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Mittagsstunde

Roman

Endlich - der neue Roman von Dörte Hansen!

Die Wolken hängen schwer über der Geest, als Ingwer Feddersen, 47, in sein Heimatdorf zurückkehrt. Er hat hier noch etwas gutzumachen. Großmutter Ella ist dabei, ihren Verstand zu verlieren, Großvater Sönke hält in seinem alten Dorfkrug stur die Stellung. Er hat die besten Zeiten hinter sich, genau wie das ganze Dorf. Wann hat dieser Niedergang begonnen? In den 1970ern, als nach der Flurbereinigung erst die Hecken und dann die Vögel verschwanden? Als die großen Höfe wuchsen und die kleinen starben? Als Ingwer zum Studium nach Kiel ging und den Alten mit dem Gasthof sitzen ließ? Mit großer Wärme erzählt Dörte Hansen vom Verschwinden einer bäuerlichen Welt, von Verlust, Abschied und von einem Neubeginn.
Rezension
»Dörte Hansens neuer Roman ist ein literarisches Ereignis, ihre Leserinnen und Leser werden zu Recht begeistert sein.«
Portrait
Dörte Hansen, geboren 1964 in Husum, arbeitete nach ihrem Studium der Linguistik als NDR-Redakteurin und Autorin für Hörfunk und Print. Ihr Debüt »Altes Land« wurde 2015 zum »Lieblingsbuch des unabhängigen Buchhandels« gekürt und avancierte zum Jahresbestseller 2015 der SPIEGEL-Bestsellerliste. Ihr zweiter Roman »Mittagsstunde« ist im Herbst 2018 erschienen und wird von Lesern und Kritik gefeiert. Dörte Hansen lebt mit ihrer Familie in Nordfriesland.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 15.10.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783641167837
Verlag Random House ebook
Dateigröße 794 KB
Verkaufsrang 578
eBook
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19,99
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Buchhändler-Empfehlungen

Veronika Pesch, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Skurrile Charaktere, ein toller Schreibstil und eine Geschichte, die mich begeistert hat. Auf jeden Fall eine Lese-Empfehlung.

