Traditionen. Poetisch bildhaft geschriebenener Lesegenuss.

Kevin Beckmann, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

Melancholisch, tiefsinnig und humorvoll. Ein leiser Roman über das Leben, die Liebe und den eigenen Platz in der Welt. Lohnens- und lesenswert: Absolute Empfehlung.

Kundenbewertungen

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Absurde und poetische Geschichte in einem kleinen Buch verpackt
von einer Kundin/einem Kunden aus Winterthur am 25.11.2018

Marion Poschmann hat hier ein wunderbares Buch geschrieben! Ihre poetische Beschreibung der Bäume und die Beschreibung der Haikus haben es mir besonders angetan. Die Geschichte ist völlig absurd und dadurch ziemlich unterhaltsam. Ich kann das Buch sehr empfehlen!

von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 27.11.2017
Bewertet: anderes Format

Ein interessanter, aber sehr theoretischer Text. Die Ausgangssituation ist wirklich spannend, wird allerdings recht schnell nebensächlich. Für Japan-Fans interessant.

Highlight im LeseHerbst
von einer Kundin/einem Kunden aus Leer (Ostfriesland) am 12.11.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Vor einiger Zeit fragte mich ein Kunde, ob ich ihm ein Buch empfehlen könne, das von einer Reise handelt. Es müsse sich dabei nicht unbedingt um eine tatsächliche Reise handeln, sondern es könne auch gerne eine innerliche Reise sein, oder eine Kombination von beiden. Zu der Zeit hatte ich dieses Buch noch nicht gelesen. Sonst hä... Vor einiger Zeit fragte mich ein Kunde, ob ich ihm ein Buch empfehlen könne, das von einer Reise handelt. Es müsse sich dabei nicht unbedingt um eine tatsächliche Reise handeln, sondern es könne auch gerne eine innerliche Reise sein, oder eine Kombination von beiden. Zu der Zeit hatte ich dieses Buch noch nicht gelesen. Sonst hätte ich ihm das sofort empfohlen, denn in diesem Buch geht es genau darum. Gilbert ist durcheinander. Er hat seine Frau Mathilde der Untreue beschuldigt und flüchtet so weit weg wie nur möglich: Er fliegt nach Tokyo. Was jetzt folgt, ist eine in Abschnitten surreal anmutende Geschichte. An seinem ersten Tag in Tokyo trifft Gilbert Yosa, ein junger Japaner, der sich das Leben nehmen will. Gilbert nimmt ihn unter seine Fittiche und zusammen machen sie sich auf der Suche nach dem perfekten Ort für diese Tat. Sie folgen dazu quer durch Japan den Spuren vom berühmten klassichen Haiku-Dichter Basho. In Briefen an Mathilde erzählt Gilbert von dieser Reise, von Yosa, und er überdenkt die Vergangenheit. Mir war lange nicht klar, wohin die Reise eigentlich geht. Um wen oder was geht es hier? Durch die ständig wechselnden Bilder und Perspektiven sieht man diese Geschichte und die Protagonisten wie durch ein Kaleidoskop. Marion Poschmann hat mich mit diesem Roman völlig überzeugt. Ich finde die Geschichte faszinierend und zauberhaft, wunderbar erzählt ist sie sowieso. Ein Highlight in diesem LeseHerbst!