Erinnerung eines Mädchens

Annie Ernaux

(8)
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Beschreibung


Sommer 1958: Annie Duchesne wird 18 Jahre alt. Sie arbeitet als Betreuerin in einer Ferienkolonie. Sie findet in eine Clique, zusammen feiern sie Feten, genießen ihre Jugend. Und Annie ist in H. verliebt, mit ihm hat sie ihr erstes Mal. Eine Nacht, die einen anhaltenden Schock bedeutet. Auch weil H. sie fortan ignoriert, sie weiß nicht, wohin mit sich und lässt sich auf andere ein. Schnell ist sie verfemt. Was folgt, sind Ausgrenzung, der Hohn der anderen, ihre eigene Scham.

Und Schweigen. Denn über 55 Jahre braucht Annie Ernaux, um sich dieser »Erinnerung der Scham« stellen zu können – anhand von Fotografien und Briefen schreibt sie von einer Zeit, die sich in ihren Körper gebrannt hat. Die ihre Moral, ihre Sexualität, ihr ganzes langes Leben geprägt und bestimmt hat.

Mit schonungsloser Genauigkeit erzählt Annie Ernaux von ihrer ersten sexuellen Begegnung – von Macht, Ohnmacht und Unterwerfung. Von einer Wunde, die niemals ausgeheilt ist. Und vom teuer bezahlten Erkennen des eigenen Werts.

"Annie Ernaux ist die Königin der neuen autobiographischen Literatur."
DIE ZEIT 02.05.2018

Annie Ernaux, geboren 1940, bezeichnet sich als »Ethnologin ihrer selbst«. Sie ist eine der bedeutendsten französischsprachigen Schriftstellerinnen unserer Zeit, ihre zwanzig Bücher sind von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert worden..
Sonja Finck, geboren 1978 in Moers, studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf. Inzwischen lebt sie als literarische Übersetzerin in Berlin und Gatineau (Kanada).

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 163
Erscheinungsdatum 02.10.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-42792-7
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 21,3/13,1/2,2 cm
Gewicht 314 g
Originaltitel Mémoire de fille
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Sonja Finck

Buchhändler-Empfehlungen

Eine französische Kindheit

Verena Flor, Thalia-Buchhandlung Hagen

Ernaux ist ein kurzweiliges, literarisches Erlebnis, das Sie nicht missen sollten. Eine prägnante Sprache mischt sich mit einer liebevollen Erzählweise und nimmt den Leser mit in ihre Kindheit. Ernaux ist für mich die Basis der modernen französischen Literatur. Probieren Sie es!

Ein einfaches Leben

Sebastian Krieg, Thalia-Buchhandlung Kassel

In "Der Platz" beschreibt Annie Ernaux das Leben ihres Vaters in knapper Sprache. Ein Leben das beherrscht wird von der Arbeit und dem Streben nach bürgerlichem Wohlstand. Es ist ein Buch über "einfache" Menschen und ein Buch darüber, welche Möglichkeiten sich durch Bildung erschließen. Es ist gleichzeitig ein Buch über die Gefahr der Entfremdung innerhalb einer Familie, die durch die entstehenden Klassen- und Bildungsunterschiede entstehen kann. In schlichten Sätzen gelingt es Ernaux, die einfachen Verhältnisse zu schildern, aus denen sie stammt und die sie in ihrem Denken geprägt haben. Aus denen sie schließlich durch einen Bildungsweg aufgestiegen ist.´ Dieses prägnante Büchlein regt zum Nachdenken an, lesen Sie selbst!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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Verarbeitung schmerzlicher Erfahrungen
von einer Kundin/einem Kunden am 19.07.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Die Autorin erzählt von ihren ersten sexuellen Erlebnissen als junge Betreuerin in einer Ferienkolonie für Kinder. Ihr ganzes Leben lang – so scheint es dem Leser – wird sie von einer Scham begleitet, die sie durch dieses reflektierte Schreiben zu überwinden versucht. Mit virtuoser sprachlicher Kunst erinnert sie sich an schmerz... Die Autorin erzählt von ihren ersten sexuellen Erlebnissen als junge Betreuerin in einer Ferienkolonie für Kinder. Ihr ganzes Leben lang – so scheint es dem Leser – wird sie von einer Scham begleitet, die sie durch dieses reflektierte Schreiben zu überwinden versucht. Mit virtuoser sprachlicher Kunst erinnert sie sich an schmerzliche Ereignisse aus ihrer Jugend. Sehr abwechslungsreich schildert sie verschiedene Lebensabschnitte anhand von Fotos, die sie betrachtet und beschreibt. Es ist nicht immer ganz einfach der wechselnden Ich- und dann wieder Dritten-Person-Erzählerin zu folgen. Ein eindrückliches Portrait einer Frau, die schonungslos offen über sehr persönliche Erfahrungen spricht.

Eine Qual dieses Buch zu lesen
von einer Kundin/einem Kunden aus Zürich am 30.05.2019

Die Grundidee des Buches, bzw. der Hintergrund der Geschichte wäre durchaus lesenswert gewesen. Leider bedient sich die Autorin ständig irgendwelcher Referenzen und macht es sich so sehr einfach Themen anzusprechen, diese dann aber nicht ausschreiben zu müssen. Die Vermutung liegt nahe, dass in Tat un Wahrheit wahrscheinlich gar... Die Grundidee des Buches, bzw. der Hintergrund der Geschichte wäre durchaus lesenswert gewesen. Leider bedient sich die Autorin ständig irgendwelcher Referenzen und macht es sich so sehr einfach Themen anzusprechen, diese dann aber nicht ausschreiben zu müssen. Die Vermutung liegt nahe, dass in Tat un Wahrheit wahrscheinlich gar nicht so viel Substanz für diese "eigene" Geschichte vorhanden war, so wird der Leser im Dunkeln gelassen. Immer wieder werden Andeutungen gemacht, diese dann aber nicht ausformuliert. Ein Verdikt dass ich sehr selten geben muss, aber hier war Jede Leseminute verschwendete Zeit, leider


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