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Verzeichnis einiger Verluste

Ausgezeichnet mit dem Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2018

Die Weltgeschichte ist voller Dinge, die verloren sind – mutwillig zerstört oder im Lauf der Zeit abhandengekommen. In ihrem neuen Buch widmet sich Judith Schalansky dem, was das Verlorene hinterlässt: verhallte Echos und verwischte Spuren, Gerüchte und Legenden, Auslassungszeichen und Phantomschmerzen. Ausgehend von verlorengegangenen Natur- und Kunstgegenständen wie den Liedern der Sappho, dem abgerissenen Palast der Republik, einer ausgestorbenen Tigerart oder einer im Pazifik versunkenen Insel, entwirft sie ein naturgemäß unvollständiges Verzeichnis des Verschollenen und Verschwundenen, das seine erzählerische Kraft dort entfaltet, wo die herkömmliche Überlieferung versagt. Die Protagonisten dieser Geschichten sind Figuren im Abseits, die gegen die Vergänglichkeit ankämpfen: ein alter Mann, der das Wissen der Menschheit in seinem Tessiner Garten hortet, ein Ruinenmaler, der die Vergangenheit erschafft, wie sie niemals war, die gealterte Greta Garbo, die durch Manhattan streift und sich fragt, wann genau sie wohl gestorben sein mag, und die Schriftstellerin Schalansky, die in den Leerstellen ihrer eigenen Kindheit die Geschichtslosigkeit der DDR aufspürt.

So handelt dieses Buch gleichermaßen vom Suchen wie vom Finden, vom Verlieren wie vom Gewinnen und zeigt, dass der Unterschied zwischen An- und Abwesenheit womöglich marginal ist, solange es die Erinnerung gibt – und eine Literatur, die erfahrbar macht, wie nah Bewahren und Zerstören, Verlust und Schöpfung beieinanderliegen.
Rezension
"Ihre prachtvolle Fabulierkunst bewahrt, was wir längst vergessen glaubten oder noch gar nicht wussten. In schnelllebigen Zeiten wie den unsrigen kommt ihr Werk einem allen Wellengängen erhabenen Leuchtturm gleich, dessen Licht auf alles fällt, was wir als allzu leichthin gegeben wahrnehmen."
Björn Hayer, Spiegel Online 22.10.2018
Portrait
Judith Schalansky, 1980 in Greifswald geboren, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign. Ihr Werk, darunter der international erfolgreiche Bestseller Atlas der abgelegenen Inseln sowie der Roman Der Hals der Giraffe, ist in mehr als 20 Sprachen übersetzt und wurde vielfach ausgezeichnet. Sie ist Herausgeberin der Naturkunden und lebt als Gestalterin und freie Schriftstellerin in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 252
Erscheinungsdatum 21.10.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-42824-5
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 20,3/12,6/2,3 cm
Gewicht 346 g
Abbildungen 13 schwarz-weiße Abbildungen
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 54450
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Verluste können auch literarische Gewinne sein...

Claudia Engelmann, Thalia-Buchhandlung Korbach

Eine Augenweide, dieses schön und aufwändig gestaltete Buch, ein haptisches Erlebnis und eine Ausgabe, die unbedingt Lust darauf macht, sofort mit dem Lesen zu beginnen. Und genau das habe ich getan und mir doch Zeit gelassen, zwischen den Kapiteln Pausen eingelegt. Schalansky findet für ganz unterschiedliche Verluste auch ganz unterschiedliche Sprachen und Worte. Dies finde ich manchmal gelungen, manchmal langweilt mich die erzählte Geschichte einfach. Also keine pure Begeisterung, aber tiefe Bewunderung für eine Frau mit absoluter Urteilsfähigkeit und Sinnlichkeit beim Gestalten von Büchern.

Kundenbewertungen

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Für BücherliebhaberInnen
von einer Kundin/einem Kunden am 23.01.2019

Judith Schalansky hat ein außergewöhnliches Buch geschaffen. Sie benennt Dinge/ Lebewesen, welche unwiederbringlich von der Erdoberfläche verschwunden sind, darunter zerstörte Gebäude, eine ausgestorbene Tierart oder ein versunkenes Riff. Um diese entwickelt sie eine fiktive Geschichte und findet dabei für jede Erzählung einen g... Judith Schalansky hat ein außergewöhnliches Buch geschaffen. Sie benennt Dinge/ Lebewesen, welche unwiederbringlich von der Erdoberfläche verschwunden sind, darunter zerstörte Gebäude, eine ausgestorbene Tierart oder ein versunkenes Riff. Um diese entwickelt sie eine fiktive Geschichte und findet dabei für jede Erzählung einen ganz eigenen Ton. Durch die Schlichtheit der Optik und Besonderheit der Haptik steht diese Publikation für sich. Ein Buch, welches man nur zu gern sein Eigen nennt. Wenn ich könnte, würde ich noch viel mehr Sterne vergeben!