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Das Honigmädchen

Roman

Die alleinerziehende Camilla kämpft an allen Fronten: Täglich muss sie sich im väterlichen Delikatessenhandel beweisen, während ihre fünfzehnjährige Tochter Marie gegen sie rebelliert. Und dann wird sie auch noch nach Südfrankreich geschickt, um mit einer Honigmanufaktur zu verhandeln - im Gepäck das tobende Mädchen und ihren nervtötenden Nachbarn, der sich ihnen spontan angeschlossen hat. Kein Wunder, dass sich das pittoreske Bergdorf Loursacq zunächst als wenig heilsam für die angespannten Gemüter erweist. Doch Camilla krempelt die Ärmel hoch - und lernt zwischen Tomatenstauden, Rebstöcken und Olivenbäumen, dass die guten Dinge im Leben erst dann auf zarten Flügeln herbeifliegen, wenn man bereit für sie ist ...
Rezension
»Eine herzergreifende Geschichte für Mütter und Töchter.«
Portrait
Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Neben ihren bisher im Goldmann Verlag erschienenen Büchern hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und dem Labrador Luka in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 448 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 18.03.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783641199098
Verlag Random House ebook
Dateigröße 2615 KB
Verkaufsrang 6044
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Buchhändler-Empfehlungen

Die Zukunft der Bienen

Rebecca Hanneken, Thalia-Buchhandlung Giessen

Ein Auftrag in Südfrankreich soll das schwierige Mutter-Tochter Verhältnis wieder ins Gleichgewicht bringen. Dieser Sommer verändert alles! Eine Familiengeschichte mit viel Tiefgang!

Für mich ihr bisher bestes Buch!

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Claudia Winter habe ich vor zwei Jahren per Zufall auf einer Lesung kennenlernen dürfen. Und wäre dies nicht der Fall gewesen, hätte ich ihre Bücher wahrscheinlich gar nicht für mich und für Sie entdeckt, denn irgendwie hatten sie mich nicht wirklich angesprochen. Aber die Autorin hat so toll gelesen, dass ich mir sofort nach der Lesung das zu dem Zeitpunkt aktuelle Buch gekauft und gelesen habe. Seitdem habe ich drei ihrer bisher vier bei Goldmann erschienenen Bücher gelesen („Glückssterne“, „Die Wolkenfischerin“ und „Das Honigmädchen“). Ihr erstes Buch („Aprikosenküsse“) fehlt mir noch in meiner Sammlung. Aber das wird sicherlich irgendwann einmal nachgeholt! Der Klappentext gibt den Inhalt schon in weiten Teilen richtig wieder. Camilla lebt mit ihrer fünfzehnjährigen Tochter in München. Ihr Ex-Ehemann, ein begnadeter Koch, hat sich mit einer neuen Frau nach Sylt davon gemacht und Camilla mit den Scherben ihres bisherigen Lebens zurückgelassen. Ihre Tochter Marie steckt mitten in der Pubertät. Mutter und Tochter finden überhaupt nicht mehr zueinander. Dazu kommt noch, dass Marie in der Schule durch häufiges Schulschwänzen und andere Dinge negativ aufgefallen ist. Camilla selbst versucht in dem Delikatessenhandel ihres Vaters Fuß zu fassen. Um sich zu profilieren regt sie u.a. an, einem Honiglieferanten aus Frankreich zu kündigen, da er zu unzuverlässig liefert und zu teuer ist. Doch ihr Vater lässt sich darauf nicht ein, sondern schickt Tochter und Enkelin genau zu diesem Lieferanten, um dort Zeit füreinander und Entspannung zu finden. Und zu guter Letzt gibt es noch den ausgesprochen nervigen Nachbarn Tobias Leitner, der sehr häufig laute Partys feiert und eine Vorliebe für blutjunge Frauen hat. Ausgerechnet dieser Nachbar schließt sich Camilla und Marie, an als sie nach Frankreich aufbrechen. Warum das so ist und was diese drei in Frankreich erwartet, müssen Sie schon selbst lesen. Das Buch beginnt allerdings mit einem Prolog, der 1956 in Südfrankreich spielt. Henri, ein junger Mann, kommt von der Schule nach Hause und bekommt seinen ersten eigenen Bienenschwarm. Etwas, was sein Leben für die Zukunft ändern wird. Natürlich ist Henri der Imker, zu dem Camilla, Marie und Tobias aufbrechen. Doch was hat dieser Prolog mit der restlichen Geschichte zu tun? Und warum besteht Camillas Vater auf weiteren Geschäftsbeziehungen mit dem alten Mann? Für mich ist dieser Roman Claudia Winters ihr bisher bester! Ich finde, dass sie eine gewaltige Entwicklung durchgemacht hat. „Glückssterne“ war ein ausgesprochen witziges Frauenbuch, bei dem ich mich gut unterhalten gefühlt habe. Aber ich habe nichts weiter aus dem Buch mitgenommen. „Die Wolkenfischerin“ war dann ein Übergang zu dem neuen Buch, denn es war sowohl witzig, als auch durchaus schon mit Themen besetzt, die zum Nachdenken anregten. Mir persönlich hatte allerdings diese Mischung nicht so gut gefallen. Das neue Buch „Das Honigmädchen“ hat auch durchaus humorvolle Stellen, aber es ist nicht der Hauptzweck des Buches, sondern er passt sich einfach wundervoll in die warmherzige Geschichte ein. Die Autorin hat in dieser Geschichte einige wichtige Themen aufgenommen: - Die Verletzungen, die Menschen durch eine gescheiterte Ehe davontragen können. Diese Verletzungen können in unterschiedliche Richtungen ausschlagen. - Die Schwierigkeit einer Eltern-Kind-Beziehung, bei der außenstehende Personen durch einen anderen Blickwinkel manchmal besser helfen können. - Das deutsch-französische Verhältnis der Kriegs- und Nachkriegsgeneration. - Und die Heilkraft der Bienen, die ich gerade auch in einem anderen Buch entdecke, was ich Ihnen demnächst vorstellen werde. Mir hat besonders gut gefallen, wie Claudia Winter ihre Protagonisten beschreibt. Man kommt ihnen langsam immer näher und erkennt, wo ihre Verwundungen sind. Hier kommt mit Sicherheit auch zum Tragen, dass die Autorin Sozialpädagogin ist, und dass die Autorin durch ihre gehörlosen Eltern schon sehr früh gelernt hat genau hinzusehen. Manchmal sind es auch einfach an sich unbedeutende Kleinigkeiten, die mir positiv auffallen. So trägt Camilla z.B. eine Brille. Etwas, was ganz viele Menschen ebenfalls tun, aber Hauptpersonen in Romanen sind meistens so perfekt, dass sie solche kleinen Makel gar nicht haben. Natürlich ist es ein Unterhaltungsroman. Und manches war mir von vorne herein klar, wie es enden wird. Aber das, was dazwischen lagt, ist einfach nur schön erzählt und gut beobachtet. Das Buch macht Lust auf die Provence und auf guten Honig. Und damit man sich darauf schon einmal einstellen kann, liefert die Autorin auch gleich vier Rezepte mit, die sich ausgesprochen köstlich anhören. Übrigens hat mich das Ende insgesamt trotzdem noch überraschen können! Wer Glück hat, dass Claudia Winter in der Nähe liest, sollte sich das nicht entgehen lassen. Sie liest einfach Klasse. Und es soll wohl auch kleine Naschereien geben!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
27 Bewertungen
Übersicht
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Ein Stück von Honig, Lavendel und Frankreich träumen
von claudi-1963 aus Schwaben am 18.09.2019
Bewertet: Einband: Klappenbroschur

