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Die Kieferninseln

Roman

Marion Poschmann

(22)
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Beschreibung


Ein Roman von meisterhafter Leichtigkeit: tiefgründig, humorvoll, spannend, zu Herzen gehend. Im Teeland Japan mischen sich Licht und Schatten, das Freudianische Über-Ich und die dunklen Götter des Shintōismus. Und die alte Frage wird neu gestellt: Ist das Leben am Ende ein Traum?

Gilbert Silvester, Privatdozent und Bartforscher im Rahmen eines universitären Drittmittelprojekts, steht unter Schock. Letzte Nacht hat er geträumt, dass seine Frau ihn betrügt. In einer absurden Kurzschlusshandlung verlässt er sie, steigt ins erstbeste Flugzeug und reist nach Japan, um Abstand zu gewinnen. Dort fallen ihm die Reisebeschreibungen des klassischen Dichters Bashō in die Hände, und plötzlich hat er ein Ziel: Wie die alten Wandermönche möchte auch er den Mond über den Kieferninseln sehen. Auf der traditionsreichen Pilgerroute könnte er sich in der Betrachtung der Natur verlieren und seinen inneren Aufruhr hinter sich lassen. Aber noch vor dem Start trifft er auf den Studenten Yosa, der mit einer ganz anderen Reiselektüre unterwegs ist, dem Complete Manual of Suicide.

"Die Kieferninseln begnügt sich ... nicht mit dem Skurrilen, Grotesken, Verwirrenden. Vielmehr werden wir Zeugen einer eigenartigen Transformation, für die Japan die köstliche Hintergrundbemalung bietet."
Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau 11.09.2017

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 164
Erscheinungsdatum 12.11.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46921-7
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 18,8/11,8/1,8 cm
Gewicht 180 g
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 104916

Buchhändler-Empfehlungen

Zen-Feeling beim Lesen

I. D., Thalia-Buchhandlung Mayersche Buchhandlung Essen

Gilbert ist ein etwas kauziger Dozent und übernimmt eine Projektarbeit, die ihn über Bärte und deren individuelle kulturelle Bedeutung forschen lässt. Kurzerhand jedoch steigt er in das nächste Flugzeug Richtung Tokyo, nachdem er einen Traum darüber hatte, dass seine Frau ihm untreu wird. Dieser Traum begleitet ihn und wird zunehmend realer. Kaum in Japan gelandet, fällt ihm ein Buch eines berühmten Wanderdichters Bashō in die Hände, dessen Reiseweg Gilbert nachfühlen will – allerdings nicht zu Fuß, sondern bequem mit dem Hochgeschwindigkeitszug. Er lernt den jungen Japaner Yosa kennen, der seinem Leben ein Ende bereiten will. Für beide sind das Ziel die Kieferninseln. Gilbert mit seinem Buch von Bashō und Yosa mit seiner Ausgabe des „Complete Manual of Suicide“ wirken sofort wie zwei unterschiedliche Seiten einer Münze. Marion Poschmann kleidet ihren Roman in poetische Worte. Die beiden Figuren stellen an sich nichts besonderes dar, sogar ganz im Gegenteil hat Gilbert mir mehr als einmal ein genervtes Augenrollen entlockt. Dennoch musste ich weiterlesen, die Reise des bemitleidenswerten jungen Yosas und dem ewig meckernden Gilbert macht erst Poschmanns Sprache zu einem philosophischen Lesegenuss zwischen Traum und Realität. Wer ein bisschen Zen-Feeling beim Lesen bekommen möchte, dem kann ich diesen Roman auf jeden Fall ans Herz legen. Für mich ist Marion Poschmanns „Die Kieferninseln“ einer der wenigen japanischen Romane eines nicht-japanischen Autors/Autorin, den ich gerne gelesen habe!

Stephanie Hepp, Thalia-Buchhandlung Saarbruecken

Melancholisch und humorvoll beschreibt dieses Buch die Reise von Gilbert Silvester nach und durch Japan, aber auch zu sich selbst. Japan als Land der Selbstmörder und Traditionen. Poetisch bildhaft geschriebenener Lesegenuss.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
22 Bewertungen
Übersicht
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Ironisch und poetisch
von einer Kundin/einem Kunden aus Waltrop am 16.01.2021

Poschmann gelingt das Kunststück, einen zugleich ironisch-nüchternen und poetisch-träumerischen Blick auf Japan zu werfen. Die Hauptfigur Gilbert Silvester, ein abgehalfterter Experte für Bartfrisuren, fliegt spontan und ohne nachvollziehbare Begründung nach Japan. Von Tokyo aus reist er auf Umwegen zu den Kieferninseln von M... Poschmann gelingt das Kunststück, einen zugleich ironisch-nüchternen und poetisch-träumerischen Blick auf Japan zu werfen. Die Hauptfigur Gilbert Silvester, ein abgehalfterter Experte für Bartfrisuren, fliegt spontan und ohne nachvollziehbare Begründung nach Japan. Von Tokyo aus reist er auf Umwegen zu den Kieferninseln von Matsushima. Er ist nicht begeistert von Japan, sondern sieht das Land und seine Bewohner - die ihm hauptsächlich in der Person eines depressiven jungen Mannes begegnen, der einen Ort für seinen Selbstmord sucht - distanziert und skeptisch. Andererseits beginnt er, Tee zu trinken und auf den Spuren des großen Basho Haikus zu verfassen, auch wenn er es auf seine eher prosaische und leidenschaftslose Art tut, die er nicht einfach abzulegen vermag. Vor allem aber unterscheidet er nicht strikt zwischen Wirklichkeit und Traum. Das wird schon am Anfang des Buches deutlich, wenn er seiner Frau nur deshalb Untreue unterstellt, weil er etwas dergleichen geträumt hat. Die Kieferninseln begeistern ihn am Ende nicht, und doch scheint sich eine Wandlung an ihm vollzogen zu haben. Er will seine Frau anrufen, um ihr zu sagen, sie solle zu ihm nach Japan kommen; die Zeit der Laubfärbung sei angebrochen.

Absurde Pilgerreise durch Japan
von einer Kundin/einem Kunden aus Augsburg am 29.01.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Von dem Gedanken besessen, dass ihn seine Frau betrügt, reist Gilbert kurzentschlossen nach Japan. Dort trifft er auf den selbstmordgefährdeten Studenten Yosa. Für die beiden beginnt eine skurrile Reise durch Japan. Während Gilbert das Leben spüren will, möchte der junge Student eben diesem ein Ende bereiten. Ein ungleiches Paar... Von dem Gedanken besessen, dass ihn seine Frau betrügt, reist Gilbert kurzentschlossen nach Japan. Dort trifft er auf den selbstmordgefährdeten Studenten Yosa. Für die beiden beginnt eine skurrile Reise durch Japan. Während Gilbert das Leben spüren will, möchte der junge Student eben diesem ein Ende bereiten. Ein ungleiches Paar, welches aber doch auf faszinierende Weise harmoniert.

Absurde und poetische Geschichte in einem kleinen Buch verpackt
von einer Kundin/einem Kunden aus Winterthur am 25.11.2018

Marion Poschmann hat hier ein wunderbares Buch geschrieben! Ihre poetische Beschreibung der Bäume und die Beschreibung der Haikus haben es mir besonders angetan. Die Geschichte ist völlig absurd und dadurch ziemlich unterhaltsam. Ich kann das Buch sehr empfehlen!


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