Moderner Heimatroman

Michael Flath, Thalia-Buchhandlung Darmstadt

Dörte Hansens „Mittagsstunde“ ist ein Roman über Heimat, in diesem Falle Nordfriesland, und eine Liebeserklärung an diese Landschaft, und an die Menschen, die diese Landschaft geprägt hat. Aber auch ein Roman über die Wechselfälle des Lebens, über das Schicksal und in wie weit es vom Menschen zu beeinflussen ist. Über Liebe, Lust und Leid. Leicht melancholisch, zutiefst menschlich und in einer schnörkellosen Sprache erzählt, klar wie der Norden!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
106 Bewertungen
Übersicht
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Wundervoll geschriebene und ergreifende Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Kronberg am 11.11.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Nachdem ich in "Altes Land" bereits den Schreibstil Dörte Hansens so bemerkenswert fand, auch wenn es für mich dann an Charakteren und Geschichte haperte, bin ich von "Mittagsstunde" restlos begeistert. Wieder geht es um ein norddeutsches Dorf und auch hier erzählt die Autorin auf verschiedenen Zeitebenen. Man muß in jedes K... Nachdem ich in "Altes Land" bereits den Schreibstil Dörte Hansens so bemerkenswert fand, auch wenn es für mich dann an Charakteren und Geschichte haperte, bin ich von "Mittagsstunde" restlos begeistert. Wieder geht es um ein norddeutsches Dorf und auch hier erzählt die Autorin auf verschiedenen Zeitebenen. Man muß in jedes Kapitel ein wenig reinlesen, bevor man weiß, in welcher Zeitebene man gerade ist. Das funktioniert aber ausgezeichnet und mir hat es Spaß gemacht, zu sehen, wo (bzw: wann) wir uns nun befinden, wer hier im Fokus stehen wird. Durch ihre klare Art zu schreiben läßt Dörte Hansen trotz vieler Charaktere und verschiedener Zeitebenen keine Verwirrung entstehen. Durch die Blicke in verschiedene Zeiten füllen sich auch nach und nach Lücken, klären sich einige Fragen, wird unser Bild im vollständiger. Leider bleibt das Schicksal einer wesentlichen Person des Buches dann völlig offen, was ich doch ein wenig störend fand, es erschien mir zu nebenbei abgehandelt. Der Schreibstil ist wieder ein Vergnügen, meines Erachtens noch besser als bei "Altes Land". Hier wird Sprache schnörkellos und doch ganz bildhaft, auf hohem Niveau verwandt. Hohe Sprachkunst ohne irgendetwas Prätentiöses. "Marret Feddersen schien hinter einer Wand aus Glas zu leben (...) und manchmal war das Glas auch noch beschlagen" - das ist nur einer dieser Sätze, die wundervoll und knapp so viel aussagen. Ich bin in diese Sprache eingetaucht. Auch die Charaktere sind meisterhaft gezeichnet. Der rote Faden im Dorf Brinkebüll und im Buch ist die Familie Feddersen, von denen wir drei Generationen kennenlernen. Besonders anrührend fand ich Sönke, der auch im hohen Alter von über 90 noch seelisch von seiner jahrzehntelang zurückliegenden Zeit in russischer Gefangenschaft gekennzeichnet ist, der auch nach seiner Rückkehr in sein Heimatdorf viele Bürden tragen mußte. Er tut dies schweigsam, wie überhaupt in Brinkebüll nichts zerredet wird. Sönkes Gedanken zu Schuld und Sühne, zur Anständigkeit, sein wortknappes Sich-Annehmen des unehelichen Kindes seines offiziellen Tochter und auch die ebenfalls wortkarge Hingabe an seine Ehefrau Ella - das alles ist zutiefst berührend, manchmal herzzerbrechend traurig. Wir erleben ihn in einer Zeitebene in der Mitte seines Lebens, in einer anderen Zeitebene, die in der Gegenwart spielt, als alten Mann, der geistig rege ist, dessen Körper ihn aber zunehmend im Stich läßt. Die Szenen, in denen Sönkes Enkel Ingwer sich um Sönke und dessen Frau Ella kümmert, zeigen ganz eindringlich, wie schmerzhaft das Alter werden kann, was es an Würde, Unabhängigkeit und Freiheit nehmen kann und wie es auch auf die jüngere Generation wirkt. Dies sind nur einige der vielen Themen, die uns in "Mittagsstunde" begegnen. Es gibt kaum dramatische, rasante Geschehnisse, das Buch ist eher eine Milieustudie eines kleinen Dorfes und sich ändernder Zeiten. Es geht vorwiegend um die kleinen Dinge, die Charakterentwicklungen, die kleinen Umwälzungen, die manchmal zu großen Umwälzungen führen. Man wird als Leser Teil dieses Brinkebüll-Mikrokosmos, in dem Dinge auf ihre eigene Art geregelt werden. Ich fand diesen Blick in eine mir fremde Welt ganz faszinierend und zudem ausgezeichnet dargestellt. Ingwer Feddersen, Sönkes Enkel, ist ein wenig ein Bindeglied zwischen modernem Stadtleben und dem traditionellen Dorfleben. Er ist als einziger der Charaktere ein wenig farblos und die sich mit ihm beschäftigenden Passagen haben ab und an Längen, sind nicht immer so fesselnd, aber auch hier gab es viel Interessantes. Die Schilderung seines seit über 20 Jahren bestehenden WG-Lebens, in dem seine beiden Mitbewohner mit großer Krampfhaftigkeit am Unverkrampftsein festhalten und sich von ihrem großbürgerlichen Hintergrund trotz aller Versuche genauso wenig trennen können wie Ingwer von Brinkebüll, ist herrlich gelungen. So erfreut "Mittagsstunde" mit einer sorgfältig konzipierten Geschichte, in der sich Zeitebenen, Charaktere, Themen und Lebenswelten zu einem ungemein unterhaltsamen Ganzen zusammenfinden. Das ist manchmal herrlich komisch und manchmal zu Tränen rührend. Eines der drei besten Bücher, die ich dieses Jahr lesen durfte!

Wie funktioniert(e) Landleben? Dörte Hansen gibt die Antwort.
von einer Kundin/einem Kunden aus Schönberg am 30.09.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Dörte Hansen entwickelt sehr einfühlsam und nachvollziehbar, welchen Regeln und Werten Dorf-/Landleben folgt(e), welche Umstände dazu führten. Die Hauptfigur verlässt über Gymnasium und Studium in Kiel das Dorf und verlässt es doch nicht ganz. Er hängt an alten Werten, und blickt als knapp 50-Jähirger auf seine Kindheit und Jug... Dörte Hansen entwickelt sehr einfühlsam und nachvollziehbar, welchen Regeln und Werten Dorf-/Landleben folgt(e), welche Umstände dazu führten. Die Hauptfigur verlässt über Gymnasium und Studium in Kiel das Dorf und verlässt es doch nicht ganz. Er hängt an alten Werten, und blickt als knapp 50-Jähirger auf seine Kindheit und Jugend, die Menschen, die ihn geprägt haben und findet am Ende vielleicht einen eigenen Weg für sich, der das Alte mit dem Neuen verbindet...