"Der Gott der Bienen ist die Zukunft, Henri. Selbst wenn du wolltest, könntest du dich nicht von ihnen abwenden, denn sie sind das Leben. Und das findet dich immer, selbst wenn es nur in Gestalt einer einzigen kleinen Biene daherkommt." (Buchauszug) Die geschiedene, alleinerziehende Camilla hat es nicht gerade leicht. Nicht nu... "Der Gott der Bienen ist die Zukunft, Henri. Selbst wenn du wolltest, könntest du dich nicht von ihnen abwenden, denn sie sind das Leben. Und das findet dich immer, selbst wenn es nur in Gestalt einer einzigen kleinen Biene daherkommt." (Buchauszug) Die geschiedene, alleinerziehende Camilla hat es nicht gerade leicht. Nicht nur das sie im väterlichen Delikatesshandel Monhof ihren Mann stehen sollte, muss sie zudem für die rebellisch, pubertierende 15-jährige Tochter Marie da sein. Das beides unter einen Hut zu bekommen nicht einfach für sie ist, spürt sie, als Marie ihr immer mehr entgleitet. Deshalb verordnet ihr Vater den beiden einen Urlaub in Südfrankreich, wo sie gleichzeitig mit der Honigmanufaktur in Loursacq verhandeln soll. Was Camilla jedoch nicht ahnte, das ausgerechnet ihr nerviger Nachbar Tobias Leitner ebenfalls mitkommt. Das Marie zu ihm ein besseres Verhältnis hat, als mit ihr ärgert sie noch mehr. Dass sie dann notdürftig bei Henri Lambert im Stall schlafen müssen und Marie sich unsterblich in seine Bienen verliebt, hätte Camilla nicht erwartet. Nach und nach jedoch entdeckt auch sie die Schönheit dieser Landschaft. Zudem taucht sie in ein Geheimnis aus der Vergangenheit ein, das alles verändern wird. --- Meine Meinung: Als ich dieses Buch bei einem Gewinnspiel gewonnen habe, hat es mich sehr gefreut. Das schöne Cover und der Klappentext hat mich sofort auf Südfrankreich eingestimmt. Der Schreibstil ist locker, flüssig, unterhaltsam und mit mehreren Kapiteln eingeteilt. Wobei jedes dieser Kapitel mit kleinen Bienen versehen ist. Besonders die lebhafte Schreibweise hat mich sofort bezaubert und an Frankreich denken lassen. Dabei geht es in diesem Buch nicht nur um Bienen, ihre Haltung und den Honig. Themen wie Liebe, Pubertät, Unversöhntheit und ein Geheimnis aus der Vergangenheit spielen ebenfalls eine große Rolle. Besonders das Unversöhnt sein zwischen Deutschland und Frankreich, das nach der Kriegszeit noch immer präsent ist, spürt man. Camilla ist eine resolute Frau, die im Betrieb ihres Vaters versucht das Beste zu geben aber immer das Gefühl hat, nicht anerkannt zu werden. Dazu haben die Schwierigkeiten mit Marie seit der Trennung von ihrem Mann zugenommen. Den sie gibt alleine ihrer Mutter die Schuld am Scheitern der Ehe. Marie weiß ja nicht, das ihr Vater schon Jahre zuvor mit einer anderen Frau fremdgegangen ist. Da kommt dieser gemeinsame Urlaub gerade zur rechten Zeit, damit sich die beiden mal wieder annähern. Camilla ahnt ja nicht, das Marie bisher mehr Hilfe und Halt bei ihrem Nachbarn gefunden hat. Das ungleiche Paar und die rebellische Tochter in einer einfachen Behausung in Frankreich zu erleben war famos. Dazu Maries offenes Herz für Henris Bienen, die Sturheit der Loursacq Bevölkerung, bis auf wenige Ausnahmen, habe ich selbst in Frankreich miterlebt. Durch die französischen Sätze, die liebevoll übersetzt ins Buch eingefügt wurden, hat man ständig das Gefühl vor Ort zu sein. Das Beschreiben dieser wunderschönen Region lässt mich verzaubert von Lavendelfeldern träumen. Ebenso die Charaktere die mir gut gefallen, ob es die verzweifelte, fürsorgliche Camilla mit ihrer sturen, pubertierenden Tochter Marie ist. Oder Tobias der hingegen eher gelassen, ruhig und bedacht auf mich wirkt, sowie der wortkarge Henri der im Grunde seines Herzens einen weichen Kern hat, den man erst entdecken muss. Und Manon Bertrands Liebe zum Kochen das für Frankreich nicht fehlen darf. Darum finde ich auf den letzten Seiten nicht nur das Provence Glossar, sondern auch Rezepte von Manon. Bei Flammkuchen, der Gemüsesuppe Soupe au pistou, dem Schmorbraten Daube provencale und einer Apfel Tarte läuft mir das Wasser im Munde zusammen. Ich kann das Buch nicht nur Liebhabern von Frankreich empfehlen, sondern allen die vielleicht eine gute Urlaubslektüre suchen und gebe deshalb 5 von 5 Sterne.