Für Fans des Nordens wärmstens zu empfehlen. Bewertung von Kloogschieter aus KS
von einer Kundin/einem Kunden aus Kassel am 22.09.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Nachdem ich schon das Buch „Altes Land“ gerne und mit Genuß gelesen habe, muss ich sagen, dass ich von „Mittagsstunde“ geradezu begeistert bin und es zu einem meiner Lieblingsbücher erkoren habe. Dörte Hansen beschreibt einfach wunderbar Land und Leute im fiktiven nordfriesischen Dorf Brinkebüll mit einer nach meinem Geschmack... Nachdem ich schon das Buch „Altes Land“ gerne und mit Genuß gelesen habe, muss ich sagen, dass ich von „Mittagsstunde“ geradezu begeistert bin und es zu einem meiner Lieblingsbücher erkoren habe. Dörte Hansen beschreibt einfach wunderbar Land und Leute im fiktiven nordfriesischen Dorf Brinkebüll mit einer nach meinem Geschmack sehr schönen Sprache und mit viel Wärme. Auf zwei Zeitebenen, einmal Anfang der Sechziger zu Zeiten der Flurbereinigung und dann in der Gegenwart, wird die Lebensgeschichte der Gasthofbesitzer-Familie Sönke Feddersen erzählt und dabei ausführlich das langsame Verschwinden einer bäuerlichen Welt beschrieben. Dabei hat mich besonders beeindruckt, mit welchem Überblick, Durchblick und mit wieviel Wissen über das Leben ganz allgemein dieses geschieht. Mehr als einmal musste ich beim Lesen innehalten und war regelrecht erschrocken über den Wahrheitsgehalt: Ich fühlte mich „irgendwie ertappt“. Über die reine Lesezeit hinaus hallten und hallen einige Beschreibungen lange in mir nach. Das Buch hat mich sehr beschäftigt (und tut es immer noch). Dazu muss ich sagen, dass ich persönlichen Bezug zu Nordfriesland habe: Eltern dort aufgewachsen und weggezogen, Großeltern, zumindest mütterlicherseits, seit Generationen dort gelebt, vielerlei Kindheitserinnerungen an Urlaube bei den Großeltern, etc. Viele Abschnitte des Buches brachten in mir irgendetwas zum Klingen. Und da ich mit Ende Vierzig im selben Alter wie Ingwer bin, einer der Hauptpersonen, und auch einmal studiert habe, konnte ich mich sehr leicht in ihn hineinversetzen und herzlich mit ihm mitfühlen. Zur Zeit macht dieses Buch in unserer Familie die Runde und ist Thema in Telefongesprächen, oft begleitet von viel Lachen: „Genau wie Oma!“ oder „Genau wie Tante Frieda!“, jener für mich unbekannten Großtante, die eine große Ähnlichkeit mit Marret zu haben schien (Zitat: „halfbackt“). Ein großes Plus, was mir gefiel, ist die herrliche Verwendung der plattdeutschen Sprache bei den vielen Zitaten. Wie viele gebürtige Norddeutsche kann ich Plattdeutsch verstehen, aber nicht sprechen. Welch ein Genuß, hier nun diese vielen grundehrlichen Sprüche mit ihrer ganzen Drolligkeit und oft entwaffnenden Treffsicherheit zu lesen! Plattdeutsch-Muttersprachler mögen mir verzeihen und ihr Verlangen, jetzt „gleich zuschlagen zu wollen“ (Zitat aus dem Buch) unterdrücken. Aber aus der Distanz und hochdeutsch sprechend denkt man (leicht) so. In einem Dorf in Hamburg-Nähe aufgewachsen bin ich mittlerweile in einer Stadt in Nordhessen heimisch geworden, wo meine Familie und ich uns sehr wohl fühlen. Gerade wegen der großen Distanz (sowohl räumlich als auch zeitlich) freue ich mich besonders über dieses Buch, da mir viele glückliche Kindheitserinnerungen wieder eingefallen sind. Erinnerungen bleiben einfach. Nicht zuletzt denke ich liebevoll und mit Rührung an meine längst verstorbenen Großeltern und insbesondere an unsere Oma, die jetzt sicherlich im Himmel sagt: “Du ole kloogschieter!- Na, schöt wi mol Kaffee mokken.“. (Anm.: Gibt es im Plattdeutschen eigentlich eine Rechtschreibung?). Und vor meinem geistigen Auge sehe ich sie, nach der auch bei Oma und Opa zelebrierten Mittagsstunde, langsam in ihre Küche schlurfen. Eine der wenigen körperlichen Aktionen, die sie trotz Pflegebedürftigkeit auch im hohen Alter mit Krückstock noch durchführte, bevor sie mit Demenz ins Heim kam (wie Ella). Danke an Dörte Hansen, dass sie dieses Buch geschrieben hat! Wie schön!