berührender Roman
von einer Kundin/einem Kunden aus Hirzenhain am 07.07.2019
Bewertet: Einband: Klappenbroschur

Dieser Roman hat mich diesmal besonders berührt, da ich Claudia Winter persönlich kennenlernen durfte. Ich habe dieses Buch mit anderen Augen und Gefühlen gelesen. An manchen Stellen sah ich Claudia vor mir, wie sie mir aus diesem Buch vorliest. Ich habe den Lavendel gerochen, die Bienen summen gehört und das Essen im Mund gesch... Dieser Roman hat mich diesmal besonders berührt, da ich Claudia Winter persönlich kennenlernen durfte. Ich habe dieses Buch mit anderen Augen und Gefühlen gelesen. An manchen Stellen sah ich Claudia vor mir, wie sie mir aus diesem Buch vorliest. Ich habe den Lavendel gerochen, die Bienen summen gehört und das Essen im Mund geschmeckt. Das Buch hat mir mal wieder gezeigt, wie wichtig Familie, Freundschaft und Vertrauen ist. Freu mich schon auf neue Bücher von Claudia Winter.

Honigmädchen
von einer Kundin/einem Kunden aus Jenaz am 04.07.2019

Hat mir sehr gut gefallen. die Beschreibung von Frankreich, die Leute und ganz speziell das zikige benehmen des Mädchens .